Das Niedersächsische Staatsorchester Hannover ist ein Opern- und Konzertorchester mit fast vierhundertjähriger Erfolgsgeschichte: Das größte Orchester Niedersachsens erarbeitet neben täglich wechselnden Opern- und Ballettvorstellungen acht Sinfoniekonzerte pro Spielzeit, eine eigene Kammerkonzertreihe, zahlreiche Kinder- und Sonderkonzerte sowie Vermittlungsprogramme. In multidisziplinären Projekten und internationalen Kooperationen erhalten Musiker*innen die Chance, die Entwicklung einer Orchesterarbeit der Zukunft zu erproben.
1636 als Hofkapelle gegründet, zählten Heinrich Schütz, Agostino Steffani und Georg Friedrich Händel zu den ersten Kapellmeistern. Mit dem Bau des heutigen Opernhauses 1852 wurde das Orchester vergrößert. Joseph Joachim war der herausragende Konzertmeister dieser Zeit. Bedeutende Kapellmeister des 19. Jahrhunderts waren Heinrich Marschner und Hans von Bülow, zu den Generalmusikdirektoren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zählten Rudolf Krasselt und Franz Konwitschny, beide politisch nicht unumstritten. Nach dem Zweiten Weltkrieg war George Alexander Albrecht mit fast 30-jähriger Dienstzeit ein prägender Chefdirigent.
Seit 1970 gehört das Orchester zur Niedersächsischen Staatstheater Hannover GmbH und ist Teil der Staatsoper Hannover.
Die neuen Mitglieder der Musiktheaterakademie an der Staatsoper stellen sich mit Arien und Ensembles vor.
Die Musiktheaterakademie an der Staatsoper Hannover ist eine Kooperation zwischen der Staatsoper Hannover und der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. Sie unterstützt junge Opernsänger:innen auf ihrem Weg in den Beruf und ermöglicht gleichzeitig dem Publikum, jungen Gesangstalenten schon früh in ihrer Karriere zu begegnen und sie in ihrer Entwicklung zu begleiten. Der Jahrgang der Saison 2026/27 stellt sich dem Publikum erstmals mit einem Arienprogramm im Rahmen des Konzerts im Marschnersaal vor. Das moderierte Konzert gibt Ihnen außerdem die Möglichkeit, die Gesangsstudierenden im fortgeschrittenen Studium persönlich kennenzulernen – ihren bisherigen Weg, ihre musikalischen Vorlieben und ihre Vorhaben.
Die Mitglieder der Akademie gestalten darüber hinaus die Neuproduktion La Giuditta im Ballhof 1 und sind in Produktionen wie Pique Dame, La Bohème, Hänsel und Gretel, Rigoletto, Kuss der Spinnenfrau, Lohengrin und Madama Butterfly auf der großen Bühne des Opernhauses zu erleben.
Musikalische Leitung: Paul Weigold
Dramaturgie: Christian Förnzler
Bewertungen & Berichte Konzert der Musiktheaterakademie
Konzert
Zweites Sinfoniekonzert:
Otto Tausk / Trio Orelon
Musikalische Leitung: Otto Tausk
Trio Orelon
Violine: Judith Stapf
Violoncello: Arnau Rovira i Bascompte
Klavier: Marco Sanna
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Joachim Raff: Orchestervorspiel zu Shakespeares Romeo und Julia (1879)
Ludwig van Beethoven: Sinfonie Nr. 1 C-Dur op. 21 (1799)
Ludwig van Beethoven: Tripelkonzert C-Dur op. 56 (1803)
Pjotr Tschaikowski: Romeo und Julia. Fantasie-Ouvertüre (1870)
„For never was a story of more woe, than this of Juliet and her Romeo.“
William Shakespeare
„Lesen Sie nur Shakespeares Sturm!“ soll Ludwig van Beethoven seinem Biografen Anton Felix Schindler zugerufen haben, als dieser angeblich nach dem „Sinn“ von Beethovens d-Moll-Klaviersonate fragte. Für das Zweite Sinfoniekonzert würde sich die Lektüre von Shakespeares Romeo und Julia noch mehr eignen. Denn im Vorfeld unserer Ballett-Premiere – Sergei Prokofjew: Romeo und Julia, ab 6.11.2026 – bieten wir die Möglichkeit, sich zwei anderen, rein instrumentalen Blickwinkeln auf Vertonungen des weltumspannenden Shakespeare-Stoffs zu widmen: Joachim Raffs Orchestervorspiel zu Romeo und Julia tönt dunkel, episch-balladenartig, urromantisch und wurde bislang von nur ganz wenigen Orchestern weltweit gespielt. Ganz im Gegensatz zu Pjotr Tschaikowskis handfester Fantasie-Ouvertüre Romeo und Julia, die Handkantenschläge des Schicksals unmissverständlich ins Opernhaus zimmert. Zwischen den beiden Romeo-Erfahrungen pustet Beethoven uns zweimal in C-Dur die Ohren frei. Schon dessen erste Sinfonie begann für die damaligen Lauscher so frech, so ungewohnt kühn, dass die Vorzeichen für andere revolutionäre Ausritte gewissermaßen gesetzt waren. Und bei Beethovens Triplekonzert C-Dur – gespielt vom Trio Orelon (1. ARD-Preis 2023) – haben wir es mit einem der freiesten, virtuosesten Lustausbrüche Beethovens überhaupt zu tun. Der frühe, spritzige Beethoven, eingerahmt von zwei romantischen Romeo-und-Julia-Variationen! Liebe und Neubeginn, jung sein, verliebt sein, tot sein; und im Hintergrund: die toxische Familie …
Einführung: 45 Minuten vor Beginn
Termine
So 25.10.2026, 17:00 | Ticket
Mo 26.10.2026, 19:30 | Ticket
Zweites Sinfoniekonzert:
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Bewertungen & Berichte Zweites Sinfoniekonzert:
Otto Tausk / Trio Orelon
Jugendprogramm
Erstes Jugendkonzert
Empfohlen ab 10 Jahren / Konzert für Schulklassen
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
„Ich bin mit meinen bisherigen Arbeiten nicht zufrieden; von nun an will ich einen neuen Weg einschlagen.“
Ludwig van Beethoven
Ludwig van Beethovens erste Sinfonie beginnt mit einem Akkord, den an dieser Stelle niemand erwartete! Was ist bitte so spannend daran, eine Sinfonie auf diese Weise zu beginnen? Wie hat das Publikum das damals wahrscheinlich verstanden? Was macht Beethovens Musik mit ihrem revolutionären Zündstoff aus? Und finden wir dieses Feuer bereits in seiner allerersten Sinfonie? Wir zeigen euch die entscheidenden Stellen in Beethovens „Erster“, zoomen live und konkret ins Orchester hinein – und verraten euch die Geheimnisse aus Beethovens (verwüsteter) Komponierwerkstatt!
Neu im Ensemble der Staatsoper Hannover, begeisterte SeungJick Kim in der vergangenen Spielzeit unter anderem als Sänger in Strauss’ Rosenkavalier mit wunderschönem Legato, strahlender Höhe und leidenschaftlicher Hingabe. Zu seinen großen Plänen in der neuen Spielzeit zählen Rodolfo in Puccinis La Bohème und der Herzog von Mantua in Verdis Rigoletto – und ein großer Liederabend. Mit Schumanns Dichterliebe stellt sich der koreanische Tenor, am Klavier begleitet von Hyerim Byun, mit einem der schönsten, ergreifendsten und zugleich anspruchsvollsten Zyklen der Romantik vor – ergänzt um Lieder von Franz Schubert, Henri Duparc, Franz Liszt und Richard Strauss.
„Das deutsche Lied, auch ,Kunstlied‘ genannt, gilt als eine der intimsten aller musikalischen Gattungen – häufig auf die Innenwelt des lyrischen Ichs konzentriert und besonders geeignet für private oder halbprivate Aufführungen im häuslichen Rahmen oder im Salon.“ Die Worte stammen von der Musikwissenschaftlerin Jennifer Ronyak und verweisen auf zwei Besonderheiten der Gattung „Kunstlied“: Kunstlieder „handeln“ häufig von inneren Vorgängen, Gefühlen und Erinnerungen – und, in der Tat, die besten Orte dafür können kleinere, besondere Räume sein. Am besten, man sitzt auch recht nah dran an der Person, die singt. Und genau diese (räumliche) Nähe bieten unsere Lied.Konzerte, sofern sie nicht doch in großem Rahmen in unserem wunderschönen Opernhaus stattfinden. Die Lied.Konzerte der Staatsoper ermöglichen einerseits, bekannte und unbekannte Kunstlieder, Songs, Volkslieder und Chansons live in Konzertatmosphäre zu erleben. Andererseits blicken wir uns um – und gehen hinaus in die Stadt, verlassen unser Opernhaus-Refugium, ziehen vorübergehend ein in interessante Lokationen in Hannover. Dahin bringen wir unsere Sänger:innen und Pianist:innen – und fordern sie auf, auch einmal versteckte musikalische Leidenschaften auszuleben. So sind die Lied.Konzerte der Staatsoper Hannover einerseits so etwas wie „Wunschkonzerte“, andererseits auch Spielfelder, Möglichkeitsräume für bisher heimliche Passionen.
Bewertungen & Berichte Lied.Konzert: SeungJick Kim
Konzert
Sing! Sing! Sing!
Ab 16 Jahren
Alle Menschen können singen. Darum, dass es zusammenklingt, kümmern wir uns! In diesem neuen Angebot locken wir die Stimmen unter der Dusche, hinter dem Lenkrad und aus dem stillen Kämmerlein hervor und verschmelzen sie im Laufe eines Abends mit Witz und Wumms zu einem dreistimmigen Klangkörper. Für Getränke ist gesorgt, sodass wir am Ende des Abends mit gut geölten Stimmbändern einen Pop-Hit in einer eigens arrangierten Fassung zum Besten geben werden. Dazu braucht es weder Chor-Erfahrung noch die Fertigkeit, Noten lesen zu können. Viel wichtiger sind die Freude am gemeinsamen Singen, die Lust auf einen ungezwungenen Schaffensprozess und der Mut, die eigene Stimme zu erheben.
Musikalische Leitung: Francesco Angelico
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Sinfonische Dichtung von Bedřich Smetana in einer Fassung für Kinder
„Die meisten Flüsse haben nur eine Quelle. Ich habe zwei! “
Die Moldau
Wasser tröpfelt, fließt, rauscht, gluckert, platscht, schäumt und spritzt! Vor etwa 150 Jahren verwandelte der Komponist Bedřich Smetana solche Klänge in Musik. Er schrieb dabei nicht über irgendein Wasser, sondern über die Moldau, den berühmtesten Fluss seines Heimatlandes – heute heißt das Land Tschechien. Seine Musik lässt uns die beiden Quellen und den anfangs kleinen, dann immer mächtiger werdenden Fluss erleben. Wir hören, was links und rechts geschieht, wenn die Moldau durch Wälder, Dörfer und die große Stadt fließt und sogar an einer großen Burg vorbeikommt.
Die Moldau selbst erzählt uns diese Geschichte! Sie hat sich extra auf den Weg in die Staatsoper gemacht, um sie mit euch zu teilen. Und ehrlich gesagt: Sie ist auch ganz schön stolz, dass so gute Musik über sie geschrieben wurde!
Die klaren Abschnitte und lebendigen Bilder machen Die Moldau zu einer idealen Programmmusik für Kinder. Nach einem anschaulichen und unterhaltsamen Durchgang durch die Musik wird das Stück einmal komplett gespielt.
Termine
So 8.11.2026, 11:00 | Ticket
Mo 9.11.2026, 11:00 | Ticket
Bewertungen & Berichte Erstes Kinderkonzert: Die Moldau
Konzert
Kerzenschein-Konzert Nr. 1
Violine: Stephanie Kemna / Annika Oepen
Viola: Paula Mengel / Nir Rom Nagy
Violoncello: Gottfried Roßner / Marion Zander
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Werke von Adele, Coldplay, Radiohead und Tschaikowski
„Die Instrumentalmusik ist die romantischste aller Künste, beinahe möchte man sagen, allein rein romantisch. “
E. T. A. Hoffmann
Konzerte dort genießen, wo unser Opernhaus am authentischsten ist: Im historischen Eingangsbereich – der „Langen Diele“ – sitzen Sie auf original erhaltenem Gestein aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Bei romantischer Lichtstimmung erklingt in der dunklen Jahreszeit leuchtende, leidenschaftliche Musik. Genießen Sie 60-Minuten-Konzerte. Für alle, die nicht zwei Stunden sitzen wollen oder können. Für alle, die barrierearme Zugänge mögen – sowohl programmatisch als auch, was die Wegstrecke vom Opernplatz ins Opernhaus betrifft.
Filigrane Klänge, Kantaten und Konzertarien, Barockmusik oder Zeitgenössisches mit besonderen Raumklang-Effekten: In den Kirchenkonzerten steht im Mittelpunkt, was in den groß besetzten Sinfoniekonzerten seltener gespielt wird. Dafür kommt das Niedersächsische Staatsorchester in die Kirchen der Stadt – und oft bringt es Sängerinnen und Sänger aus dem Opernensemble mit!
1. Violine: Annika Oepen
2. Violine: Thomas Huppertz
Viola: Anne Krömmelbein
Violoncello: Hartwig Christ
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Fanny Hensel: Streichquartett Es-Dur (1834)
Dmitri Schostakowitsch: Zwei Stücke für Streichquartett op. 36a (1931)
Franz Schubert: Streichquartett d-Moll D 810
(„Der Tod und das Mädchen“) (1824)
„Einmal im Monat spiele ich Kammermusik in einem Quartett. Ich spiele fast gar nicht mehr alleine, weil ich den Austausch mit anderen bei der Musik so genieße.“ Condoleezza Rice
Die Kammerkonzerte des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover sind die persönlichsten Konzerte, die Sie erleben können. Die Programme kommen von den Musikerinnen und Musikern des Orchesters. Dabei handelt es sich beispielsweise um Werke, die schon lange auf der Wunschliste standen. Manch eine Musikerin hat eines der ausgewählten Werke vielleicht zum ersten Mal zu Beginn des Studiums gespielt – und begegnet dieser Musik jetzt wieder. Ein anderer Musiker sucht möglicherweise die Herausforderung, um sich an eine als „schwierig“ geltende Komposition endlich einmal heranzuwagen. Die Motivationen sind so unterschiedlich wie die Persönlichkeiten in einem so großen Orchester. Im Rahmen der Kammerkonzerte im Landesmuseum heißt es: Hinaus aus dem Tutti-Zusammenhang – und mutig hinein in die kleine Besetzung, in der jede Stimme zu jeder Zeit hörbar bleibt! So wird Kammermusik zum Labor der Neugier – persönlich, unmittelbar, ohne Filter.
Werke von Wolfgang Amadeus Mozart, Hugo Wolf und Giuseppe Verdi
„Die Instrumentalmusik ist die romantischste aller Künste, beinahe möchte man sagen, allein rein romantisch.“ E. T. A. Hoffmann
Die drei Werke des zweiten Kerzenscheinkonzerts werden durch das Thema „Italien“ zusammengehalten: Mozarts Streichquartett C-Dur KV 157 entstand 1772 – auf einer Reise durch das Land in Stiefelform. Hugo Wolfs Italienische Serenade ist ein Rückblick des Komponisten auf glückliche Jugendjahre, in denen er liebend gern italienische Opernmelodien auf der Violine spielte. Und am Schluss erklingt das Streichquartett e-Moll des großen italienischen Opern-Heroen Giuseppe Verdi.
Erich Wolfgang Korngold: The Sea Hawk. Ouvertüre (1940)
Erich Wolfgang Korngold: Konzert für Violine und Orchester D-Dur op. 34 (1937–39, 1945)
Mieczysław Weinberg: Sinfonie Nr. 4 a-Moll op. 61 (1957, 1961)
„Mehr für einen Caruso als einen Paganini.“
Erich Wolfgang Korngold über sein Violinkonzert
Der Herr der sieben Meere (engl.: The Sea Hawk) kam 1940 in die Kinos. Errol Flynn spielte die Hauptrolle, Michael Curtiz hatte den Film als Regisseur zu verantworten. Und Erich Wolfgang Korngold steuerte die Filmmusik bei. Nach der Ouvertüre zu dieser Filmmusik erklingt Korngolds wunderschönes Violinkonzert. Der jüdische Komponist hatte Europa 1938 in Richtung Hollywood verlassen. Mieczysław Weinberg stammte ebenfalls aus jüdischem Haushalt, hatte schon in frühen Pogromen des 20. Jahrhunderts große Teile seine Familie verloren, komponierte gewissermaßen gegen die Traumata an und musste sich dort, wo er lebte, in seinem Geburtsland Polen sowie in Belarus, Usbekistan und Russland, gegen diverse Widerstände durchsetzen. Weinbergs 2010 – 14 Jahre nach seinem Tod – uraufgeführte Oper Die Passagierin kann als die größte Opern-Wiederentdeckung des bisherigen 21. Jahrhunderts gelten. Weinbergs Sinfonie Nr. 4 beginnt kämpferisch und scheint von Freund und Förderer Dmitri Schostakowitsch inspiriert: voranpreschend, sarkastisch, scharfzüngig.
Einführung: 45 Minuten vor Beginn
Termine
So 6.12.2026, 17:00 | Ticket
Mo 7.12.2026, 19:30 | Ticket
Lied.Konzert: SeungJick Kim: Michał Prószyński und Yannick Spanier
Zum 100. Geburtstag von Alfred Koerppen
Mit: Michał Prószyński | Yannick Spanier
„Das deutsche Lied, auch ,Kunstlied‘ genannt, gilt als eine der intimsten aller musikalischen Gattungen – häufig auf die Innenwelt des lyrischen Ichs konzentriert und besonders geeignet für private oder halbprivate Aufführungen im häuslichen Rahmen oder im Salon.“ Die Worte stammen von der Musikwissenschaftlerin Jennifer Ronyak und verweisen auf zwei Besonderheiten der Gattung „Kunstlied“: Kunstlieder „handeln“ häufig von inneren Vorgängen, Gefühlen und Erinnerungen – und, in der Tat, die besten Orte dafür können kleinere, besondere Räume sein. Am besten, man sitzt auch recht nah dran an der Person, die singt. Und genau diese (räumliche) Nähe bieten unsere Lied.Konzerte, sofern sie nicht doch in großem Rahmen in unserem wunderschönen Opernhaus stattfinden. Die Lied.Konzerte der Staatsoper ermöglichen einerseits, bekannte und unbekannte Kunstlieder, Songs, Volkslieder und Chansons live in Konzertatmosphäre zu erleben. Andererseits blicken wir uns um – und gehen hinaus in die Stadt, verlassen unser Opernhaus-Refugium, ziehen vorübergehend ein in interessante Lokationen in Hannover. Dahin bringen wir unsere Sänger:innen und Pianist:innen – und fordern sie auf, auch einmal versteckte musikalische Leidenschaften auszuleben. So sind die Lied.Konzerte der Staatsoper Hannover einerseits so etwas wie „Wunschkonzerte“, andererseits auch Spielfelder, Möglichkeitsräume für bisher heimliche Passionen.
Lied.Konzert: SeungJick Kim
Neu im Ensemble der Staatsoper Hannover, begeisterte SeungJick Kim in der vergangenen Spielzeit unter anderem als Sänger in Strauss’ Rosenkavalier mit wunderschönem Legato, strahlender Höhe und leidenschaftlicher Hingabe. Zu seinen großen Plänen in der neuen Spielzeit zählen Rodolfo in Puccinis La Bohème und der Herzog von Mantua in Verdis Rigoletto – und ein großer Liederabend. Mit Schumanns Dichterliebe stellt sich der koreanische Tenor, am Klavier begleitet von Hyerim Byun, mit einem der schönsten, ergreifendsten und zugleich anspruchsvollsten Zyklen der Romantik vor – ergänzt um Lieder von Richard Strauss, Henri Duparc sowie der koreanischen Komponisten Lee Su-in, Kim Hyo-geun und Jo Du-nam.
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Bewertungen & Berichte Lied.Konzert: SeungJick Kim: Michał Prószyński und Yannick Spanier
Kammerkonzert
Drittes Kammerkonzert
Dramaturgie: Arno Lücker
1. Violine: Annika Oepen
2. Violine: Doris Anna Mayr
Viola: Paula Mengel
Violoncello: Marion Zander
Kontrabass: Mio Tamayama
Flöte: Jérémie Abergel
Oboe: Eloi Huscenot
Klarinette: Katharina Arend
Fagott: Nicole King
Horn: Stephan Schottstädt
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Benjamin Britten: Sinfonietta op. 1 (1932)
Johannes Brahms: Serenade Nr. 1 D-Dur op. 11 (1859)
„Einmal im Monat spiele ich Kammermusik in einem Quartett. Ich spiele fast gar nicht mehr alleine, weil ich den Austausch mit anderen bei der Musik so genieße. “ Condoleezza Rice
Die Kammerkonzerte des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover sind die persönlichsten Konzerte, die Sie erleben können. Die Programme kommen von den Musikerinnen und Musikern des Orchesters. Dabei handelt es sich beispielsweise um Werke, die schon lange auf der Wunschliste standen. Manch eine Musikerin hat eines der ausgewählten Werke vielleicht zum ersten Mal zu Beginn des Studiums gespielt – und begegnet dieser Musik jetzt wieder. Ein anderer Musiker sucht möglicherweise die Herausforderung, um sich an eine als „schwierig“ geltende Komposition endlich einmal heranzuwagen. Die Motivationen sind so unterschiedlich wie die Persönlichkeiten in einem so großen Orchester. Im Rahmen der Kammerkonzerte im Landesmuseum heißt es: Hinaus aus dem Tutti-Zusammenhang – und mutig hinein in die kleine Besetzung, in der jede Stimme zu jeder Zeit hörbar bleibt! So wird Kammermusik zum Labor der Neugier – persönlich, unmittelbar, ohne Filter.
Termine
So 13.12.2026, 11:00 | Ticket
So 13.12.2026, 16:00 | Ticket
Musikalische Leitung und Violine: Thomas Zehetmair
Dramaturgie: Christian Förnzler
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Johann Sebastian Bach: Violinkonzert a-Moll BWV 1041 (1730)
Thomas Zehetmair: Passacaglia, Burleske und Choral für Streicher (2024)
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 41 C-Dur („Jupiter-Sinfonie“) (1788)
Geiger, Dirigent und Komponist: Die Künstlerpersönlichkeit Thomas Zehetmair hat viele Gesichter. Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Staatsorchester Hannover führt er durch das diesjährige Konzert der Staatsoper Hannover im Rahmen von Herrenhausen Barock, das musikalische Epochen und Rollen miteinander in Verbindung setzt.
Von der Solo-Violine aus leitet Zehetmair Bachs Violinkonzert a-Moll, einen Höhepunkt der Instrumentalmusik aus Bachs Zeit am Fürstenhof Anhalt-Köthen. In seiner eigenen Passacaglia, Burleske und Choral für Streicher verbindet Zehetmair seine intensive Auseinandersetzung mit zeitgenössischer Musik mit einer persönlichen Beschäftigung mit barocken Formen und Strukturen. Das darin erklingende Motiv des gregorianischen Hymnus „Pange lingua“ schlägt dabei eine Brücke zu Mozart, der es ebenfalls im letzten Satz seiner „Jupiter-Sinfonie“ aufgreift. Mozarts Sinfonie, deren Finale von kunstvoller barocker Kontrapunktik geprägt ist, bildet den Abschluss des Konzerts und führt zurück zum Ausgangspunkt: eine Vielzahl an Perspektiven auf das Barock.
Zugunsten der Stiftung Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Einführung: 45 Minuten vor Beginn
Termine
Sa 19.12.2026, 19:30 | Ticket
So 20.12.2026, 17:00 | Ticket
Ort
Galerie Herrenhausen
Herrenhäuser Str. 3a
D-30419 Hannover
Bewertungen & Berichte Weihnachtskonzert in Herrenhausen
Konzert
A Swinging Musical Christmas
Gaines Hall & Thilo Wolf Jazz Quartett
Gaines Hall präsentiert gemeinsam mit dem Thilo Wolf Quartett ein neues Weihnachtsprogramm voller Swing, Charme und musikalischer Klasse. Deutsche und amerikanische Weihnachtssongs, Musical-Favoriten, Stepptanz und humorvolle Geschichten verbinden sich zu einem festlichen Abend mit besonderer Ausstrahlung. Ein Christmas-Erlebnis voller Wärme, Leichtigkeit und mitreißender Musik.
Dramaturgie: Arno Lücker
Klarinette: Maja Pawelke
Violine: Anna-Maria Brödel / Birte Päplow
Viola: Nir Rom Nagy
Violoncello: Rebekka Wittig-Vogelsmeier
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Paul Ben-Haim: Streichtrio op. 10 (ca. 1927)
Shulamith Ran: Stream für Klarinette und Streichquartett (2016)
Johannes Brahms: Klarinettenquintett h-Moll op. 115 (1891)
„Einmal im Monat spiele ich Kammermusik in einem Quartett. Ich spiele fast gar nicht mehr alleine, weil ich den Austausch mit anderen bei der Musik so genieße. “ Condoleezza Rice
Die Kammerkonzerte des Niedersächsischen Staatsorchesters Hannover sind die persönlichsten Konzerte, die Sie erleben können. Die Programme kommen von den Musikerinnen und Musikern des Orchesters. Dabei handelt es sich beispielsweise um Werke, die schon lange auf der Wunschliste standen. Manch eine Musikerin hat eines der ausgewählten Werke vielleicht zum ersten Mal zu Beginn des Studiums gespielt – und begegnet dieser Musik jetzt wieder. Ein anderer Musiker sucht möglicherweise die Herausforderung, um sich an eine als „schwierig“ geltende Komposition endlich einmal heranzuwagen. Die Motivationen sind so unterschiedlich wie die Persönlichkeiten in einem so großen Orchester. Im Rahmen der Kammerkonzerte im Landesmuseum heißt es: Hinaus aus dem Tutti-Zusammenhang – und mutig hinein in die kleine Besetzung, in der jede Stimme zu jeder Zeit hörbar bleibt! So wird Kammermusik zum Labor der Neugier – persönlich, unmittelbar, ohne Filter.
Termine
So 10.1.2027, 11:00 | Ticket
So 10.1.2027, 16:00 | Ticket
Werke von Ibert, Tomasi, Decruck, Auric und Françaix
„Die Instrumentalmusik ist die romantischste aller Künste, beinahe möchte man sagen, allein rein romantisch.“ E. T. A. Hoffmann
Konzerte dort genießen, wo unser Opernhaus am authentischsten ist: Im historischen Eingangsbereich – der „Langen Diele“ – sitzen Sie auf original erhaltenem Gestein aus der Mitte des 19. Jahrhunderts. Bei romantischer Lichtstimmung erklingt in der dunklen Jahreszeit leuchtende, leidenschaftliche Musik. Genießen Sie 60-Minuten-Konzerte. Für alle, die nicht zwei Stunden sitzen wollen oder können. Für alle, die barrierearme Zugänge mögen – sowohl programmatisch als auch, was die Wegstrecke vom Opernplatz ins Opernhaus betrifft.
Moderation: Arno Lücker
Klarinette: Maja Pawelke
Violine: Anna-Maria Brödel | Birte Päplow
Viola: Nir Rom Nagy
Violoncello: Rebekka Wittig-Vogelsmeier
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Shulamith Ran: Stream für Klarinette und Streichquartett (2016)
Beim zweiten Mal hört man besser! Die Musik von komponierenden Frauen wurde Jahrhunderte lang unterdrückt, verlacht, verhindert. Dabei zählt in der Kunst das einer Person zugewiesene Geschlecht nicht – oder, wie Judy Chicago es ausdrückt: „Art has no gender.“ Um Komponistinnen-Werke sukzessive in den exklusiven Kanon-Club aufzunehmen, sollten wir uns in diese zumeist völlig unbekannten Werke einhören. Kein anderes Format ist dafür besser geeignet als Komponistinnen 2 x hören: Ein Werk wird zwei Mal gespielt. Zwischen den zwei Interpretationen hören Sie mehr über das Werk und seine Hintergründe, erleben Live-Beispiele aus dem besagten Stück, erfahren mehr über thematische Verdichtungen, Klangschichtungen oder etwa eingebaute Zitate. Beim zweiten Hören, so zeigt die Erfahrung, hören Sie besser – zumindest anders, informierter und bewusster!
„Das deutsche Lied, auch ,Kunstlied‘ genannt, gilt als eine der intimsten aller musikalischen Gattungen – häufig auf die Innenwelt des lyrischen Ichs konzentriert und besonders geeignet für private oder halbprivate Aufführungen im häuslichen Rahmen oder im Salon.“ Die Worte stammen von der Musikwissenschaftlerin Jennifer Ronyak und verweisen auf zwei Besonderheiten der Gattung „Kunstlied“: Kunstlieder „handeln“ häufig von inneren Vorgängen, Gefühlen und Erinnerungen – und, in der Tat, die besten Orte dafür können kleinere, besondere Räume sein. Am besten, man sitzt auch recht nah dran an der Person, die singt. Und genau diese (räumliche) Nähe bieten unsere Lied.Konzerte, sofern sie nicht doch in großem Rahmen in unserem wunderschönen Opernhaus stattfinden. Die Lied.Konzerte der Staatsoper ermöglichen einerseits, bekannte und unbekannte Kunstlieder, Songs, Volkslieder und Chansons live in Konzertatmosphäre zu erleben. Andererseits blicken wir uns um – und gehen hinaus in die Stadt, verlassen unser Opernhaus-Refugium, ziehen vorübergehend ein in interessante Lokationen in Hannover. Dahin bringen wir unsere Sänger:innen und Pianist:innen – und fordern sie auf, auch einmal versteckte musikalische Leidenschaften auszuleben. So sind die Lied.Konzerte der Staatsoper Hannover einerseits so etwas wie „Wunschkonzerte“, andererseits auch Spielfelder, Möglichkeitsräume für bisher heimliche Passionen.
Lied.Konzert: SeungJick Kim
Neu im Ensemble der Staatsoper Hannover, begeisterte SeungJick Kim in der vergangenen Spielzeit unter anderem als Sänger in Strauss’ Rosenkavalier mit wunderschönem Legato, strahlender Höhe und leidenschaftlicher Hingabe. Zu seinen großen Plänen in der neuen Spielzeit zählen Rodolfo in Puccinis La Bohème und der Herzog von Mantua in Verdis Rigoletto – und ein großer Liederabend. Mit Schumanns Dichterliebe stellt sich der koreanische Tenor, am Klavier begleitet von Hyerim Byun, mit einem der schönsten, ergreifendsten und zugleich anspruchsvollsten Zyklen der Romantik vor – ergänzt um Lieder von Richard Strauss, Henri Duparc sowie der koreanischen Komponisten Lee Su-in, Kim Hyo-geun und Jo Du-nam.
Termine
Do 21.1.2027, 19:30 | Ticket
Sa 23.1.2027, 19:30 | Ticket
Bewertungen & Berichte Lied.Konzert: Julia Sturzlbaum
Kinderkonzert
Zweites Kinderkonzert: Spurensuche
Musikalische Leitung: Demian Ewig
Dramaturgie Daniel Menne Moderation und Xchange: Apollonio Maiello
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Mit Musik u. a. von Steve Reich, Aaron Copland und Ida Moberg sowie von Kindern aus Hannover
Empfohlen ab 6 Jahren
„Das Bedürfnis, Klänge des Alltags in Musik einzubeziehen, ist immer mehr gewachsen. “ Steve Reich
Städte sind niemals still. Fahrradklingeln, Schritte auf dem Gehweg, ein Lachen, Hundegebell, Wind in den Bäumen, Straßenmusik, Baulärm – wer genau hinhört, kann vor der eigenen Haustür viele verschiedene Klänge entdecken. Die Stadt: ein riesiges Orchester!
In diesem Konzert begibt sich das Publikum auf eine musikalische Spurensuche durch die Stadt. Mit Steve Reichs City Life tauchen wir ein in das pulsierende Treiben, Aaron Coplands Quiet City bringt die ruhigere, nachdenklichere Atmosphäre der Dämmerung zum Ausdruck. In Ida Mobergs Sonnenaufgang erwacht die Stadt neu.
In dem moderierten Konzert sind neben Orchesterwerken auch Sound-Collagen von Kindern zu hören, die in vorbereitenden Workshops selbst zu Klang-Forschenden geworden sind. Sie sammeln Töne und Geräusche aus ihrer Umwelt und lassen aus Alltagsklängen musikalische Porträts der Stadt entstehen, in der sie leben.
mit Instrumentenvorstellung vor Beginn im Foyer
Termine
So 24.1.2027, 11:00 | Ticket
Mo 25.1.2027, 11:00 | für Schulen | Ticket
Musikalische Leitung: Adrian Prabava
Chor: Lorenzo Da Rio
Dramaturgie: Arno Lücker
Chor der Staatsoper Hannover
Niedersächsisches Staatsorchester Hannover
Wolfgang Amadeus Mozart: Sinfonie Nr. 40 g-Moll KV 550 (1788)
Franz Liszt: Eine Sinfonie nach Dantes Divina Commedia („Dante-Sinfonie“) (1854–56)
„Kein Schmerz ist größer, als sich der Zeit des Glücks zu erinnern, wenn man im Elend ist.“ Dante Alighieri
Nach seinen Jahren als gefeierter Virtuose ließ sich Franz Liszt 1848 in Weimar nieder. Dort wandte er sich verstärkt der Ausarbeitung seiner musikästhetischen Ideen zu. Die tradierten Formen der Wiener Klassik erschienen ihm zunehmend als erstarrt: An ihre Stelle sollte eine Musik treten, die sich durch außermusikalische Inhalte beleben und erweitern lässt. Diese Auffassung teilte er mit Gleichgesinnten wie Richard Wagner und Hector Berlioz. Zwischen 1848 und 1856 schuf Liszt zur Veranschaulichung dieser „neudeutschen“ Ideen zwölf sinfonische Dichtungen. In ihnen setzte er sich mit unterschiedlichsten außermusikalischen Stoffen auseinander.
Seine Entwicklung kulminiert schließlich in zwei Werken, die sich auf zentrale Texte der europäischen Literatur beziehen: Johann Wolfgang von Goethes Faust und Dante Alighieris Göttliche Komödie. Die Dante-Sinfonie entstand zwischen 1854 und 1856 und schildert in suggestiven „Musik-Bildern“ eine allegorische Reise durch das Jenseits: Hölle, Läuterung und Paradies. Das Paradies könne man aber nicht komponieren, so Wagner zu Liszt. Also setzte Liszt an die Stelle des Paradieses ein Magnificat. Ein im wahrsten Wortsinne episches Werk, das durch Wolfgang Amadeus Mozarts große, elegische g-Moll-Sinfonie eingeleitet wird.
Einführung: 45 Minuten vor Beginn
Termine
So 31.1.2027, 17:00 | Ticket
Mo 1.2.2027, 19:30 | Ticket
„Das deutsche Lied, auch ,Kunstlied‘ genannt, gilt als eine der intimsten aller musikalischen Gattungen – häufig auf die Innenwelt des lyrischen Ichs konzentriert und besonders geeignet für private oder halbprivate Aufführungen im häuslichen Rahmen oder im Salon.“ Die Worte stammen von der Musikwissenschaftlerin Jennifer Ronyak und verweisen auf zwei Besonderheiten der Gattung „Kunstlied“: Kunstlieder „handeln“ häufig von inneren Vorgängen, Gefühlen und Erinnerungen – und, in der Tat, die besten Orte dafür können kleinere, besondere Räume sein. Am besten, man sitzt auch recht nah dran an der Person, die singt. Und genau diese (räumliche) Nähe bieten unsere Lied.Konzerte, sofern sie nicht doch in großem Rahmen in unserem wunderschönen Opernhaus stattfinden. Die Lied.Konzerte der Staatsoper ermöglichen einerseits, bekannte und unbekannte Kunstlieder, Songs, Volkslieder und Chansons live in Konzertatmosphäre zu erleben. Andererseits blicken wir uns um – und gehen hinaus in die Stadt, verlassen unser Opernhaus-Refugium, ziehen vorübergehend ein in interessante Lokationen in Hannover. Dahin bringen wir unsere Sänger:innen und Pianist:innen – und fordern sie auf, auch einmal versteckte musikalische Leidenschaften auszuleben. So sind die Lied.Konzerte der Staatsoper Hannover einerseits so etwas wie „Wunschkonzerte“, andererseits auch Spielfelder, Möglichkeitsräume für bisher heimliche Passionen.
Lied.Konzert: SeungJick Kim
Neu im Ensemble der Staatsoper Hannover, begeisterte SeungJick Kim in der vergangenen Spielzeit unter anderem als Sänger in Strauss’ Rosenkavalier mit wunderschönem Legato, strahlender Höhe und leidenschaftlicher Hingabe. Zu seinen großen Plänen in der neuen Spielzeit zählen Rodolfo in Puccinis La Bohème und der Herzog von Mantua in Verdis Rigoletto – und ein großer Liederabend. Mit Schumanns Dichterliebe stellt sich der koreanische Tenor, am Klavier begleitet von Hyerim Byun, mit einem der schönsten, ergreifendsten und zugleich anspruchsvollsten Zyklen der Romantik vor – ergänzt um Lieder von Richard Strauss, Henri Duparc sowie der koreanischen Komponisten Lee Su-in, Kim Hyo-geun und Jo Du-nam.
Das Niedersächsische Staatsorchester Hannover ist ein Opern- und Konzertorchester mit fast vierhundertjähriger Erfolgsgeschichte: Das größte Orchester Niedersachsens erarbeitet neben täglich wechselnden Opern- und Ballettvorstellungen acht Sinfoniekonzerte pro Spielzeit, eine eigene Kammerkonzertreihe, zahlreiche Kinder- und Sonderkonzerte sowie Vermittlungsprogramme. In multidisziplinären Projekten und internationalen Kooperationen erhalten Musiker*innen die Chance, die Entwicklung einer Orchesterarbeit der Zukunft zu erproben.
1636 als Hofkapelle gegründet, zählten Heinrich Schütz, Agostino Steffani und Georg Friedrich Händel zu den ersten Kapellmeistern. Mit dem Bau des heutigen Opernhauses 1852 wurde das Orchester vergrößert. Joseph Joachim war der herausragende Konzertmeister dieser Zeit. Bedeutende Kapellmeister des 19. Jahrhunderts waren Heinrich Marschner und Hans von Bülow, zu den Generalmusikdirektoren in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zählten Rudolf Krasselt und Franz Konwitschny, beide politisch nicht unumstritten. Nach dem Zweiten Weltkrieg war George Alexander Albrecht mit fast 30-jähriger Dienstzeit ein prägender Chefdirigent.
Seit 1970 gehört das Orchester zur Niedersächsischen Staatstheater Hannover GmbH und ist Teil der Staatsoper Hannover.