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© Ralph Larmann
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Elbphilharmonie

Am 11. und 12. Januar 2017 wurde die Elbphilharmonie Hamburg feierlich eröffnet. Im Strom der Elbe, an drei Seiten von Wasser umgeben, ist das neue Konzerthaus ein Anziehungspunkt für alle Hamburger und für Gäste aus der ganzen Welt. Das spektakuläre Gebäude vereint drei Konzertsäle, einen großen Musikvermittlungsbereich, Gastronomie, ein Hotel und die öffentliche Plaza, die Besuchern einen einmaligen Panoramablick über die gesamte Stadt bietet. Künstlerische Qualität, Vielfalt und Zugänglichkeit prägen das musikalische Programm von Hamburgs neuem kulturellem Wahrzeichen.

Kontakt

Elbphilharmonie
Platz der Deutschen Einheit 4
D-20457 Hamburg

Telefon: +49 (0)40-357 666 0
E-Mail: info@elbphilharmonie.de

 

HamburgMusik gGmbH
Elbphilharmonie und Laeiszhalle Betriebsgesellschaft
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© Sandra Ludewig
Konzert

St. Pauli Theater meets Elbphilharmonie

Neujahrskonzert

Anna Depenbusch
Tim Fischer
Katie Freudenschuss
Salut Salon
Angelika Bachmann, Violine
Mary Rose Scanlon, Violine
Joke Flecijn, Violoncello
Mariya Filippova, Klavier
Stefan Gwildis
Gustav Peter Wöhler & Band
Urban Priol, Moderation


Es ist inzwischen ein guter Brauch geworden, mit künstlerischen Freunden und Freundinnen des St. Pauli Theaters das neue Jahr musikalisch zu begrüßen. Denn nach wie vor gilt: Wer es auf St. Pauli, auf der Reeperbahn geschafft hat, muss vor keiner Bühne mehr Angst haben. Auch nicht vor dem Großen Saal der Elbphilharmonie. Und wieder macht sich ein Hamburg-Allstar-Ensemble auf musikalische Weltreise.

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© Neda Navaee
Konzert

Cameristi della Scala

Neujahrskonzert mit Werken von Mozart, Schumann und Beethoven

Cameristi della Scala, Kammerorchester
Natalie Clein, Violoncello
Dirigent: Wilson Hermanto


Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie D-Dur KV 385 »Haffner«
Robert Schumann: Konzert für Violoncello und Orchester a-Moll op. 129
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36

Das Orchester »Cameristi della Scala« von der weltberühmten Mailänder Scala gastiert an diesem Abend im Großen Saal. Neben den großen Symphonien Mozarts und Beethovens erklingt auch Schumanns Cellokonzert mit der renommierten Cellistin Natalie Clein – ein vielfältiges Programm zum Jahresauftakt!

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Klavierkonzert

Josu De Solaun / Klavierabend

Neujahrskonzert mit spanischer Klaviermusik

Josu de Solaun, Klavier

Isaac Albéniz:
Suite española Nr. 1 op. 47 (Auswahl)
Suite española Nr. 2 op. 97 (Auswahl)
sowie weitere Werke von Isaac Albéniz
Federico Mompou: La Fuente y la Campana / aus Paisajes
Vicente Chulià: Nocturno Colorista
Enrique Granados: Valses poéticos
Salvador Chulià: Homenaje a José Iturbi
Josu de Solaun: Tres Tientos / aus 21 Tientos für Klavier
Joaquín Turina: Sacromonte op 55/5
Manuel de Falla: Fantasía bética

Ein Klavierabend ausschließlich mit spanischer Klaviermusik: Zum Jahresauftakt präsentiert der renommierte Pianist Josu de Solaun virtuose Werke mit folkloristischem Einschlag. Diese spanische Nacht wird das Publikum mitreißen und lange in Erinnerung bleiben.

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© S. Sindt
Konzert

Die Prinzen

»Symphonica 2026«

Die Prinzen
Tobias Künzel, Gesang
Henri Schmidt, Gesang
Sebastian Krumbiegel, Gesang
Wolfgang Lenk, Gesang
Jens Sembdner, Gesang
Mathias Dietrich, E-Bass
Ali Zieme, Schlagzeug
Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach


Seit 35 Jahren regieren Die Prinzen die deutsche Poplandschaft und das völlig zurecht! Mit einem unverkennbaren Sound, grandiosen Hits und einer ordentlichen Prise Witz haben sie sich nicht nur in die Charts, sondern auch in die Herzen von Millionen Fans gesungen. Sechs Millionen verkaufte Tonträger, 16 Gold- und Platinplatten, zwei Echo-Music-Awards und zahlreiche weitere Preise beweisen: Diese Band ist kein One-Hit-Wonder, sondern die royale Elite des deutschen Pop! Ob »Millionär«, »Mann im Mond«, »Küssen verboten« oder »(Du musst) ein Schwein sein« – ihre Songs sind längst zur DNA der deutschsprachigen Musik geworden. 2026 präsentieren sie sich zum 35. Bandjubiläum mit einer ganz besonderen Produktion ihren Fans live und touren mit »Symphonica« durch Deutschland.

»Alles nur geklaut«? Nein, 2026 ist alles orchestriert! Die Prinzen haben ihre größten Hits in den königlichen Klangpalast geschickt und lassen sie nun in edlem Sinfonie-Gewand erstrahlen. 50 Musiker:innen auf einer Bühne: gemeinsam mit der renommierten Thüringen Philharmonie Gotha-Eisenach präsentieren sie ein unvergessliches Konzerterlebnis voller Emotionen, musikalischer Raffinesse, mitreißender Arrangements und natürlich einer Extraportion Prinzen-Charme.

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© T. Cavadini
Klavierkonzert

Lucas Debargue

»Pianomania« – Mazurken von Magin, Szymanowski, Fauré, Skrjabin und Lucas Debargue

Lucas Debargue, Klavier

Mikalojus Konstantinas Čiurlionis: Mazurka es-Moll VL 222
Alexander Skrjabin: Ausgewählte Mazurken
Miłosz Magin: Andantino und Presto, ma non troppo / aus: Sonatine für Klavier
Milij Balakirew: Mazurka Nr. 7 es-Moll
Gabriel Fauré: Mazurka B-Dur op. 32
Lucas Debargue: Mazurken Nr. 1 und Nr. 2
Lucas Debargue: Suite für Klavier d-Moll
Alexander Skrjabin: Sonate Nr. 3 fis-Moll op. 23

Sollte das Leben von Lucas Debargue einmal verfilmt werden, es gäbe eine Menge zu erzählen: Im Alter von neun Jahren begann der Franzose, sich autodidaktisch der klassischen Musik zu widmen und Klavier zu spielen, doch ein paar Jahre später gab er das Ganze auch schon wieder auf – E-Bass in einer Rockband und ein Literaturstudium schienen zunächst interessanter. Erst mit 20 widmete er sich wieder dem Klavier, trat nun aber auch als Jazz-Pianist auf. Beim renommierten Tschaikowski-Wettbewerb 2015 belegte Debargue dann zwar »nur« den vierten Platz, avancierte während des Wettbewerbs allerdings zum Publikumsliebling, was den Grundstein für seine internationale Karriere legte.

Heute gehört Lucas Debargue nach wie vor zu den interessantesten und vielseitigsten Künstlern seiner Generation und ist auch als Komponist tätig. All dies zeigt sich nun bei seinem Konzert im Rahmen von »Pianomania«, in dem er neben Mazurken von so unterschiedlichen Komponisten wie Karol Szymanowski, Gabriel Fauré und Alexander Skrjabin auch eigene Mazurken präsentiert. Außerdem ergänzt Debargue sein Programm um Skrjabins Dritte Klaviersonate, in der sich laut einem später hinzugefügten Programm die »freie, ungezähmte Seele mit Leidenschaft in Schmerz und Kampf stürzt«. Wenn das mal nicht bestens zum Interpreten passt …

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© J. Wesely
Konzert

Hamburger Camerata / Sergey Malov

»Sturm« – Werke von Niccolò Paganini und Ludwig van Beethoven

Hamburger Camerata
Sergey Malov, Violine und Leitung


Sergej Malov: Approaching Paganini
Niccolò Paganini: Konzert für Violine und Orchester Nr. 2 h-Moll op. 7
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«

Er war nicht einfach Geiger, nicht einfach Komponist: Niccolò Paganini war ein Phänomen! Der »Teufelsgeiger« mit den flinken langen Fingern erschloss dem Violinspiel vormals ungeahnte technische Dimensionen und definierte den Geniebegriff völlig neu – mit allen Sensationen und Abgründen, die dazugehören.

Im dritten »Multitudes«-Konzert der Hamburger Camerata stürzt sich nun Sergey Malov unter der Devise »Sturm« in den Kosmos Paganini. Er entfesselt in dessen aberwitzig virtuosen Solowerken orkanartige Energie, die dann auch noch in das mehr melodisch gedachte Zweite Violinkonzert herüberweht – bis am Ende die Glöckchen läuten, die dem Konzert seinen Beinamen »La Campanella« und dem Finale extra großen Bekanntheitsgrad einbrachten.

Im Sturm eroberte seinerzeit aber auch Ludwig van Beethoven mit seiner Dritten Sinfonie »Eroica« das Podium: Das Werk in »heroischem« Es-Dur brachte buchstäblich frischen Wind in die Geschichte der Sinfonie. Denn vom ersten Takt an »zwingt« es das Publikum geradezu zum aufmerksamen Zuhören, zum Erfassen auch der revolutionären inhaltlichen Botschaften der Musik.

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© C. Singer
Konzert

Oslo Philharmonic / Lisa Batiashvili / Klaus Mäkelä

Tschaikowsky / Schostakowitsch

Oslo Philharmonic
Lisa Batiashvili, Violine
Dirigent: Klaus Mäkelä


Piotr I. Tschaikowsky: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35
Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 8 c-Moll op. 65

Die Karrierekurve von Klaus Mäkelä ist ein beispielloser Aufwärtstrend – der finnische Dirigent hat schnell ein globales Profil aufgebaut und sich als Residenzkünstler der Saison 2024/25 zum beliebten Stammgast der Elbphilharmonie entwickelt. Nun kommt er mit »seinem« Oslo Philharmonic, Stargeigerin Lisa Batiashvili und einem wahrhaften Programmgeschenk zurück.

Lisa Batiashvili ist die Richtige für das großformatige Violinkonzert von Tschaikowsky, das höchste Anforderungen an Solist oder Solistin stellt. Technisch anspruchsvoll, hochvirtuos und voll schwelgender Melodien zählt es zu den meistgespielten Violinkonzerten.

Dmitri Schostakowitsch schrieb seine Achte Sinfonie unter dem Eindruck des Zweiten Weltkriegs und in ständiger Angst vor Repressalien durch das Stalin-Regime. Offiziell verarbeitet er in der eindrücklichen Musik den Zweiten Weltkrieg – dass aber auch sein eigenes Schicksal bei der Komposition eine Rolle spielte, steht nicht nur zwischen den Zeilen der Musik.

Einführung mit Oliver Wille um 19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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© Claudia Höhne
Familienprogramm

Workshop: Kosmos Gamelan

Für Familien mit Kindern ab 10 Jahren

Die Gamelan-Musik entstand vor vielen Jahrhunderten auf den Inseln Bali und Java. Gespielt wird sie in Gemeinschaft auf Gongs, Metallofonen und Trommeln. Die einzigartige Klangwelt faszinierte bereits Komponisten wie Claude Debussy und hat auch heute noch viele Fans in Europa. Die Elbphilharmonie besitzt ein besonders schönes Instrumenten-Ensemble. Im Workshop kann man die Instrumente unter Anleitung ausprobieren – und erleben, wie faszinierend es klingt, wenn alle zusammenspielen.

Bitte beachten Sie: Dieses Angebot richtet sich an Familien mit Kindern ab 10 Jahren.
Kinder unter 10 Jahren können an diesem Workshop nicht teilnehmen.

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© Claudia Höhne
Jugendprogramm

Workshop: Kosmos Gamelan

für Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene

Die Gamelan-Musik entstand vor vielen Jahrhunderten auf den Inseln Bali und Java. Gespielt wird sie in Gemeinschaft auf Gongs, Metallofonen und Trommeln. Die einzigartige Klangwelt faszinierte bereits Komponisten wie Claude Debussy und hat auch heute noch viele Fans in Europa. Die Elbphilharmonie besitzt ein besonders schönes Instrumenten-Ensemble. Im Workshop kann man die Instrumente unter Anleitung ausprobieren – und erleben, wie faszinierend es klingt, wenn alle zusammenspielen.

Bitte beachten Sie: Dieses Angebot richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene.
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren können an diesem Workshop nicht teilnehmen.

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© Fioniversace
Konzert

Modular

»Lonely Hearts Club« – Made in Hamburg

Modular

Neue Deutsche Welle? Das war doch in den 80ern… Aber halt: Seit einigen Jahren spricht man von der neuen Neuen Deutschen Welle – und mitten auf ihr surft Selena Hamers alias Modular. Die Wahlhamburgerin denkt ihre Kunst über die Musik hinaus: Outfit, Makeup, Bühnenshow und Sound sind perfekt aufeinander abgestimmt und laden ein in eine Welt mal sphärischer und mal tanzbarer Klänge, sehr persönlicher Lyrics und faszinierender Geschichten.

Weiße Kleider und ein hell geschminktes Gesicht sind die Markenzeichen von Modular, die die junge Sängerin feministisch sieht: »Du kannst als Künstlerin nicht neutral und unpolitisch sein, in dem was du trägst. Deshalb ist es mir wichtig, Dinge aufzubrechen – zu zeigen, dass ich als Frau im kurzen Rock nicht nur schön anzuschauen bin, sondern auch ernst genommen werde.«

Auf ihrem Debütalbum »Lonely Hearts Club«, das im Mai 2025 erscheint, läutet Modular eine neue Ära ein. Eine Ära, in der sie zeitgeistig und ohne Genregrenzen eine neue Klangfarbe im Alternative-Pop-Kosmos etabliert. Mit dem Album geht es natürlich auf Tour – und das Konzert in der Elbphilharmonie wird sicherlich ein Highlight!

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© I. Shymchak
Konzert

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg / Mikhail Pletnev

Rachmaninow / Pletnev / Tschaikowsky

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Dirigent: Mikhail Pletnev


»ZeitSpiel Fünf«
Sergej Rachmaninow: Der Fels op. 7
Mikhail Pletnev: Rachmaniana
Piotr I. Tschaikowsky: Manfred / Sinfonie in vier Bildern h-Moll op. 58

Die Philharmonischen Konzerte des Staatsorchesters Hamburg werden zu ZeitSpielen und überschreiten die Grenzen des Gewöhnlichen: In diesem Konzert erklingen die Früchte von Mikhail Pletnevs Inspirationen – denn seine von Rachmaninows Musik ausgehende Neukomposition wird der Original-Orchesterfantasie »Der Fels« gegenübergestellt. Rachmaninow begegnet uns so in unserer heutigen Zeit als Spiegel der Vergangenheit und zugleich durch Pletnev als Teil des Hier und Jetzt. Dieses musikalische Spiel ohne Berührungsängste eröffnet neue Perspektiven auf unsere Musikkultur, unser Denken und Sein, auf unsere Art, Musik zu rezipieren.

»Wie Rachmaninow verrate auch ich nicht, was mich inspiriert hat – und überlasse es den Zuhörer:innen, selbst herauszufinden, was die Musik für sie am meisten suggeriert.« – Mikhail Pletnev

Einführung eine Stunde vor Konzertbeginn / Elbphilharmonie, Großer Saal

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© D. Bossini
Konzert

Valerie Fritz, Violoncello

»The Space Between Us« - Rising Stars

Valerie Fritz, Violoncello
Goran Stevanovich, Akkordeon


Johann Sebastian Bach: Suite für Violoncello solo Nr. 2 d-Moll BWV 1008 (Auszüge)
Peter Eötvös: Two Poems to Polly
Valerie Fritz: Improvisation
Sofia Gubaidulina: In Croce für Violoncello und Akkordeon
Mikolaj Majkusiak: Rhythms of Doubt für Violoncello und Akkordeon
Jennifer Walshe: The Sheer Task of Being Alive
Improvisation
Olivier Messiaen: Louange à l’éternité de Jésus / Bearbeitung für Violoncello und Akkordeon
Robert Schumann: Fünf Stücke im Volkston op. 102 / Bearbeitung für Violoncello und Akkordeon

Die österreichische Cellistin Valerie Fritz liebt das Besondere, das Ungewöhnliche. Schon zu Beginn ihres Studiums am Mozarteum Salzburg wusste sie, dass eine klassische Karriere mit dem Standard-Repertoire nicht für sie infrage kommt. Ihr Selbstbewusstsein hat die junge Künstlerin bereits weit gebracht: Unter anderem nominiert von der Elbphilharmonie, ist sie in der Saison »Rising Star« der European Concert Hall Organisation (ECHO). Mit dem Akkordeonisten Goran Stevanovich erkundet sie mit Musik von Bach bis in die Gegenwart die Konzertsituation räumlich, akustisch und zwischenmenschlich.

»Ich möchte nicht sagen, dass ein Konzert ›berühren‹ soll, das klingt mir zu romantisch, aber ich will, dass das Publikum anders rausgeht, als es reingegangen ist.« Zu viel über die Inszenierung wollen die Künstler:innen nicht verraten – nur dies: Auf der Bühne wollen sie sich trotz der eigentlich eher statischen, im Sitzen gespielten Instrumente Cello und Akkordeon bewegen, um den ganzen Raum in ihr Konzert einzubeziehen. Konzepte wie dieses brachten Valerie Fritz bereits Preise wie den Berlin Prize for Young Artists oder den Ensemblepreis der Ernst von Siemens Musikstiftung ein.

Goran Stevanovich ist musikalisch genauso aufgeschlossen wie Valerie Fritz. Deutschlandfunk Kultur findet, dass das Akkordeon mit ihm »ein Weltenbummler zwischen Genres, Stilen und Epochen« ist – genau das zeigt auch das »Rising Stars«-Programm, das fließend Musik verschiedener Jahrhunderte und Improvisation zu einem organischen Ganzen verwebt.

Einführung um 18:30 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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© K. Kikkas
Konzert

Oslo Philharmonic / Lisa Batiashvili / Klaus Mäkelä

Sibelius: Violinkonzert & Lemminkäinen-Suite

Oslo Philharmonic
Lisa Batiashvili, Violine
Dirigent: Klaus Mäkelä


Jean Sibelius:
Konzert für Violine und Orchester d-Moll op. 47
Lemminkäinen-Suite op. 22

»Das Violinkonzert von Jean Sibelius ist eins der wichtigsten Werke meines Lebens«, erzählt Lisa Batiashvili. 1995 errang sie mit dem spätromantischen Repertoireklassiker den zweiten Platz beim renommierten Sibelius-Wettbewerb: der Startschuss für ihre Karriere. Und bis heute gerät die Presse ins Schwärmen angesichts der »glühenden Wärme«, mit der die Geigerin das Werk interpretiert. Bei ihrem ProArte-Konzert stehen der Künstlerin mit Shootingstar Klaus Mäkelä und seinem Oslo Philharmonic, die 2022 mit einer Einspielung sämtlicher Sibelius-Sinfonien begeisterten, die denkbar besten Partner zur Seite. Ergänzt in der zweiten Hälfte durch die klangsprühende Lemminkäinen-Suite, präsentieren die Künstler:innen eine grandiose Hommage an Finnlands bis heute bekanntesten Komponisten.

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© M. Borggreve
Konzert

Maat Saxophone Quartet

Rising Stars

Maat Saxophone Quartet
Daniel Ferreira, Sopransaxofon
Catarina Gomes, Altsaxofon
Pedro Silva, Tenorsaxofon
Mafalda Oliveira, Baritonsaxofon


Jean Rivier: Grave et presto
Lili Boulanger: Nocturne / Cortège
Henriëtte Bosmans: Streichquartett / Bearbeitung für Saxofonquartett von Adrian Tully
Dmitri Schostakowitsch: Zwei Stücke für Streichquartett / Bearbeitung für Saxofonquartett von Lisa Wyss
Aleksandra Vrebalov: Four Faces, Four Wings / Kompositionsauftrag von Calouste Gulbenkian Foundation Lisbon, Casa da Música Porto, Philharmonie de Paris und der European Concert Hall Organisation (ECHO)
Kurt Weill: Die Dreigroschenoper / Bearbeitung für Saxofonquartett von John Harle (Auszüge)
George Gershwin: Rhapsody in Blue / Bearbeitung für Saxofonquartett von Johan van der Linden

Streichquartette gibt es unzählige – sowohl Ensembles als auch Werke – aber Saxofonquartette? In dieser Besetzung ist das MAAT Saxophone Quartet dabei, sich einen hervorragenden Namen zu erspielen. Als »Rising Star« der European Concert Hall Organisation sind sie in der Saison 2025/26 in ganz Europa unterwegs. Nach acht ausverkauften Kinderkonzerten 2024 kehren sie auch in die Elbphilharmonie zurück – mit einem Programm, das die Vielfalt des Quartetts mit Bearbeitungen von Streichquartett bis Klavierkonzert zeigt.

Eigentlich ist Gershwins beliebte »Rhapsody in Blue« ein jazzig-fetziger Rausschmeißer für Klavier und Orchester. Für die vier Musiker:innen von MAAT, die sowohl in ihrer portugiesischen Heimat als auch ihrer niederländischen Wahlheimat wichtige Preise abgeräumt haben, ist diese Herausforderung genau richtig. Kontraste schafft die nachdenklichere Musik von den französischen Komponistinnen Lili Boulanger und Henriëtte Bosmans.

Das 2014 in Amsterdam gegründete Ensemble liebt gemeinsame Projekte mit anderen Künsten wie Tanz oder mit Musik anderer Kulturen. Das von der ECHO für die »Rising Star«-Konzerte in Auftrag gegebene Werk dürfte dem Quartett damit auf den Leib geschneidert werden, denn auch die beauftragte Komponistin Aleksandra Vrebalov komponiert genre- und kulturenübergreifend.

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© Kelly de Geer Classeek
Klavierkonzert

Giorgi Gigashvili

Rising Stars

Giorgi Gigashvili, Klavier
Nini Nutsubidze, Gesang


Domenico Scarlatti: Sonate C-Dur K 487
Sonate D-Dur K 29
Sonate A-Dur K 113
Robert Schumann: Sonate für Klavier Nr. 1 fis-Moll op. 11
Galina Ustwolskaja: Sonate für Klavier Nr. 6
Natalie Beridze: Holy Atoms / Kompositionsauftrag von Konzerthaus Dortmund, Kölner Philharmonie, Philharmonie Luxembourg, NOSPR Katowice und der European Concert Hall Organisation (ECHO)
»Georgian On My Mind« mit Nini Nutsubidze

Manch Foto auf seinem Instagram-Profil lässt Giorgi Gigashvili eher in einem Berliner Techno-Club vermuten als auf einer klassischen Konzertbühne. Für den 2000 geborenen georgischen Pianisten sind diese Welten gar nicht so gegensätzlich – er spielt in einem Moment Sonaten von Scarlatti, singt und begleitet im nächsten Volkslieder seiner Heimat und experimentiert kurz darauf mit elektronischer Musik. Und das mit Erfolg: Preise bei renommierten Klavierwettbewerben, ein Platz unter den einflussreichsten »30 under 30« des georgischen Forbes Magazins und die Nominierung zum »Rising Star« der European Concert Hall Organisation prägen seine junge Karriere.

Als »Rising Star« tourt er in der Saison 2025/26 durch die großen europäischen Konzertsäle. Sein Elbphilharmonie-Programm zeigt seine ganze Künstlerpersönlichkeit: In der ersten Konzerthälfte kombiniert Gigashvili barock perlenden Scarlatti, verträumten Ravel und modern-dystopische Ustwolskaja.

Anschließend betritt mit ihm die Sängerin Nini Nutsubidze, langjährige Bandkollegin aus Tiflis, die Bühne. Die gemeinsame Leidenschaft der beiden ist nicht nur elektronische Musik mit Synthesizern und Sampling, sondern auch georgische Volksmusik. Mit samtiger Stimme singt Nini Nutsubidze traditionelle Lieder und eigene Arrangements/Kompositionen – und das nicht ganz unpolitisch: Das Duo träumt von einem europäischen Georgien, das manchmal weit entfernt scheint.

Einführung um 18:30 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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© J. Hargreaves
Konzert

Wiener Philharmoniker / Daniel Harding

Strauss / Haydn

Wiener Philharmoniker
Dirigent: Daniel Harding


Richard Strauss: Don Juan / Tondichtung nach Nikolaus Lenau op. 20
Joseph Haydn: Sinfonie f-Moll Hob. I:49 »La passione«
Richard Strauss: Don Quixote / Fantastische Variationen über ein Thema ritterlichen Charakters op. 35

Zweifelhaftes Heldentreffen: Der notorische Frauenverführer Don Juan und der tragikomische Don Quixote hätten nicht viel miteinander zu tun, wenn Richard Strauss ihrer beider Schicksale nicht so genial in Musik gebannt hätte. Die Wiener Philharmoniker stellen die beiden Sinfonischen Dichtungen in ihrem ProArte-Programm gegenüber und lassen die Geschichten um den literaturverwirrten Ritter mit seinem Adjutanten Sancho Panza und die folgenreichen Liebesabenteuer des anderen Dons lebendig werden. Am Pult steht mit Daniel Harding wohl einer der interessantesten Dirigenten unserer Zeit: Nach einem rasanten Karrierestart legte er für ein Weile den Taktstock beiseite, um seiner zweiten Leidenschaft nachgehen zu können und als Pilot für die Air France zu fliegen. Inzwischen steht er – zum Glück für das Publikum – wieder regelmäßig am Pult der besten Orchester. Ob er selbst zum Auftritt fliegt? Wer weiß.

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© Müpa Budapest / Posztoos Janos
Konzert

Áron Horváth, Cimbalom

Rising Stars

Áron Horváth, Cimbalom
Bence Babcsán, Klarinette, Altsaxofon, traditionelle ungarische Flöten
Zsombor Herédi, Akkordeon
Dávid Lakatos, Kontrabass


Johann Sebastian Bach: Suite für Violoncello solo Nr. 2 d-Moll BWV 1008 / Bearbeitung für Cimbalom
László Sáry: Slow and Brisk für Cimbalom solo
Charlotte Bray: In an Eternal Dusk / Kompositionsauftrag von Müpa Budapest, Konzerthaus Wien und der European Concert Hall Organisation (ECHO)
Emma Nagy: Neues Werk für Cimbalom solo
György Kurtág: Hommage à Ferenc Berényi 70 / Bearbeitung für Cimbalom
Traditionelle ungarische Volksmusik aus Vajdaszentivány
György Kurtág: Márta Ligatúrája / Bearbeitung für Cimbalom
Traditionelle ungarische Volksmusik aus Gömör
Traditionelle rumänische Volksmusik
Béla Bartók: Bulgarischer Rhythmus / aus: Mikrokosmos (Bearbeitung für Ensemble von Áron Horváth)
Eigenkompositionen

Das Cimbalom ist ein wahres Chamäleon-Instrument: Wie sonst nur das Klavier fühlt sich das ungarische Hackbrett in allen Genres und Stilen zu Hause. Und mit ihm tut das Áron Horváth, der als »Rising Star« der European Concert Hall Organisation durch die großen Konzerthäuser des Kontinents tourt. Mit seinem World Music Quartet wandert der junge Cimbalom-Virtuose in der Elbphilharmonie durch Jazz und Volksmusik aus Ungarn, Rumänien und Bulgarien.

Zuvor pendelt die erste Konzerthälfte zwischen Volksmusik und klassischen bis zeitgenössischen Kompositionen. Ob Johann Sebastian Bachs berühmte Zweite Cello-Suite oder Musik von György Kurtág, selbst ein Cimbalom-Fan – Áron Horváth wandelt lässig durch die Epochen. Übrigens: Auch in der Filmmusik ist das Cimbalom zu finden, bekanntes Beispiel ist der Sound zur Herr-der-Ringe-Figur »Gollum«.

Das Cimbalom hat eine lange Tradition von Mittel- und Osteuropa bis nach Asien. Dort ist es bis heute regelmäßig und in den unterschiedlichsten Kontexten anzutreffen – in den klassischen Konzertsälen Westeuropas findet man es dagegen selten. Umso beeindruckender ist die Karriere von Áron Horváth, der das Instrument ins Rampenlicht holt und auf dem besten Weg ist, weltweite Erfolge zu feiern.

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© Dario Acosta
Konzert

Golda Schultz / Kammerakademie Potsdam

Arien von Wolfgang Amadeus Mozart

Golda Schultz, Sopran
Kammerakademie Potsdam
Leitung: Antonello Manacorda


Ausgewählte Arien von Wolfgang Amadeus Mozart

Mozart, You Drive me Crazy!

Für dahinsiechende Heldinnen hat Golda Schultz nichts übrig: »Ich mag Frauenrollen, die komplex und lustig und interessant sind und nicht sterben. Daher liebe ich Mozart«, erklärt die Südafrikanerin im Interview. Dass sie Mozart ganz wundervoll zu singen vermag, beweist unter anderem ihr 2024 erschienenes Album, das den schönen Titel »Mozart, You Drive me Crazy!« trägt. Hier sprechen die Heldinnen aus Mozarts Opern »Don Giovanni«, »Le nozze di Figaro« und »Così fan tutte«: stark und komplex, tragisch und komisch – zutiefst menschlich. Mit ihrer warm glühenden Sopranstimme haucht Golda Schultz all diesen Frauen im Konzert hinreißend klingendes Leben ein – ein Höhepunkt der Große-Stimmen-Saison.

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© Yael Cohen
Konzert

Álfheiður Erla Guðmundsdóttir, Sopran

mit Kunal Lahiry – Rising Stars

Álfheiður Erla Guðmundsdóttir, Sopran
Kunal Lahiry, Klavier


»Migrations – Story of a Bird«

Samuel Barber: The Crucifixion / aus: Hermit Songs op. 29
Nico Muhly: Sá ég svani
Jean Sibelius: Der Norden / aus: Sechs Lieder op. 90
Errollyn Wallen: North
Judith Weir: White Eggs in the Bush
Sergej Rachmaninow: Frühlingsfluten / aus: Zwölf Lieder op. 14
Lyra Pramuk: Blur
Deborah Pritchard: Everyone Sang
Maria Huld Markan Sigfúsdóttir: Náðarstef / Kompositionsauftrag von Harpa Reykjavík, Philharmonie Luxembourg und der European Concert Hall Organisation (ECHO)
Joseph Haydn: The Wanderer Hob. XXVIa:32 / Sechs englische Kanzonetten
Déodat de Séverac: Les hiboux
Sergej Rachmaninow: Traum / aus: Sechs Lieder op. 38
Maurice Ravel: Oiseaux tristes / aus: Miroirs
Margaret Bonds: Summer Storm
Errollyn Wallen: Rain

Auf Reisen mit den Zugvögeln

Erstmals mischt Island mit dem Harpa in Reykjavik in der Runde der European Concert Hall Organisation, die jedes Jahr junge Künstler:innen als »Rising Stars« auf Tournee durch die großen Konzerthäuser des Kontinents schickt, mit. Und mit Álfheiður Erla Guðmundsdóttir wurde direkt eine Sängerin aus dem nordischen Inselstaat nominiert, die die poetischen, mystischen Traditionen ihres Landes liebt und aktuell nicht nur auf den großen Opernbühnen in Basel und Berlin brilliert, sondern auch als Fotografin und Videokünstlerin ungewöhnliche Projekte realisiert.

In die Elbphilharmonie kommt Álfheiður Erla Guðmundsdóttir mit einem poetischen Konzeptprogramm und Musik, die den Bogen von Haydn über Rachmaninow bis Sibelius spannt und viele unbekanntere Schätze einschließt. Über allem schwebt das Bild ziehender Vögel, Symbol für Freiheit und Natur: »Die Zugbewegungen der Vögel spiegeln unsere eigenen Reisen durch die Phasen des Lebens wider, mit Momenten der Reflexion, Erneuerung und Erkenntnis auf dem Weg«, schreibt die Sängerin über ihre Idee.

Isländische Musiker:innen sind stolz auf ihre Vielseitigkeit – und da ist auch Álfheiður Erla Guðmundsdóttir keine Ausnahme: Die Sopranistin begann ihre Karriere an der Staatsoper Berlin und ist inzwischen Ensemblemitglied am Theater Basel. Für ihr neuestes Album »Poems« wechselte sie von der unverstärkten Opernbühne ans Mikrofon und genoss es, mal ganz leise, fast flüsternd zu singen. Dass sie nicht nur die Texte einiger Lieder selbst verfasste, sondern auch mehrere Stücke des Albums selbst als Regisseurin und Filmerin in Szene setzte, verwundert da kaum noch.

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© Marco Borggreve
Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Alisa Weilerstein / Alan Gilbert

NDR Elbphilharmonie Orchester
Alisa Weilerstein, Violoncello
Dirigent: Alan Gilbert


Benjamin Britten: Sinfonie für Violoncello und Orchester op. 68
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Das Beste fürs Cello: Weilerstein und Britten

Alisa Weilerstein sei »eine Reminiszenz an ein früheres Zeitalter klassischer Interpreten«, schrieb die New York Times einmal, »sie begnügt sich nicht damit, als Gefäß für die Wünsche des Komponisten zu dienen, sondern nimmt ein Stück vollständig in sich auf und macht es zu ihrem eigenen Zweck.« Und die amerikanische Star-Cellistin beschränkt sich dabei nicht etwa nur auf das Standard-Repertoire! Für ihr erneutes Comeback zum NDR Elbphilharmonie Orchester unter Chefdirigent Alan Gilbert nimmt sie nun ein Stück in sich auf, das die wenigsten vermutlich schonmal im Konzertsaal gehört haben: Benjamin Brittens Sinfonie für Cello und Orchester. Wie es der Titel verspricht, sind in diesem viersätzigen Werk Solo und Orchester aufs engste miteinander verwoben. Gemeinsam finden sie den musikalischen Weg aus der Finsternis ans Licht: 1963 für den berühmten Mstislaw Rostropowitsch komponiert, reflektiert Britten in seiner konzertanten Sinfonie die Schrecken des Zweiten Weltkriegs, verbreitet im Finale aber auch Hoffnung. »Das Beste, was je für Cello komponiert wurde«, befand Rostropowitsch schlicht und ergreifend.

Den versöhnlichen Faden vom Ende der Cello-Sinfonie spinnt dann die scheinbar vorbehaltlos freundliche Orchester-Sinfonie nach der Pause weiter: Mit ihrer gelösten Stimmung und ihren liedhaft-lyrischen Themen gilt Johannes Brahms’ Zweite in D-Dur landläufig als des Komponisten »Pastorale«. Welch ein Unterschied zur mühsam abgerungenen Ersten Sinfonie! »Harmlos« ist das kunstvoll aus einer einzigen motivischen Urzelle entwickelte Werk deswegen aber noch lange nicht: Die Partitur müsse »mit Trauerrand« erscheinen, meinte Brahms über sein »liebliches Ungeheuer« nur halb im Scherz – eine Warnung, auch das Heitere bloß nicht zu leicht zu nehmen…

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© Luigi de Palma
Konzert

Trio Concept

Rising Stars

Trio Concept:
Edoardo Grieco, Violine
Francesco Massimino, Violoncello
Lorenzo Nguyen, Klavier


Ernest Bloch: Drei Nocturnes für Klaviertrio
Clemens K. Thomas: Save Pepe / Kompositionsauftrag von Festspielhaus Baden-Baden, Palau de la Música Catalana und der European Concert Hall Organisation (ECHO)
Sergej Rachmaninow: Klaviertrio Nr. 1 g-Moll »Trio élégiaque«
Giulia Lorusso: Nocturne
Mieczysław Weinberg: Klaviertrio a-Moll op. 24

Die Schönheit der Nacht

Als sich drei Teenager 2013 zu einem Klaviertrio zusammenschlossen, waren sie noch Schüler und traten unter dem Namen »Trio Chagall« auf. Mehr als zehn Jahre später ist aus den drei Freunden aus Turin ein professionelles Trio geworden, das mit italienischer Leidenschaft spielt und nun als »Rising Star« in den renommierten Konzertsälen Europas zu erleben ist. Mit fortschreitender Karriere sollte auch ein neuer Name her: Inspiriert von Michelangelo nennen sie sich »Trio Concept«, mit der Vision, die Schönheit eines Werks wie eine Skulptur aus einem Block Marmor herauszuarbeiten.

Ihr Elbphilharmonie-Programm stellt die Nacht in den Mittelpunkt – intim und nachdenklich, aber auch geheimnisvoll und dramatisch ist die Musik, die das Trio ausgewählt hat. Repräsentieren Blochs »Nocturnes« (wörtlich »Nacht-Stücke«) die Ruhe und die Stille der Dunkelheit, so steht Rachmaninow für die nachdenkliche Einsamkeit. Weinbergs Trio steckt voller Gefühlsausbrüche, ein emotionaler Zeitzeuge des dunkelsten Kapitels der Menschheit im 20. Jahrhundert.

Jeder »Rising Star« erhält eine Auftragskomposition, ein Werk, das die jungen Musiker auf ihrer Tournee durch Europa begleitet. Auftragskomponist für das Trio Concept ist Clemens K. Thomas, der 2024 an der Hamburgischen Staatsoper mit seiner »cuten Oper« »Dollhouse« begeisterte. »Nie langweilig, sehr zeitgeistig und absolut sehenswert«, urteilte NDR 90,3.

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© Felix Broede
Konzert

Olivier Messiaen: Des canyons aux étoiles ...

Kangforum Wien Orchestra
Dirigent: Ingo Metzmacher


Olivier Messiaen: Des canyons aux étoiles ... für Klavier, Horn, Xylorimba, Glockenspiel und Orchester

Aus den Schluchten zu den Sternen

Tiefe Schluchten, große Felspyramiden in intensiven Farben, riesige Wälder und ein atemberaubend weiter Sternenhimmel: In seinem klangmalerischen Werk »Des canyons aux étoiles« (»Aus den Canyons zu den Sternen«) lädt Olivier Messiaen ein auf eine Reise durch die beeindruckenden Nationalparks des US-Bundesstaats Utah, die er einst selbst besuchte.

Aus New York erhielt Olivier Messiaen Anfang der 1970er-Jahre den Auftrag, ein Werk für die anstehenden Feierlichkeiten zum 200. Jubiläum der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung zu komponieren. Bekannt für seine von der Natur und seinem tiefen christlichen Glauben geprägte Musik, entschied der französische Komponist sofort, sich mit diesem Auftrag nicht der modernen amerikanischen Zivilisation, sondern vielmehr der ursprünglichen Schönheit der Natur zu widmen. Für »Des canyons aux étoiles« inspirierte ihn besonders der Bryce-Canyon-Nationalpark mit seinen bunten Felstürmen, dem er sogar einen eigenen Satz widmete. Und wie in vielen seiner Kompositionen verarbeitete der Hobby-Vogelforscher auch hier zahlreiche Vogelstimmen, die er vor Ort notiert hatte. Das zwölfsätzige Werk war in Amerika ein voller Erfolg, 1978 würdigte man den Komponisten sogar mit einem kolossalen Mountain Messiaen nahe des Zion-Nationalparks.

Spezialisiert auf moderne Musik, ist das renommierte Klangforum Wien eine Top-Besetzung für Messiaens farbenreiche und mitreißende Musik, die in ihren teilweise ganz transparenten Klängen eine beinahe kammermusikalische Perfektion verlangt. Am Pult steht der Neue-Musik-Profi Ingo Metzmacher, der das Werk jüngst schon mit der NDR Radiophilharmonie zur Aufführung brachte, und in Hamburg nicht zuletzt als langjähriger Generalmusikdirektor der Hansestadt zu den Publikumslieblingen gehört.

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© Sophie Wolter
Jugendprogramm

DJ Workshop für FLINTA*

ab 16 Jahren

Grundlagen des DJing lernen – Vinyl

In diesem DJ-Workshop können die Teilnehmer:innen die Grundlagen der Vinyl-DJing-Techniken kennenlernen. Von der Beschaffung von Materialien über die Auswahl von Musik bis hin zu technischem Know-how und Tricks beim Auflegen von Vinyl-Platten steht das Ausprobieren im Mittelpunkt. Zugleich sind Fragen rund um den Alltag, die Besonderheiten und Herausforderungen im DJ-Handwerk willkommen.

Geleitet wird der Workshop von der international erfolgreichen DJ Ena Lind. Sie arbeitet nebenbei als Coach und teilt ihr Wissen seit 2010 bei DJ-Workshops in Berlin und weltweit.

Der Workshop findet am 24. Januar (Vinyl) und 25. Januar (CDJ) in Kooperation mit Spoon statt. Spoon ist ein 2018 von Ena Lind gegründeter DJ-Workspace für Frauen, Trans- und nicht-binäre Personen, die so das Auflegen mit Vinyl in wertungsfreier Atmosphäre lernen, sich austauschen und sich als Künstler:innen weiterentwickeln können.

Die Veranstaltung findet Samstag und Sonntag von 12–16:30 Uhr statt
Anmeldung ab 4.11. unter www.mitmachen.elbphilharmonie.de.
€ 24

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© Claudia Höhne
Konzert

Elbphilharmonie Publikumsorchester

Messiaen / Mozart / Beach

Elbphilharmonie Publikumsorchester
Dirigent: Michael Petermann
Paul Scheffler, Horn


Olivier Messiaen: Un sourire
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Horn und Orchester Es-Dur KV 447
Amy Beach: Sinfonie e-Moll op. 32 »Gaelic«

Mit großer Begeisterung und auf hohem Niveau proben im Publikumsorchester der Elbphilharmonie engagierte Laien, angeleitet von Michael Petermann, dem Direktor des Hamburger Konservatoriums. Zwei Mal im Jahr präsentieren sie in Stadtteilkonzerten und im Großen Saal der Elbphilharmonie die Früchte ihrer Arbeit.

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© Marco Borggreve
Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Alisa Weilerstein / Alan Gilbert

NDR Elbphilharmonie Orchester
Alisa Weilerstein, Violoncello
Dirigent: Alan Gilbert


Benjamin Britten: Sinfonie für Violoncello und Orchester op. 68
Johannes Brahms: Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 73

Das Beste fürs Cello: Weilerstein und Britten

Alisa Weilerstein sei »eine Reminiszenz an ein früheres Zeitalter klassischer Interpreten«, schrieb die New York Times einmal, »sie begnügt sich nicht damit, als Gefäß für die Wünsche des Komponisten zu dienen, sondern nimmt ein Stück vollständig in sich auf und macht es zu ihrem eigenen Zweck.« Und die amerikanische Star-Cellistin beschränkt sich dabei nicht etwa nur auf das Standard-Repertoire! Für ihr erneutes Comeback zum NDR Elbphilharmonie Orchester unter Chefdirigent Alan Gilbert nimmt sie nun ein Stück in sich auf, das die wenigsten vermutlich schonmal im Konzertsaal gehört haben: Benjamin Brittens Sinfonie für Cello und Orchester. Wie es der Titel verspricht, sind in diesem viersätzigen Werk Solo und Orchester aufs engste miteinander verwoben. Gemeinsam finden sie den musikalischen Weg aus der Finsternis ans Licht: 1963 für den berühmten Mstislaw Rostropowitsch komponiert, reflektiert Britten in seiner konzertanten Sinfonie die Schrecken des Zweiten Weltkriegs, verbreitet im Finale aber auch Hoffnung. »Das Beste, was je für Cello komponiert wurde«, befand Rostropowitsch schlicht und ergreifend.

Den versöhnlichen Faden vom Ende der Cello-Sinfonie spinnt dann die scheinbar vorbehaltlos freundliche Orchester-Sinfonie nach der Pause weiter: Mit ihrer gelösten Stimmung und ihren liedhaft-lyrischen Themen gilt Johannes Brahms’ Zweite in D-Dur landläufig als des Komponisten »Pastorale«. Welch ein Unterschied zur mühsam abgerungenen Ersten Sinfonie! »Harmlos« ist das kunstvoll aus einer einzigen motivischen Urzelle entwickelte Werk deswegen aber noch lange nicht: Die Partitur müsse »mit Trauerrand« erscheinen, meinte Brahms über sein »liebliches Ungeheuer« nur halb im Scherz – eine Warnung, auch das Heitere bloß nicht zu leicht zu nehmen…

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© Sachiko Ffuruhata
Klavierkonzert

Sachiko Furuhata / Klavierkonzert

Chopin

Sachiko Furuhata, Klavier

Frédéric Chopin:
Nocturne cis-Moll op. posth. BI 49
Nocturne Es-Dur op. 9/2
Nocturne Des-Dur op. 27/2
Étude E-Dur op. 10/3
Étude cis-Moll op. 10/4
Étude c-Moll op. 10/12 »Revolutionsetüde«
Scherzo Nr. 2 b-Moll op. 31
Valse h-Moll op. 69/2
Valse cis-Moll op. 64/2
Fantaisie-Impromptu cis-Moll op. 66
Étude cis-Moll op. 25/7
Étude a-Moll op. 25/11
Andante spianato et grande polonaise brillante Es-Dur op. 22

Ihr Debüt feierte die in Yokohama geborene Sachiko Furuhata 2017 in der Carnegie Hall New York mit Standing Ovations. Seitdem gastierte sie mit Auftritten in verschiedenen großen Konzertsälen wie im San Francisco Herbst Theatre, in der Edinburgh Usher Hall, im Leipziger Gewandhaus, in der Berliner Philharmonie oder der Hamburger Laeiszhalle. Als Solistin spielte sie mit Orchestern wie der Russischen Staatsphilharmonie oder der Deutschen Radio Philharmonie.

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© Ricki Sofer
Konzert

Bar Zemach / Linus Roth / Jascha Nemtsov

»Vom Schofar bis zur Violine – Faszination jüdische Musik«

Kantorin Sveta Kundish 
Rabbinerin und Kantorin Alina Treiger 
Kantorin Aviv Weinberg 
Linus Roth, Violine
Bar Zemach, Horn, Schofar
Jascha Nemtsov, Klavier, Moderartion


»Vom Schofar bis zur Violine – Faszination jüdische Musik«
Werke polnisch-jüdischer Komponisten

Zwei Tage vor dem Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus laden die Kammermusikfreunde zu einem außergewöhnlichen Konzertabend ein, der ganz im Zeichen der verfemten Musik steht. Im Fokus des ersten Konzertteils stehen Werke polnisch-jüdischer Komponist:innen, deren Schaffen unter dem NS-Regime verfolgt und lange Zeit aus dem Musikleben verdrängt wurde. Der zweite Teil des Abends eröffnet neue Perspektiven: Drei deutsch-jüdische Kantorinnen und ein Schofar-Bläser (Hallposaune) präsentieren jüdische liturgische Musik – von traditionellen Gesängen aus Osteuropa bis hin zu Kompositionen aus der deutschen und amerikanischen liberalen Synagoge. Das Schofar, eines der ältesten überlieferten Instrumente der Bibel und bis heute fester Bestandteil jüdischer Gottesdienste, verleiht dem Konzert eine besondere spirituelle Tiefe.

Ergänzt wird das Programm durch Werke, die den christlich-jüdischen musikalischen Dialog symbolisieren. Ein Höhepunkt ist die Aufführung des berühmten „Kol Nidre“ von Max Bruch in einer selten zu hörenden Fassung für Schofar und Klavier.

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© Celeste Call
Konzert

Ensemble Resonanz / Derya Yıldırım / Avi Avital

Ensemble Resonanz
Derya Yıldırım, Bağlama, Gesang
Avi Avital, Mandoline


Pietro Locatelli: Lamento: Largo / aus: Sinfonia composta per l’esequie della sua donna che si celebrarono in Roma f-Moll für zwei Violinen, Viola und Basso continuo
Taner Akyol: Göcmen Kuslar (Lied der Zugvögel)
Antonio Vivaldi: Concerto g-Moll RV 315 »L’estate (Der Sommer)« / aus: Die vier Jahreszeiten (Bearbeitung für Violine und Orchester von Avi Avital)
Taner Akyol: PHOENIX für Bağlama, Mandoline, Percussion und Streichorchester (Uraufführung)
sowie Songs von Antonis Anissegos, Ali N. Askin, Avi Avital, Derya Yıldırım u.a.

Wenn Mandoline und Bağlama aufeinandertreffen, entsteht ein Dialog zwischen zwei Kulturen, die mehr gemeinsam haben, als es auf den ersten Blick scheint. Derya Yıldırım und Avi Avital erkunden mit dem klanglich experimentierfreudigen Ensemble Resonanz die Verbindung von Barock, Folklore und zeitgenössischer Kammermusik. Gemeinsam gestalten sie einen Abend, der Traditionen neu denkt, Geschichten erzählt und musikalische Brücken baut – von Anatolien bis Europa, zwischen Vergangenheit und Gegenwart.

»Volksmusik ist keine Nostalgie. Sie ist Bewegung, Wandel, Ausdruck – ein Spiegel der Gesellschaft.« Diese Haltung prägt Derya Yıldırıms Musik: Lieder, die weitergegeben, neu empfunden und stets aufs Neue definiert werden. Ihre Stimme und die Bağlama erzählen von Sehnsucht und Widerstand, Migration und Identität – mal zart und melancholisch, mal kraftvoll und mitreißend.

Avi Avital wiederum hat die Mandoline als klassisches Konzertinstrument neu etabliert. Berühmt für seine virtuosen Interpretationen von Barock- und italienischer Musik, schlägt sein Herz zugleich für Folkore – besonders jene des Mittelmeerraums.

Nun begegnen sich die beiden Ausnahmekünstler erstmals auf der Bühne – zusammengeführt vom Ensemble Resonanz, das mit Derya Yıldırım eine enge musikalische Freundschaft verbindet und mit seinem Gespür für klangliche Experimente regelmäßig Grenzen auslotet. Gemeinsam präsentieren sie ein facettenreiches Programm: anatolische Volkslieder, traditionell und neu arrangiert für Bağlama, Mandoline und Streicher; barocke Meisterwerke von Locatelli bis Vivaldi; sowie musikalische Dialoge zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Komponist Taner Akyol hat eigens für diesen Abend ein neues Werk geschrieben, das aus den Klangfarben der besonderen Instrumente schöpft und zu etwas Neuem verbindet. Ein Konzert, das sich über musikalische Kategorien hinwegsetzt – direkt, ausdrucksstark und tief berührend.

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© Christoph Kkoestlin
Kinderkonzert

Schulkonzert »Yıldırım & Avital«

Klasse 7–13

Ensemble Resonanz
Derya Yıldırım, Bağlama, Gesang
Avi Avital, Mandoline


Ausgewählte Songs und Instrumentals von Antonis Anissegos, Ali N. Askin, Avi Avital, Derya Yıldırım u.a.

Hier treffen zwei Stars aufeinander: Auf der einen Seite die in Hamburg aufgewachsene Derya Yıldırım, die singt und sich selbst auf der Bağlama-Laute begleitet, auf der anderen Seite der israelische Mandolinist Avi Avital, der europäische Barockmusik ebenso gerne spielt wie neuere Musik aus aller Welt. Beide sind charismatische Virtuosen, beide spielen ein Instrument aus der Lauten-Familie und lieben es, verschiedene Musikkulturen zusammenzuführen. Zusammen mit den ebenfalls abenteuerfreudigen Streichern des Ensemble Resonanz spannen sie in diesem moderierten Konzert einen weiten Bogen: Sie spielen klassische Musik, anatolischen Folk und eine ganz neue Komposition von Yıldırıms Lehrer Taner Akyol, mit dem sie seit Jahren befreundet ist.

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© Jonas Walzberg
Konzert

Albert Schweitzer Jugendorchester / Mädchenchor Hamburg

Albert Schweitzer Jugendorchester
Mädchenchor Hamburg
Judith Wurm, Sopran
Sara Gouzy, Mezzosopran
Chorleitung: Gesa Werhahn
Dirigent: Sebastian Beckedorf


Nationale und internationale Chormusik für Mädchenchor / Werke von Kim Arnesen, Tracy Wong, Ēriks Ešenvalds u. a.

Jean Sibelius: Impromptu op. 19
Claude Debussy: La damoiselle élue / Poème lyrique
Carl Maria von Weber: Ouvertüre zu »Der Freischütz« op. 77
Richard Wagner:
Siegfrieds Rheinfahrt / aus der Oper »Götterdämmerung« WWV 86D
Vorspiel und Liebestod aus der Oper »Tristan und Isolde« WWV 90

An diesem Abend treffen sich zwei traditionsreiche Hamburger Ensembles: das Albert Schweitzer Jugendorchester Hamburg und der Mädchenchor Hamburg. Sie gestalten ein gemeinsames Konzert, das die Vielfalt romantischer Klangwelten und die Ausdruckskraft junger Musiker:innen in den Mittelpunkt rückt.

Der Mädchenchor Hamburg, seit Jahrzehnten fester Bestandteil des Hamburger Musiklebens, eröffnet den Abend mit Werken für Frauenstimmen a cappella. Im ersten Werk von Jean Sibelius entfaltet sich eine nordische Klangwelt von schlichter Schönheit, in der klare Linien und schwebende Harmonien die Zuhörer:innen unmittelbar ansprechen. Mit Claude Debussys selten aufgeführter Kantate tritt eine andere Klangästhetik hinzu; impressionistisch, voller Farbnuancen.

Nach dieser Eröffnung übernimmt das Albert Schweitzer Jugendorchester die Bühne. Mit der Ouvertüre zu Carl Maria von Webers Freischütz erklingt ein wichtiges Werk der deutschen Romantik. Dramatische Kontraste mit volkstümlicher Melodik verschmelzen zu der Opernouvertüre. Es folgt Richard Wagners monumentale Musik, die das Orchester in ihrer ganzen klanglichen Bandbreite fordert.

Das Programm dieses Abends verbindet nordische Zurückhaltung, französische Klangpoesie und Dramatik der deutschen Romantik. Dabei zeigt es, wie junge Musikerinnen und Musiker die großen Werke der Musikgeschichte mit Energie und Ernsthaftigkeit neu beleben. So entsteht im Großen Saal der Elbphilharmonie ein Konzert, das ein eindrucksvolles musikalisches Panorama von feiner kammermusikalischer Innigkeit bis zu orchestraler Klangfülle entfaltet.

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Konzert

Stefan Gwildis

Sackschlepper, Sonnenbankaufsteller und Soul-Sensation, Hafen-Malocher und Lyrik-Rezitator, Fabrik-Besetzer, Gelegenheits-Weihnachtsmann und Deutschlands Antwort auf George Clooney – was ist Stefan Gwildis nicht alles schon gewesen. Dieser Charmebolzen von einem Entertainer, dieses wandelnde Gesamtkunstwerk aus heimeliger Seelenruhe, original Hamburger Schmodder und einem großen Schuss amüsierter Unberechenbarkeit. Und was heißt überhaupt »gewesen«: Er ist das alles ja noch, irgendwie zumindest, und immer mal wieder. So, wie es ihm gerade gefällt.

Dieses Konzert ersetzt den abgesagten Termin vom 22. Februar 2026. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Und Stefan Gwildis gefällt Vieles, schon immer. Verschiedenste Dinge, die zu noch mehr Ideen und schließlich zu unendlich vielen erzählenswerten Geschichten führten. Fast zu viel für nur ein Leben – und allemal genug für einen zum Bersten gefüllten Abend: »Das war doch grad’ erst eben – 50 Jahre auf der Bühne« ist daher weit mehr als ein Konzert, es ist eine wunderbare Mixtur aus Hits und noch zu hebenden Schätzen, aus Bildern und Anekdoten, aus Songs und Szenen; eine klingende Werkschau, eine multimediale, aber sehr analoge Revue des gwildis ’schen Schaffens.

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Klavierkonzert

Alexander Malofeev, Klavier

FAST LANE

Alexander Malofeev, Klavier

Jean Sibelius: Cinq Morceaux op. 75
Edvard Grieg: Aus Holbergs Zeit op. 40
Einojuhani Rautavaara: Sonate für Klavier Nr. 2 op. 64 »The Fire Sermon«
Sergej Prokofjew: Sonate für Klavier Nr. 2 d-Moll op. 14
Alexander Skrjabin: Valse As-Dur op. 38
Igor Strawinsky: Symphonies d’instruments à vent / Bearbeitung für Klavier von Arthur Lourié
Arthur Lourié: Cinq préludes fragiles op. 1

Revolution an den Tasten

Wer mit 13 Jahren in der Nachwuchssparte des legendären Internationalen Tschaikowski-Wettbewerbs gewinnt, steht unter besonderer Beobachtung. Alexander Malofeev erfüllt auch knapp zehn Jahre später die damit verbundenen Erwartungen mit Bravour. Seitdem hat der vom Wiener Standard als »Weltrevolution am Klavier« bezeichnete Russe zahlreiche weitere Preise gesammelt und ist mit den größten Orchestern der Welt aufgetreten, 2022 sprang er für Jewgenij Kissin beim hr-Sinfonieorchester ein. »Das Publikum flippte aus vor Begeisterung« schrieb die Frankfurter Rundschau. In der Elbphilharmonie widmet sich der immer noch erst 24-Jährige nun sowohl den Großmeistern der russischen Klaviermusik als auch dunkel schillernden Werken aus Nordeuropa.

Sergej Prokofjew und Alexander Skrjabin setzten mit ihren Klavierwerken zu Beginn des 20. Jahrhunderts neue Maßstäbe in Sachen Virtuosität und Ausdruck, Igor Strawinsky revolutionierte das musikalische Denken seiner Zeit und beeinflusst Komponist:innen bis heute. Seine »Sinfonien für Blasinstrumente« von 1920 brechen mit jeglichen vom Titel geschürten Erwartungen und wurden kurz nach ihrer Entstehung vom ebenfalls in Russland geborenen Arthur Lourié für Klavier eingerichtet.

Wie auch Strawinsky verbrachte Lourié einen großen Teil seines Lebens in Frankreich, seine wenig bekannten »Fünf fragilen Präludien« schweben zwischen romantischem Klang und impressionistischer Zartheit. Gespiegelt werden sie von den »Fünf Stücken« des finnischen Komponisten Jean Sibelius. Ebenfalls aus Finnland stammt Einojuhani Ruatavaara, dessen Zweite Klaviersonate einem lodernden Feuer unter dem weiten nordischen Nachthimmel gleicht.

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Jazz

Brandee Younger Trio

Jazz at the Phil

Brandee Younger Trio
Brandee Younger, harp
Rashaan Carter, bass
Allan Mednard, drums


Triumphzug mit Harfe

»Man fühlt sich geradezu umarmt von den transparenten Harfenklängen. Keine Frage, Brandee Younger hat mit ihrer Musik und ihrer Ausstrahlung die Herzen des Hamburger Publikums erobert«, schwärmte das Hamburger Abendblatt, als die charismatische Jazz-Harfenistin Brandee Younger im Oktober 2023 ihr Debüt im Kleinen Saal der Elbphilharmonie gab. Und es prophezeite schon damals: »Wenn sie das nächste Mal kommt, dürfte ihr Weg wohl nicht mehr in den Kleinen, sondern in den Großen Saal führen.« Wie wahr!

Zusammen mit ihrem genialen Trio beschwört Brandee Younger die Klangwelt der großen Jazz-Harfenistinnen Alice Coltrane und Dorothy Ashby herauf und mischt himmlisch-flirrende Melodien mit modernem Hip-Hop, R’n’B und Funk. Diese einzigartige Mischung macht sie zu einer der gefragtesten Künstlerinnen unserer Zeit: Der Michael-Jackson-Produzent Quincy Jones holte sie 2019 in sein Projekt »Soundtrack of America«, Beyoncé verwendete Youngers Musik in ihrem Film »Homecoming«, die Rapper Common und Drake bauten ihre Harfe in ihre Songs ein und Jazz-Größen wie der Saxofonist Ravi Coltrane (Sohn von Alice und John Coltrane), der Schlagzeuger Macaya McCraven oder der Bassist Christian McBride holen sie regelmäßig in ihre Bands. Wo immer sie auch spielt, liegt ihr die Musikwelt zu Füßen. »Ein Triumph auf allen Ebenen«, urteilte etwa die Fachpresse aus San Francisco. Man darf gespannt sein, was sie sich diesmal für Hamburg ausgedacht hat.

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Konzert

Iveta Apkalna, Orgel

Philip Glass: Mad Rush
Thierry Escaich:
Évocation I
Évocation II
Pēteris Vasks: Cantus ad pacem
Johann Sebastian Bach: Komm süßer Tod, komm sel’ge Ruh’ BWV 478 / Bearbeitung für Orgel von Virgil Fox
Robert Schumann: Skizzen für den Pedalflügel op. 58
Franz Liszt: Präludium und Fuge über den Namen B-A-C-H S 260

Schon fast ein Jahrzehnt

Fast auf den Tag genau vor neun Jahren erklang die Orgel der Elbphilharmonie zum ersten Mal in einem Solokonzert. Seitdem stellt Titularorganistin Iveta Apkalna, die damals natürlich auch am Spieltisch saß, mit spannenden Programmen immer mehr Orgelrepertoire vor – dieses Mal unter anderem Minimal Music von Philip Glass und Musik der Orgel-Lieblinge Johann Sebastian Bach, Franz Liszt und Pēteris Vasks.

»Die Zuhörer:innen wollen spüren, dass auf der Bühne jemand für die Musik brennt«, sagte Apkalna zur Eröffnung 2017 und das wird auch dieses Mal der Fall sein – etwa bei den Werken von Philip Glass oder Thierry Escaich. Die Musik dieser beiden hat etwas Rauschhaftes, Ekstatisches, etwas das mitreißt und über die Noten hinausweist.

Apkalna brennt genauso dafür wie für die Musik ihrer lettischen Heimat, zum Beispiel die von Pēteris Vasks. Sein kontrastvoller »Cantus ad pacem« ist eine Hommage an die Schöpfung, wie sie sich etwa in der unendlichen Weite des baltischen Meeres zeigt. Das ist nicht minder ergreifend, wenn nicht gar erschütternd wie Virgil Fox’ ebenso bombastische wie zu Herzen gehende Version des Chorals »Komm süßer Tod« von Johann Sebastian Bach. Romantisches von Schumann und Liszt rundet dieses Portrait der Klais-Orgel der Elbphilharmonie ab.

Einführung mit Thomas Cornelius:
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Jazz

Lisa Wulff Quartett featuring Claus Stötter

Jazz Bass

Lisa Wulff Quartet
Claus Stötter, trumpet
Adrian Hanack, saxophone
Gabriel Coburger, saxophone
Philipp Schiepek, guitar
Sven Kerschek, guitar
Lisa Wulff, bass
Valentin Renner, drums


Hamburgerin mit prägnantem Groove

Mit Lisa Wulff kommt eine waschechte Lokalmatadorin in die Elbphilharmonie. Für den Schwerpunkt »Jazz Bass« hat die gebürtige Hamburgerin ihr Quartett mit Philipp Schiepek und Claus Stötter um einen Gitarristen und einen Trompeter erweitert. Mit dieser Besetzung präsentiert die Gewinnerin des Deutschen Jazzpreises 2023 in der Kategorie Bass ein mit Spannung erwartetes neues Album.

Mit ihrem Quartett, zu dem auch der famose Saxofonist Adrian Hanack gehört, spielt Lisa Wulff Kompositionen mit melodischem Reichtum und einem federnd-lockeren und doch prägnanten Groove. Dabei streut sie auch mal experimentierfreudige Klangideen ein, zum Beispiel, wenn sie einen Sopranbass spielt, der gestimmt ist wie eine Gitarre und weich und weiträumig klingt.

Lisa-Rebecca Wulff kam 1990 in Hamburg zur Welt, nach klassischem Klavier- und Gitarrenunterricht fing sie mit neun Jahren an E-Bass zu spielen. Nach dem Abitur hat sie erst Musikerziehung in Bremen studiert und ihre künstlerische Ausbildung dann in Hamburg fortgesetzt. Ihre musikalische Vielfältigkeit hat Lisa Wulff in der NDR Bigband und durch ihre jahrelange intensive Zusammenarbeit mit der Jazzlegende Rolf Kühn entwickelt.

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Konzert

WDR Sinfonieorchester / Kian Soltani / Cristian Măcelaru

WDR Sinfonieorchester
Kian Soltani, Violoncello
Dirigent: Cristian Măcelaru


Piotr I. Tschaikowsky:
Nocturne / aus: Sechs Stücke op. 19 (Fassung für Violoncello und Orchester)
Variationen über ein Rokoko-Thema für Violoncello und Orchester A-Dur op. 33
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 5 cis-Moll

Musikalische Weiten

Was einen Künstler antreiben sollte? Neugier, sagt der Cellist Kian Soltani. Platz dafür gebe es überall – besonders in der klassischen Musik. Dass der Österreicher mit den persischen Wurzeln voller Wissensdurst und Experimentierfreude steckt, zeigt sich in jedem seiner Konzerte. An diesem Abend nimmt er sich Tschaikowskys Cellokosmos an und präsentiert mit der ursprünglich für Klavier geschriebenen und später für Violoncello und Orchester umgearbeiteten Nocturne in d-Moll sowie den berühmten Rokoko-Variationen ein Stück russische Spätromantik. An der Grenze von der Romantik zur Moderne wiederum wandelt Gustav Mahler. Seine Fünfte Sinfonie symbolisiert eine Zeitenwende. Von der düsteren Trauermarsch-Eröffnung bis zum strahlenden Schlusschoral bietet dieses Meisterwerk eine Reise durch Melancholie, Leidenschaft und Triumph und ist beim WDR Sinfonieorchester Köln und Cristian Măcelaru in besten Händen.

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Konzert

Cembalomania: Jean Rondeau

»400 Jahre Louis Couperin«

Jean Rondeau, Cembalo

Louis Couperin:
Suite d-Moll
Suite F-Dur
Louis Couperin:
Suite a-Moll
Suite D-Dur
Jean-Henri d’Anglebert: Tombeau de Mr. Chambonnières D-Dur
Louis Couperin:
Suite C-Dur
Suite d-Moll
Ennemond Gaultier: Tombeau de Mézengeau

Marathon am Cembalo

Jean Rondeau, der Shootingstar des Cembalos, kommt mit seinem neusten Projekt zurück in die Elbphilharmonie. In einem Marathon-Konzert mit drei je einstündigen Blöcken und zwei Pausen spielt er ausschließlich Werke des Komponisten Louis Couperin, der ihn schon seit Kindheitstagen begleitet: »Er brachte das Instrument zum Singen wie niemand vor ihm – und vielleicht auch niemand nach ihm.«

Der französische Cembalist hat schon viele unvergessliche Konzerte gespielt – in Hamburg zuletzt die »Goldberg-Variationen« – und mit Preisen überhäufte Alben veröffentlicht; aber dieses Mammut-Projekt übertrifft alles Bisherige. Acht Monate widmete der Virtuose ausschließlich der Musik von Louis Couperin, der 2026 seinen 400. Geburtstag feiert und als einer der Pioniere der Cembalo-Musik gilt. Neben weltweiten Auftritten arbeitet Rondeau auch an einer aufwändig produzierten Gesamteinspielung von Couperins Werken.

Der Komponist, Onkel des heute bekannteren François Couperin, stammte aus einer großen Musikerfamilie und hinterließ rund 130 Werke für das Instrument, obwohl er nur 35 Jahre alt wurde. Am bekanntesten sind seine »Préludes non mesuré«, also Präludien ohne festgelegten Rhythmus. Obwohl er keine professionelle musikalische Ausbildung genießen konnte, arbeitete sich der hochtalentierte Couperin zum Hofmusiker des Sonnenkönigs Ludwig XIV. hoch.

Einführung mit Jean Rondeau und Noemi Deitz:
17:00 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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Konzert

Brahms: Ein deutsches Requiem / Christian Thielemann

Staatskapelle Berlin
Staatsopernchor
Nikola Hillebrand, Sopran
Samuel Hasselhorn, Bariton
Dani Juris, Einstudierung Chor
Dirigent: Christian Thielemann


Johannes Brahms: Ein deutsches Requiem op. 45

Zum Weinen schön

Nur wenige Werke verleihen dem menschlichen Dasein im Angesicht der Sterblichkeit zwischen Hoffnung und Verzweiflung, Licht und Schatten so anrührenden Ausdruck wie das »Deutsche Requiem« von Johannes Brahms. Mit einer individuellen Auswahl biblischer Textstellen schuf der Komponist ein durch und durch persönliches Versprechen von Trost, dem er nach eigener Aussage lieber den Beinamen »menschlich« anstatt »deutsch« gegeben hätte. Am Pult der Staatskapelle Berlin steht »Klangvergolder« (Hamburger Abendblatt) Christian Thielemann.

Der Dirigent ist seit 2024 Generalmusikdirektor der Staatskapelle Berlin und nach zahlreichen umjubelten Auftritten in der Elbphilharmonie hier nun erstmals in dieser Rolle zu erleben. Wie kaum ein anderer versteht er es, tief in die Musik hineinzufühlen und ihre Geheimnisse zu entlocken. So schrieb BR Klassik über Thielemanns »Deutsches Requiem« bei den Salzburger Festspielen 2024: »Ist das Magie? Oder raffiniertes Kalkül? Oder schlicht überragendes Handwerk? Jedenfalls geht der erste Satz sofort unter die Haut. Zum Weinen schön.«

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Konzert

German Brass / Neujahrskonzert

»Brass around the World« – von Bach bis zu Johann Strauß

»German Brass macht aus Blech Gold«, schrieb ein Kritiker begeistert über das wohl momentan beste Brass Ensemble der Welt. Die 10 Spitzenmusiker sind alle samt Mitglieder der besten deutschen Orchester wie z.B. der Berliner Philharmoniker mit Andre Schoch und Klaus Wallendorf, oder sie besetzen Top-Professuren wie u.a. an der Hans-Eisler-Musikhochschule in Berlin wie Matthias Höfs, der zuvor bereits mit 18 Jahren Erster Solo-Trompeter des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg war. Ein anderer Kritiker schrieb, German Brass sei der Rolls Royce der Brass Ensembles! Und nicht genug der Superlative: German Brass besteht seit 50. Jahren, für ein Musik-Ensemble schon fast eine Ewigkeit, heißt es doch, immer wieder neue und jüngere Mitglieder behutsam ins Ensemble zu integrieren, ohne auch nur einen Deut an musikalischer Qualität zu verlieren.

Dass German Brass zahlreiche nationale und internationale Schallplatten-Preise gewonnen hat, ist da fast schon eine Randbemerkung. German Brass verdankt seinen Erfolg seinem Klang. Als Pionier unter den Brass-Ensembles hat German Brass seit seiner Gründung 1974 nicht nur Musikgeschichte geschrieben, sondern führt kontinuierlich seine Erfolgsgeschichte fort. Die zehn Solobläser zeichnen sich besonders dadurch aus, dass sie kompromisslos diesen genuinen Klang ihres Ensembles erschaffen, ihn in jedem Konzert und jeder Aufnahme aufs Neue finden und erfinden. Klang wird bei German Brass zelebriert – und für das Publikum so zum Erlebnis.

Seit die Feiern für Johann Sebastian Bach, dem klanglichen Ideengeber des legendären German Brass Sounds, 1984 zur endgültigen Besetzung mit zehn Bläsern geführt hatten, konzertiert German Brass in dieser Formation. Längst ist Blechbläserkammermusik national und international ein fester wie selbstverständlicher Bestandteil im Konzertleben geworden, und German Brass ist in all den Jahrzehnten seinem Ruf als Vorreiter gerecht geworden. Die eigens auf die künstlerischen und technischen Spitzenleistungen der Ensemblemitglieder zugeschnittenen Arrangements von Mathias Höfs und Alexander Erbrich-Crawford sind längst zu Klassikern im Brass-Repertoire geworden.

Auch wenn der 200. Geburtstag von Johann Strauß (Sohn) in 2025 gefeiert wurde, darf ein Neujahrskonzert nie ohne seine brillanten Werke erklingen. German Brass hat seine Werke in kongenialen Arrangements auf CD aufgenommen und wird u.a. in der Elbphilharmonie so unvergessliche Stücke wie die Ouvertüre zu »Die Fledermaus«, »Wiener Blut« oder die »Tritsch-Tratsch-Polka« spielen.

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Konzert

Elbphilharmonie Kreativorchester

Abschlussperformance

Fünf Monate haben die Mitglieder des Elbphilharmonie Kreativorchesters zusammen geprobt – als großes Finale geben sie ein gemeinsames Konzert im Kaistudio der Elbphilharmonie. Im Kreativorchester ist aller Anfang leicht, denn auch wer kein Instrument beherrscht oder noch nicht mit anderen musiziert hat, kann teilnehmen und aus einem großen Fundus schöpfen: Beim Abschlusskonzert beweisen die Teilnehmenden, dass man auch mit Küchengeräten, dem eigenen Körper und ganz viel Improvisation ein Orchester bilden kann.

Die Mitglieder des Kreativorchesters haben sich erst bei der gemeinsamen Arbeit kennengelernt und kamen mit den unterschiedlichsten Vorerfahrungen zusammen. Bei der Erarbeitung ihrer Eigenkompositionen haben sie von instrumentaler und Chor-Arbeit über Performance bis zu szenischen Aufführungen sehr viel ausprobieren können. Außerdem haben sich einige Teilnehmenden auch beim Leiten einiger Proben und mit Wünschen nach einem bestimmten Repertoire eingebracht.

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Konzert

Metaklapa

»The Choir of Beasts«-Tour

Die Band Metaklapa ist schon jetzt ein Stück Wacken-Geschichte: Ihr erster öffentlicher Auftritt überhaupt führte sie 2022 auf das »Wacken Open Air«-Festival. Es wurde ein sensationeller Erfolg. Die sechs Sänger aus Kroatien stehen für hochklassigen polyphonen A-cappella-Gesang mit einzigartig arrangierten Melodien und den Texten einer der größten Metalbands aller Zeiten: Iron Maiden. Nie zuvor wurden deren Songs derart innovativ und anspruchsvoll interpretiert. Der Name Metaklapa ist Programm: Klapa ist eine Form dalmatinischen A-cappella-Gesangs, die zum UNESCO Weltkulturerbe gehört. Durch die Fusion mit einer echten Weltkultur – dem Heavy Metal von Iron Maiden – wird diese Tradition in ein neues, internationales Gewand gekleidet.

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Lesung

Lars Eidinger

Lesung: Bertolt Brechts »Hauspostille«

Lars Eidinger, Lesung
Hans Jörn Brandenburg, Klavier


Lars Eidinger gilt als einer der bedeutendsten Schauspieler seiner Generation. Mit Bertolt Brechts »Hauspostille« gastiert er in der Elbphilharmonie in Hamburg. Kongenial begleitet von dem Musiker und Komponisten Hans Jörn Brandenburg an Klavier, Cembalo und Harmonium singt und liest Lars Eidinger aus Brechts Gedichtsammlung. Eidinger und Brandenburg nehmen einen tiefen Atemzug vom wilden Brecht und bringen dessen Lyrik und »Wasserleichenpoesie« als schillerndes Gesamtkunstwerk auf die Bühne. Sie genießen die schaurige Schönheit des Morbiden, die schon Vorbild für Ikonen der Popkultur wie David Bowie, Iggy Pop oder Nick Cave war.

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Kammerkonzert

NDR Kammerkonzert / Alan Gilbert

Mozart / Brahms

Alan Gilbert, Violine
Julius Beck, Violine
Aline Saniter, Viola
Jan Larsen, Viola
Phillip Wentrup, Violoncello


Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquintett g-Moll KV 516
Johannes Brahms: Streichquintett Nr. 2 G-Dur op. 111

Der Chefdirigent einmal jenseits des Pults: Jede Saison tauscht Alan Gilbert seinen Taktstock auch mal gegen den Geigen- oder Bratschen-Bogen aus und gestaltet gemeinsam mit Musiker:innen seines NDR Elbphilharmonie Orchesters ein Kammerkonzertprogramm. Diesmal spielt der gelernte Geiger und Bratscher gemeinsam mit Julius Beck, Aline Saniter, Jan Larsen und Phillip Wentrup Streichquintette von Mozart und Brahms im Kleinen Saal der Elbphilharmonie.

Dabei war der ältere Komponist klares Vorbild des jüngeren: Mit seinen sechs Streichquintetten schuf Mozart exemplarische, von Brahms bewunderte Beiträge zu dieser noch etwas klangvolleren Schwestergattung des Streichquartetts. Das g-Moll-Quintett KV 516 ist dabei besonders populär geworden, steht es doch in derselben Tonart wie Mozarts berühmte Sinfonie Nr. 40, mit der es auch den dunklen, ausdrucksstarken, untergründig verzweifelten Charakter teilt. Reflektiert der Komponist hier im Jahr 1787 möglicherweise seine zunehmende Vereinsamung und Beschäftigung mit dem Tod? Ein tief bewegendes und »in jeder Hinsicht und in jedem Satz revolutionäres Werk« (Marius Flothuis) hat Mozart in jedem Fall geschrieben!

Ein explizites Werk des Abschieds ist dagegen das gut 100 Jahre später entstandene G-Dur-Quintett von Johannes Brahms: Mit diesem Stück erklärte der Meister sein Schaffen im Jahr 1890 vorläufig für beendet (bevor er dann doch noch einige Stücke für Klarinette schrieb). Noch einmal zog er eine großartige Bilanz all seiner Errungenschaften in der Kammermusik – und griff vielleicht sogar auf Ideen für eine geplante Fünfte Sinfonie zurück. Gleich der 1. Satz des Quintetts hebt jedenfalls in geradezu orchestraler Geste an.

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Comedy

KdK Stand Up

Stand-up-Comedy von kampf der Künste

Stand Up Comedy boomt und wir feiern das. Eine furchtlose Bande junger Comedians erobert Livebühnen und Internet – Kampf der Künste holt die Brisantesten auf die Bühne der Elbphilharmonie. Virtuose Humorkünstler:innen geben bizarre Blickwinkel auf die ganz normale, völlig irre Welt. Bitterschöne Pointen über das kleine Glück, das große Elend und die unendliche Unzulänglichkeit. Oder einfach nur herrlich ehrliche Stimmen, die man gehört haben sollte.

KDK Stand Up liefert einen auf den Punkt kuratierten Abend, den man sich wirklich gerne gefallen lässt. Oder anders gesagt: Endlich eine Abendveranstaltung, bei der man auch mit seinen unlustigsten Freund:innen richtig was zu lachen hat. Die Stand Up Szene ist so frisch und lebendig wie lange nicht mehr. Ein High-Intensity-Workout für’s Zwerchfell – geistreich und wahnwitzig, lakonisch und ausufernd.

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Konzert

Portraitkonzert: Fantastische Geschwister – Carolin und Jörg Widmann

Carolin Widmann, Violine
Jörg Widmann, Klarinette
Signum Quartett:
Florian Donderer, Violine
Annette Walther, Violine
Xandi van Dijk, Viola
Thomas Schmitz, Violoncello
Ruysdael Kwartet:
Joris van Rijn, Violine
Emi Ohi Resnick, Violine
Gijs Kramers, Viola
Michael Müller, Violoncello
Pauline Herold, Violine
Julia Hoover, Violine
Pauline Sachse Viola
Peter Bruns, Violoncello
Tatjana Erler, Kontrabass
Oliver Triendl, Klavier


Béla Bartók: Kontraste für Klarinette, Violine und Klavier Sz 111
Felix Mendelssohn Bartholdy: Konzert für Violine und Streichorchester d-Moll
Carl Maria von Weber: Klarinettenquintett B-Dur op. 34 / Bearbeitung für Klarinette und Streichorchester
Jörg Widmann: Paraphrase über Mendelssohns Hochzeitsmarsch
Sergej Prokofjew: Ouvertüre über hebräische Themen c-Moll op. 34 für Klarinette, Klavier und Streichquartett

Carolin und Jörg Widmann zählen zu den herausragenden Geschwisterpaaren der internationalen Musikwelt. Seit rund drei Jahrzehnten prägen sie mit ihren außergewöhnlichen Talenten und ihrer künstlerischen Vielseitigkeit das Musikleben maßgeblich. In ihren gemeinsamen Projekten vereinen die Geschwister ihre individuellen Stärken und laden regelmäßig hochkarätige Musiker:innen aus der internationalen Kammermusikszene ein. Unterstützt von etablierten Streichquartetten und weiteren namhaften Gästen gestalten sie Programme, die einen Bogen über zwei Jahrhunderte Musikgeschichte spannen und sowohl klassische als auch zeitgenössische Werke umfassen. Ihre Konzerte reichen von kammermusikalisch dichten Quartettbesetzungen bis hin zu Solokonzerten mit großem Streichorchester.

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Konzert

Hagen Quartett

Zum Abschied

Hagen Quartett
Lukas Hagen, Violine
Rainer Schmidt, Violine
Veronika Hagen, Viola
Clemens Hagen, Violoncello


Wolfgang Amadeus Mozart: Streichquartett D-Dur KV 575
Anton Webern: Fünf Sätze für Streichquartett op. 5
Sechs Bagatellen für Streichquartett op. 9
Franz Schubert: Streichquartett d-Moll D 810 »Der Tod und das Mädchen«

Grand Finale

Ein großes Kapitel der Streichquartett-Geschichte neigt sich seinem Ende zu: Das Hagen Quartett bestreitet nach mehr als 40 Ensemble-Jahren seine letzte Saison. In die Elbphilharmonie bringen sie ein Programm, das mit Mozart, Schubert und Webern Glanzlichter der letzten Jahrzehnte aufleben lässt.

1981 gegründet, musizieren zunächst vier Geschwister gemeinsam, seit 1987 sitzt Rainer Schmidt an der zweiten Geige. Zur umfangreichen Diskografie des Ensembles gehört eine Gesamtaufnahme aller Mozart-Streichquartette – bis heute eine Referenz. Das Rondo-Magazin lobt »die Erfülltheit jedes Details, die souveräne Balance von kantabler Wärme und konzertanter Konfliktlust – was das Mozartspiel angeht, sind die Hagens immer noch konkurrenzlos.« Für sein Hamburg-Finale hat das Quartett eines der letzten Mozart-Werke ausgewählt, höfisch galant geschrieben für den Cello-spielenden preußischen König.

Zu den Hamburg-Highlights der letzten Jahre gehört nicht nur eine Mozart-Residenz des Hagen Quartetts in der Laeiszhalle, sondern auch das Debüt im Großen Saal der Elbphilharmonie, unter anderem mit Weberns Bagatellen, die das Hamburger Abendblatt als »klingende expressionistische Aquarelle« bejubelte.

Krönender Abschluss ist Schuberts Quartett »Der Tod und das Mädchen«, das ein beliebtes romantisches Motiv von junger Schönheit und zupackendem, unheimlichen Gerippe aufgreift. Zeitgenossen des Komponisten waren schockiert von den teils schroffen Klängen, die das Quartett mit seinen Gefühlsausbrüchen und Stimmungsschwankungen heute umso beliebter machen.

Einführung mit Oliver Wille:
18:30 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester & Vokalensemble / Klaas Stok / Alan Gilbert

NDR Elbphilharmonie Orchester
NDR Vokalensemble
Chorleitung: Klaas Stok
Dirigent: Alan Gilbert
Elektra und andere Anti-Helden


Jóhann Jóhannsson: Orphic Hymn
Einojuhani Rautavaara: Orpheus singt für gemischten Chor (Text: Rainer Maria Rilke)
Hans Werner Henze: Orpheus Behind the Wire
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 3 Es-Dur op. 55 »Eroica«

Im Vorfeld der Aufführungen von Richard Strauss’ »Elektra« widmen sich das NDR Elbphilharmonie Orchester und das NDR Vokalensemble unter ihren Chefdirigenten Alan Gilbert und Klaas Stok im gemeinsamen Konzert weiteren Helden-Mythen in der Musik. Dabei wird deutlich: Schon das oft besungene Heldentum an sich ist ein einziger Mythos. Denn so wie Elektra in ihrem vermeintlich aufopferungsvollen Kampf gegen das Unrecht selbst zur besessenen Mörderin wird, so »versagen« auch die Protagonisten dieses Konzertprogramms: Orpheus kann seine Frau Eurydike nicht aus der Unterwelt befreien, weil er sich nach ihr umschaut; Napoleon, dem Ludwig van Beethoven ursprünglich seine »Eroica« widmen wollte, tritt die von ihm proklamierten Menschenrechte mit Füßen; und auch Prometheus, ein weiterer verborgener »Widmungsträger« der selbst zum Mythos gewordenen Sinfonie, macht als sagenhafter Urheber der menschlichen Zivilisation manchen Fehler…

Für den ersten Teil des gemeinsamen Konzerts der beiden NDR Ensembles hat Klaas Stok Chorwerke zusammengestellt, die den Orpheus-Mythos in sehr unterschiedlicher Weise beleuchten. Für Hans Werner Henze, der 2026 seinen 100. Geburtstag gefeiert hätte, war Musik stets auch ein Sprachrohr, um auf politische Missstände der Gegenwart aufmerksam zu machen. Die Vertonung einiger Gedichte, die der englische Dramatiker Edward Bond ursprünglich als Kommentar zu seinem Orpheus-Ballett schrieb, waren 1983 etwa zugleich als Protest gegen die argentinische Militärregierung gedacht. Demgegenüber interessierte Rainer Maria Rilke, dessen »Sonette an Orpheus« der finnische Komponist Einojuhani Rautavaara für Chor vertonte, eher die Bedeutung des legendären Sängers als Pionier der Kunst. Für den 2018 verstorbenen Isländer Jóhann Jóhannsson wiederum war Orpheus ein Symbol für »das ungreifbare Wesen der Schönheit und ihre mitunter schwierige Beziehung zum Künstler.«

Ludwig van Beethovens »Eroica« in heroischem Es-Dur wurde von den Nachgeborenen selbst zum Mythos in der Geschichte der Sinfonie erklärt: Vom ersten Takt an zwingt das Werk das Publikum zum aufmerksamen Zuhören, zum Erfassen auch der inhaltlichen Botschaften der Musik – die Zeiten niveauvoller Unterhaltung waren damit vorbei. Wovon die Sinfonie genau erzählt, bleibt allerdings ein Geheimnis: Laut Titel wird die »Erinnerung an einen großen Mann« gefeiert – vielleicht der antike Held Prometheus, den Beethoven mit dem Zitat einer Melodie aus seinem Prometheus-Ballett heraufbeschwört?

Einführung mit Ilja Stephan:
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

Kebyart Ensemble

Kebyart
Pere Méndez, Sopransaxofon
Víctor Serra, Altsaxofon
Robert Seara, Tenorsaxofon
Daniel Miguel, Baritonsaxofon


Werke von George Gershwin, Steve Reich, Henry Purcell u.a.

Frischer Wind

Die Mischung macht’s: Originalwerke, visionäre Neuschöpfungen und eigene Arrangements fügen sich in den Programmen des Saxofonquartetts Kebyart zu einem unverwechselbaren Gesamtkunstwerk. Mit explosiven Inszenierungen machen die vier sympathischen Katalanen jedes ihrer Konzerte zu einem Erlebnis. Denn die exzellenten Musiker verbindet nicht nur ihre Leidenschaft für Kammermusik, sondern auch der intensive Wunsch, frischen Wind in die bisherige Kommunikation klassischer Musik zu bringen. Dass ihnen dies mit Bravour gelingt, zeigt ihr vollgepackter Tourneekalender: Von Barcelona über Paris quer durch ganz Europa ist Kebyart bei Festivals und Konzertreihen mit innovativem Anspruch gefragt. So facettenreich hat man das Saxofon bisher noch nicht erlebt.

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Konzert

Toronto Symphony Orchestra / Patricia Kopatchinskaja / Gustavo Gimeno

Toronto Symphony Orchestra
Christina Landshamer, Sopran
Patricia Kopatchinskaja, Violine
Dirigent: Gustavo Gimeno


Kelly-Marie Murphy: Curiosity, Genius, and the Search for Petula Clark
Béla Bartók: Konzert für Violine und Orchester Nr. 1 Sz 36
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 4 G-Dur für großes Orchester und Sopran

Exzellenz im Doppelpack

Patricia Kopatchinskaja und Christina Landshamer – zwei Weltstars, die jeweils auf ihre ganz eigene Art herausragend sind. In diesem Konzert erhalten die zwei Künstlerinnen jeweils ihre eigene Bühne und werden dabei vom Toronto Symphony Orchestra und seinem Chefdirigenten Gustavo Gimeno unterstützt.

Kopatschinskaja kann in Béla Bartóks Erstem Violinkonzert vom zarten lyrischen Hauch bis zum hochvirtuosen Zähnefletschen die ganze Bandbreite ihres packenden Spiels entfalten. Ein kongenialer Partner ist dabei das Orchester, das bissig kommentiert, aber immer wieder auch schwärmerisch aufblüht.

Das Toronto Symphony Orchestra und sein Chefdirigent ergänzen die Brillanz der ersten Hälfte nach der Pause mit Gustav Mahlers Vierter Sinfonie. Die changiert zwischen liebenswürdiger Eleganz und zukunftsweisender Kraft und berührt mit einem Adagio, das direkt aus dem Paradies herunter geschwebt zu sein scheint. Christina Landshamer beschließt die Sinfonie und das Konzert mit einer augenzwinkernden Himmelsvision, einem schlaraffenland-ähnlichen Paradies als Gegenentwurf zur unschönen Realität – das kann man auch heutzutage gut gebrauchen!

Einführung mit Marvin Deitz
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

Münchner Philharmoniker / Lahav Shani

Münchner Philharmoniker
Lahav Shani, Klavier und Dirigent


Claude Debussy: Prélude à l’après-midi d’un faune
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester B-Dur KV 595
Arnold Schönberg: Pelleas und Melisande / Sinfonische Dichtung op. 5

Handzahme Revolutionäre

Beim Namen Arnold Schönberg zuckt in der Musikwelt auch heute noch so mancher mit den Schultern. Schönbergs Musik gilt häufig als verkopft und schwer zugänglich. Nun, auf seine revolutionäre »Zwölftonmusik« mag das vielleicht sogar zutreffen, seine spätromantischen Werke sind aber das genaue Gegenteil: klanggewaltig, emotional, mitreißend. So erzählt die sinfonische Dichtung »Pelleas und Melisande« die Geschichte zweier unglücklich Verliebter, die wegen ihrer verworrenen Vergangenheit nicht zusammenkommen können. Dabei durchläuft die Musik das gesamte Gefühlsspektrum ihrer Hauptfiguren – von den zartesten Liebesklängen über rasende Eifersucht bis hin zum ganz großen Weltschmerz.

Diesem sinfonischen Schwergewicht setzen die Münchner Philharmoniker das B-Dur-Klavierkonzert von Schönbergs Vorbild Wolfgang Amadeus Mozart entgegen. Es ist das letzte der insgesamt 27 Mozart-Klavierkonzerte und zeigt den ehemals ungestümen Komponisten von seiner reifen Seite. Bei dieser Gelegenheit stellen die Münchner Philharmoniker ihren neuen Chefdirigenten Lahav Shani vor, der sogleich auch den Solo-Part übernimmt und das Klavierkonzert vom Flügel aus leitet. Eröffnet wird der Abend von einem weiteren Klassiker der Orchesterliteratur: Claude Debussys impressionistisches »Prélude à l’après-midi d’un faune«.

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Konzert

Landesjugendorchester Hamburg / Volker Krafft

Landesjugendorchester Hamburg
Kiveli Dörken, Klavier
Dirigent: Volker Krafft


Richard Wagner: Ouvertüre zu »Der fliegende Holländer« WWV 63
Sergej Rachmaninow: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 c-Moll op. 18
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 6 F-Dur op. 68 »Pastorale«

Das Landesjugendorchester Hamburg ist als Auswahlorchester der Freien und Hansestadt Hamburg seit über 55 Jahren fester Bestandteil der musikalischen Nachwuchsszene. Mit Verve und Spielfreude musizieren ca. 70 junge Musiker:innen im Winterkonzert unter der Leitung von Volker Krafft Werke von Wagner, Beethoven und Rachmaninow. Die Ouvertüre zu Richard Wagners Oper »Der fliegende Holländer« von 1843 ist ein eindrucksvolles musikalisches Vorspiel, das zentrale Themen und Motive der Oper aufgreift. In packender Dramatik schildert sie das stürmische Meer, das Schicksal des verfluchten Seemanns und die Erlösung durch die Liebe.

Sergej Rachmaninows Zweites Klavierkonzert ist eines der bekanntesten und beliebtesten Werke der romantischen Klavierliteratur. Besonders der zweite Satz ist berühmt für seine lyrische Schönheit, während der dramatische erste und der leidenschaftliche dritte Satz das pianistische Können des Solisten in den Vordergrund stellen. Erstmals arbeitet das LJO Hamburg mit der international konzertierenden Pianistin Kiveli Dörken zusammen, die bei zahlreichen Festivals wie dem Schleswig-Holstein Musik Festival auftrat und Konzerte für den Dalai Lama oder Angela Merkel gab.

Beethovens 6. Sinfonie auch bekannt als »Pastorale«, hebt sich durch ihre naturverbundene Thematik von seinen anderen Sinfonien ab und vermittelt weniger dramatische Entwicklung als vielmehr ruhige Kontemplation und Freude an der Natur. Die Sinfonie besteht aus fünf statt der üblichen vier Sätze, die jeweils stimmungsvolle Szenen schildern – etwa ein plätschernder Bach, ein fröhliches Dorffest und ein gewaltiges Gewitter. Mit dieser Sinfonie wollte Beethoven keine konkrete Geschichte erzählen, sondern Gefühle und Eindrücke in der Natur musikalisch darstellen – »mehr Ausdruck der Empfindung als Malerei«, wie er selbst sagte.

Schirmherr des LJO Hamburg ist der Erste Bürgermeister, Dr. Peter Tschentscher. Träger des Ensembles ist der Landesmusikrat in der Freien und Hansestadt Hamburg e. V., gefördert wird es von der Behörde für Kultur und Medien.

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Familienkonzert

Funkelkonzert L / Volle Fahrt ins All

für Familien mit Kindern ab 6 Jahren

Dianto Reed Quintet
María González Bullón, Oboe
María Luisa Olmos Ros, Klarinette
Erik Steven Rojas Toapanta, Bassklarinette
María Losada Burgo, Fagott
Ovidi Martí Garasa, Saxofon
Johanna Paliege, Schauspiel
Marrit Van Der Burgtt, Kostüme
Julian Maiwald, Licht, Bühne, Ausstattung
Tanguy Carrée, Video, Regieassistenz
Benjamin Prins, Konzept, Regie


Eine Weltraum-Mission im Auftrag der Musik

Als der machthungrige Tyrann Dr. Cortex beschließt, Live-Musik auf der ganzen Erde zu verbieten und alle Instrumente, Orchester und Partituren ins All zu schießen, machen sich fünf außerirdische Wesen auf die Reise, um die Musik zu retten. Das inszenierte Konzert »Volle Fahrt ins All« nimmt das Publikum mit auf eine spannende Weltraum-Mission. Das Dianto Reed Quintet, ein junges, spielfreudiges Holzbläserquintett spielt sowohl alte, klassische Musik etwa von Jean Sibelius, Antonio Vivaldi und Robert Schumann als auch neue Stücke. Die Musiker:innen wollen frei sein, ihr Repertoire selbst aussuchen – auch das erkennen sie auf ihrer Reise. Können sie mit der Kraft der Musik auch den Tyrannen umstimmen?

Die Funkelkonzerte bringen die beliebtesten Produktionen für Kinder aus ganz Europa nach Hamburg – mit wunderbarer Musik, erstklassigen Künstlern und liebevollen Inszenierungen. Alle Konzerte sind mit einer Altersempfehlung versehen: von XS bis XXL, von den beliebten Elfi-Babykonzerten bis hin zu starken Konzerten für Jugendliche.

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Kurs

Workshop: Klassiko Orchesterinstrumente

für Familien mit Kindern ab 6 Jahren

Vielfalt der Orchesterinstrumente

Einmal quer durch das klassische Sinfonieorchester geht es in diesem Workshop. Ob Geige, Cello und Kontrabass, Trompete oder Flöte: Verschiedene Streich-, Blas- und Schlaginstrumente können hier ausprobiert werden. Und sowohl für die Kleinsten als auch die Erwachsenen gibt es Instrumente in den passenden Größen. Dass diese miteinander harmonieren, zeigt sich beim gemeinsamen Musizieren zum Abschluss.

Bitte beachten Sie: Dieses Angebot richtet sich an Familien mit Kindern ab 6 Jahren. Kinder dürfen nur in Begleitung einer erwachsenen Bezugsperson mit Ticket teilnehmen.

Kinder unter 6 Jahren können an diesem Workshop nicht teilnehmen. Bitte weichen Sie daher ggf. auf den Workshop für Kinder ab 4 Jahren aus.

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Jazz

Béla Fleck / Edmar Castañeda / Antonio Sánchez

»BEATrio«

Béla Fleck, guitar, banjo
Edmar Castañeda, harp
Antonio Sánchez, drums


Kreativer Gleichklang

Drei Individualisten, eine ungewöhnliche Instrumenten-Kombination und ein musikalisches Programm, das vor Spielfreude und rhythmischer Finesse nur so sprüht. BEATrio, das neue Jazz-Projekt von Béla Fleck, Edmar Castañeda und Antonio Sánchez, verbindet starke Melodien, dichte Harmonien und groovende Klangexperimente.

Béla Fleck, der zuletzt 2024 mit seinem Programm »My Bluegrass Heart« das Publikum in der Elbphilharmonie begeisterte, gilt als einer der besten Banjo-Spieler überhaupt – zuhause in allen Genres von Bluegrass bis Klassik. Auch Edmar Castañeda, bekannt für seine Energie und den sinfonisch vollen Harfen-Sound gastierte im Kleinen Saal mit eigenem Quartett. Antonio Sánchez wiederum schrieb mit seinem Solo-Soundtrack zu »Birdman« Filmgeschichte und gehört zu den prägendsten Jazz-Schlagzeugern unserer Zeit.

Was das BEATrio auszeichnet, ist der kreative Gleichklang dreier Individualisten, die ihre Musik gemeinsam entwickeln und auf der Bühne immer wieder neu erfinden. Ob jazzige Improvisation, lateinamerikanische Rhythmen oder virtuose Klangmalereien: Genregrenzen spielen keine Rolle – nur das musikalische Abenteuer zählt.

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Konzert

Daniel Hope / Zürcher Kammerorchester

Daniel Hope, Violine und Leitung
Zürcher Kammerorchester


Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie D-Dur KV 121
Christoph Willibald Gluck: Air de Furies (Tanz der Furien) / aus der Oper »Orphée et Eurydice«
Joseph Bologne, Chevalier de Saint-Georges: Concerto für Violine / aus: Deux Concerto für Violine op. 5
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Violine und Orchester B-Dur KV 207
Joseph Haydn: Sinfonie f-Moll Hob. I:49 »La passione«

Mozart im Mittelpunkt

Annäherung an ein Genie: Mit seiner »Journey to Mozart« unternahm Daniel Hope schon 2018 eine erste musikalische Abenteuerreise in den Mozart-Kosmos. Eine Klangwelt, die stets aufs Neue wert ist, erkundet und mit Leben gefüllt zu werden. »Seine Musik hat etwas Überirdisches, Unberührbares, nahezu Unerreichtes. Und dabei war er doch so menschlich.«, findet Hope. In seiner Neufassung der »Journey to Mozart« nähert sich der Geiger dem Salzburger Meister, indem er auch wieder dessen Zeitgenossen zu Wort kommen lässt: Neben berühmten Kollegen wie Joseph Haydn und Christoph Willibald Glück steht dieses Mal auch ein Violinkonzert des wohl außergewöhnlichsten Musikers der Mozart-Zeit auf dem Programm: Joseph Bologne, Sohn eines französischen Adeligen und eine Sklavin aus Guadeloupe, machte zur Zeit der französischen Revolution sowohl als Geigenvirtuose und Komponist, als auch als versierter Fechter in der Légion des Américains et du Midi Karriere.

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Konzert

Mozarts Zauberflöte instrumental

mit Ulrich Wickert und dem ensemble le phénix

ensemble le phénix
Ulrich Wickert, Sprecher


Wolfgang Amadeus Mozart: Die Zauberflöte / Deutsche Oper in zwei Aufzügen KV 620 / Bearbeitung für Streichquartett (Libretto: Emanuel Schikaneder)

Mozarts »Zauberflöte« gilt als »die Oper aller Opern« und entfaltet ihre Faszination an diesem Konzertabend selbst in reduzierter Form, wenn auf Chor, großes Orchester, Dirigenten und ausladende Bühnenbilder verzichtet wird. Auch ohne die übliche Besetzung von zweiundzwanzig Sänger:innen bleibt das außergewöhnliche Werk in seiner Essenz erlebbar. Die Handlung wird in dieser Fassung konzentriert wiedergegeben, wobei die wichtigsten Elemente in den Vordergrund treten. Ulrich Wickert, bekannt als langjähriger Journalist und Fernsehmoderator, führt durch die Aufführung in einer Mischung aus Klarheit, Sachlichkeit und feinem Humor, wodurch die komplexe Erzählung ebenso verständlich wie unterhaltsam bleibt.

Begleitet wird die Geschichte von den schönsten Arien der Oper, die in dieser Bearbeitung auf Streichinstrumenten erklingen. Ob die heitere Leichtigkeit des Papageno oder die dramatische Wucht der Arie der Königin der Nacht – die Musik zeigt in dieser kammermusikalischen Form ihre ganze Ausdrucksbreite und verdeutlicht, dass die Magie von Mozarts Schöpfung auch in kleinstem Format bestehen bleibt.

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Konzert

Royal Concertgebouw Orchestra / Klaus Mäkelä

Royal Concertgebouw Orchestra
Dirigent: Klaus Mäkelä


Anton Bruckner: Sinfonie Nr. 8 c-Moll / Bearbeitung von Robert Haas

Sinfonische Wucht

Die volle Dröhnung Orchestersound: Die Stammgäste des Royal Concertgebouw präsentieren in dieser Saison in der Elbphilharmonie Anton Bruckners monumentale Achte Sinfonie unter der Leitung des jungen Stardirigenten Klaus Mäkelä. 2027 übernimmt dieser den Posten des Chefdirigenten des niederländischen Orchesters. Zusammen testen sie nun schon einmal die Grenzen dieser Wucht von Sinfonie aus.

Nach jedem einzelnen Satz musste sich Anton Bruckner bei der Uraufführung seiner Achten Sinfonie auf der Bühne verbeugen – und das gleich mehrmals. Dass dieses von Bruckner selbst als »Mysterium« bezeichnete Werk direkt so gut ankommen würde, war nicht von Anfang an sicher: Eine erste Fassung der Sinfonie wurde von dem Dirigenten Herman Levi mit den Worten »vielleicht lässt sich durch eine Umarbeitung viel erreichen« kommentiert. ;Mäkelä dirigiert eine Version, die vom Musikwissenschaftler Robert Haas aus dem Autograph und einer überarbeiteten Fassung von Bruckner erstellt wurde. 80 Minuten bildhaft-poetische Klangwelt und kompositorische Kunstgriffe dienten später Gustav Mahler als Vorbild für seine ähnlich monumentalen Sinfonien und sorgen garantiert für Gänsehautmomente.

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Kurs

Synths & Stories / Crafting Narratives in Electronic Music

Soundproducing Workshop mit Nadia Struiwigh – Elbphilharmonie PLUS

Die Elektro- und Techno-Künstlerin Nadia Struiwigh taucht passend zur Reihe ePhil ins elektronisch-musikalische Storytelling ein. Im Workshop geht es um Songstrukturen und Sounddesign: Wie baut man mit musikalischen Mitteln eine Erzählung und atmosphärische Klanglandschaften auf? Und wie entwickelt man mit Synthesizern packende Spannungsbögen?

Im Workshop sind alle willkommen, die sich bereits mit dem Produzieren elektronischer Musik beschäftigen. Eigene, selbst produzierte Tracks dürfen gern mitgebracht werden. Um Ideen direkt vor Ort ausprobieren zu können, ist ein eigenes Laptop sinnvoll. Im Anschluss an den Workshop lädt Nadia Struiwigh zum Austausch in einer Gesprächsrunde.

Bitte beachten Sie: Dieser Workshop findet auf Englisch statt.

Im Anschluss an den Workshop gibt es um 19:30 Uhr die Möglichkeit, sich weiter auszuprobieren und ins Gespräch zu kommen: Auf der MS Stubnitz wird es zusammen mit Nadia Struiwigh eine Synthesizer Jamsession geben, zu der jede und jeder mit den liebsten kreativen Geräten eingeladen ist. Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.

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Konzertante Aufführung

Händel: Giulio Cesare / Francesco Corti

Il Pomo d’Oro
Jakub Józef Orliński, Giulio Cesare
Sabine Devieilhe, Cleopatra
Beth Taylor, Cornelia
Rebecca Leggett, Sesto
Yuriy Mynenko, Tolomeo
Alex Rosen, Achilla
Rémy Brès-Feuillet, Nireno
Marco Saccardin, Curio
Francesco Corti, Cembalo und Leitung


Georg Friedrich Händel: Giulio Cesare in Egitto / Dramma per Musica HWV 17
Konzertante Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Mit Leidenschaft und Pathos

Julius Cäsar und Kleopatra bilden eines der berühmtesten Liebespaare der Menschheitsgeschichte. Kein Wunder also, dass sich Kulturschaffende aus allen Disziplinen – von Kunst über Theater bis hin zum Film – von der leidenschaftlichen Beziehung zwischen dem römischen Feldherrn und der ägyptischen Pharaonin inspirieren ließen. Die eindrücklichste musikalische Umsetzung gelang vor 300 Jahren Georg Friedrich Händel mit seiner Oper »Giulio Cesare in Egitto«, die mit ihrer reichen Instrumentierung und den vielen musikalischen Einfällen bis heute zu den Meilensteinen der barocken Heldenoper gehört. Nun erklingt das Werk in prominenter Besetzung erstmals konzertant in der Elbphilharmonie.

In der Titelrolle ist dabei Countertenor-Star Jakub Józef Orliński zu sehen, dem mit der französischen Sopranistin Sabine Devieilhe eine nicht minder gefeierte Kollegin gegenübersteht. Für seine beide Hauptfiguren schrieb Händel je acht glanzvolle Arien mit einer außergewöhnlichen Charaktertiefe, die Orliński und Devieilhe nun zu darstellerischen Höchstleistungen führen dürften. Begleitet werden sie an diesem Abend vom Barockensemble Il Pomo d’Oro, das auf die historische Aufführungspraxis spezialisiert ist und das in der Elbphilharmonie schon mehrfach für Sternstunden der Barockmusik sorgte.

Einführung mit Michael Sangkuhl:
18:00 Uhr / Elbphilharmonie, Foyer Nähe Haupt-Bar (nur Stehplätze)

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Kammerkonzert

Kammerkonzert der Orchesterakademie

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg

Mitglieder der Orchesterakademie des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg

Die Orchesterakademie des Philharmonischen Staatsorchesters bereitet hochtalentierte junge Instrumentalist:innen auf eine Karriere als Berufsmusiker:in in einem großen internationalen Orchester vor. Die 15 Akademist:innen sind zwei Jahre lang Teil des Philharmonischen Staatsorchesters Hamburg. Bei ihrem jährlichen Kammerkonzert gehört die Bühne für einen Abend allein ihnen: Teils in klassischen, teils in ausgefallenen Besetzungen präsentieren sie ihr Können im Kleinen Saal der Elbphilharmonie.

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Oper

Strauss: Elektra / Alan Gilbert

NDR Elbphilharmonie Orchester
NDR Vokalensemble
Karita Mattila, Klytämnestra
Ingela Brimberg, Elektra
Christina Nilsson, Chrysothemis
Benjamin Bruns, Aegisth
Andreas Bauer Kanabas, Orest
Layla Claire, Die Aufseherin
Marie Henriette Reinhold, Erste Magd
Ida Aldrian, Zweite Magd
Marie-Luise Dreßen, Dritte Magd
Olivia Boen, Vierte Magd
Chelsea Zurflüh, Fünfte Magd
Fabian Kuhnen, Pfleger des Orest
Alexandra Hebart, Die Vertraute
Chloe Lankshear, Die Schleppträgerin
Liam Bonthrone, Ein junger Diener
Andreas Heinemeyer, Ein alter Diener
Dirigent: Alan Gilbert


Richard Strauss: Elektra / Tragödie in einem Aufzug op. 58
Halbszenische Aufführung mit Übertiteln

Extreme in der Elbphilharmonie

»Edle Einfalt und stille Größe«? Von wegen! Mit ihrem atemberaubenden Opern-Schocker »Elektra« stellten Richard Strauss und sein Librettist Hugo von Hofmannsthal im Jahr 1909 das verklärte Antike-Bild des 18. Jahrhunderts völlig auf den Kopf. Horror statt Humanistik, Rache statt Ruhmestat, Blutbad statt Bildungsblüte: Dieser Einakter lässt bis heute niemanden kalt. Und auch in der Klangsprache ging Strauss mit seinem Mammut-Orchester in jeder Hinsicht in die Extreme. Was besonders eindrücklich zu erleben ist, wenn Alan Gilbert das Werk erstmals im Großen Saal der Elbphilharmonie realisiert. Nach Ligetis »Le Grand Macabre«, Dvořáks »Rusalka«, Gershwins »Porgy and Bess« und Bergs »Wozzeck« setzt der Chef des NDR Elbphilharmonie Orchesters und der Königlichen Oper Stockholm damit zugleich seine Reihe enthusiastisch gefeierter Aufführungen konzertanter Opern an der Elbe fort.

Die Handlung des Stücks ist schnell erzählt: Elektra, die Tochter des trojanischen Helden Agamemnon, sinnt seit dem Mord an ihrem Vater auf Rache an ihrer eigenen Mutter Klytämnestra. Sie wartet auf die Rückkehr ihres Bruders Orest, der die Bluttat schließlich vollzieht. Das Stück endet in einem Gemetzel und im triumphierenden Wahnsinn der Titelfigur. Wichtiger als dieser äußere Plot sind aber die psychologischen Dimensionen: Klytemnästra steht seit dem blutigen Ehebruch am Rande des Wahnsinns und wird von Albträumen geplagt. Sie bittet ausgerechnet ihre verstoßene Tochter Elektra um Hilfe, die für ihren Rachegedanken »alles, was ich war, hingeben« musste und ein Leben als Außenseiterin am Hof von Mykene führt. Demgegenüber sehnt sich ihre Schwester Chrysothemis nach behaglichem Familienglück…

Mit einem gut 100-köpfigen Orchester ließ Strauss diese Ängste, Träume und Abgründe seiner Figuren so greifbar wie noch nie werden. Die gewaltige Musik ging für damalige Verhältnisse »an die äußersten Grenzen der Harmonik, psychischer Polyphonie und Aufnahmefähigkeit der Ohren«, so der Komponist. Heute gilt das Stück als unübertroffener Gipfel der expressionistischen Kunst des Fin de Siècle. In Hamburg entfesseln namhafte Sänger:innen wie Karita Mattila als Klytemnästra, Ingela Brimberg als Elektra oder Andreas Bauer Kanabas als Orest den Seelenkrimi aus Neue.

Einführung mit Julius Heile:
17:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

Christian Fennesz

»Mosaic« – ePhil

Christian Fennesz guitar, live electronics

Üppig wabernde Klanglandschaften

In der Musik von Christian Fennesz scheinen die Zeit stillzustehen und der Raum sich aufzulösen. Seit den 90er Jahren prägt der Musiker die Elektro-Szene in Österreich und weit darüber hinaus. Seine komplexen, vielschichtigen Ambient-Klänge formt er ausgehend von der Gitarre. Meist bis zur Unkenntlichkeit verfremdet, ist das Instrument doch Markenzeichen und Alleinstellungsmerkmal von Fennesz.

»›Mosaic‹ kommt einem ›Gitarrenalbum‹ ziemlich nahe – es wirkt gespielt und nicht zusammengesetzt«, findet das Magazin Pitchfork. Jeder Track ist ein Kunstwerk für sich: »Love and the Framed Insects« steht im ungewöhnlichen 7/4-Takt, »Personare« spielt mit Einflüssen aus westafrikanischer 80er-Popmusik. In »Goniorizon« stapelt Fennesz sechs Hardrock-Gitarrenriffs übereinander zu einem Klangturm, der seinesgleichen sucht. »Es gibt immer noch niemanden, der diese Art von üppig wabernden Klanglandschaften auf diesem besonderen Niveau produziert«, schreibt das britische Online-Magazin The Quietus.

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Kurs

Workshop: Kosmos Minimal Music

für Familien mit Kindern ab 10 Jahren / für Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene

Mit der Minimal Music entwickelte sich ab den 1960er Jahren in den USA eine neue Musikrichtung, mit eingängigen, sich immer wieder wiederholenden Melodien oder Rhythmen, sogenannten »Patterns«. Komponisten wie Steve Reich oder Philip Glass machten diesen Stil weltberühmt. Im Workshop erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einiges über den Musikstil, spielen auf Xylofonen und Metallofonen und entwickeln am Ende ihr eigenes Minimal-Music-Stück.

Bitte beachten Sie: Dieses Angebot richtet sich an Familien mit Kindern ab 10 Jahren. Kinder dürfen nur in Begleitung einer erwachsenen Bezugsperson mit Ticket teilnehmen.

14.2.: Kinder unter 10 Jahren können an diesem Workshop nicht teilnehmen.
15.2.: Kinder unter 16 Jahren können an diesem Workshop nicht teilnehmen.

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Konzert

Nils 70 – A Birthday Celebration

Nils Landgren & Symphoniker Hamburg

Nils Landgren, Posaune
Symphoniker Hamburg


»Mr. Red Horn« wird 70

Der schwedische Posaunist, Komponist, Produzent und Sänger ist einer der erfolgreichsten, umtriebigsten und vor allem beliebtesten Jazzmusiker Europas. Ob mit seiner Funk Unit oder mit seinem Trio, ob als Musiker oder Leader diverser Big Bands oder seiner alljährlichen »Christmas with my friends«-Tournee – der Mann mit der roten Posaune hat den zeitgenössischen europäischen Jazz entscheidend mitgeprägt! Anlässlich seines 70. Geburtstages erfüllt Nils Landgren sich nun einen absoluten Herzenswunsch: Er gestaltet Konzertabende mit einem Sinfonieorchester!

Hierfür hat der welberühmte Komponist und Arrangeur Vince Mendoza die besten Songs aus Nils Landgrens langanhaltender Karriere für die Live-Umsetzung mit großem Orchester arrangiert. Begleitet von Nils Landgren und seinem Trio, werden die Symphoniker Hamburg den Songs live im sinfonischen Soundgewand eine neue Dimension hinzufügen. Niemand freut sich mehr auf diese Abende als Nils Landgren selbst und wer ihn kennt, weiß, dass diese Begeisterung vom ersten Ton auch sein Publikum erfassen wird!

»Meine 50 Jahre als Profimusiker, die mit meinem 70. Geburtstag zusammenfallen, sind die Erfüllung meines großen Traums. Ich bin um die Welt gereist und durfte mit großen Namen zusammenarbeiten, die mir, einem Jungen aus dem Stahlindustrie-Standort Degerfors in Nordschweden, unerreichbar erschienen. Höchstwahrscheinlich lebe ich damit auch den Traum meines Vaters, der es selbst liebte, Trompete zu spielen, aber sich nicht recht traute, daraus eine Karriere entstehen zu lassen. Der größte Traum von allen, war jedoch immer, gemeinsam mit meinen Freunden einen ganzen Abend mit Orchesterbegleitung gestalten zu dürfen. Die klanggewaltige Umarmung von einem Sinfonierorchester ist für einen Musiker wie mich das Allergrößte. Davon habe ich bereits als junger Mann geträumt und ich hoffe, dass mein Erlebnis auch Eures sein wird!«

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Konzert

Lucienne Renaudin Vary, Trompete

mit Félicien Brut, Akkordeon: »The Perfect Match« – FAST LANE

Lucienne Renaudin Vary, Trompete
Félicien Brut, Akkordeon


»The Perfect Match«
Carl Höhne: Fantaisie Slave
Rafael Méndez: Romance
Astor Piazzolla: María de Buenos Aires / Oper in 16 Bildern (Auszüge in Bearbeitung von Jérôme Ducros und Domi Emorine)
Michel Legrand: Les parapluies de Cherbourg / Bearbeitung für Akkordeon von Evgeni Derbenko
Leonard Bernstein: West Side Story (Auszüge in Bearbeitung von Thibault Perrine)
Fabien Waksman: The Perfect Match / Suite für Trompete und Akkordeon
Marguerite Monnot / Édith Piaf: L’Hymne en rose
Richard Galliano: Tango pour Claude

Perfect Match

Trompete und Akkordeon ­‒ klingt ungewöhnlich, passt aber tatsächlich hervorragend zusammen. Genau wie Lucienne Renaudin Vary und Félicien Brut. Beide überspringen spielerisch leicht die Grenzen zwischen Klassik, Jazz und Pop und verbinden verschiedene Klangwelten miteinander. Gekonnt mischen sie die Musik ihrer französischen Heimat mit globalen Sounds und beweisen, dass das Akkordeon zurecht das Instrument des Jahres 2026 ist!

Die junge französische Trompeterin Lucienne Renaudin Vary improvisierte bereits als Teenagerin im Jazzquartett und perfektionierte ihr Instrumentalkönnen im Klassikstudium am Pariser Konservatorium. Dort traf sie auf Félicien Brut, der das Akkordeon schon als Kind bei der Begleitung der traditionellen Musette-Walzer erlernte. Eine persönliche Begegnung mit der Jazz-Akkordeon-Legende Richard Galliano veränderte sein Leben und bestärkte ihn auf dem Weg, seine musikalischen Wurzeln mit Elementen aus Tango und Klassik zu bereichern.

Lucienne Renaudin Vary und Félicien Brut haben bereits eine gemeinsame Single veröffentlicht, im Konzert in der Elbphilharmonie begeben sich die zwei jungen Musiker:innen auf eine Reise, die vom klassischen argentinischen Tango über Leonard Bernsteins »West Side Story« bis hin zu den Liedern der legendären Édith Piaf führt.

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Konzert

Sinfonieorchester und Kammerchor der Universität Hamburg / Thomas Posth

Kammerchor der Universität Hamburg
Orchester der Universität Hamburg
Dirigent: Thomas Posth


Johannes Brahms: Fünf Gesänge für gemischten Chor a cappella op. 104
Gustav Mahler: Urlicht / aus: Des Knaben Wunderhorn / Bearbeitung von Clytus Gottwald
Jaakko Mäntyjärvi: Die Stimme des Kindes
Caroline Shaw: And the Swallow
Hector Berlioz: Symphonie fantastique / Épisode de la vie d’un artiste op. 14

Hector Berlioz’ »Symphonie fantastique« ist eine kultische Verehrung der Kunst und der künstlerischen Gefühlswelten. Die unaussprechbaren, komplexen Emotionen, die nur in der Musik wirklich in ihrer ganzen Tiefe zum Ausdruck kommen können, werden in diesem Werk in alle Richtungen intensiv ausgelotet.

Das Symphonieorchester der Universität Hamburg wird dieses in der Musikgeschichte einzigartiges Werk im zweiten Teil des Konzerts zur Aufführung bringen. Im ersten Teil wird sich der Kammerchor der Universität Hamburg mit fantastischen Werken von Johannes Brahms, Gustav Mahler, Jaakko Mäntyjärvi und Caroline Shaw voll und ganz der Sehnsucht, der Zuneigung, dem Vertrauen, der Verletzlichkeit – kurz – ebenso den starken Gefühlen in ihren künstlerisch höchsten Ausdrucksformen hingeben.

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Konzert

Norddeutsches Zupforchester / NZO YOUNGSTERS-Teens

»Von Mythen und anderen Wundern – zwischen San Galgano, dem Brisbane River und Tänzen der Welt«

Norddeutsches ZupfOrchester
NZO YOUNGSTERS-Teens, Ensemble
Leitung: Maren Trekel
Leitung: Steffen Trekel
Leitung: Sebastian Blumberg


Pieter van Maldere: Sinfonie G-Dur VR 28
Mandonico: Fabulus
Aris Alexandros Blettenberg: Journey to Greece
Dominik Hackner: El Fuego Brillante op. 70
Santiago de Murcia: Fandango
Steffen Trekel: Car-Priccio
Dominik Hackner: The Bicycle Bubble Machine / Happy Music op. 71
Richard Charlton: Chronicles of a River City

Von Mythen und anderen Wundern

Angesichts der zahlreichen weltweiten Krisen, die oft mit herausfordernder Kommunikation verbunden sind, bietet eine kleine Parallelwelt, in der internationale Vernetzung stattfindet, einen erfreulichen Kontrast. Der Kontakt und Austausch mit Musiker:innen aller Kontinente eröffnet dem Norddeutschen ZupfOrchester in diesem Jahr die Möglichkeit, musikalisch um die Welt zu reisen.

Richard Charlton entführt das Publikum an den Brisbane River, Claudio Mandonico erzählt von Geschichten, die irische und italienische Mythen miteinander verknüpft. Aris Alexandros Blettenberg lässt die schönsten Griechischen Inseln vor unserem inneren Auge entstehen und Dominik Hackner lässt uns zu südamerikanischen Rhythmen wippen.

Erstmals werden die Youngsters-Teens nicht nur mit einem eigenen Auftritt im Konzert ihre erfolgreiche Probenarbeit präsentieren, sondern ein Teil dieser jungen Leute auch im NZO selbst mitmusizieren.

Die mehr als 30 Amateur-Musiker:innen des Norddeutschen ZupfOrchesters aus allen Generationen treffen sich wöchentlich, um vielseitige Konzertprogramme zu erarbeiten. Mehrmals jährlich begeistert das Orchester bei seinen Konzerten die zahlreichen Fans und hat sich seit über 60 Jahren über die Grenzen Hamburgs hinaus einen Namen für mitreißendes Musizieren auf Zupfinstrumenten (Mandoline, Mandola, Gitarre und Bass) gemacht.

Aus der umfassenden Jugendarbeit des Vereins unter der Leitung von Steffen Trekel sind inzwischen ein Kinder- und ein Jugendorchester entstanden.

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Konzert

20 Jahre Boulanger Trio

Boulanger Trio
Karla Haltenwanger, Klavier
Birgit Erz, Violine
Ilona Kindt, Violoncello


Gabriel Fauré: Klaviertrio d-Moll op. 120
Preisträger:in Kompositionswettbewerb: Neues Werk (Uraufführung)
Lili Boulanger: Deux pièces en trio
Aaron Copland: Vitebsk / Studie über ein jüdisches Thema für Klaviertrio
Maurice Ravel: Klaviertrio a-Moll

Im Februar 2026 feiert das Boulanger Trio 20 gemeinsame Jahre – seit der Gründung in unveränderter Besetzung. Aus dieser seltenen Kontinuität ist ein unverwechselbarer Ensembleklang erwachsen, getragen von tiefem musikalischen Verständnis und einer über viele Jahre gewachsenen Vertrautheit zwischen den drei Musikerinnen.

Ihr Jubiläumsprogramm widmen sie den Schwestern Nadia und Lili Boulanger, deren musikalisches Erbe das Trio von Anbeginn geprägt und inspiriert hat. Mit Werken von Gabriel Fauré, dem wichtigsten Lehrer der beiden, und Maurice Ravel, einem engen Freund der Familie, entsteht ein facettenreiches Panorama der Pariser Musikwelt des frühen 20. Jahrhunderts. Ergänzt wird das Programm durch »Vitebsk« von Aaron Copland, einem der bedeutenden frühen Schüler Nadia Boulangers, sowie durch Lili Boulangers berührende »Deux Pièces«.

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Familienkonzert

Funkelkonzert XL / Rune Thorsteinsson Patchwork

für Familien mit Kindern ab 8 Jahren

Rune Thorsteinsson Patchwork
Rune Thorsteinsson, Bodypercussion, Klavier, Percussion, Publikumsaktionen
Ulrik Brohuus, Schlagzeug, Percussion
Henriette Groth, Klarinette, Klavier, Glockenspiel, Percussion
ensemble reflektor
Dirigentin: Katharina Morin


Eigenkompositionen für Trio und Orchester von Rune Thorsteinsson

Hier ein verrücktes Jazz-Trio um den Dänen Rune Thorsteinsson, das von der mundgeblasenen Melodica bis zur Bodypercussion alle möglichen Instrumente beherrscht. Dort das preisgekrönte junge Sinfonieorchester »Ensemble Reflektor« voller Energie. Heraus kommt ein mitreißendes Konzert mit fetzigem Crossover, das einfach Spaß bringt – zumal das Publikum auch immer wieder mitmachen darf.

Die Funkelkonzerte bringen die beliebtesten Produktionen für Kinder aus ganz Europa nach Hamburg – mit wunderbarer Musik, erstklassigen Künstlern und liebevollen Inszenierungen. Alle Konzerte sind mit einer Altersempfehlung versehen: von XS bis XXL, von den beliebten Elfi-Babykonzerten bis hin zu starken Konzerten für Jugendliche.

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Konzert

Blind Date

Überraschungskonzert in der Elbphilharmonie

Ob jazzige Live-Improvisation, klassische Musik oder Folk – beim Blind Date in der Elbphilharmonie ist alles möglich! Sicher ist nur: Es wird unterhaltsam, spannend und sicherlich ein unvergesslicher Abend, nicht zuletzt durch den gemeinsamen Austausch von Publikum und Künstler:innen an der Bar, wofür ein Freigetränk bereitsteht.

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Liederabend

Benjamin Appl / Liederabend

Benjamin Appl, Bariton
James Baillieu, Klavier


Robert Schumann: Zwölf Gedichte / Liederreihe nach Kerner op. 35
György Kurtág: Hölderlin-Gesänge op. 35
Robert Schumann: Dichterliebe op. 48 / Liederzyklus nach Gedichten von Heinrich Heine

Mitten ins Herz

Benjamin Appl ist einer der ausdrucksstärksten Künstler der jungen Sängergeneration und Hamburger Liedfans spätestens seit Oktober 2023 ein Begriff – mit vollem stimmlichen Einsatz sang er als Ersatz für den erkrankten Matthias Goerne im Großen Saal der Elbphilharmonie Robert Schumanns »Dichterliebe«. Das Urteil war eindeutig: »Atemberaubend!« (Hamburger Abendblatt). Jetzt kehrt er mit diesem Zyklus zurück und kann in der Intimität des Kleinen Saals seine »riesige Bandbreite an Farben« (Süddeutsche Zeitung) umso wirkungsvoller entfalten. An seiner Seite spielt sein langjähriger Klavierpartner und einer der renommiertesten Liedbegleiter James Baillieu.

Die »Dichterliebe« ist eines der beliebtesten Werke des ganzen Liedgenres. Schumann hatte das Genre gerade neu für sich entdeckt und war in einen regelrechten Schaffensrausch geraten. Die Gedichte von Heinrich Heine geben Empfindungen von großem Glück bis tiefster Verzweiflung Raum – also dem gesamten Spektrum einer verliebten Seele des 19. Jahrhunderts.

Im selben »Liederjahr« entstanden auch Schumanns »Kerner«-Lieder, benannt nach dem Autor der Gedichtvorlagen. Als Gesamtzyklus stehen sie eher selten auf dem Programm, ausgefallene Titel wie »Auf das Trinkglas eines verschollenen Freundes« oder »Wer machte dich so krank?« machen aber umso mehr Lust, diese selten gehörte Musik zu entdecken. Einen reizvollen Kontrapunkt zu Schumanns romantischen Klangwelten setzen die »Hölderlin-Gesänge« des ungarischen Komponisten György Kurtág und zeigen eindrucksvoll, dass den Gestaltungsmöglichkeiten des Kunstlieds im 20. Jahrhundert keine Grenzen gesetzt sind.

Einführung mit Marvin Deitz:
18:30 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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Konzert

Das große Chinesische Neujahrskonzert 2026

Im Jahr des Pferdes

Traditionelles Chinesisches Orchester Wuxi
Zhang Hongyan, Pipa
Deng Jiandong, Erhu
Sun Peng, Musikalische Leitung
Robert Meyer, Moderation


Li Huanzhi: Frühlingsfest Ouvertüre
Zhao Jiping: Der Große Baum des Gelehrten
Wang Danhong:
Ode an die Sonne
Wolken- und Blumen-Fantasie
Zhao Jiping: Guo Feng: Nationaler Geist
Deng Jiandong: Frühlingsmorgen
Wang Yunfei: Ein Traum von Taihu
Jiang Ying: The Silk Road

Mit dem 26. Großen Chinesischen Neujahrskonzert beginnt das Jahr des Pferdes mit einem glanzvollen Musikerlebnis, das die Vielfalt chinesischer Musiktradition in den Mittelpunkt stellt. Unter der Leitung von Maestro Sun Peng entfaltet das traditionelle Chinesische Orchester Wuxi ein breites Klangspektrum – von festlichen Ouvertüren bis hin zu Werken, die den Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart aufnehmen, begleitet von den selten zu hörenden chinesischen Instrumente Pipa und Erhu. Robert Meyer begleitet den Abend und verleiht ihm eine besondere Note durch seine charakteristische Mischung aus Eleganz und feinem Humor.

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Konzert

Nova Consonanza

Benefizkonzert für lebenslanges Lernen in Krisenregionen

Nova Consonanza Ensemble
Christoph Callies, Violine
Lena Eckels, Viola
Leitung: Thomas Mittelberger


Igor Strawinsky: Symphonies d’instruments à vent
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonia concertante KV 364
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie C-Dur KV 551 »Jupiter«

Musik, die Hoffnung schenkt. Lernen, das Zukunft schafft

Das Ensemble Nova Consonanza vereint ehemalige Musiker:innen aus Hamburgs großen Orchestern, langjährige Freundschaften – von erfahrenen Profis bis zu ambitionierten Studierenden. Seit seiner Gründung 2017 spielt das Orchester für den guten Zweck. Dieses Konzert unterstützt die Arbeit des UNESCO-Instituts für Lebenslanges Lernen.

Weltweit können Hundert Millionen Menschen aufgrund von Armut oder Krisen nicht lernen. 739 Millionen Jugendliche und Erwachsene können weder lesen noch schreiben. Das UNESCO-Institut für Lebenslanges Lernen mit Sitz in Hamburg eröffnet ihnen Bildung – und damit eine Perspektive. Die Erlöse dieses Konzerts fließen direkt in Projekte in Kriegs- und Krisengebieten wie Ukraine, Tschad, Bangladesch und weiteren Regionen – dorthin, wo sie am dringendsten gebraucht werden.

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Konzert

Christian Löffler

»Until we meet again«

Christian Löffler, live electronics
Sloane Monroe, viola
Midori Jaeger, violoncello
Elsas, piano
Adna, vocals
Johanna Burnheart, violin and director


Christian Löffler ist kein Unbekannter darin, rohe Emotionen in Klang zu verwandeln. Diesen Herbst nimmt der deutsche Produzent, Musiker und bildende Künstler diese Sensibilität mit auf Tour – eine Reihe von Auftritten, die die Grenzen zwischen Clubkultur und Kammermusik verwischen und gleichzeitig einen ersten Einblick in sein neues Album »Until we meet again« geben, das Anfang 2026 erscheinen wird.

Christian Löffler, der seit langem für seine Fähigkeit gelobt wird, gleichermaßen Euphorie, Stille und Introspektion hervorzurufen, schöpft seine Klangwelt stark aus der Natur und der menschlichen Existenz. Nun erweitert er dieses emotionale Spektrum mit einer Live-Tournee, die eher wie ein Erlebnis als wie ein Konzert wirkt. Die Shows sind eine Mischung aus Fan-Favoriten und brandneuen, unveröffentlichten Tracks, cineastischen Visuals, subtilen Feldaufnahmen, analogen Texturen und einer Bühne, die er sich mit einem Ensemble unter der Leitung der Violinistin Johanna Burnheart, Sloane Monroe an der Bratsche, Midori Jaeger am Cello und Elsas am Klavier teilt.

Auf seinem neuen Album tauscht Löffler Puls gegen Poesie und verbindet seine charakteristische melodische Elektronik mit zarten Streichern, leisem Klavier und Melodien, die noch lange nach dem letzten Ton nachklingen. Durch das gesamte Album zieht sich die Stimme der schwedischen Singer-Songwriterin Adna, deren geisterhafte Präsenz wie Nebel über eine ruhige Landschaft hinwegzieht. Adna wird das Ensemble auch live mit Gesang und E-Gitarre unterstützen.

Gemeinsam werden sie neues Material vorstellen und älteren Favoriten neues Leben einhauchen, indem sie diese miteiner sanfteren Note überarbeiten, ohne dabei die emotionale Kraft oder die tanzbare Energie zu verlieren, die die Fans gewohnt sind. Es ist ein intimerer, verletzlicherer Löffler,der sich hier zeigt – gefiltert durch neue Kollaborateure und frische emotionale Landschaften.

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Klavierkonzert

Maria Baptist

»The Solo Works«

Maria Baptist, Klavier

Maria Baptist zählt zu den spannendsten Pianistinnen des zeitgenössischen Jazz. In ihrem neuen Programm »The Solo Works« verbindet sie aktuelle Kompositionen mit zentralen Werken ihres Repertoires – darunter der Klavierzyklus »Hopes & Fears«, der für den Preis der Deutschen Schallplattenkritik nominiert wurde.

Ihre Musik entsteht aus dem Wechselspiel von Struktur und Spontaneität. Kompositorisches Denken und improvisatorische Offenheit greifen ineinander, motivisch gebunden, formal durchdacht und im Moment entwickelt. Baptists Klavierspiel ist hochvirtuos, rhythmisch komplex, polyphon durchzogen – und dabei immer auf musikalische Entwicklung gerichtet. Sie arbeitet mit motivischer Verwandlung, thematischer Verdichtung, Klang als Formprozess.

Der oft gezogene Vergleich mit Jarrett oder Evans verweist auf die Tiefe und Offenheit ihres Spiels, doch Maria Baptist folgt einer eigenen ästhetischen Logik – analytisch im Zugriff, klar in der Form, getragen von einer unverwechselbaren klanglichen Handschrift. »The Solo Works« ist konzentrierte Gegenwart – klar, offen, lebendig.

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Konzert

Le Concert Olympique / Kit Armstrong / Jan Caeyers

Beethoven27: »Krise und Auferstehung«

Le Concert Olympique
Kit Armstrong, Klavier
Dirigent: Jan Caeyers


Johann Sebastian Bach: Präludium und Fuge C-Dur BWV 846 / aus: Das wohltemperierte Klavier, Band 1
Ludwig van Beethoven:
Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 C-Dur op. 15
Sonate für Klavier d-Moll op. 31/2 »Der Sturm«
Sinfonie Nr. 2 D-Dur op. 36

Nach der Auftakttournee ihres Projektes »BEETHOVEN27« im November 2024 kehren Jan Caeyers und das von ihm ins Leben gerufene Orchester Le Concert Olympique gemeinsam mit Kit Armstrong regelmäßig mit dieser Reihe in die Elbphilharmonie zurück. Der ausgewiesene Beethoven-Spezialist Jan Caeyers hat sich mit dem auf mehrere Jahre angelegten Projekt »Beethoven 27« ein besonderes Ziel gesetzt: Mit 27 Werken aus der Feder des großen Komponisten möchte er Brücken in die 27 Mitgliedsstaaten der Europäischen Union schlagen.

Zwischen 1800 und 1802 erlebte Beethoven infolge einer dramatischen Gehörkrankheit eine schwere persönliche Krise, die sein Leben und seine Karriere völlig aus den Fugen geraten ließ und schließlich zum sogenannten »Heiligenstädter Testament« führen sollte. Die beschleunigte Entwicklung von Beethovens Musik als Folge dieser Krise wird in dieser Produktion durch den Sprung vom Ersten Klavierkonzert zur Zweiten Sinfonie veranschaulicht, in der Beethoven erstmals seinen typischen Orchesterstil zeigt. Noch deutlicher wird sie aber in der Klaviersonate Nr. 17 (»Der Sturm«), die Beethoven zeitgleich mit der Zweiten Sinfonie komponierte und in der er eine noch größere Radikalität entwickeln konnte, weil er nicht an den – für ein größeres Publikum bestimmten – sinfonischen Stil gebunden war.

Wie in allen Konzerten des BEETHOVEN27-Projekts wird Kit Armstrong das Konzert mit einem Präludium und einer Fuge aus Bachs Wohltemperiertem Klavier eröffnen. Dies ist nicht nur ein Verweis auf die wichtige Bedeutung, die diese ikonische Klaviermusik für Beethoven hatte, sondern dient auch als Eröffnungsritual, um Musiker:innen und Publikum in die richtige Stimmung zu versetzen.

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Kinderkonzert

Kitakonzert »BALLaden«

3–5 Jahre | Vorschule

Phantasten
Annekatrin Klein, Idee, Konzept, Tasteninstrumente
Paul Hübner, Trompete
Alma Hernán Benedí, Violoncello
Bastian Pfefferli, Percussion


Rollende Musiktheatercollage für vier Ballspieler:innen
mit Kompositionen von François Couperin bis John Cage

Was haben Bälle, Räder und Ballons gemeinsam? Sie sind alle rund – und lassen sich hervorragend zu Musikinstrumenten umfunktionieren. Um runde Sachen dreht sich die Musiktheatercollage »BALLaden«, in der selbst die Musik um sich kreist: mit Rondos, Walzern und unendlichen Melodien von Cage bis Couperin. Ein verblüffendes Musikschauspiel für Kinder von 3 – 5 Jahren.

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Konzertante Aufführung

Bellini: I Capuleti e i Montecchi / Riccardo Minasi

Ensemble Resonanz
WDR Rundfunkchor
Elsa Dreisig, Giulietta
Kate Aldrich, Romeo
Amitai Patai, Tebaldo
Nicolò Donini, Lorenzo
Antonio Di Matteo, Capellio
Leitung: Riccardo Minasi


Vincenzo Bellini: I Capuleti e i Montecchi / Tragedia lirica in zwei Akten
Konzertante Aufführung in italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Romeo und Julia – mit Musik

Sie sind das berühmteste Liebespaar überhaupt: Romeo und Julia. Eine besonders schöne Opernfassung ihrer tragischen Geschichte schuf der italienische Belcanto-Komponist Vincenzo Bellini, dessen melodienseliges und mitreißendes Werk das Hamburger Ensemble Resonanz, der WDR Rundfunkchor und eine Top-Riege an Solist:innen auf die Bühne im Großen Saal bringen.

Bekannt geworden durch Shakespeares Drama, liefert die Tragödie rund um die beiden heftig liebenden Teenager Romeo und Julia seit Jahrhunderten den Stoff für Verarbeitungen auf Theater- und Opernbühnen. Gerade einmal 29 Jahre alt war Bellini, als er mit »I Capuleti e i Montecchi« 1830 bereits seine sechste Oper zu Papier brachte. Uraufgeführt im legendären Teatro La Fenice in Venedig, besticht das Werk durch zauberhaft schöne Melodien und tiefe Emotionalität.

Mit dem italienischen Dirigenten Riccardo Minasi steht hierfür ein echter Spezialist am Pult des Ensemble Resonanz. Unter Minasis Leitung sorgte das Hamburger Orchester schon 2023 mit Bellinis Erfolgsoper »Norma« für Begeisterung im Großen Saal.

Einführung mit Michael Sangkuhl:
18:00 Uhr / Elbphilharmonie, Foyer Nähe Haupt-Bar (nur Stehplätze)

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Klavierkonzert

Roman Borisov / Klavierabend

»Pianomania«

Roman Borisov, Klavier

Sergej Prokofjew:
Klaviersuite nach Walzern von Franz Schubert
Mazurka op. 12/4
Leopold Godowsky:
Studie cis-Moll Nr. 34 »Mazurka« / aus: 53 Studies on the Chopin Études
Renaissance / Transkriptionen von Werken von Rameau und anderen (Auszüge)
Anatoli Ljadow: Trois Morceaux op. 57
Sergej Rachmaninow:
Mazurka / aus: Morceaux de salon op. 10
Sonate Nr. 2 b-Moll op. 36

Debüt im Dreivierteltakt

Als jüngster Teilnehmer in der Geschichte des Wettbewerbs gewann Roman Borisov 2022 den Kissinger Klavierolymp – für seine »hochmusikalischen, intuitiven und gleichzeitig strukturbewussten Interpretationen«, so das Jury-Urteil. Auch sein erst kürzlich erschienenes Debüt-Album mit Werken von Sergej Rachmaninow kam gut an, die Musikkritikerin Eleonore Büning lobte seine Souveränität und die »zärtlicher Eleganz« der Aufnahme. Rachmaninow bildet nun auch einen Schwerpunkt beim ersten Auftritt des jungen Russen in der Elbphilharmonie, bei dem er das diesjährige »Pianomania«-Motto »Mazurka« auf weitere Tänze im Dreiertakt ausweitet.

So erklingen je eine Mazurka von Sergej Prokofjew und eben Rachmaninow sowie die »Mazurka-Studie« von dessen Zeitgenosse Leopold Godowsky. Auch die »Trois Morceaux« von Anatoli Ljadow, der ein Lehrer Prokowjews war, enthalten zwei Mazurken. Von Prokowjew wiederum steht zu Beginn noch eine Klaviersuite auf dem Programm, zu der er sich von Walzern des Österreichers Franz Schubert inspirieren ließ. Zum Abschluss nimmt sich Borisov mit Rachmaninow Zweiter Sonate schließlich noch ein umfassenderes Werk der Klavierliteratur vor; bis heute erfreut sich das Werk mit seinen irrwitzigen Schwierigkeiten unter Klavier-Fans einer großen Beliebtheit.

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Familienkonzert

Funkelkonzert M / BALLaden

für Familien mit Kindern von 3–5 Jahren

Phantasten
Annekatrin Klein, Idee, Konzept, Tasteninstrumente
Paul Hübner, Trompete
Alma Hernán Benedí, Violoncello
Bastian Pfefferli, Percussion


Rollende Musiktheatercollage für vier Ballspieler:innen
mit Kompositionen von François Couperin bis John Cage

Was haben Bälle, Räder und Ballons gemeinsam? Sie sind alle rund – und lassen sich hervorragend zu Musikinstrumenten umfunktionieren. Um runde Sachen dreht sich die Musiktheatercollage »BALLaden«, in der selbst die Musik um sich kreist: mit Rondos, Walzern und unendlichen Melodien von Cage bis Couperin. Ein verblüffendes Musikschauspiel für Kinder von 3 – 5 Jahren.

Die Funkelkonzerte bringen die beliebtesten Produktionen für Kinder aus ganz Europa nach Hamburg – mit wunderbarer Musik, erstklassigen Künstlern und liebevollen Inszenierungen. Alle Konzerte sind mit einer Altersempfehlung versehen: von XS bis XXL, von den beliebten Elfi-Babykonzerten bis hin zu starken Konzerten für Jugendliche.

23.2.: Kitakonzert

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Konzert

Chor des Bayerischen Rundfunks / Krzysztof Michalski / Peter Dijkstra

Chor des Bayerischen Rundfunks
Krzysztof Michalski, Violoncello
Dirigent: Peter Dijkstra


Benjamin Britten: Suite Nr. 3 für Violoncello op. 87 (Auszüge)
Sergej Rachmaninow: Ganznächtliche Vigil op. 37

Mit der 1915 komponierten meisterhaften Vesperliturgie für Chor a cappella versetzt Rachmaninow die Hörer in eine musikalische Welt von bewundernswerter Tiefe und Innerlichkeit. Von alten Modi inspiriert, schuf er eines seiner schönsten Werke. »Das große Abend- und Morgenlob«, 1915 komponiert für ein Benefizkonzert in Moskau zugunsten der Kriegsopfer, greift die faszinierende Tradition orthodoxer Gesänge auf und reflektiert sie tiefgründig. Zugleich setzte Rachmaninow seinen Kindheitserinnerungen und der religiösen Seele seiner Heimat ein musikalisches Denkmal – einer Heimat, die er schon bald danach verlassen sollte. Rachmaninow selbst bezeichnete das Hören seiner Vesperliturgie als »eine Stunde der glücklichsten Befriedigung«.

Das Werk gehört zu den herausragenden großformatigen A-cappella-Vokalwerken der Spätromantik mit einer Dauer von ca. 70 Minuten. Hier kann der Chor des Bayerischen Rundfunks mit ca. 50 Mitgliedern unter der Leitung seines Künstlerischen Leiters Peter Dijkstra seine ganze klangliche Strahlkraft entfalten. Solopartien werden aus dem Ensemble heraus besetzt. Natürlich wird in russisch-altslawisch gesungen, wie ganz generell der Charakter dieser fünfzehnteiligen Komposition keine andere Lösung des Sprachklanges erlaubt. Instrumentale Kontrapunkte mit Auszügen aus Benjamin Brittens Suite Nr. 3 für Violoncello gestaltet der Cellist Krzysztof Michalski, der zu den Preisträgern des ARD-Musikwettbewerbs 2024 zählt.

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Konzert

Herrenmagazin

»Du hast hier nichts verloren«

Herrenmagazin
Deniz Jaspersen, vocals
Torben Leske, guitar
Paul Konopacka, bass guitar
Rasmus Engler, drums


Wie eine Verabredung mit Freunden

Wann erreicht eine Band Kultstatus? Nach rund 20 Jahren Bestehen und bester Vernetzung in der Stadt ist Herrenmagazin mindestens in Hamburg Kult – trotz oder gerade wegen einer 10-jährigen Release-Pause. Auf dem im April 2025 erschienene Album »Du hast hier nichts verloren« hat sich die vierköpfige Band weiterentwickelt und ist sich doch treu geblieben: handgemachter Indierock, viel Gitarre, eine Prise Punk und Texte mit Wortwitz, Tiefgang und etwas Rebellion.

Live war die Band nie ganz von der Bildfläche verschwunden: So spielten sie in der legendären Hamburger Astra Stube, bevor der Club an der Sternbrücke wegen Abrissarbeiten schließen musste. Außerdem haben die vier Musiker ihre Einzelkarrieren verfolgt: Sänger Deniz Jaspersen schreibt unter anderem Kinderbücher und -songs, Drummer Rasmus Engler hat mit dem Tocotronic-Bassisten Jan Müller den Erfolgsroman »Vorglühen« veröffentlicht.

Fans und Kritik freuen sich nun über das Comeback: »Die neue Platte ist genau das, was man an dieser Band vermisst hatte. Es ist ein Album, das wie eine Verabredung mit alten Freunden klingt: Man tauscht sich aus, lacht zusammen, schwelgt in Erinnerungen, aber es bleibt auch Platz für ernste Themen,« schreibt das Frontstage Magazin, das Hamburger Abendblatt findet, auf dem Album seien die »besten Songs ihrer Karriere«.

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Konzert

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg / Giorgi Gigashvili / François Leleux

»Zeitspiel Sechs«

Philharmonisches Staatsorchester Hamburg
Giorgi Gigashvili, Klavier
Dirigent: François Leleux


Johann Sebastian Bach:
Konzert für Klavier, Streicher und Basso continuo d-Moll BWV 1052 / Mit Oscar Petersons »The Bach Suite« (Bearbeitung für Orchester von Giorgi Gigashvili)
Claude Debussy: Prélude à l’après-midi d’un faune
Leonard Bernstein: Symphonic Dances from »West Side Story«

ZEITSPIEL SECHS

Die Philharmonischen Konzerte des Staatsorchesters Hamburg werden zu ZeitSpielen und überschreiten die Grenzen des Gewöhnlichen: In diesem Konzert erklingt Giorgi Gigashvilis Interpretation von Bachs und durch Bach inspirierter Musik – und zwar nicht nur als Pianist, sondern auch als Komponist. Denn: der Dritte Satz des Cembalokonzerts wird durch seine Orchestrierung der jazzigen Peterson-Suite ersetzt, inspiriert vom Original. Bach begegnet uns in unserer heutigen Zeit als Spiegel der Vergangenheit und zugleich durch Gigashvili als Teil des Hier und Jetzt. Dieses musikalische Spiel ohne Berührungsängste eröffnet neue Perspektiven auf unsere Musikkultur, unser Denken und Sein, auf unsere Art, Musik zu rezipieren.

» Meine Beziehung zu Bach ist ungefähr gleich alt wie die zur traditionellen georgischen Musik. Schon als Kind fühlte ich mich sehr stark zu beidem hingezogen. Was ich mit dem Dritten Satz des d-Moll-Cembalokonzerts vorhabe, kommt aus meinem Innersten, aus meinem Herzen.« – Giorgi Gigashvili

Einführung:
22.2.: 10:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal
23.2.: 19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

Hamburger Camerata

»Jungs & Deerns« – Hamburgs junge Virtuos:innen in der Elbphilharmonie

Hamburger Camerata
Paul Scheffler, Horn
Oskar Meier, Violoncello
Dirigentin: Doğa Çetin


Lars-Erik Larsson: Concertino für Horn und Streichorchester op. 45/5
Mieczysław Weinberg: Concertino für Violoncello und Orchester op. 43 ,bis’
Edvard Grieg: Aus Holbergs Zeit / Suite im alten Stil für Streichorchester op. 40

Bühne frei für die Generation U30! In jeder Saison erhalten musikalisch hochtalentierte »Jungs & Deerns« aus Norddeutschland die Gelegenheit, sich gemeinsam mit der Hamburger Camerata im exquisiten Kleinen Saal der Elbphilharmonie vorzustellen. Jugendliche Energie, unverbrauchte Motivation und die gewisse Portion positive Aufregung macht diese Konzerte zu einem ganz besonders intensiven musikalischen Erlebnis.

In dieser Saison präsentieren sich der 15-jährige Hornist Paul Scheffler und der 24-jährige Cellist Oskar Meier, beide Stipendiaten der Deutschen Stiftung Musikleben sowie die 25-jährige Geigerin und Dirigentin Doğa Cetin. Mit dem Hornkonzert des schwedischen Komponisten Lars-Erik Larssons, dem Concertino von Mieczysław Weinberg, einem der faszinierendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts und der bekannten Streichorchester-Suite »Aus Holbergs Zeit« des norwegischen Komponisten Edvard Grieg ist das Programm abwechslungsreich, auch deshalb, weil die junge Dirigentin das ca. einstündige Konzert moderiert.

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Klavierkonzert

Julius Asal / Klavierabend

»Siena Tapes«

Julius Asal, Klavier

Werke von Maurice Ravel, Christian Badzura, Julius Asal u.a.

Es ist durchaus nicht übertrieben, dem Pianisten und Komponisten Julius Asal in seinem jungen Alter bereits eine bemerkenswerte Karriere zu bescheinigen, seit er im Oktober 2023 als neuer Exklusivkünstler der Deutschen Grammophon bekanntgegeben wurde. In der Folge wurde er 2024 von BBC Radio 3 für eine zweijährige Zusammenarbeit als New Generation Artist ausgewählt und von Classic FM zum Rising Star 2024 ernannt. Im August 2025 erscheint Julius Asal neuestes Album bei der Deutschen Grammophon: »Siena Tapes«. Neben Werken von Maurice Ravel und Christian Badzura sind darauf auch eigene Interpretationen von Julius Asal zu hören. Eben dieses Album bringt er nun in den Kleinen Saal der Elbphilharmonie, wo er ziemlich genau ein Jahr nach seinem ersten Gastspiel erneut auf der Bühne stehen wird.

Asal konzertierte an international renommierten Spielstätten wie der Wigmore Hall in London, dem Klavierfestival Ruhr, der Elbphilharmonie in Hamburg, dem Oxford Piano Festival, dem Rheingau Musik Festival, der Sommets Musicaux de Gstaad, dem Davos Festival, dem Wiener Musikverein oder der Suntory Hall in Tokio. Im März 2025 erhielt er zudem den renommierten »Terence Judd Hallé«-Award. Ebenfalls 2025 debütierte er als Solist u.a. beim BBC Concert Orchestra sowie beim BBC Symphony Orchestra. Im Frühjahr 2022 veröffentlichte Julius Asal sein Debüt-Album mit Werken von Sergej Prokofjew samt eigenen Transkriptionen des Balletts »Romeo und Julia« beim spanischen Label IBS Classical, welches bereits internationale Anerkennung fand.

Sein erstes Album für die Deutsche Grammophon »Scriabin – Scarlatti« erschien dann im Mai 2024. Parallel wirkte er mit an der US-Kampagne zum World Sleep Day, wofür er eine Improvisation einspielte. Anlässlich des World Piano Day 2024 veröffentlichte die Deutsche Grammophon Gustav Holsts »Mars« in einer Version Julius Asal, für welche dieser die Klavierduo-Fassung des Komponisten modifizierte und um einen dritten Klavierpart erweiterte.

Das Improvisieren und ein dadurch nahezu muttersprachlicher Zugang zum Klavier zeigt sich mitunter auch in seinen Konzerten; so etwa 2024 bei seinem Debüt im Seoul Arts Center sowie im Rahmen der Yellow Lounge im Oktober 2023, wo Asal kurzfristig mit einem Konzept aus klassischen Werken verbunden mit Improvisationen eingesprungen ist. Seine Interpretationen sowie die Zusammenstellung seiner Programme beschrieb die französische Zeitung Le Monde als »fesselnde Fremdartigkeit« und titelte »Die geheimen und feinen Allianzen des Julius Asal«.

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Konzert

Thessaloniki State Symphony Orchestra / Jeremias Fliedl / Nikos Xanthoulis / Thomas Sanderling

Thessaloniki State Symphony Orchestra Orchester
Jeremias Fliedl, Violoncello
Nikos Xanthoulis, Altgriechische Lyra
Dirigent: Thomas Sanderling


Yannis Constantinidis: Dodekanesische Suite Nr. 1
Camille Saint-Saëns: Konzert für Violoncello und Orchester Nr. 1 a-Moll op. 33
Fazıl Say: Konzert für Antike Lyra op. 122 »Ballade von Ephesos« (Deutsche Erstaufführung)
Dmitri Schostakowitsch: Sinfonie Nr. 9 Es-Dur op. 70

Das Thessaloniki State Symphony Orchestra zählt zu den großen Spitzenorchestern Europas und feiert in 2026 gemeinsam mit dem weltweit gefeierten Maestro Thomas Sanderling ihr mit Spannung erwartetes Debüt im Großen Saal der Elbphilharmonie. Mit dem ersten Werk des Abends, der Dodekanesischen Suite Nr. 1 von Yannis Constantinidis, nehmen sie das Publikum mit auf eine traumhafte musikalische Reise zu den griechischen Inseln.

Auf dem Programm steht außerdem das beliebte Erste Cellokonzert von Camille Saint-Saëns, gespielt von dem aufstrebenden Cellisten Jeremias Fliedl. Der zweite solistische Höhepunkt des Abends ist der Virtuose Nikos Xanthoulis. Auf seiner Altgriechischen Lyra präsentiert er die »Ballade von Ephesos«, das neue Konzert für Antike Lyra von dem bedeutenden Komponisten Fazıl Say.

Als Finale erklingt die eindrucksvolle Neunte Sinfonie von Dmitri Schostakowitsch, einem der bedeutendsten Komponisten des 20. Jahrhunderts. Maestro Thomas Sanderling verband eine besondere künstlerische Freundschaft mit Schostakowitsch. Und so brachte er viele seiner Werke zur Uraufführung oder spielte diese erstmals auf CD ein.

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Jazz

Wolfgang Muthspiel Trio

mit Scott Colley und Brian Blade

Wolfgang Muthspiel Trio
Wolfgang Muthspiel, guitar
Scott Colley, bass
Brian Blade, drums


Trio der Extraklasse

Wolfgang Muthspiel zählt zu den einflussreichsten Jazz-Gitarristen unserer Zeit. In den 1980er Jahren verschlug es den Mann mit dem weichen Gitarren-Klang und einer unbestechlichen Zupft-Technik aus seiner österreichischen Heimat in die USA, wo er sich mit seinem wandlungsfähigen Spiel schnell einen Namen machte. Er veredelte Platten von Sänger:innen wie Rebekka Bakken, Maria João oder Youssou N’Dour und wurde von Jazz-Giganten wie John Patitucci zu Konzerten und Studioaufnahmen eingeladen. Seitdem dringt er in immer neue Sphären vor. 2018 stellte er ein neues All-Star-Trio vor, mit Scott Colley am Bass und der lebenden Legende Brian Blade am Schlagzeug, die beide das Vertrauen von Größen wie Herbie Hancock und John Scofield genießen.

Entstanden war das Trio aus einer Japan-Tour. Nach drei gefeierten Abenden im Cotton Club in Tokio suchten sie noch in Tokio ein Studio auf und spielten ihr gemeinsames Debüt-Album »Angular Blues« ein, das zwei Jahre später beim Kult-Label ECM Records erschien. 2023 folgte das zweite Album »Dance of the Elders«, das vom renommierten Downbeat-Magazin als »äußerst vertrauensvolle und erfolgreiche« Synthese drei herausragender Musiker gefeiert wurde – in gedankenversunkenen Improvisationen über Choräle von Johann Sebastian Bach scheint sogar immer wieder Muthspiels klassische Ausbildung durch. Derzeit feilt das Weltklasse-Trio an seinem dritten Album, mit dem es im Frühjahr 2026 auf große Release-Tournee geht. Man darf gespannt sein, welche Richtung die drei diesmal einschlagen.

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Konzert

vision string quartet

vision string quartet
Florian Willeitner, Violine
Daniel Stoll, Violine
Sander Stuart, Viola
Leonard Disselhorst, Violoncello


Antonín Dvořák: Streichquartett Nr. 13 G-Dur op. 106
Songs vom Album »Spectrum II«

Das »viosion string quartet« präsentiert Dvořáks spätes Meisterwerk in einer außergewöhnlichen Interpretation – komplett auswendig, frei von Notenständern. Diese Unabhängigkeit verleiht ihrem Spiel eine beeindruckende Intensität und Ausdruckskraft. Im zweiten Teil des Abends verlassen die vier Musiker bewusst die traditionellen Pfade des klassischen Konzertbetriebs. Umgeben von Licht- und Tontechnik tauchen sie ein in ein innovatives Programm mit eigenen Kompositionen und Arrangements. Inspiriert von Folk, Pop, Rock, Funk, Minimal und Singer-Songwriter-Elementen erschaffen sie mit ihren Streichinstrumenten eine Klangwelt voller Überraschungen: Mal klingt das Quartett wie Gitarre, Ukulele oder Bass, mal wie Bongos oder ein komplettes Drumset.

Künstlergespräch:
18:45 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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Konzert

London Philharmonic Orchestra / Anne-Sophie Mutter / Karina Canellakis

London Philharmonic Orchestra
Anne-Sophie Mutter, Violine
Dirigentin: Karina Canellakis


Piotr I. Tschaikowsky: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 35
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 7 A-Dur op. 92

Musik als Lebenselixier

»Da kann man nicht Talent sagen, sie ist einfach ein Genie.« Herbert von Karajan war es, der Anne-Sophie Mutter mit diesen Worten einst den Ritterschlag verlieh. Bald 50 Jahre ist das her – und er hat recht behalten: Ihr Name ist bis heute Synonym für geigerische Weltklasse. »Wenn Sie mich kennenlernen wollen, müssen Sie mich auf der Bühne erleben«, sagt die Musikerin über sich selbst. Ihr Leben von der Musik zu trennen? Unmöglich. Ihr Credo: Klassische Musik gehört in den Alltag, in die Mitte der Gesellschaft. Mit PiotrTschaikowsky hätte sie sich in diesem Punkt gut verstanden. Musik war ihm Zufluchtsort und Lebenselixier. Sein grandioses Violinkonzert entstand in schwerer Zeit und wurde seine Lebensrettung: »In solchem Gemütszustand verliert das Schaffen gänzlich das Gepräge der Arbeit; es ist reinste Seligkeit!«

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Konzert

London Philharmonic Orchestra / Alexander Malofeev / Karina Canellakis

London Philharmonic Orchestra
Alexander Malofeev, Klavier
Dirigentin: Karina Canellakis


Ludwig van Beethoven: Ouvertüre zu »Die Geschöpfe des Prometheus« op. 43
Wolfgang Amadeus Mozart: Konzert für Klavier und Orchester d-Moll KV 466
Piotr I. Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 6 h-Moll op. 74 »Pathétique«

Genuss von Anfang bis Ende

Was für ein Konzertabend! Den Anfang macht Beethovens grandiose Prometheus-Ouvertüre, dem Titanen gewidmet, der den Menschen das Feuer brachte und damit den Anfang unserer Zivilisation begründete. Am Ende Tschaikowskys überwältigende »Pathétique« – deren geheimnisvoller Nimbus noch verstärkt wird durch die Tatsache, dass der Komponist nur wenige Tage nach der Uraufführung unter ungeklärten Umständen verstarb. Dazwischen der genialste aller Genialen: Wolfgang Amadeus Mozart, dessen dramatisches Klavierkonzert in d-Moll Jungstar Alexander Malofeev in allen Facetten ausleuchtet. Mit ihm auf dem Podium: Das London Philharmonic Orchestra mit der fantastischen Karina Canellakis am Pult.

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Konzert

Marja Mortensson / Daniel Herskedal / Jakop Janssønn

»Båalmaldahkesne – Entwined« – Traditionelles Joiken aus Skandinavien mit Tuba-Echos / Arctic Voices

Marja Mortensson, Gesang
Daniel Herskedal, Tuba
Jakop Janssønn, Schlagwerk


»Båalmaldahkesne – Entwined«
In einem Atemzug – Traditionelles Joiken aus Skandinavien mit tiefen Tuba-Echos

Ein Hauch von Norwegen

»Ich schreibe meine eigenen südsamischen Texte und Lieder, weil es keine südsamische Musik gibt, die ich in meiner Kindheit hören konnte«, erzählt die junge Sängerin Marja Mortensson, die in eine Familie von Rentierhirten in Norwegen geboren wurde. Wie keine andere experimentiert die mittlerweile 30-Jährige mit dem traditionellen Joik-Gesang und haucht ihm dadurch immer wieder neues Leben ein – wortwörtlich zusammen mit dem Jazz-Tubisten Daniel Herskedal in ihrem aktuellen Projekt »Båalmaldahkesne – Entwined«, das für das Festival »Arctic Voices« von Norwegen nach Hamburg weht.

Übersetzt bedeutet der Albumtitel »verflochten« – wie zwei Zöpfe, die miteinander verbunden wurden. Mortensson und Herskedal gehen gemeinsam mit dem Schlagzeuger Jakop Janssønn der Frage nach, wie die Kultur, der wir angehören, den Verlauf unseres Lebens beeinflusst. Ihre Lieder erzählen Geschichten über die Bedeutung von Musik, Sprache, Gemeinschaft und Natur sowie das Gefühl der Zugehörigkeit und Einheit. Der traditionelle Joik zu Tieren, Personen, Naturphänomenen oder auch Orten spiegelt diese Wechselwirkung von Mensch und (Um-)Welt wider: Man singt nicht von etwas, sondern wird selbst zu dem, was man besingt.

Die Sprache des Volks der Südsami, die im arktischen Norden Skandinaviens beheimatet sind, wird nur von 500 Menschen gesprochen. Um das kulturelle Erbe ihrer Heimat weiterzuführen, begann sich Mortensson während ihres Studiums in die Musiktradition ihrer Vorfahren zu vertiefen – ins Joiken, einem alten Gesang, für den wie beim Jodeln der Ton hinten im Kehlkopf erzeugt wird.

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Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Martin Fröst / Paavo Järvi

NDR Elbphilharmonie Orchester
Martin Fröst, Klarinette
Dirigent: Paavo Järvi


Helena Tulve: Wand’ring Bark
Carl Nielsen: Konzert für Klarinette und Orchester op. 57
Piotr I. Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 3 D-Dur op. 29 »Polnische«

Kreative Ostseeanrainer

Was haben die Heimatländer aller an diesem Konzert beteiligten Gastkünstler und Komponisten gemeinsam? Dänemark, Russland, Schweden und Estland grenzen an die Ostsee! Und das kreative Potential dieses Kulturraums ist geradezu legendär. Zwei der aktuell angesagtesten Protagonisten von dort treffen beim NDR Elbphilharmonie Orchester nun aufeinander: der estnische Stardirigent Paavo Järvi und der schwedische Ausnahmeklarinettist Martin Fröst, der 2025/2026 als Artist in Residence beim NDR eingeladen ist.

Dänemark hat es zwar lange Zeit schwer gehabt, sich als Musiknation einen Namen zu machen. Mit Carl Nielsen hat das kleine Land aber einen der visionärsten und individuellsten Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts hervorgebracht. Zwischen volksliedhafter Schlichtheit und sinfonischer Energie vermittelnd, ist dessen Tonsprache unverwechselbar. Sein Klarinettenkonzert schrieb Nielsen im Jahr 1928, drei Jahre vor seinem Tod. Ob die von einer Trommel angespornten musikalischen Auseinandersetzungen in diesem Werk etwas mit seiner wachsenden Unzufriedenheit mit den persönlichen und weltpolitischen Zuständen zu tun haben? Oder ob hier nur »die Seele der Klarinette befreit« werde, ein »wildes Tier« mit einer »besonderen Art von rücksichtsloser Poesie«, wie ein Kritiker nach der Premiere schrieb? Wer weiß… Das wilde Tier Martin Fröst jedenfalls scheint genau der Richtige, um diesen Fragen auf den Grund zu gehen!

Nach der Pause interpretiert Paavo Järvi dann ein ebenso selten zu hörendes Werk von einem der bedeutendsten russischen Komponisten: Piotr Tschaikowskys Dritte Sinfonie, die oft im Schatten ihrer drei »nachgeborenen« Schwestern steht. 1875 kurz nach dem berühmten Ballett »Schwanensee« entstanden, ist sie die einzige Sinfonie in Tschaikowskys Schaffen, die in einer Dur-Tonart steht und fünf statt vier Sätze hat. Man hat sie daher oft mit der ebenfalls Dritten von Robert Schumann verglichen, des »seit Beethoven bedeutendsten Sinfonikers der deutschen Schule« (Tschaikowsky). Vielleicht wäre der Beiname »Schumann’sche« für die optimistisch beschwingte Sinfonie daher angemessener als »Polnische« (wegen der Polonaise im Finale)? Wie auch immer: Deutschland und Polen grenzen ja in jedem Fall auch an die Ostsee…

Einführung mit Julius Heile:
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

Tanya Tagaq

Kehlkopfgesang der Inuit mit Improvisationen / Arctic Voices

Tanya Tagaq Trio 
Tanya Tagaq, vocals
Jeffrey Zeigler, violoncello
Jean Martin, drums


Kehlkopfgesang der kanadischen Inuit mit experimenteller Improvisation jenseits von Genregrenzen

Musik gehört zur DNA

Sie produziert Sounds, die tief aus der Kehle kommen: Die Inuk Tanya Tagaq. »Kattajaq« heißt dieser jahrhundertealte, traditionelle Kehlkopfgesang der Inuit, der zum Kulturgut ihrer Vorfahren gehört. Aufgewachsen ist die Sängerin im kanadischen Nunavut – eine der nördlichsten besiedelten, mehrheitlich von Inuit bewohnten Regionen dieser Welt. Ihr musikalischer Durchbruch kam spontan und unerwartet als Support Act von niemand Geringeres als Björk. Obwohl die Welttour auch nach Deutschland führte, verschlug es sie nicht nach Hamburg – etwas, das das Festival »Arctic Voices« nun mit Freude nachholt.

In Tanya Tagaqs Heimat gab es Nordlichter und Robben – aber keinen Kehlkopfgesang. Die Community war stark vom kanadischen Assimilierungsprogramm der sogenannten »Residential Schools« betroffen, das bis in die 1990er Jahre andauerte. Erst als Studentin entdeckte Tagaq den »Kattajaq«: »Als ich die Musik hörte, wusste ich sofort: Das kann ich auch«, erklärt die Sängerin. »Ich wusste, das gehört zu meinem Körper und zu mir. Und dann habe ich einfach angefangen zu singen.«

Sie entwickelte eine völlig eigenständige Form des traditionellen Kehlkopfgesangs. Tanya Tagaqs Einflüsse sind vielseitig: Popmusik, Rap, Beatboxing. Wenn sie singt, dann mit ihrem ganzen Körper. Oft barfuß, manchmal mit geschlossenen Augen, sie tobt, schreit, faucht und haucht. »Das mag komisch klingen, aber ich kontrolliere Sound nicht. Ich gebe mich ihm hin. Denn Improvisation ist Hingabe«, erklärt sie. »Das ist wie, wenn man Zug fährt und durch das Fenster die Landschaft beobachtet. So beobachte ich, wie die Musik entsteht, ganz ohne mein Zutun. Manchmal denke ich sogar, ich beobachte, wie all das jemand anderem passiert.«

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Kurs

Workshop: Klassiko Saiteninstrumente

für Familien mit Kindern ab 6 Jahren

In diesem Workshop können die Teilnehmenden verschiedenste Saiteninstrumente kennenlernen: klassische Instrumente aus dem Sinfonieorchester wie Geige, Bratsche, Cello und Kontrabass, dazu weitere Vertreter wie Mandoline, Banjo und Ukulele. Auch eine große Harfe steht bereit. Unter Anleitung können die Instrumente probiert werden, am Ende wird auch gemeinsam in der Gruppe gespielt.

Bitte beachten Sie: Dieses Angebot richtet sich an Familien mit Kindern ab 6 Jahren. Kinder dürfen nur in Begleitung einer erwachsenen Bezugsperson mit Ticket teilnehmen.

Kinder unter 6 Jahren können an diesem Workshop nicht teilnehmen.

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Konzert

PIQSIQ

Katajjaq – Kehlkopfgesang der Inuit mit Elektrobeats / Arctic Voices / ePhil

PIQSIQ
Tiffany Ayalik, vocals
Inuksuk Mackay, vocals


Mit Elektrobeats in die Gegenwart: Katajjaq – traditioneller Kehlkopfgesang der Inuit

Spielerische Jahrtausend-Tradition

Die beiden Schwestern Inuksuk Mackay und Tiffany Ayalik bringen den traditionellen Kehlkopfgesang des Inuit-Volkes auf einzigartige Weise mit modernen Elektrobeats up-to-date – und im Rahmen des Festivals »Arctic Voices« auch nach Hamburg. Der jahrhundertealte »Kattajaq« entstand ursprünglich als Spiel, um bei arktischen Temperaturen für Unterhaltung zu sorgen: Zwei Frauen stehen einander gegenüber, halten sich gegenseitig fest und wiegen sich im Takt ihres Atems. Mit der Stimme produzieren sie Sounds, die ineinandergreifen, die zusammen einen Rhythmus ergeben – Ruf und Antwort. Wer kommt am längsten ohne Atmen aus, ohne das Timing zu verlieren, zu husten oder zu lachen? PIQSIQ beginnen jeden ihrer Songs auf diese besondere Weise, führen das Spiel aber durch elektronische Loops endlos weiter.

»Ich finde, dass es ein wunderschöner Moment ist, wenn Leute sehen, wie schön Kattajaq als Praxis ist und wie gut es mit Klängen zu vereinen ist, an die man nie gedacht hätte«, erzählt Ayalik. Wie viele andere Traditionen der Inuit starb auch der Kehlkopfgesang aufgrund des kolonialistischen Drucks der kanadischen Regierung und der katholischen Kirche fast aus. Aber heute wird er von einer neuen Generation junger Inuit wiederbelebt und sogar neu erfunden, als Teil einer größeren kulturellen Renaissance.

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Konzert

Mari Boine

»Alva« / Arctic Voices

Mari Boine, vocals
Georg Buljo, guitar
Svein Schultz, bass guitar
Stein Austrud, keyboard
Gunnar Augland, drums


»Ich mag, wer ich bin«

In Bayern wird gejodelt, in Skandinavien gejoikt. Und sie ist das Aushängeschild dieser nordischen Musiktradition: Die Sängerin, Songwriterin und Aktivistin Mari Boine. Seit den frühen 80er Jahren hat sie 14 Alben veröffentlicht, ist international getourt und hat den traditionellen Joik, diese uralte Gesangsform des Volks der Samen aus den arktischen Regionen Schwedens, Norwegens und Finnlands, auch in wärmere Ecken der Welt getragen. Nun kommt sie mit ihrem aktuellen Album »Alva« im Rahmen des Festivals »Arctic Voices« in die Elbphilharmonie.

»Ich weiß, dass die Leute meine Musik schon lange lieben, aber ich war nie zufrieden«, erzählt die samische Musikerin, die ihr Joiken mit Pop, Rock und Jazz verbindet. »Jetzt bin ich wirklich ich selbst: Ich mag, wer ich bin, ich weiß, worum es in meiner Musik geht und was meine Ziele sind.« Mit »Alva« gewährt Boine persönliche und tiefe Einblicke in ihre Kindheit. Entfernte, pulsierende Beats und plätschernde Gitarrenriffs führen in »Anárjoh’gáttis« zu dem Fluss, an dem sie aufgewachsen ist. »Wir hatten kein Auto, aber ein langes, schmales Boot. Wir fischten nach Lachsen. Und im Winter, wenn der Fluss gefroren war, spielten wir auf diesem Eisweg«, erinnert sie sich.

Gesungen hat sie immer mit tiefer Hingabe an die Natur, was für die Samen so selbstverständlich ist wie das Atmen. In »Rohkos« ruft Boine kraftvoll aus: »Mutter Erde, bitte erhalte die Früchte der Geburt«. Die 68-jährige Sängerin setzt sich nicht nur für das musikalische Erbe der lange unterdrückten Samen ein, sondern auch gegen den Klimawandel, der ihre traditionelle Lebensweise vor neue Herausforderungen stellt: »Wir wissen, dass Sprache und Kultur nur überleben können, wenn wir eine Verbindung zur Natur haben. Wenn die Natur zerstört wird, verlieren wir alles.«

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Konzert

Marewrew / OKI

Ukouk – Kanongesang der Ainu von der Insel Hokkaido / Arctic Voices

Marewrew
Rekpo, Gesang
Mayunkiki, Gesang
Utowa Kano, Gesang
OKI, Tonkori, Hand-Perkussion, Gesang


Tradition wird im Kreis weitergegeben

Wie Dub-Musik entfaltet sich der hypnotische Gesang von Rekpo, Mayunkiki und Utowa, die drei Sängerinnen der japanischen Gruppe Marewrew: Sie sitzen in einem Kreis, eine beginnt, die anderen setzen leicht phasenverschoben ein. »Ukouk« heißt dieser traditionelle Kanon-Gesang der Ainu, die seit Urzeiten die nördliche Region des japanischen Archipels, insbesondere die Insel Hokkaido, bewohnen. Marewrews frische Versionen werfen ein ganz neues Licht auf die faszinierenden Lieder, die über Generationen hinweg ausschließlich mündlich überliefert wurden. Traditionell von einer rein weiblichen Vokalgruppe gesungen, kommt für das Konzert in der Elbphilharmonie der berühmte japanische Musiker OKI dazu, der nicht nur singt, sondern auch Hand-Percussion und die fünfsaitige Ainu-Harfe Tonkori spielt.

In ihren Liedern wird oft die Natur besungen, die für die Ainu der »Spielplatz der Götter« ist. Mal hört man das rauschende Meer oder zischende Luft, mal ahmen die Sängerinnen Vogelgesänge nach. »Als wir anfingen, dachten wir alle, wir müssten auf die Ainu-Art singen«, erzählt Mayunkiki von ihrem Start im Jahr 2008. »Aber mit der Zeit wurden wir immer offener für neue Gesangsweisen. Wir mögen es, wenn es traditionell ist, aber es verändert sich, genauso wie sich unsere Stimmen im Laufe der Zeit verändert haben.«

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Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / NDR Vokalensemble / Philip Mayers / Paavo Järvi

NDR Elbphilharmonie Orchester
NDR Vokalensemble
Philip Mayers, Klavier
Chorleitung: Kaspars Putniņš
Dirigent: Paavo Järvi


Robert Schumann:
Vier doppelchörige Gesänge op. 141
Die Kapelle / aus: Romanzen op. 69
Die Lotosblume / Sechs Lieder für vierstimmigen Männerchor op. 33
Vier Gesänge op. 59
Mondnacht / aus: Liederkreis op. 39
Piotr I. Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 3 D-Dur op. 29 »Polnische«


Schumann-Fan Tschaikowsky

»Die Musik Schumanns eröffnet uns eine ganze Welt neuer musikalischer Formen, reißt Saiten an, die seine großen Vorgänger noch nicht berührt haben.« So schwärmte kein Geringerer als Piotr Tschaikowsky über seinen deutschen Kollegen. Tatsächlich war Schumann – neben Mozart und Mendelssohn – ein großes Vorbild für den Schöpfer von »Pathétique«, »Schwanensee« und Co. In der Musik des älteren Romantikers fand Tschaikowsky »den Widerhall geheimnisvoller Prozesse unseres Seelenlebens, die das Herz des heutigen Menschen bewegen.« Es gibt also Gründe genug, ausgewählte Werke der beiden »Brüder im Geiste« einmal direkt gegenüberzustellen. In der Elbphilharmonie spüren das NDR Vokalensemble unter Kaspars Putniņš, derzeit Chefdirigent des Schwedischen und des Lettischen Rundfunkchors, sowie das NDR Elbphilharmonie Orchester unter Star-Dirigent Paavo Järvi dieser Seelenverwandtschaft nach.

Zunächst widmet sich das NDR Vokalensemble einigen Chorwerken Schumanns, in denen die ganze Klangpalette eines Vokalensembles ausgelotet wird – von Frauenstimmen über den Männerchor bis zum gemischten Chor. Wie sagte Schumann so schön? »Zur Ausbildung des eigenen melodischen Sinnes bleibt immer das Beste, viel für Gesang, für selbstständigen Chor zu schreiben.« Das tat er! Und vertonte dabei Gedichte u.a. von Johann Wolfgang von Goethe, Friedrich Rückert und Eduard Mörike. »Romantischer« kann Kunst eigentlich kaum sein – gipfelnd in der berühmten Eichendorff-Vertonung »Mondnacht«, die Putniņš und das NDR Vokalensemble in einem Arrangement für Chor präsentieren.

Nach der Pause interpretiert Paavo Järvi mit dem NDR Elbphilharmonie Orchester dann ein überraschend selten zu hörendes Werk für volles Orchester: Piotr Tschaikowskys Dritte Sinfonie – die einzige in seinem Schaffen, die in einer Dur-Tonart steht und fünf statt vier Sätze hat. Der Vergleich mit Schumann liegt also insbesondere bei diesem Werk auf der Hand, denn auch die Dritte des »seit Beethoven bedeutendsten Sinfonikers der deutschen Schule« (Tschaikowsky) zeigt sich optimistisch und mit lockerer, fünfteiliger Satzfolge. Statt dem irreführenden Beinamen »Polnische« – wegen der Polonaise im Finale – müsste Tschaikowskys Sinfonie also eigentlich die »Schumann’sche« heißen!

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Konzert

Tengerton Ensemble & Erdenetsetseg Khenmedekh Trio

Melismen der mongolischen Steppe: Epen und Obertongesang / Arctic Voices

Tengerton, Ensemble
Uuganbaatar Tsend-Ochir, Ih Khuur, Tobshuur
Nasanjargal Ganbold, Moriin Khuur, Bishguur, Tovshuur, Khöömii, Khakhiraa
Yesun-Erdene Bat, Moriin Khuur, Khel Khuur, Khöömii
Dalaijargal Daansuren, Moriin Khuur, Tsuur, Khöömii
Erdenetsetseg Khenmedekh Trio
Erdenetsetseg Khenmedekh, Urtyn Duu (long song), Bogino Duu (short song)
Khulan Navaandemberel, Moriin Khuur, Yatga, Khöömii
Erkhes Otgonbayar, Limbe


Von übermenschlichen Stimmen und tierischen Instrumenten

Ein großer Teil der über zwei Millionen Mongol:innen führt noch heute ein nomadisches Leben, im Einklang und im Rhythmus der Natur und zusammen mit den »fünf Juwelen« der mongolischen Steppe: Pferd, Kamel, Yak, Schaf und Ziege. Ihre Gesangspraxis ist auch tief in der natürlichen Umwelt verwurzelt: Die menschliche Stimme ahmt Tiergeräusche nach und zeichnet die Landschaften in Melodien nach. Gleich zwei traditionelle Gesangsformen aus der Mongolei kann man im Konzert des Tengerton Ensembles und des Erdenetsetseg Khenmedekh Trios erleben: Epenlieder und den Obertongesang »Khöömii«, bei dem eine einzige Stimme zwei Töne gleichzeitig singt – einen tiefen und darüber einen sehr hohen, sphärischen.

Die »Morin Khuur«, die traditionelle zweisaitige Pferdekopfgeige, ist ein unverzichtbarer Bestandteil dieser einzigartigen Gesangsformen. Der Musiker Uuganbataar Tsend-Ochir von Tengerton widmete sich bereits vor 25 Jahren intensiv dem besonderen Klang dieses Instruments. Besonders fasziniert von den tiefen Tönen, entwickelte er die Bassgeige »Ikh Khuur«, die mittlerweile ein fester Bestandteil des mongolischen Streich-Ensembles ist. Klanglich zwischen Kontrabass und Cello angesiedelt, besitzt sie drei Saiten und den markanten trapezförmigen Korpus der Pferdekopfgeige mit einem langen, bundlosen Hals, an dessen Ende ein kunstvoll geschnitzter Pferdekopf prangt. Ein faszinierendes Erlebnis für Augen und Ohren!

Einführung mit Christian Koehn:
18:30 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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Konzert

Hellen Weiß / Zheng Wenxiao / Gabriel Schwabe

Hellen Weiß, Violine
Wenxiao Zheng, Viola
Gabriel Schwabe, Violoncello


Franz Schubert: Streichtrio B-Dur D 471
Maurice Ravel: Sonate für Violine und Violoncello
David Philip Hefti: Neues Werk für Violine und Violoncello (Uraufführung)
Ernst von Dohnányi: Serenade für Streichtrio C-Dur op. 10

Es ist und bleibt ein musikalisches Geheimnis: Schuberts Streichtrio D 471, ein faszinierendes Werkfragment, das, obwohl es unvollendet blieb, einen tiefen Einblick in die melodische Erfindungsgabe und harmonische Sensibilität des Komponisten gewährt. Vollständig ausgearbeitet ist lediglich der erste Satz. Das nur fragmentarisch überlieferte und selten zu hörende Andante sostenuto, obwohl nur 39 Takte umfassend, lässt erahnen, welche weiteren musikalischen Gedanken Franz Schubert für dieses Trio hegte. In der Mitte des Programms finden sich zwei Werke für Violine und Violoncello, zwischen deren Entstehung rund 100 Jahre liegen: Zum einen die farbenreiche Sonate von Maurice Ravel »A la mémoire de Claude Debussy«, zum anderen die Uraufführung eines neuen Werkes von David Philip Hefti, das eigens für Hellen Weiß und Gabriel Schwabe geschrieben wurde. Den Abschluss bildet Ernst von Dohnányis humorvoll-virtuose Serenade für Streichtrio, ein Hauptwerk dieser Gattung.

Künstlergespräch:
18:45 Uhr / Elbphilharmonie, Kleiner Saal

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Konzert

Samy Deluxe & Mikis Takeover! Ensemble

Samy Deluxe
Mikis Takeover! Ensemble
Gergana Petrova, Violine
Erin C. Kirby, Viola
Matthias Wehmer, Violoncello
Max Dommers, Kontrabass
Christian Leschowski, Oboe
Svenja Kips, Flöte
Felix Schönherr, Klavier, Cembalo


Zwei Männer, die sich in keine Schublade packen lassen, auf einer Bühne: Miki Kekenj, Geiger, Komponist und Sänger, bittet mit seinem kammermusikalischen Takeover! Ensemble den deutschen Rap-Pionier und Musikproduzenten Samy Deluxe auf die Bühne. Gemeinsam präsentieren die Ausnahmekünstler ein mitreißendes Programm und lassen die Grenzen zwischen Rap und Klassik einstürzen. Wo sonst Beats und Bass den Ton angeben, übernehmen Violoncello und Cembalo – so finden zwei scheinbare Gegenpole in größter Harmonie zusammen.

MIKIs Takeover! Ensemble übersetzt moderne Songs in eine klassische Tonsprache und schuf bereits feine, fantasievolle Arrangements für die Musik von Joy Denalane, Max Herre oder Stefanie Heinzmann. Es ist ein Fest, wie die Songs des Rappers Samy Deluxe aus seinen beiden Hochkultur-Alben in den klassischen Takeover-Arrangements klingen. Klassische Musiksprache vereint mit Hip-Hop ist ein Fest auf der Bühne, ein Hauptgewinn für beide Seiten.

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Kinderprogramm

Bläsertag

Ferienprogramm für Kinder von 6–12 Jahren

Von der flotten Trompete bis zur dicken Tuba: In diesem eintägigen Workshop lernen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer diverse Blasinstrumente kennen und können sie sogar selbst spielen! Tipps und Tricks verraten dabei die Blechbläser der Symphoniker Hamburg. Zum Abschluss basteln alle mit Schläuchen und Trichtern ihr eigenes Instrument, das natürlich mit nach Hause genommen werden darf.

Das Angebot richtet sich an Kinder von 6 bis 12 Jahren. Erwachsene können an diesem Workshop nicht teilnehmen.

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Podcast

Bach-Kanal mit Michael Maul und Bernhard Schrammek

Live-Podcast

Michael Maul, Gespräch
Bernhard Schrammek, Gespräch
Hansjörg Albrecht, Cembalo


Bach für die Insel & Happy Birthday CPE

Vor fünf Jahren starteten der Leipziger Bachfest-Intendant Michael Maul und der Musik-Journalist Bernhard Schrammek beim MDR die Podcast-Reihe »Die Bach-Kantate mit Maul & Schrammek«. Durch die 200 geistlichen Kantaten ihres Helden haben sich die beiden längst durchgeschwärmt. Inzwischen finden sie im »Bach-Kanal« weiterhin Woche für Woche gute Gründe, vor der Kunst ihres Helden verbal auf die Knie zu fallen.

Und weil Hamburg der Sehnsuchtsort von Johann Sebastian Bach und seinen Söhnen war, kommen die beiden amtlich zertifizierten Bach-Nerds an die Elbe, um zum einen Bachs zweitem Sohn, Carl Philipp Emanuel anlässlich dessen 312. Geburtstag zu gratulieren und um sich den berührendsten, aber auch witzigsten Bach-Momenten während ihrer fünfjährigen Reise durch das Meer der Bach-Kantaten zu widmen. Und dass Bach nicht nur Kantaten für die Kirche, sondern auch unfassbar tolle weltliche Kantaten geschrieben hat, sogenannte »Dramma per musica«, werden die beiden in Hamburg beleuchten. Bach wurde ja vorgeworfen, dass z.B. seine Passionen zu dramatisch und leidenschaftlich seien ...

Da Hamburg 2028 das 350. Jubiläum des einstigen Opernhauses am Gänsemarkt feiert, das im 17. Jahrhundert als europäisches Vorzeigeprojekt von den Bürgern der Stadt bezahlt wurde, liegt es nahe, sich auch dem »weltlichen« Bach zuzuwenden. Hätte Johann Sebastian, wenn er 1720 den Posten des Organisten an der Hamburger Hauptkirche St. Jacobi bekommen hätte, auch Kontakt zur Gänsemarktoper aufgenommen? Die Herren Reincken, Keiser, Mattheson, Händel und Telemann schrieben für dieses strahlende Opernhaus nicht nur hunderte von glanzvollen Barockopern, sondern sie schrieben damit echte Operngeschichte.

Hätte CPE Bach, wenn die Gänsemarktoper noch bespielt worden wäre, als er 1768 Hamburger Musikdirektor wurde, auch Opern für dieses Haus komponiert? Und was wäre gewesen, wäre Johann Sebastian Bach vom Protestantismus zum Katholizismus konvertiert und hätte – statt Johann Adolf Hasse – die Position als Hofkapellmeister am Dresdner Hof von August dem Starken bekommen? Das Dresdner Hofopernhaus mit seinen 2000 Plätzen zählte damals zu den größten europäischen Opernhäusern. Vielleicht hätte Bach möglicherweise Georg Friedrich Händel als Barockopernkomponist sogar noch übertroffen ...

Aber das sind natürlich alles Hypothesen, über die es nachzudenken lohnt. Und das Beste: Das Publikum darf bei der Live-Musik, die in dieser Veranstaltung musiziert wird, selbst mit abstimmen, welche Stücke denn nun wirklich die Bach-Arien für die einsame Insel sind, um dann andächtig zu lauschen, wenn diese von hochkarätigen Gästen rund um Bach-Spezialist Hansjörg Albrecht live zu Gehör gebracht werden. Maul und Schrammek selbst greifen natürlich ebenfalls zum Instrument!

Aber Achtung: Beide sind verdammt schlecht darin, ihre Begeisterung für die musikalischen Weltwunder ihres Meisters zu verstecken. Hohe Ansteckungsgefahr!

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Konzert

Gisbert zu Knyphausen & Kai Schumacher

Lass irre Hunde heulen Vol. 2

Gisbert zu Knyphausen, Gesang, Gitarre
Kai Schumacher, Klavier
Sebastian Deufel, Schlagzeug, Percussion
Michael Flury, Posaune, Glockenspiel
Felix Weigt, Kontrabass


Schubert-Lieder neu interpretiert

Franz Schubert war der große Singer-Songwriter des 19. Jahrhunderts. Er schrieb nicht für die vornehmen Konzertsäle, sondern für kleine, private Kreise. Viele Themen, die Schubert in seinen späten Liederzyklen anstimmt, sind ganz und gar von heute: Die Angst vor dem Unbehausten, die Sehnsucht nach Wärme und Menschlichkeit, der Widerstand gegen die starren Normen des Establishments. Wenn Gisbert zu Knyphausen Schuberts Lieder neben seine eigenen stellt, dann werden die Parallelen sofort hörbar: Da ist eine tiefe Melancholie, die beide Klangwelten verbindet, eine Schönheit, die unmittelbar aus dem Schmerz kommt. Da ist aber auch ein Hunger nach Leben, nach Freundschaft und Liebe, nach Rausch und Party.

Wenn Gisbert vom »Taumel der Nacht« singt, dann sind wir mitten in der Erlebniswelt der Romantik. Kai Schumacher ist Pianist, Komponist, Wild Child der Klassik. Gemeinsam mit Knyphausen entsteht so ein ganz besonderer Sound: Lieder aus Schuberts »Winterreise« und »Schwanengesang« treffen auf Songs des erfolgreichen Singer-Songwriters in neuen kammermusikalischen Arrangements.

Zunächst als reines Liveprojekt in Kooperation des Reeperbahn Festivals Hamburg und der Duisburger Philharmoniker gestartet, gerieten die unter anderem von ARTE übertragenen Premierenkonzerte zu einem regelrechten Rausch, sodass ein gemeinsames Album vorprogrammiert schien, ebenso wie eine Tour. Kai Schumacher am Flügel, Gisbert zu Knyphausen an Akustik – Gitarre und Mikrofon und Franz Schubert in den Herzen – am Ende dieses besonderen Abends weiß man gar nicht mehr so richtig, welches Stück da gerade nun eigentlich von wem war.

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Konzert

Levin Liam

Singer-Songwriter

Levin Liam ist eine der markantesten Stimmen der deutschen Musikszene. Der Hamburger Musiker, Produzent und Songwriter hat ein Klanguniversum geschaffen, das vertraut wirkt und doch in keine Schublade passt. Seine Musik bewegt sich jenseits fester Kategorien – zwischen Nostalgie und Gegenwart, Leichtigkeit und Tiefe. Mit den »Levin Liam Leaks«-EPs und seinem Debütalbum »Gesicht verlieren« hat er sich als eigenständige Stimme etabliert: verletzlich, ehrlich und mit der seltenen Gabe, das Flüchtige einzufangen.

Live zeigt sich Levin Liam unmittelbar und nahbar. Zwischen leisen, fast zerbrechlichen Momenten und treibenden Beats entsteht eine Spannung, die das Publikum von der ersten Sekunde an mitnimmt. Eine Atmosphäre, die sich wandelt, aber immer echt bleibt. Levin Liam folgt keinem Trend, keiner Formel, keinem Muster. Seine Musik entsteht aus Gefühl, Intuition und einem kompromisslosen Sinn für Authentizität und genau das macht sie so besonders.

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Konzert

Chris Thile, Mandoline

Meister der Mandoline

Als sein erstes Soloalbum erschien, war Chris Thile ganze 13 Jahre alt. Seitdem verteidigt er mühelos den Ruf, der coolste Mandolinenspieler unter der Sonne zu sein. Ob Bluegrass, Jazz oder Klassik: Thile kann alles, und er spielt mit einer so entwaffnenden Leichtigkeit und Virtuosität, dass selbst Musikliebhabern, die schon einiges an Exzellenz erlebt haben, regelmäßig der Mund offen stehen bleibt. Drei Mal war er bereits in der Elbphilharmonie – 2017 und 2022 solo, 2018 mit den Punch Brothers – und jedes Mal wurde er vom Publikum euphorisch gefeiert.

Schon als Kind entzückte Thile vor allem in den USA in der Bluegrass-Band Nickel Creek, in der er mit zwei befreundeten Geschwistern und seinem Vater zusammenspielte. Als Leiter des Virtuosen-Quintetts Punch Brothers ist Chris Thile mittlerweile weltweit erfolgreich. Würde er nur Mandoline spielen, wäre er schon Sensation genug. Thile singt aber auch und schreibt großartige Songs. Auf der Bühne entfaltet er mit seiner Virtuosität, seinem Charme und seiner Menschenfreundlichkeit eine Präsenz, die jedes Konzert in einen ausgedehnten Moment des Glücks verwandelt.

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Jazz

Elbphilharmonie Jazz Academy Reloaded

Donny McCaslin, saxophone
Allison Miller, drums
Jen Shyu, vocals
Django Bates, piano
Akademist:innen der Elbphilharmonie Jazz Academy
Ava Alami, vocals
Carlotta Armbruster, trombone
Flora de Geus, vocals
Ton Felices Giralt, bass
Kateřina Hošková, guitar
Jens Emil Jensen, drums
Lukas Langguth, piano
Manuel Luque Regodón, bass
Daniel Migliosi, trumpet
Kabelo Mokhatla, drums
Morten Østerlund Larsen, bass
Orélio Paladini, drums
Lucas Passos Brum, guitar
Coleman Rose, saxophone
Tim Scherer, piano
David van der Grinten, piano


Bereits zum dritten Mal fand im August 2025 die Elbphilharmonie Jazz Academy statt. Ausgewählt von einer fachkundigen Jury erhielten erneut junge Jazz-Talente auf dem Weg zur Profi-Karriere eine Woche lang Coachings unter der Federführung von Donny McCaslin und weiteren namhaften Musiker:innen und Dozent:innen. Ihren krönenden Abschluss fand die Academy bei einem gemeinsamen Konzert, das nun in den Großen Saal der Elbphilharmonie zurückkehrt: In drei Ensembles präsentieren die Akademist:innen zusammen mit ihren Mentor:innen die Ergebnisse der Workshops und Coachings und feiern das musikalische Miteinander im Jazz genauso lebendig, wie schon im vergangenen Sommer.

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Konzert

Bernard Foccroulle, Orgel

Johann Sebastian Bach: Präludium Es-Dur BWV 552/1 / aus: Clavier-Übung, Teil III
Nicolas de Grigny: Premier Kyrie en taille à 5 / aus: Premier livre d’orgue
Anonymus: Codex Faenza (Auswahl)
Philippe Boesmans: Fanfare II
Johann Sebastian Bach:
Dies sind die heilgen zehn Gebot BWV 678 / aus: Clavier-Übung, Teil III
Christ, unser Herr, zum Jordan kam BWV 684 / aus: Clavier-Übung, Teil III
Wir glauben all an einen Gott BWV 680 / aus: Clavier-Übung, Teil III
Johann Sebastian Bach: Allein Gott in der Höh sei Ehr BWV 676 / aus: Clavier-Übung, Teil III
Pascal Dusapin: Memory / Hommage crypté et monomodal à Ray Manzarek
Johann Sebastian Bach: Fuge Es-Dur BWV 552/2 / aus: Clavier-Übung, Teil III

Bach und mehr

Er ist einer der Grandseigneurs der Orgelwelt: Bernard Foccroulle. Als langjähriger Intendant des Brüsseler Opernhaus La Monnaie war er bis 2007 auch in der Opernwelt tätig, doch seine ursprüngliche Profession war und ist die eines Organisten. Als solcher hat er sich als Experte für Alte wie Neue Musik einen herausragenden Ruf erworben.

Bei seinem Konzert in der Elbphilharmonie wird sich Foccroulle vorrangig den Werken Johann Sebastian Bachs widmen. Im Zentrum stehen Choralvorspiele aus dem dritten Teil der Clavier-Übung. Die musikalischen Glaubensbekenntnisse des Thomaskantors sind ebenso kunstvoll komponiert wie theologisch fundiert. Sie sind Zeugnisse eines tiefgläubigen Komponisten.

Angereichert wird das kontrastreiche Programm durch früheste Mehrstimmigkeit aus dem Codex Faenza und ein Kyrie des Bach-Zeitgenossen Nicolas de Grigny. Werke von Philippe Boesmans und Pascal Dusapin sorgen für moderne Akzente und Bachs majestätisches Es-Dur Präludium samt der dazugehörigen Fuge für einen passenden Rahmen – fast wie in der ursprünglichen »Orgelmesse«, wie der dritte Teil der Clavier-Übung auch genannt wird. Bernard Foccroulle zeigt sich damit nicht nur als stilistisch äußerst vielseitiger Interpret, sondern auch als innovativer Gestalter mit Mut für außergewöhnliche Programme. Man darf gespannt sein!

Einführung mit Thomas Cornelius:
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

Julian Le Play

»Le Play unplugged«

Singer-Songwriter

Als der mit fünf Amadeus-Awards ausgezeichnete Musiker Julian le Play im Frühjahr 2025 musikalisch neue Wege einschlug und zu seiner großen Unplugged Tour aufbrach, konnte niemand den gewaltigen Zuspruch vorausahnen, den diese Konzerte erfahren würden. Le Plays beste Songs der letzten fünf Alben in neuen, reduzierten Arrangements, eingebettet in seine einzigartigen Geschichten und Anekdoten haben sein Publikum gerührt und mitgerissen – so sehr, dass es nun im März 2026 eine Fortsetzung gibt.

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Konzert

Cembalomania: Justin Taylor

»Bach & Italien« – FAST LANE

Justin Taylor, Cembalo

Johann Sebastian Bach:
Chromatische Fantasie d-Moll BWV 903
Concerto d-Moll BWV 974
Domenico Scarlatti:
Sonate h-Moll K 27
Sonate A-Dur K 208
Johann Sebastian Bach:
Konzert D-Dur nach Antonio Vivaldi BWV 972
Toccata e-Moll BWV 914
Antonio Valente:
Lo ballo dell’ Intorcia
Gallarda Napolitana
Johann Sebastian Bach: Italienisches Konzert F-Dur BWV 971 / aus: Clavier-Übung, Teil II
sowie weitere Werke

Bach in Italien

Überall wo er auftritt, wird er mit Preisen, stürmischem Applaus oder emphatischer Kritik überhäuft: der franko-amerikanische Cembalist Justin Taylor hat sich mit seinem expressiven Spiel und wohldurchdachten Programmen an die Weltspitze katapultiert. Auf seinem neusten Album widmet er sich der Verbindung von Johann Sebastian Bach zur italienischen Musik.

Der Thüringer Komponist hat zwar nie einen Fuß in dieses Sehnsuchtsland am Mittelmeer gesetzt. Jedoch begeisterte sich Bach für jedes neue Stück, das den Weg über die Alpen zu ihm fand. So entstanden grandiose Bearbeitungen von Konzerten von Antonio Vivaldi oder Alessandro Marcello, die sich unter Bachs Hand zu neuen, eigenständigen Werken entwickelten. Bachs Transkription von Marcellos Oboenkonzert ist heute viel berühmter als das Original.

Nach italienischem Vorbild komponierte Bach aber auch selbst Musik, zum Beispiel das virtuose »Italienische Konzert« – das ein Solostück ist, auch wenn der Titel an ein Begleitorchester denken lässt. Taylor kombiniert es mit Werken von den Italienern Domenico Scarlatti, der im gleichen Jahr wie Bach geboren wurde, und Antonio Valente, einem Pionier der Cembalomusik. So werden Ähnlichkeiten und Inspiration hörbar.

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Jazz

Meshell Ndegeocello

Jazz Bass

Meshell Ndegeocello, bass guitar, keyboard, vocals
Chris Bruce, guitar
Jake Sherman, keys
Abe Rounds, drums, vocals


Musikalischer Kampf für die Freiheit

Politische Kunst wird in Zeiten zunehmender Ausgrenzungen und einfacher Wahrheiten immer wichtiger – nicht nur in den USA. Auf ihrem aktuellen Album begibt sich die Bassistin und Sängerin Meshell Ndegeocello in einen sich stetig verändernden Dialog mit dem Leben und der Arbeit des afroamerikanischen Schriftstellers und queeren Bürgerrechtsaktivisten James Baldwin. Dessen Kampf für Freiheit ist auch ihr Kampf.

1968 kam die Tochter eines amerikanischen Soldaten und Saxofonisten als Michelle Johnson in Berlin zur Welt, kurz darauf zog die Familie an die Ostküste der USA. Mit 17 Jahren nahm sie ihren Künstlerinnennamen an; »NdegéOcello« bedeutet im ostafrikanischen Swahili »frei wie ein Vogel«. Freiheiten nahm sie sich vor allem künstlerisch, auf ihren Alben bewegt sich ihre Musik in einem unberechenbaren Spannungsfeld zwischen Funk, Soul, Hip Hop und Jazz. Ihre teils provokanten und gesellschaftskritischen Texte drehen sich um Sex und Politik, um Rassismus und ein starkes schwarzes Selbstbewusstsein.

Meshell Ndegeocello hat mit den Rolling Stones, mit Madonna und Herbie Hancock gearbeitet und gilt als Wegbereiterin der Neo-Soul-Bewegung um Musiker wie D’Angelo und Erykah Badou. Für »No More Water – The Gospel of James Baldwin« hat sie dieses Jahr den Grammy für das beste Alternative Jazz-Album gewonnen und dafür viele seiner Originaltexte verwendet. Baldwin war eine wichtige Stimme für Gleichberechtigung und sexuelle Freiheit und gegen rassistische Polizeigewalt. Eine Bewegung wie Black Lives Matter steht in den USA heute wieder unter politischem Druck. Für Baldwin war Musik die wichtigste Form der Kommunikation, er war Fan der Blues-Sängerin Bessie Smith, seine Texte waren selbst wie Musik mit Melodie und Rhythmus.

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Konzert

Liszt: Die Legende von der heiligen Elisabeth

Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Chor Hamburg
Staatskapelle Halle
Susanne Bernhard, Sopran
Anke Vondung, Alt
Klaus Häger, Bariton
Albert Dohmen, Bass
Leitung: Hansjörg Albrecht


Franz Liszt: Die Legende von der heiligen Elisabeth / Oratorium in zwei Teilen S 2

Die Veranstaltung findet mit einer Pause statt

Mutig und radikal

Wieviel Stärke braucht es, gesellschaftliche Erwartungen zu brechen und unkonventionelle Wege zu beschreiten? Wie kann man unbeirrt gegen vorgezeichnete gesellschaftliche Regeln verstoßen und dazu gegen die eigenen Bedürfnisse nach Sicherheit und Zugehörigkeit leben? Mit der Hauptfigur Elisabeth tritt im romantischen Schlüsselwerk Franz Liszts »Die Legende der heiligen Elisabeth« eine Frau ins Zentrum, die – als Vierjährige bereits verlobt und fernab der ungarischen Heimat aufwachsend – selbstbewusst und zielstrebig ihren eigenen Weg geht, die gegen die Widerstände der Ständegesellschaft dem Reichtum entsagt und so die bestehenden Verhältnisse auf den Kopf und in Frage stellt. Radikale Nächstenliebe und kompromisslose Hingabe leiten die adlige Elisabeth von Thüringen. Ist das schon religiöser Fanatismus oder einfach Mut?

Das Konzert findet im Rahmen der aktuellen Saisonreihe der Carl-Philipp-Emanuel-Bach-Akademie Hamburg mit dem Titel »Glaubensfragen – Woran glauben wir (noch)?« statt.

Einführung:
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen / Daniel Lozakovich / Tarmo Peltokosk

Die Deutsche Kammerphilharmonie Bremen
Daniel Lozakovich, Violine
Dirigent: Tarmo Peltokoski


Zoltán Kodály: Tänze aus Galanta
Robert Schumann: Konzert für Violine und Orchester d-Moll WoO 1
Felix Mendelssohn Bartholdy: Sinfonie Nr. 3 a-Moll op. 56 »Schottische«

Tarmo Peltokoski, die finnische »Jahrhunderbegabung« (Tagesspiegel) am Taktstock, ist der Deutschen Kammerphilharmonie Bremen seit seinem phänomenal erfolgreichen Debüt im Juni 2021 in enger Zusammenarbeit verbunden. Auch in dieser Saison darf das Hamburger Publikum wieder erleben, wie sich die Musiker:innen der Kammerphilharmonie von Peltokoskis energetischer Präsenz zu knisternden Höchstleistungen anstacheln lassen. Solist des Abends ist mit dem schwedischen Geiger Daniel Lozakovich ein weiteres junges Ausnahmetalent.

Das Programm eröffnet mit einem Hit der Musikgeschichte: Zoltán Kodálys »Tänze aus Galanta«. Diese mitreißende Musik versammelt in fünf Sätzen volkstümliche Melodien aus Kodálys Heimat Ungarn, die der Komponist gekonnt in das Klanggewand eines großbesetzten Orchesters kleidet.

Robert Schumanns Violinkonzert gehört zu den wenigen Werken des Komponisten, die erst seit einigen Jahren die verdiente Aufmerksamkeit erfahren. Es ist eines seiner späteren Werke und mag so gar nicht das Klischee virtuoser Schauläufe bedienen, die sich in vielen Instrumentalkonzerten finden. Abschließend verarbeitet Mendelssohns Dritte Sinfonie die Eindrücke einer Schottlandreise des Komponisten – da schlägt einem schonmal die Gischt ins Gesicht und die Musik hält alle bis zum jubelnden Schluss in Atem.

Einführung mit Oliver Wille:
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Konzert

City of Birmingham Symphony Orchestra / Bruce Liu / Kazuki Yamada

City of Birmingham Symphony Orchestra
Bruce Liu, Klavier
Dirigent: Kazuki Yamada


William Walton: Orb and Sceptre
Piotr I. Tschaikowsky: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 b-Moll op. 23
William Walton: Sinfonie Nr. 1 b-Moll

Farbenreiche Bildwelten

Der Künstlername angelehnt an eine Martial-Arts-Ikone, Kartfahren als Hobby: Bruce Liu steckt voller Überraschungen. Genauso wie sein unerhört farbenreiches Klavierspiel, mit dem er sich in die erste Liga der Klassikwelt katapultiert hat. Geboren wurde Bruce Liu in Paris, aufgewachsen ist er in Kanada, doch geprägt haben ihn nicht zuletzt seine asiatischen Wurzeln. »Ich merke, dass mir die Geschichte Chinas – Konfuzianismus, Taoismus – im Blut liegt. Aber durch meine Profession bin ich auch der europäischen Kultur eng verbunden.« Sein Anschlag hat definitiv eine französische Ader, ist elegant und ungemein leicht, während unter der Oberfläche eindringliche Spannung brodelt. Hervorragende Voraussetzungen für Tschaikowskys Erstes Klavierkonzert, das von sensibler Zärtlichkeit bis hin zu kaum beherrschbarem Energieausbruch sämtliche Gefühlslagen bedient.

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Konzert

NDR Jugendsinfonieorchester / Stefan Geiger

NDR Jugendsinfonieorchester
Dirigent: Stefan Geiger


Edward Elgar: Enigma-Variationen op. 36
Modest Mussorgsky / Maurice Ravel: Bilder einer Ausstellung

Edwar Elgar setze sich nach einem anstrengenden Unterrichtstag ans Klavier und spielte eine zufällige Melodie, die die Aufmerksamkeit seiner Frau erregte. Schnurstracks begann er Variationen über diese zauberhafte Melodie zu improvisieren, inspiriert durch die unterschiedlichen Charaktere seiner Freunde und Aktivitäten in seinem Umfeld: ein »ruppiges Gemüt«, eine »stotternde Freundin«, erste Versuche im Klavierspiel, ein die Böschung herabstürzender Hund, oder – nicht zu vergessen – die weltberühmte »Nimrod«-Variation, mit der Elgar seinen besten Freund ehrt. Die Auflösung des Rätsels, das Enigma der Variationen, das sich laut Elgar innerhalb der Komposition verbirgt, ist bis heute ungelöst.

Im Alter von 39 Jahren verstarb überraschend der Architekt und Künstler Viktor Hartmann, ein guter Freund Mussorgskys. Ihm zu Ehren fand eine Ausstellung seiner Zeichnungen, Kostüme, architektonischen Entwürfen, Skizzen und Aquarellen statt. Sechs Wochen nach dem Besuch dieser Hommage schloss Mussorgsky seinen eigenen musikalischen Rundgang durch die Ausstellung ab. »Bilder einer Ausstellung« beginnt mit einer sich stetig bewegenden Promenade, in der Mussorgsky sich selbst darstellt, wie er durch die Ausstellung streift, mal gemächlich, mal zügig, um sich einem Bild zu nähern, das seine Aufmerksamkeit erregt hat, und zuweilen traurig, in Gedanken an seinen verstorbenen Freund.

Die lebendige Bildhaftigkeit der originalen Klavierpartitur – der hinkende Gnom, die spielenden Kinder, der Ochsenkarren, die auf dem Marktplatz streitenden französischen Frauen und vieles mehr – führte zur Erstellung einer Orchesterpartitur durch Maurice Ravel. Urauffgeführt wurde dieses erstaunliche musikalische Spektakel am 19. Oktober 1922 an der Pariser Oper.

Einführung:
19:15 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Jazz

Brad Mehldau / Hamburger Camerata / Clark Rundell

Hamburger Camerata
Brad Mehldau, Klavier
Dirigent: Clark Rundell


Brad Mehldau:
Variations on a Melancholy Theme
Concerto für Klavier und Orchester

Brahms und der Blues

»Ich stellte es mir so vor: Brahms wachte eines Morgens auf und hatte den Blues.« Treffender und humorvoller als Brad Mehldau selbst kann man es wohl kaum auf den Punkt bringen: 2013 nahm der Pianist das sinfonische Jazz-Album »Variations on a Melancholy Theme« auf. Nun findet das Werk zusammen mit der Hamburger Camerata seinen Weg auch in die Elbphilharmonie.

Brad Mehldau hatte die relativ kurzen Variationen eines melancholischen Themas ursprünglich für den amerikanisch-russischen Pianisten Kirill Gerstein komponiert, das Material dann aber zusammen mit dem New Yorker Orpheus Chamber Orchestra aufgenommen. Die fein ineinanderfließenden Klavier- und Orchesterparts passen wunderbar harmonisch zusammen, die Lockerheit des Jazz trifft auf die formale Strenge der Klassik. Ein sinfonischer Jazz, der an George Gershwin, Igor Strawinsky oder auch emotional packende Filmmusik erinnert. Mehldau hat zwar das vielbeschriebene Gefühl der Melancholie als Ausgangspunkt der Variationen gesetzt, dabei aber nicht durchgängig schwermütig komponiert, sondern auch heitere, fast ungestüme Momente einfließen lassen.

Das Dirigat des freien und stilistisch flexiblen Kammerorchesters der Hamburger Camerata übernimmt der Engländer Clark Rundell, ein ausgewiesener Spezialist für gewagte, genreübergreifende Kooperationen.

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Konzert

Trio BelleSon Shanghai

Trio BelleSon Shanghai
Yanbo Zhao, Violine
Mingzhe Wu, Violoncello
Xiaoqian Li, Klavier


Junhao Liu: Meditation
Claude Debussy: Klaviertrio G-Dur
He Zhanhao / Chen Gang: Das Liebespaar der Schmetterlinge / Auszug für Klaviertrio
Antonín Dvořák: Klaviertrio e-Moll op. 90 »Dumky-Trio«

Das Trio BelleSon Shanghai vereint drei herausragende Musiker:innen des Shanghai Philharmonic Orchestra. Mit ihrer internationalen Erfahrung und ihrem feinsinnigen Zusammenspiel formen sie ein Ensemble von außergewöhnlicher künstlerischer Qualität, das durch Klangschönheit, Eleganz und Leidenschaft besticht. Der Abend spannt einen Bogen vom französischen Impressionismus bis zur böhmischen Spätromantik, eingerahmt von prägnanten Miniaturen aus der chinesischen Musikszene.

Den Auftakt bildet Meditation für Klaviertrio des jungen chinesischen Komponisten Liu Junhao – ein eigens für das Ensemble geschriebenes Werk, eine konzentrierte Klangskizze voll lyrischer Ruhe und klarer Linien. Im Zentrum des ersten Teils steht Claude Debussys einziges Klaviertrio in G-Dur, ein selten gespieltes Frühwerk, in dem bereits jene schillernden Farben und feinen Nuancen aufscheinen, die seinen späteren Stil so charakteristisch machen. Nach der Pause eröffnet ein rund sechsminütiger Auszug aus dem berühmten chinesischen Meisterwerk »Das Liebespaar der Schmetterlinge« in einer Fassung für Klaviertrio – ein kurzer, aber eindrucksvoller Blick in die Welt chinesischer Volksmelodik und Legendenpoesie.

Den Hauptakzent des zweiten Teils bildet Antonín Dvořáks Viertes Klaviertrio »Dumky«, dessen Wechsel zwischen nachdenklicher Melancholie und leidenschaftlich-tänzerischem Überschwang die ganze Ausdrucksbreite des Ensembles entfaltet. Im atmosphärischen Rahmen des Kleinen Saals der Elbphilharmonie begegnen sich so östliche Klangminiaturen und große europäische Kammermusikwerke nicht als Gegensätze, sondern als unterschiedliche Erzählweisen derselben Sprache – der Musik.

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Jazz

Brad Mehldau solo

Reflektor Brad Mehldau

Brad Mehldau, piano

Brad Mehldau:
Fourteen Reveries
Brad Mehldau Improvisations

Lustvolles Gegeneinander

Brad Mehldau ist eine der spannendsten Stimmen des zeitgenössischen Jazzklaviers. Bei ihm trifft Improvisation auf Struktur, Freiheit auf Strenge, Jazz auf Klassik und Pop, eigene Songs auf neue, oft gewagte Interpretationen von Musik anderer. Bei seinem Solokonzert in der Elbphilharmonie wird Mehldau unter anderem seine »14 Reveries« spielen. Die kleinen musikalischen Träumereien nennt der Pianist selbst »Destiallationen von Emotionen«.

Die Kompositionen des 1970 in Jacksonville/Florida geborenen Musikers scheinen oft zunächst einem klar umrissenen, narrativen Bogen zu folgen, steuern dann aber doch, beinahe als Ideal, auf ein offenes Ende zu. Der Improvisateur und der Formalist spielen sich bei Brad Mehldau lustvoll gegeneinander aus. Vor allem solo und im Trio hat der Amerikaner mit der Verschmelzung musikalischer Idiome brillante Neuinterpretationen von Songs der Beatles, Cole Porter und George Gershwin, Radiohead und Nick Drake geschaffen. Gleichzeitig erweitert Mehldau beständig sein Repertoire an eigenen Kompositionen.

Die Liste namhafter Musiker, mit denen Mehldau bereits gearbeitet hat, auch außerhalb der Jazz-Welt, ist lang: Alben mit Pat Metheny und Charlie Haden, Engagements als Sideman für Wayne Shorter und John Scofield; dazu kommen Mehldau-Songs in Filmen wie »Eyes Wide Shut« von Stanley Kubrick und »The Million Dollar Hotel« von Wim Wenders. Und sogar auf einem Album von Outlaw-Country-Star Willie Nelson hat Brad Mehldau gespielt.

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Konzert

Kai Schumacher & Benedict Kloeckner

»Fratres« / Ersatz für das Konzert vom 26.10.2025

Kai Schumacher, Klavier
Benedict Kloeckner, Violoncello


Werke von Arvo Pärt, Philip Glass, Olivier Messiaen u.a.

»Ich könnte meine Musik mit weißem Licht vergleichen, in dem alle Farben enthalten sind. Nur ein Prisma kann diese Farben voneinander trennen und sichtbar machen; dieses Prisma könnte der Geist des Zuhörers sein.« – Arvo Pärt

Pianist Kai Schumacher und Cellist Benedict Kloeckner begeben sich in ihrem neuen Projekt »Fratres« auf die Suche nach Arvo Pärts Brüdern (und Schwestern) im Geiste. Ausgehend von Pärts namensgebender Komposition bewegen sich die beiden Musiker auf verschiedenen Wegen durch den musikalischen Kosmos des estnischen Komponisten und lassen »Fratres« durch ein kaleidoskopisches Wechselspiel aus Originalwerken, eigenen Bearbeitungen und Auftragskompositionen immer wieder in neuen Facetten erscheinen.

Bitte beachten Sie: Dieses Konzert ersetzt den abgesagten Temrin vom 26. Oktober 2025. Bereits gekaufte Tickets behalten ihre Gültigkeit.

Arvo Pärt, ein Magier des Klangs, geriet schon früh ins Visier sowjetischer Kulturfunktionäre – sei es durch einen zunächst noch seriellen und damit »westlich dekadenten« Kompositionsstil oder den oft religiösen Gehalt seiner Werke. Nach einer Schaffenskrise kehrte er Ende der 1970er Jahre mit einer völlig neuen musikalischen Form zurück auf die Bildfläche: Sein sogenannter Tintinnabuli-Stil brach mit dem musikalischen Zeitgeist und strebte nach Reduktion und Fokussierung auf das Wesentliche – dem wahren Kern der Musik. »Fratres« entstand 1977 als eines der ersten Stücke in diesem neuen Stil und galt schnell als ikonisches Werk zeitgenössischer Komposition.

Klänge von betörender Schönheit, repetitive Strukturen und kontemplativer Weite spiegeln sich auch in den weiteren Stücken des Programms: Ob in den subtilen Veränderungen von Philip Glass’ »Metamorphosis Two«, den elektronisch anmutenden Sphären in Christopher Cerrones »The Pleasure at Being the Cause« oder den elegischen Klangwelten von Gavin Bryars und Valentin Silvestrov. Das beinahe Transzendente im Spätwerk von Franz Liszt, die tief empfundene Religiosität in Olivier Messiaens »Louange à l’Éternité de Jésus« oder Georg Gurdjieffs ritualisierte Gesänge und Tänze wiederum beleuchten »Fratres« aus einer anderen Perspektive. Sie eröffnen eine weitere Dimension in Pärts Musik – einer Musik voller spiritueller Kraft zwischen Mystik und Minimalismus.

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Jazz

Brad Mehldau & Bigband

Reflektor Brad Mehldau

Brad Mehldau, piano
hr-Bigband
Leitung: Darcy James Argue


Werke von Brad Mehldau arrangiert für Jazz Orchestra von Darcy James Argue

Mehldau im Bigband-Gewand

Als »einer der einflussreichsten Pianisten der letzten Jahrzehnte« (ARTE) begeistert der US-Amerikaner Brad Mehldau Fans auch weit über den Jazz-Kosmos hinaus. Das liegt nicht nur an Mehldaus außerordentlichen Fähigkeiten beim Improvisieren, sondern auch an seinen Kompositionen, in der seine tiefe Liebe zur Architektur der Musik ebenso zu spüren ist wie seine Begeisterung für gute Popmusik. Im Rahmen von Mehldaus »Reflektor«-Festival sind nun einige seiner Kompositionen in neuen Bigband-Arrangements zu hören, Mehldau spielt sie zusammen mit der hr-Bigband unter Darcy James Argue.

Der vielfach preisgekrönte kanadische Musiker Darcy James Argue, »einer der besten Bigband-Komponisten unserer Zeit« (Stereophile), sorgte in den letzten Jahren vor allem mit seinem 18-köpfigen Ensemble Secret Society für viel Aufsehen. »Er bringt die Bigband-Musik in ganz neue Bereiche«, sagt Mehldau. »Das, was er als Komponist und subtiler Arrangeur macht, spricht mich auf vielfältige Weise an.« Auch zwischen der hr-Bigband und Darcy James Argue entwickelte sich über die Jahre eine künstlerische Freundschaft: Argue war mehrfach als Dirigent dort zu Gast und ist zurzeit als »Composer in residence« für das renommierte Frankfurter Ensemble tätig. Zusammen bilden sie nun das ideale Gespann, um Mehldaus Kompositionen im Bigband-Sound erstrahlen zu lassen.

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Konzert

Siegfried Wagner – Musik- und Familienbande

Nadja Kristi, Sopran
Roman Trekel, Bariton
Claudia Stein, Flöte
Brendan Connellan, Horn
Leitung & Klavier: David Robert Coleman


Werke von Siegfried Wagner, Engelbert Humperdinck, Franz Liszt und David Robert Coleman
Richard Wagner: Siegfrieds Hornruf / aus der Oper »Siegfried« WWV 86C
Engelbert Humperdinck:
Die Lerche EHWV 94
Flattern / aus: Junge Lieder EHWV 107
Lenzknospen / aus: Junge Lieder EHWV 107
Verratene Liebe EHWV 126
Siegfried Wagner: Konzertstück für Flöte und Orchester / Bearbeitung für Flöte und Klavier
sowie ausgwählte Arien
David Robert Coleman: Prelude for SW
Franz Liszt:
Die Loreley S 273/1
O lieb, so lang du lieben kannst S 298
Siegfried Wagner:
Von Reinharts junger Liebe / aus der Oper »Herzog Wildfang«
Es sanken Helios’ Rosse / aus der Oper »Die heilige Linde«
Jüngling! Ahnungsloser! / aus der Oper »Sternengebot«

Siegfried Wagner, der Bayreuther Komponist »aus andersfarbiger Kiste« und Sohn Richard Wagners, schrieb 16 Opern in der Zeit des späten Kaiserreichs bis in die Weimarer Republik hinein. Dabei handelt es sich keineswegs um heiter-harmlose Märchenopern, sondern um abgründige und tiefsinnige Musikdramen.

Drei seiner Opern – »Der Kobold«, »Sternengebot« und »Bruder Lustig« – wurden in Hamburg uraufgeführt, ebenso sein »Konzertstück für Flöte und kleines Orchester«, das hier in der Fassung für Flöte und Klavier erklingt. Liedkompositionen seines Großvaters Franz Liszt und seines Lehrers Engelbert Humperdinck runden dieses Konzert mit der seltenen Musik von Siegfried Wagner ab, der immer noch im übergroßen Schatten seines Vaters steht.

Nadja Kristi, Kammersänger Roman Trekel und der britische Komponist, Dirigent und Pianist David Robert Coleman gestalten den spannenden Abend, außerdem musizieren Claudia Stein und Brendan Connellan, Solisten der Berliner Staatskapelle; Achim Bahr erläutert das Programm. 

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Jazz

Brad Mehldau / Christian McBride

Reflektor Brad Mehldau

Christian McBride, bassb>

Melodisch, reich und rhythmisch

Dieses seit gut drei Jahrzehnten blind aufeinander eingespielte Duo bildet das große Finale des von Brad Mehldau kurierten »Reflektor«-Festivals in der Elbphilharmonie. Der Pianist Mehldau verkörpert die Essenz von Jazz-Erkundung, klassischer Romantik und Pop-Ästhetik und trifft auf den Bassisten Christian McBride, Bigband-Gründer und großer Swing Master.

Bereits 1994 haben die beiden in einer »Supergroup« des Jazz mit Joshua Redman am Saxofon und Drummer Brian Blade das legendäre Album »MoodSwing« aufgenommen. Im Herbst 2022 gastierte das Quartett mit der Reunion »Round Again« in der Elbphilharmonie.

Auch im Trio mit dem Schlagzeuger Marcus Gilmore haben Mehldau und McBride schon zusammengespielt. Nun kehren der Pianist und der Bassist im kompakten Duo-Format in die Elbphilharmonie zurück. Die elegisch-romantische Verdichtung Brad Mehldaus trifft auf den eher vom Blues und vom Big Band-Sound kommenden Ansatz McBride’s – dessen Sprechstimme übrigens so tief tönt wie sein Instrument. Mehldau und McBride bauen auf eine über die Jahre gestählte Verbindung aus melodischem Reichtum und rhythmischer Präzision, die perlenden Swing und virtuose Improvisationen durch die Jazz-Geschichte verspricht.

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Konzert

Swedish Radio Symphony Orchestra / Yuja Wang / Esa-Pekka Salonen

Swedish Radio Symphony Orchestra
Yuja Wang, Klavier
Dirigent: Esa-Pekka Salonen


Jean Sibelius: Sinfonie Nr. 7 C-Dur op. 105
Einojuhani Rautavaara: Konzert für Klavier und Orchester op. 45
Maurice Ravel: Klavierkonzert für die linke Hand D-Dur
Claude Debussy: La mer / Drei sinfonische Skizzen

Musikalischer Hochleistungssport

Eine einzige Hand muss die gesamte Klaviatur erobern. Maurice Ravels Konzert für die linke Hand wurde ursprünglich für den einarmigen Pianisten Paul Wittgenstein komponiert. Yuja Wang, die extravagante Hochkaräterin, nimmt sich dieser Herausforderung der extremen Geschicklichkeit an und spielt anschließend noch ein zweites Klavierkonzert. In Einojuhani Rautavaaras 1969 komponiertem Werk treffen kantable Melodien und Arpeggien auf eine moderne Klangsprache – ein klanggewaltiges Feuerwerk zwischen Tradition und Aufbruch.

Eingerahmt werden diese Klavierdarbietungen von musikalischen Naturgewalten. Jean Sibelius’ Siebte Sinfonie verzaubert mit den rauen Weiten Skandinaviens, während Claude Debussys »La Mer« die unaufhörlichen Wogen des Meeres in den Konzertsaal holen. Wer wäre dazu besser geeignet als das Swedish Radio Symphony Orchestra, eines der führenden Klangkörper Skandinaviens, unter der Leitung von Stardirigent Esa-Pekka Salonen?

Einführung mit Selina Demtröder:
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Foyer Nähe Haupt-Bar (nur Stehplätze)

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Kammerkonzert

NDR Kammerkonzert

Yeojin Han, Flöte
Benjamin Völkel, Oboe
Stephan Mayrhuber, Klarinette
Nicola Contini, Fagott
Edouard Cambreling, Horn
Ulrike Payer, Klavier


Jacques Ibert: Trois pièces brèves für Bläserquintett
Claude Paul Taffanel: Quintett für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn g-Moll
Jean Françaix: Quintett Nr. 1 für Flöte, Oboe, Klarinette, Fagott und Horn
Francis Poulenc: Sextett für Bläserquintett und Klavier FP 100

Es hat gute Tradition im NDR, dass sich die Bläser:innen des NDR Elbphilharmonie Orchesters der reichhaltigen Literatur der Bläserkammermusik annehmen. In diesem Feld spielt das französische Repertoire aus Romantik, Impressionismus und Moderne schon immer eine herausgehobene Rolle. Das neue Programm schlägt eine Brücke von der Epoche des 1844 geborenen Paul Taffanel, dessen Bläserquintett zu den bekanntesten und wirkmächtigsten französischen Kammerwerken des 19. Jahrhunderts gehört, zu den ironischen und verspielten Experimenten des Neoklassizismus: zu jener »neuen Einfachheit«, wie sie die Musik Iberts, Francaix´ und Poulencs seit den zwanziger Jahren des 20. Jahrhunderts kennzeichnete.

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Konzert

Filarmonica della Scala / Alexandre Kantorow / Riccardo Chailly

Filarmonica della Scala
Alexandre Kantorow, Klavier
Dirigent: Riccardo Chailly


Sergej Prokofjew: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 3 C-Dur op. 26
Piotr I. Tschaikowsky: Sinfonie Nr. 4 f-Moll op. 36

Russische Repertoirejuwelen

Die Mailänder Scala ist eines der renommiertesten, traditionsreichsten und schönsten Opernhäuser der Welt. Dass auch das Orchester einen international ausgezeichneten Ruf genießt, versteht sich von selbst. Das letzte Elbphilharmonie-Konzert des Klangkörpers vor zwei Jahren unter der Leitung seines in Mailand geborenen Chefdirigenten Ricardo Chailly wurde vom Hamburger Abendblatt als »Nougat-Naschwerk auf der Sonntags-Familientafel« gefeiert. Damals stand Musik des italienischen Opern-Giganten Giuseppe Verdi auf dem Programm, nun kehrt das eingespielte Team mit klanggewaltigen Werken der russischen Großmeister Piotr I. Tschaikowsky und Sergej Prokofjew zurück in den Großen Saal und hat mit Alexandre Kantorow einen der derzeit gefragtesten Pianisten dabei.

Nach seiner Perfomance bei der Eröffnungszeremonie der Olympischen Sommerspiele in Paris 2024 spielte Kantorow als Schwerpunkt-Künstler der vergangenen Saison gleich vier Konzerte in der Elbphilharmonie. Mit der Filarmonica della Scala interpretiert er nun Prokofjews Drittes Klavierkonzert, das mit seinen brillant-virtuosen Passagen und zarten Momenten fragiler Zerbrechlichkeit bis heute das beliebteste Klavierkonzert aus Prokofjews Feder ist.

Dazu erklingt Tschaikowskys schicksalshafte Vierte Sinfonie. Die verheißungsvollen Blech-Fanfaren zu Beginn sind ebenso berühmt wie der geniale Einfall, den gesamten dritten Satz nur mit gezupften Streichinstrumenten zu besetzen. Verträumte Holzbläser-Melodien und der für Tschaikowsky typische Endspurt im Finale machen die Sinfonie zu einem der ganz großen Meisterwerke der Musikgeschichte.

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Konzert

Lucas & Arthur Jussen / Alexej Gerassimez / Emil Kuyumcuyan

Lucas Jussen, Klavier
Arthur Jussen, Klavier
Alexej Gerassimez, Schlagwerk
Emil Kuyumcuyan, Schlagwerk


Steve Reich: Fast / aus: Quartett für zwei Klaviere und Schlagwerk
Paul Lansky: Textures für zwei Klaviere und Schlagwerk (Auswahl)
George Gershwin: Rhapsody in Blue / Bearbeitung für zwei Klaviere
Alexej Gerassimez: Beyond Stickability
Leonard Bernstein: Symphonic Dances from »West Side Story« / Bearbeitung von Peter Sadlo
John Adams: Short Ride in a Fast Machine / Fanfare für Orchester (Bearbeitung von Alexej Gerassimez)

Klangfeuerwerk

Achtung, es wird spannend! Wenn die klavierspielenden Brüder Lucas und Arthur Jussen sich mit den Spitzenschlagzeugern Alexej Gerassimez und Emil Kuyumcuyan zusammentun, fliegen musikalisch die Funken. Alle vier kennen sich bereits von früheren Tourneen. Das Publikum darf sich also auf ein eingespieltes Team freuen, dessen Experimentierfreude, Rhythmusgefühl und herausragende Virtuosität ein echtes Feuerwerk an Tasten und Drumsticks verspricht. Neben Originalkompositionen für diese außergewöhnliche Besetzung, unter anderem von Steve Reich, stehen auch Bearbeitungen von Repertoireklassikern wie den Symphonic Dances aus Leonard Bernsteins West Side Story und George Gershwins Rhapsody in Blue auf dem Programm.

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Konzert

Manchester Collective

»Albion, Now«

Christian Mason:
Muttos / aus: Sardinian Songbook
Eki Attar / aus: Tuvan Songbook
Edmund Finnis: Streichquartett Nr. 2
Dobrinka Tabakova: Insight
Jocelyn Campbell: 3AM: Lights and Places Flicker Endlessly, Passing By Alongside Old Memories That Evoke but Will Not Linger …
Errollyn Wallen: Five Postcards
Andrew Hamilton: In Beautiful May
Philip Glass: 2. Satz / aus: Streichquartett Nr. 4 »Buczak«
Anna Meredith: Tuggemo

Gefeiert für seine innovative und fantasievolle Programmgestaltung gelingt es dem Manchester Collective immer wieder aufs Neue spannende thematische Fäden aufzudecken und unerwartete Verbindungslinien herzustellen. In ihrem neuen Programm »Albion, Now« nehmen sie das Publikum mit auf eine Reise durch die zeitgenössische britische Musikszene. Christian Masons vor Lebendigkeit sprühendes »Sardinian Songbook« trifft auf Errollyn Wallens lyrische Klangsprache ihrer »Five Postcards«, auf Anna Meredith’ wild gewordenen Fliegenschwarm »Tuggemo«, in dem Streicher und Elektronika sich gegenseitig umschwirren, und auf weitere entdeckenswerte Neuschöpfungen aus Great Britain – formerly known as Albion. Das Manchester Collective knüpft damit an die reiche Mythen- und Sagenwelt des alten Englands an und überführt sie in ein zeitgemäßes Klanggewand.

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Konzert

NDR Elbphilharmonie Orchester / Lawrence Power / James Gaffigan

NDR Elbphilharmonie Orchester
Lawrence Power, Viola
Dirigent: James Gaffigan


Richard Strauss: Macbeth / Sinfonische Dichtung op. 23
Grażyna Bacewicz: Konzert für Viola und Orchester
Felix Mendelssohn Bartholdy: Ouvertüre zu »Ein Sommernachtstraum« op. 21
Sergej Prokofjew:
Suite Nr. 1 aus »Romeo und Julia« op. 64a (Auszüge)
Suite Nr. 2 aus »Romeo und Julia« op. 64b (Auszüge)
Suite aus »Romeo und Julia« op. 101 (Auszüge)

Shakespeare forever

Bei diesem Programm dreht sich fast alles um William Shakespeare. Schließlich hat der englische Dichter mit seinen unsterblichen und zeitlosen Dramen so viele Komponisten und Gattungen der Musikgeschichte inspiriert wie kaum ein zweiter. Der Amerikaner James Gaffigan, aktueller Generalmusikdirektor der Komischen Oper Berlin, geht bei seiner Rückkehr zum NDR Elbphilharmonie Orchester dieser Spur nach.

Den Anfang im Konzert macht ein vergleichsweise wenig bekanntes Frühwerk von Richard Strauss: Noch bevor er mit »Don Juan« den totalen Durchbruch als Komponist feierte, widmete sich der knapp über 20-Jährige in seiner allerersten Sinfonischen Dichtung dem gespenstischen Shakespeare-Drama über Aufstieg und Fall des mörderischen Königs Macbeth. Mit einer Musik von »sehr wilder Natur« (Strauss) gelang es dem späteren »Tondichtungs-Titanen« bereits hier, das Schicksal der Figuren des Stücks ungemein plastisch nachzuzeichnen. Von ganz anderer Natur ist dann die musikalische Shakespeare-Hommage, die den zweiten Teil des Konzerts eröffnet: Mit seiner Sommernachtstraum-Ouvertüre schuf der damals erst 17-jährige, ebenso frühreife Felix Mendelssohn den Prototyp jener leichtfüßigen, flirrenden »Elfen-Musik«, die fast zum Synonym für seinen gesamten Stil werden sollte.

Dass Shakespeare natürlich genauso dramatisch wie lustig konnte, zeigt dann wiederum das Werk zum krönenden Abschluss des Programms. Sergej Prokofjew war beileibe nicht der erste Komponist, der die wahrscheinlich berühmteste Liebesgeschichte der Welt in das Reich der Töne überführte, aber vielleicht derjenige mit dem größten Erfolg: Sein Ballett »Romeo und Julia« schildert die tragische Story so packend und eindringlich, dass man Shakespeares Worte kaum vermisst. Später formte Prokofjew aus seiner Ballettmusik eigenständige Suiten, die längst auch im Konzertsaal heimisch geworden sind.

Ausnahmsweise nichts mit Shakespeare zu tun hat das Stück, das einer der führenden Bratscher unserer Tage dem Hamburger Publikum vorstellt: Lawrence Power interpretiert das Violakonzert der polnischen Komponistin Grażyna Bacewicz. Geschrieben in ihrem letzten Lebensjahr und erst im Juni 1969 nach ihrem Tod uraufgeführt, gibt sich das Werk der bedeutenden Modernistin überwiegend introvertiert und nostalgisch. Oder verführt nur der warme Ton der Bratsche zu dieser Wahrnehmung? Egal – das nicht gerade breit gestreute Repertoire an Violakonzerten hat Bacewicz mit diesem Meisterwerk in jedem Fall ungeheuer bereichert!

19.3.: Einführung:
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

22.3.: Einführung:
10:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal

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Kammerkonzert

Jewish Chamber Orchestra Hamburg

»Büschen Meschugge - Auf[er]stehen als Alltagskunst«

Zwischen Komik und Kontemplation, Stadt und Spirit: Büschen Meschugge – Auf[er]stehen reißt im Kleinen Saal der Elbphilharmonie die Türen auf – ein Abend, der Hamburgs Gegenwart durch jüdische Überlebenskunst, norddeutsche Gelassenheit und Mahlers frühen Klangkosmos frisch aufrührt. Das Jewish Chamber Orchestra Hamburg zündet ein Panorama von arrangierter Klassik bis Jazz, von liturgischem Atem bis Bühnenwitz – eine offene, pointierte Erzählung über Resilienz, Tikkun Olam und den Mut zum Aufbruch. Ein Abend, der Kontraste bewusst kollidieren lässt: Uraufführungen von heute treffen auf Arrangements aus 200 Jahren jüdischer Musikgeschichte, Chor auf Jazz-Set, Mahler-Miniaturen auf Poetry & Stand-up – geschichtet, gekreuzt, neu gedacht, mit jüdischem Humor und klarer norddeutscher Kante. Kuratiert. Gewagt. Überraschend. Und immer mit nur einem Ziel: Auf[er]stehen spürbar und erlebbar machen.

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Konzert

Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia / Daniil Trifonov / Daniel Harding

Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia
Daniil Trifonov, Klavier
Dirigent: Daniel Harding


Johannes Brahms: Konzert für Klavier und Orchester Nr. 2 B-Dur op. 83
Antonín Dvořák: Sinfonie Nr. 7 d-Moll op. 70

Gespräch unter Freunden

»Aus seinen Abfällen könnte sich jeder andere die Hauptthemen zusammenklauben«, schwärmte Johannes Brahms vom melodischen Einfallsreichtum Antonín Dvořáks. 1973 hatte er erstmals Werke des jungen Böhmen kennengelernt – und war restlos begeistert. Er förderte Dvořák, wo er konnte, zudem entwickelte sich eine enge Freundschaft zwischen den beiden Komponisten. Äußerst passend also, dass im Konzert des Orchestra dell’Accademia Nazionale di Santa Cecilia Werke von Brahms und Dvořák Seite an Seite stehen. Starpianist Daniil Trifonov spielt das beglückende zweite Klavierkonzert des Hamburgers, in der zweiten Konzerthälfte ertönt Antonín Dvořáks grandiose Siebte Sinfonie unter Leitung des frischgebackenen Orchesterchefs Daniel Harding.

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Kurs

Workshop: Kreativ Modular Synthesizer

für Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene

An die Regler, fertig, los!

Analoge Synthesizer haben die Popmusik im 20. Jahrhundert verändert – und sind heute wieder sehr beliebt. Angeleitet von einem echten Synthesizer-Spezialisten lernen die Teilnehmer:innen in diesem Workshop, wie man mit Strom spannende Klänge, Geräusche und Melodien erzeugt. Gleich zwölf analoge, modulare Synthesizer stehen bereit, auf denen man experimentieren, improvisieren und eine eigene Komposition erarbeiten kann.

Bitte beachten Sie: Dieses Angebot richtet sich an Jugendliche ab 16 Jahren und Erwachsene.
Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren können an diesem Workshop nicht teilnehmen.

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Klavierkonzert

Talente entdecken: Junyan Chen / Klavierabend

Junyan Chen, Klavier

François Couperin:
Les barricades mystérieuses / aus: Pièces de Clavecin Deuxième Livre, 6ème Ordre
Le Tic-Toc-Choc ou Les Maillotins / aus: Pièces de Clavecin Troisième Livre, 18e Ordre
Les Ombres errantes / Pièces des Clavecin Quatrième livre, 25e Ordre
Les Tricoteuses / Pièces des Clavecin Quatrième livre, 23e Ordre
Olivier Messiaen:
La colombe / aus: Préludes
Un reflet dans le vent / aus: Préludes
Maurice Ravel: Le tombeau de Couperin
Amy Beach: Variations on Balkan Themes op. 60
Maurice Ravel: La valse / Poème chorégraphique (Fassung für Klavier)

Facettenreich

Komponistinnen, kulturelle Identitäten, zeitgenössische Musik: Die Interessen von Junyan Chen sind so breit gefächert wie ihr Talent eindrucksvoll ist. Bei der Leeds International Piano Competition 2024 erhielt sie nicht nur den zweiten Preis, sondern auch den Kammermusikpreis sowie den Alexandra Dariescu Award – ein Talent, das man im Blick behalten sollte! Bei ProArte begibt die junge Künstlerin sich mit einem facettenreichen Programm auf die Suche nach Verbindungen zwischen Zeiten und Orten: Werke von François Couperin stehen neben Maurice Ravels Hommage an seinen barocken Landsmann. Ravels berühmte »La valse« und Werke von Olivier Messiaen zeigen weitere Facetten französischer Klangwelten für Klavier solo. Und mit Amy Beachs »Variations on Balkan Themes« reiht sich eine transatlantische Kulturbegegnung in das Muster der Verbindungslinien ein.

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Konzert

Symphonieorchester & Chor des Bayerischen Rundfunks / Sir Simon Rattle

Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks
Chor des Bayerischen Rundfunks
Louise Alder, Sopran
Beth Taylor, Mezzosopran
Dirigent: Sir Simon Rattle


Henry Purcell: Remember Not Lord Our Offences Z 50
Robert Schumann: Nachtlied für gemischten Chor und Orchester op. 108
Gustav Mahler: Sinfonie Nr. 2 c-Moll für Sopran, Alt, Chor und Orchester »Auferstehungssinfonie«

Weltenmusik

Hört man Sir Simon Rattle über Gustav Mahler sprechen wirkt es, als hätte er den Komponisten persönlich gekannt. Aber wahrscheinlich fühlt es sich genauso an, wenn man sich, wie der Chefdirigent des Symphonieorchesters des Bayerischen Rundfunks, seit mehr als 50 Jahren mit der tief persönlichen und autobiografischen Musik des Spätromantikers beschäftigt. Eine ganze Welt enthielten seine Sinfonien, hat Mahler einmal gesagt – und niemand kann Orchester und Publikum besser durch diese verschlungenen Welten führen als Sir Simon Rattle.

Die Welt, die Mahler in seiner »Auferstehungssinfonie« vertont, ist eine der existentiellen Fragen über den Sinn des Lebens. Vom ersten Satz, ursprünglich als »Totenfeier« bezeichnet, bis zum letzten Satz, in dem Solistin und Chor »Aufersteh’n wirst du!« singen, ringt Mahler mit Freuden und Leiden. Die Kontraste und Gefühlsausbrüche, gegossen in orchestrale Klangvielfalt und mit krönendem Chorfinale, machen Mahlers Zweite zu einer seiner beliebtesten Sinfonien.

Dem monumentalen Werk stellt Weltklassedirigent Rattle zwei Chorsätze voran, die die universellen Themen Leben und Tod im Kontext ihrer Jahrhunderte und auf ihre Weise verarbeiten. Henry Purcell bittet mit altenglischen Versen um Gnade und Milde für die menschliche Seele, Schumann vertont ein Gedicht Goethes voller Sehnsucht nach zeitloser Ruhe.

Einführung mit Marcel Klinke
19:00 Uhr / Elbphilharmonie, Foyer Nähe Haupt-Bar (nur Stehplätze)

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© Ralph Larmann
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Elbphilharmonie

Am 11. und 12. Januar 2017 wurde die Elbphilharmonie Hamburg feierlich eröffnet. Im Strom der Elbe, an drei Seiten von Wasser umgeben, ist das neue Konzerthaus ein Anziehungspunkt für alle Hamburger und für Gäste aus der ganzen Welt. Das spektakuläre Gebäude vereint drei Konzertsäle, einen großen Musikvermittlungsbereich, Gastronomie, ein Hotel und die öffentliche Plaza, die Besuchern einen einmaligen Panoramablick über die gesamte Stadt bietet. Künstlerische Qualität, Vielfalt und Zugänglichkeit prägen das musikalische Programm von Hamburgs neuem kulturellem Wahrzeichen. HamburgMusik gGmbH
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