Aufführungen / Aufführung
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste
Dresden, Karl-Liebknecht-Str. 56
- Wagner X Freyer
- 12. Lange Nacht der Dresdner Theater
- Jewish Chamber Orchestra Munich
- Stadtluft Nº10
- Eisenstein, Pet Shop Boys & Dresdner Sinfoniker
- Feature Ring mit Lie Ning
- Yotam Peled: Where the Boys are
- Make it Pop!

- go plastic company & Kolleg*innen: Tanz in den Mai
- Groupe Acrobatique de Tanger: KA-IN
- Salia Sanou / CCN de Nantes: À nos Combats
- Sebastian Weber Dance Company: The Long Run
- Israel Galván: La Edad de Oro
- ICTUS, Collegium Vocale Gent & Suzanne Vega: Philip Glass: Einstein on the Beach
- Watch Out! für Jung und Alt
- Hennermanns Horde: elephant walk
- Miller de Nobili: Main Character: Lost
- Lotte Mueller: BEYOND THE END OF YOUR NOSE
- Henry Schneidewind - Graffiti-Workshop
- HELLERmoves mit Miller de Nobili
- LIGNA: A Room without Walls
- farbLAB: Begegnungen
- RambaZamba Theater:
The Rocky Horror Drag Show

- tanzmainz & Moritz Ostruschnjak:
Trailer Park

- Tjimur Dance Company: X aiwan Utopia
- Ioannis Mandafounis & Thomas Bradley: Here is There
- Oper von Elena Langer: The Lion's Face
- Podcast from HELL
- HELLERAU - 360°-Ansicht
- Ein Ort für zeitgenössischen Tanz, Neue Musik, Theater, Performance, Bildende Kunst und Neue Medien.
Aufführungen / Theater
Yenidze Theater Dresden
Dresden, Weißeritzstr. 3
- 1001 Nacht - Im Labyrinth der Rätsel
- 12. Lange Nacht der Dresdner Theater
- Nachtyoga
- RESONANZEN - Suite Ricercare
- 1001 Nacht - Glück der Sehnsucht
- 1001 Nacht - Der letzte Traum
- 1001 Nacht - Fata Morgana
- Magie des Orients
- 1001 Nacht - Der letzte Traum
- Aufführungen in der Kuppel der Yenidze im Dresden-Mitte.
Aufführungen
| Tanz
Lotte Mueller:
Aufführungen
| Tanz
LIGNA:
LIGNA:
A Room without Walls
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste
Kinder aus Frankfurt, São Paulo, Beirut und La Union auf den Philippinen haben sich auf Spurensuche begeben und erkundet, wie wir jenseits nationaler Grenzen zusammenfinden. Nun laden sie andere Kinder ein, diese abenteuerliche Reise mit ihnen erneut anzutreten – zu den Orten, an denen das Stück entstanden ist, an denen sie leben und zu unbekannten Passagen, die nur findet, wer seinem Hörsinn folgt. „A Room without Walls“ ist eine Einladung, einander zuzuhören, voneinander zu erfahren und sich miteinander zu bewegen. Und zu erfahren, wie eine gemeinsame Zukunft in einer Welt aussehen kann, in der sich Probleme am besten zusammen lösen lassen. LIGNA besteht aus den Medien-und Performance-Künstlern Ole Frahm, Michael Hüners und Torsten Michaelsen. Sie gelten als Pioniere des kollektiven Audiowalks. Mit dem Radioballett (2002) haben sie eine stilbildende Interventionsform entwickelt. Ihre Arbeiten begreifen das Publikum als zerstreutes Kollektiv von Produzent*innen: Empowerment, die Eroberung neuer Bewegungsräume, Abwesenheit und Vergegenwärtigung, sei es historisch verdrängter, sei es geographisch ferner Situationen, sind wiederkehrende Motive. Choreografie: Alejandro Ahmed, Ghida Hachicho, Eisa Jocson Sprecher*innen: Marlene Anne Blasberg, Ramy Chalbi, Anni Luise Frieg und Kinder der 3. und 4. Jahrgangsstufe der Hermann Herzog-Schule (Frankfurt am Main), des Ballet Paraisópolis (Sao Paulo), der 4. Klasse der CSS Badaro Schule (Beirut) und der San Fernando City SPED Integrated School (La Union) Sound Design: Charlotte Simon Dramaturgie: Anna Wagner Vermittlung: Sām Sabor Produktionsleitung: Marijan Randak Förderung: Ein Projekt von LIGNA und dem Künstler*innenhaus Mousonturm im Rahmen der Tanzplattform Rhein-Main, in Kooperation mit Zentrum Zeitgenössischer Tanz – ZZT Köln und Institut für Theater-, Film und Medienwissenschaft der Goethe-Universität Frankfurt am Main, in Koproduktion mit LIGNA, Goethe-Institut Philippinen, Zürcher Theater Spektakel und Detmold – Kulturstadt im Teutoburger Wald. Gefördert im Programm Jupiter – Darstellende Künste für junges Publikum der Kulturstiftung des Bundes und durch die Mehrjahresförderung des Kulturamts der Stadt Frankfurt am Main. ca. 45 Min. In Deutsch Empfohlen für alle ab 8 Jahren 8/4 €
Aufführungen
| Tanz
Miller de Nobili:
Miller de Nobili:
Main Character: Lost
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste
Heranwachsen bedeutet, sich ständig zwischen Erwartungen, Unsicherheiten und dem eigenen Wunsch nach Selbstbestimmung zu bewegen. Junge Menschen stehen heute unter enormem Druck – von Eltern, Freund*innen, sozialen Medien und der Gesellschaft. Gleichzeitig leben sie in einer Welt voller Unsicherheiten: geopolitische Spannungen, Klimakrise, die Nachwirkungen der Pandemie und ein Überangebot an Möglichkeiten, das oft mehr Überforderung als Freiheit bedeutet. Wer soll man sein? Welche Entscheidungen sind richtig? Und wie findet man seinen eigenen Weg in einer Zeit, die sich ständig verändert? Miller de Nobili wurde 2020 von Maria Chiara de‘ Nobili und Alexander Miller gegründet, um ihre Leidenschaften für Breakdance, zeitgenössisches und urbanes Tanztheater sowie performative Techniken künstlerisch zu verbinden. Beide absolvierten den MA-Studiengang Choreografie an der Palucca-Hochschule Dresden. Mit HELLERAU verbindet Miller de Nobili seit ihrer Gründung eine enge Partnerschaft. Zahlreiche Stücke hatten in HELLERAU ihre Premiere. ca. 45 Min. In Deutsch Empfohlen für alle ab 12 Jahren Familientickets ab 30 € 21/14 €
Aufführungen
| Tanz
Hennermanns Horde:
Hennermanns Horde:
elephant walk
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste
Zwei verliebte Pinguine, verspielte Robben, eine träge Kamelkarawane, ein Eier legendes Huhn, Hund und Katze, Elefanten – die Choreografin Célestine Hennermann hat sich in ihrer zweiten Arbeit für die Allerjüngsten mit den Bewegungen von Tieren auseinandergesetzt und deren Bewegungsmuster choreografisch erforscht. Wie läuft der Pinguin im Vergleich zum Menschen und wie genau bewegt sich ein Elefant? Die Ästhetisierung von Tierbewegungen durch Tanz bildet die Grundlage dieser Arbeit. HELLERAU und die Dresden Frankfurt Dance Company bringen das beliebte Stück der Frankfurter Company Hennermanns Horde nun gemeinsam erstmals nach Dresden. Hennermanns Horde nennt sich die Tanz-Company um die Frankfurter Choreografin Célestine Hennermann. Seit 2009 arbeitet die ehemalige Forsythe-Dramaturgin im Tanzsektor für unterschiedliche Altersgruppen – von den Allerjüngsten bis zu Jugendlichen. Im Fokus steht das Forschen an Bewegungssprachen für junges Publikum. Choreografie: Célestine Hennermann Tanz: Katharina Wiedenhofer, Albi Gika/Victoria Söntgen Bühne, Kostüm: Sounds of Silence, Susanne Kessler, Petra Eichler Musik: Gregor Praml Dramaturgie: Johanna Milz Assistenz: Felix Graf Licht: Scrøllan Hagemann Management: Alexandra Schmidt ohne Sprache Empfohlen für alle ab 2 Jahren ca. 30 Min. anschließende Mitmachaktion 8/4 €
Aufführungen
| Tanz
Ioannis Mandafounis & Thomas Bradley:
Ioannis Mandafounis & Thomas Bradley:
Here is There
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste
Im Doppelabend „Here Is There“ gibt Ioannis Mandafounis, Künstlerischer Direktor der Dresden Frankfurt Dance Company, erstmals einem Ensemblemitglied als Choreograf eine eigene Bühne. Thomas Bradley gehört seit 2023 zur DFDC. Für sein neues Werk verbindet er sein choreografisches System mit seinem unverwechselbaren Stil als Kostümbildner und arbeitet mit skulpturalen, den Körper verändernden Kostümen. Mandafounis widmet sich der Spannung zwischen dem Wunsch nach Transformation und der Trägheit der physischen Realität. Beide Choreografen manipulieren den Raum, um Bewegung entstehen zu lassen. Zugleich bewegen sie sich an der Grenze zwischen Geräusch und Musik: bei Bradley zwischen den Tönen, wenn ein Elektrogerät zerlegt wird, und einer Trompeten-Sonate, bei Mandafounis zwischen den Sounds von Objekten und der Live-Musik eines Schlagzeugers. „Several Rhythms Sort Thoughtfully” von Thomas Bradley Wenn man etwas genau betrachtet, kann man auch in scheinbar zufälligen Handlungen Muster erkennen. Wenn man lang genug schaut, sieht man, wie sie sich verändern. Thomas Bradley lädt mit seiner ersten Arbeit für die DFDC zu einer solchen Betrachtung ein. Er versteht Choreografie als soziales System, einem Spiel ähnlich. Durch dauerhafte Aufmerksamkeit entsteht eine aufgeladene Atmosphäre, in der Regeln und Bedingungen die Entscheidungen der Tänzer*innen in den Fokus rücken. Alle haben ihre eigenen Strategien, aber durch ihr gemeinsames Ziel bleiben ihre Beziehungen bestehen. Auch die Kostüme beeinflussen das Geschehen in entscheidender Weise. In einem mit Bedacht strukturierten Raum trifft die Choreografie auf zwei weitere akustische Elemente: die klanglichen Spuren der Zerlegung eines Elektrogeräts und eine Solo-Sonate für Trompete von HK Gruber. „This Beautiful Messy Thing” von Ioannis Mandafounis In großer Enge sehnt man sich nach Weite, im Tohuwabohu nach Reduktion und Klarheit. Oft enthält etwas sein eigenes Gegenteil. Die Bilder und Situationen in „This Beautiful Messy Thing“ sind von solchen Spannungen geprägt. Wo führt der Drang nach Veränderung hin? Vielleicht kann man die Kontraste selbst genießen, anstatt auf einen Moment zu hoffen, in dem alle Wünsche erfüllt sind. Beim Tanzen kann man mit den Grenzen der Situation spielen, anstatt von ihnen gebremst zu werden. Gegenstände, die als Baustoffe einer Szenerie dienen könnten, verweigern hier eine solche nützliche Ordnung und behaupten stattdessen als lärmende Objektchoreografie ihr Eigenleben. Da fliegt wohl einiges durch die Luft. In den Händen des Schlagzeugers Philipp Danzeisen vermischen sich Samples der verschiedenen Geräusche mit den Sounds der Trommeln. Die lebendige, organische Körperlichkeit der Tänzer*innen, eingegrenzt und gehalten durch das Bühnenbild, ganz nah am Publikum oder vereinzelt im Raum, wirkt so verletzlich wie kraftvoll. Es ist ein Stück von Mandafounis, nur noch lauter – und leiser. Tänzer*innen der Dresden Frankfurt Dance Company Förderung: Die Dresden Frankfurt Dance Company wird gefördert durch die Landeshauptstadt Dresden und den Freistaat Sachsen sowie die Stadt Frankfurt am Main und das Land Hessen. Company-in-Residence in HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste in Dresden und im Bockenheimer Depot in Frankfurt am Main. Mit freundlicher Unterstützung des Patronatsvereins. ca. 1 Std. 30 Min. inkl. Pause Im Anschluss an die Vorstellung am 19.6. laden wir herzlich zur Premierenparty ein. 24/16 €
Aufführungen
| Tanz
Tjimur Dance Company:
Tjimur Dance Company:
X aiwan Utopia
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste
Tjimur Dance gehört seit Jahren zu den international bekanntesten Tanzcompanies Taiwans. Ihre Arbeiten sind tief in der indigenen Kultur der Paiwan verwurzelt, die die zweitgrößte indigene Volksgruppe in Taiwan darstellen. Das Tanzstück „X aiwan Utopia“ ist eine Interpretation der Paiwan-Kultur aus zeitgenössischer Perspektive. Es ist ein tänzerischer Dialog zwischen der Paiwan-Gemeinschaft und ihrer Umgebung, der zeigt, wie eine Kultur ihre Autonomie zurückgewinnt, indem sie darum kämpft, sich aus festgefahrenen Strukturen zu befreien. Die Bewegungen der Tänzer*innen, die Musik, die Kostüme – alle Elemente erscheinen als eine Mischung aus traditionellen Überlieferungen und modernen, zeitgenössischen Einflüssen, die vertraut und doch überraschend neu erscheinen. So besteht die Musikpartitur aus mehreren Klavierstücken von Chopin, begleitet von traditionellen Paiwan-Tänzen und die Kostüme vereinen traditionelle Kleidung mit zeitgemäßer Mode und Bewegungen. Das Stück zeigt, dass Kultur kein statisches Objekt ist, das ausgestellt werden kann, sondern ein Medium für den Fluss von Lebenskraft. Es lädt das Publikum dazu ein, seine Sichtweisen zu überdenken und die Komplexität der Kultur zu entdecken. Das Tjimur Dance Theatre wurde vor 19 Jahren von den Geschwistern Ljuzem und Baru Madiljin gegründet und hat seitdem über 150 Aufführungen auf der ganzen Welt präsentiert. Das Tjimur Dance Theatre entstand in der Paiwan-Gemeinde Timur in Taiwan. Seine Mitglieder leben bis heute in dieser Gemeinschaft und ziehen viele Elemente ihrer Kunst aus der traditionellen Kultur. Viele Werke von Tjimur Dance spielen mit dem Paradox, gleichzeitig das traditionelle Erbe ihrer Gemeinschaft zu nutzen und aus zeitgenössischer Sicht dagegen zu „rebellieren“, ebenso wie sie für das internationale Publikum dieses traditionelle Erbe verkörpern und gleichzeitig helfen wollen, diesen stereotypen Blick aufzubrechen. Künstlerische Leitung: Ljuzem Madiljin Leitung Tanz & Choreografie: Baru Madiljin Probenleitung & Performance: Yang Ching-hao, Ljaucu Tapurakac Performance: Ljuzem Madiljin, Chiang Sheng-hsiang, Meng Tzu-en, Zepulj Kazangilan Technische Koordination & Licht Design: LEE I-shun Visual Image Design: WANG Hung-chun Musik Design: Hsu Te-Chang Kostüm Design & Produktion: PROJECTbyH. Haupt Visual Design: 58kg Technische Koordination & Bühnen Mangagement: Lu Hsiu-Yi Technischer Koordination für Audio/Video: Huang Wei-Yu Künstlerische Begleitung & Internationale Verbindungsperson: Chang Hsin-Yi Company Management: Chiu Shu-Ting Förderung: Das Programm „Taiwan Moves“ wird präsentiert in Kooperation mit der European Semiconductor Manufacturing Company (ESMC) GmbH sowie mit freundlicher Unterstützung durch die TSMC Education & Culture Foundation und das Ministerium für Kultur, Taiwan. Gefördert durch die Kulturstiftung des Freistaates Sachsen. Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes. Mit freundlicher Unterstützung von "So geht sächsisch". ca. 1 Std. 10 Min. 29/19 €
Aufführungen
| Tanz
tanzmainz & Moritz Ostruschnjak:
tanzmainz & Moritz Ostruschnjak:
Trailer Park
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste
In „Trailer Park“ zeigen zehn Tänzer*innen, wie die digitale Welt unsere Körper und unser Miteinander verändert. Sie tanzen Bewegungen aus dem Internet und machen daraus eine spannende Show für die Bühne. Wie wirkt sich die zunehmende Digitalisierung des Lebens auf unsere körperlichen und sozialen Erfahrungen aus? Dieser Frage geht „Trailer Park“ nach, eine Zusammenarbeit von tanzmainz und dem Choreografen Moritz Ostruschnjak. Fundstücke aus den Sozialen Medien werden darin kopiert und neu zusammengefügt. In grellen Sporttrikots zelebrieren die zehn Tänzer*innen eine Choreografie der rasanten Wechsel und hohen Verdichtungen, sie swipen sich durch Bewegungsstile, greifen kurze Videos auf, eigenen sich virale Gesten und Gruppenchoreografien an: Eine mitreißende Rück-Übersetzung des Virtuellen in den physischen Raum. Ostruschnjaks Choreografie entsteht aus dem „Pick & Mix“ und „Cut & Paste“ der Gegenwart: ein atemloser Remix aus Tanz und Sport – garantiert populär. ca. 1 Std. 6.6. Live-Audiodeskription in deutscher Sprache. Anmeldung unter: barrierefrei@hellerau.org 24/16 €
Aufführungen
| Theater
RambaZamba Theater:
RambaZamba Theater:
The Rocky Horror Drag Show
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste
Give yourself over to absolute pleasure. Ein junges konservatives Paar verlobt sich auf einem Friedhof und begibt sich auf die Reise zu dem Lehrer, in dessen Unterricht es sich einst kennengelernt hat. Unterwegs erleidet das Auto der Liebenden mitten in der Nacht eine Panne. Auf der Suche nach Hilfe betreten sie das Schloss einer hedonistischen Partygemeinde und ihres Anführers, dem exzentrischen Wissenschaftler Dr. Frank N. Furter, der dort Rocky kreiert, den perfekten Menschen. Die beiden tauchen ein in eine ihnen fremde Welt voller Lust, Musik und Sex – und kehren am Ende völlig verwandelt zurück. „The Rocky Horror Picture Show“ floppte 1975 zunächst an den Kinokassen, avancierte dann jedoch unerwartet zum Kultfilm. In den „Midnight-Showings“ werden – mittels lustvoller Partizipation des Publikums und der Auftritte der legendären Shadow-Casts von Laienspieler:innen – Queerness, B-Horrorfilm-Effekte, Science-Fiction, Extravaganz und Glamour hemmungslos zelebriert. Gemeinsam mit den legendären Berliner Drag-Queens Judy LaDivina und Bibingka lädt das RambaZamba-Ensemble zu einem Abend ein, der diese Tradition in eine neue Form überführt: eine inklusive Drag-Night! In der Kunstform Drag wird wild mit den Geschlechtern gespielt, und die Kategorie Gender als performative Erfahrung erforscht – in wilden Lip-Sync-Performances zu Popsongs, intimen Monologen und unmittelbaren Begegnungen mit dem Publikum. Anderssein wird hier nicht versteckt oder verurteilt, sondern in einem emanzipatorischen Akt grandios gefeiert. Wie „The Rocky Horror Picture Show“ schafft Drag Räume der Befreiung, in denen Körper, Begehren und Zugehörigkeit neu verhandelt werden. Das RambaZamba-Ensemble öffnet sein Schloss in der Kulturbrauerei als Zuflucht für alle Kreaturen der Nacht – jene, die in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung um ihre Souveränität und Unversehrtheit bangen müssen – und lädt ein zu Erotik, freier Liebe und Partizipation. Enter at your own risk! The Virgin’s Guide to The Rocky Horror Drag Show mit RambaZamba Theater. 1. Don't be shy – come in DRAG 2. But remember: You’re born NAKED – the rest is DRAG (so come as you are – or go full glam) 3. Please DON’T THROW RICE (Mother is not going to clean that up) 4. Unleash your inner FREAK 5. Enjoy your time at the SCHLOSS, plus free SHOTS (yes, this show is only appropriate for people 18 and older for a reason) Biografie. Am RambaZamba Theater arbeiten Schauspielende mit und ohne Behinderung seit über 30 Jahren gemeinsam mit renommierten Gästen aus der deutschen Kulturlandschaft an wildem, aufregendem Theater. Seit seiner Gründung 1992 hat sich dieses Theater in der Kulturbrauerei Berlin von einem avantgardistischen Projekt zu einer Institution mit hohem künstlerischem Niveau entwickelt und gilt heute als das renommierteste inklusive Theater Europas. ca. 1 Std. 50 Min. In Deutsch, Englisch Der Einlass für The Rocky Horror Drag Show ist erst ab 18 Jahren gestattet, da im Rahmen der Veranstaltung Alkohol ausgeschenkt wird. Die Inszenierung enthält explizite sexuelle Inhalte und es kommt zum Einsatz von künstlichem Nebel, Stroboskopeffekten, lauten Geräuschen, lauter Musik und zur Darstellung von Drogenkonsum. 24/16 €
Aufführungen
| Tanz
Israel Galván:
Israel Galván:
La Edad de Oro
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste
Der spanische Tänzer und Choreograf Israel Galván ist der führende Avantgardist und Weltstar des Flamenco, dessen Werke die Grenzen dieses Genres hinterfragen und sprengen. Technisch hochvirtuos spielt er mit der Tradition auf eine Weise, wie es im spanischen Flamenco noch nie zuvor gesehen wurde. Das Stück „La Edad de Oro“ ist Galváns erfolgreichste Choreografie – sie wurde schon hundertfach gezeigt. Der Titel „Das goldene Zeitalter“ bezieht sich auf die Zeit von der Mitte des 19. bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts, als die meisten der heute bekannten Subgenres des Flamenco entstanden. In dieser Zeit blieb sein Ausdruck einfach und aufrichtig – eine Intimität, die Galván in diesem Stück einzufangen versucht. Anlässlich des zwanzigjährigen Bühnenjubiläums von „La Edad de Oro“ erneuert Israel Galván das Programm mit der Stimme von María Marín und Rafael Rodríguez an der Gitarre. Gemeinsam destillieren sie die Essenz des Flamenco auf seine Kernelemente Tanz, Gesang und Gitarre und interpretieren sie mit ihrem einzigartigen Stil für ein zeitgenössisches Publikum neu. ca. 1 Std. 10 Min. 29/19 €
Aufführungen
| Tanz
Sebastian Weber Dance Company:
Sebastian Weber Dance Company:
The Long Run
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste
Anfang der 1990er-Jahre erlebte Sebastian Weber die New Yorker Stepptanz-Szene als einen Ort, der Rassismus hinter sich gelassen hatte. Die Schwarzen Meister des Jazz-Tap praktizierten Stepptanz als solidarische Gemeinschaft, in die sie junge Europäer*innen mit offenen Armen aufnahmen. „If you have a pair of tap shoes on, you are in!“, sagte Gregory Hines und sein Bruder Maurice sekundiert „Dancers don’t see color“ – und meinte das positiv. 30 Jahre später befasst sich Sebastian Weber, einer der wichtigsten zeitgenössischen Stepptänzer Deutschlands, mit den Utopien von damals und dem heutigen Verständnis von Rassismus. „The Long Run“ ist ein Stück über kulturelle Aneignung und Identität, über weiße Verantwortung und Rassismus. Es ist auch ein sehr persönlicher Tanz über Vergänglichkeit und Erinnerung und eine Befragung des Körpers als Speicher von Begegnungen und Geschichten. ca. 1 Std. 15 Min. 21/14 €
Aufführungen
| Tanz
Salia Sanou / CCN de Nantes:
Salia Sanou / CCN de Nantes:
À nos Combats
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste
Tanz trifft Boxen – zwei Welten, die Kraft, Disziplin und Ausdruck vereinen. Der Choreograf Salia Sanou aus Burkina Faso verbindet diese beiden Elemente in „À Nos Combats“ zu einer poetischen Untersuchung über Körper, Macht und Gemeinschaft. Sanou interessiert die Bewegung zwischen Angriff und Ausweichen, zwischen Realität und Fiktion. Inspiriert von Welten zwischen Muhammad Ali und George Foreman in Kinshasa betont er den ästhetischen und emotionalen Reichtum dieses Sports, besonders aus weiblicher Perspektive. Sensibilität, Humor und Energie durchziehen die Choreografie, in der Körper zugleich kämpfen und tanzen. Gemeinsam mit rund 60 Amateur*innen verwandelt Sanou den Ring in eine Bühne für Sichtbarkeit, Gleichberechtigung und Selbstbehauptung. In Dresden ist „À nos Combats“ ein Kooperationsprojekt mit verschiedenen Vereinen und Initiativen und eröffnet damit eine Begegnung zwischen Tanz- und Sportszene. Begleitet wird das Projekt von einem Gespräch über den Sinto-Boxer Rukeli Trollmann, dessen Denkmal seit 2012 auf dem Gelände des Festspielhauses steht. ca. 1 Std. 24/16 €
Aufführungen
| Tanz
Yotam Peled:
Yotam Peled:
Where the Boys are
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste
Ein Spiel. Ein Tanz. Ein Kampf. Eine Beziehung. Eine Aufführung. „Where the Boys Are“ erkundet spielerisch die Schnittstelle zwischen Tanz und Kampfsport. Indem sie das Vokabular verschiedener Kampfpraktiken untersuchen und rekonstruieren, verwandeln die beiden Performer die Arena in einen sensiblen und intimen Bereich der Performance. Zwei gegensätzliche Kräfte kommen zu einem Kampf, jeder will den anderen besiegen und schließlich werden ihre Körper durch ständige Zusammenstoße weicher. Diese neue Verletzlichkeit lädt den einen ein, den anderen zu entdecken, und eröffnet neue Möglichkeiten der Berührung – mit Sorgfalt und Unterstützung, die es in Beziehungen zwischen Männern oft nicht gibt. Yotam Peled beschäftigt sich seit seiner Kindheit mit bildender Kunst, Leichtathletik und Capoeira. Im Alter von 21 Jahren, nach Beendigung seines Militärdienstes, begann er zu tanzen und absolvierte später eine höhere Ausbildung in zeitgenössischem Zirkus. 2015 zog er nach Berlin und arbeitet seitdem als freischaffender Performer mit verschiedenen europäischen Choreograph*innen zusammen, darunter Maura Morales, Yann L’hereux, Troels Primdahl, Jill Crovisier und Mitia Fedotenko. Seit 2018 ist er Choreograph und künstlerischer Leiter des Ensembles „Yotam Peled & the Free Radicals“. ca. 40 Min. ohne Sprache Publikumsgespräch im Anschluss Eintritt frei Die Vorstellung findet in der GEH8 statt (Gehestraße 8, Dresden)
Aufführungen
| Tanz
Groupe Acrobatique de Tanger:
Groupe Acrobatique de Tanger:
KA-IN
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste
„KA-IN“, die neue Produktion der Groupe Acrobatique de Tanger, verbindet marokkanische Akrobatiktraditionen mit urbanen Bewegungsformen wie Parkour und Breakdance. In ihrer Heimatstadt Tanger, an der Schwelle zwischen zwei Kontinenten und zwei Meeren, begegnen sich verschiedene Lebensrealitäten, Sprachen und Kulturen. Das dreizehnköpfige Ensemble erforscht in der Choreografie der französischen Regisseurin Raphaëlle Boitel in eindrucksvollen Bildern, was es bedeutet, zwischen diesen Welten zu leben – physisch, emotional, kulturell. Mit atemberaubender Körperlichkeit, Leichtigkeit und Humor entsteht eine Performance, die Tradition und Gegenwart, Zirkuskunst und Tanz, kollektive Energie und individuelle Sehnsucht miteinander verschränkt. „KA-IN“ zeigt das Populäre als verbindende Energie, als Sprache, die über kulturelle Grenzen hinweg verständlich bleibt. ca. 1 Std. 10 Min. 2.5. Publikumsgespräch im Anschluss 3.5. Mit Live-Audiodeskription in deutscher Sprache. Anmeldung unter: barrierefrei@hellerau.org 29/19 €
Aufführungen
| Tanz
go plastic company & Kolleg*innen:
go plastic company & Kolleg*innen:
Tanz in den Mai
HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste
Das Festival „Make it Pop” startet mit einem Tanzfest der besonderen Art. Mit verschiedenen Tanzvereinen und Tanzstilen wie Hip-Hop, zeitgenössischem Tanz, Tango, Contact Improvisation, K-Pop, Contemporary Fusion und weiteren werden die Gärten, Plätze und Wege der Gartenstadt Hellerau bespielt – ein Erlebnis, das die Popularität des Tanzes in besonderer Weise erfahrbar macht. Kuratiert von der go plastic company entsteht ein Fest des Miteinanders, das seinen Abschluss vor dem Festspielhaus und mit anschließendem Ausklang im Kulturgarten findet. ca. 2 Std. In Deutsch Eintritt frei
Aufführungen
| Theater
Don Giovanni
Hochschule für Bildende Künste Dresden
Dramma giocoso in zwei Akten | Libretto: Lorenzo Da Ponte Koproduktion der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden mit der Hochschule für Bildende Künste Dresden und dem Staatsschauspiel Dresden Ein Mensch, der uns berührt, wird ein Teil von uns. Wer ist dieser Don Giovanni, der serienmäßig Frauen verführt, überwältigt und verlässt? Der ihre geordnete Welt und damit auch die ihrer Mitmenschen ins Chaos stürzt, seinen Diener Leporello jede weibliche Eroberung archivieren lässt und in Kauf nimmt, gejagt und verfolgt zu werden und ein Leben auf der Flucht zu führen? Wer sind diese Frauen, die ihm verfallen, ihm erliegen, sich ihm nicht entziehen können? DON GIOVANNI spielt in der Finsternis. Die Menschen begegnen sich nachts und in der Dämmerung, immer zwischen Wachen und Träumen, Bewusstsein und Unterbewusstsein. Das Labyrinth, durch das ihre Flucht und Verfolgung sie treibt, führt sie nicht an einen Ort, es führt sie zu ihrem eigenen innersten Kern. Musikalische Leitung: Prof. Valtteri Rauhalammi Regie: Prof. Susanne Knapp Dramaturgie: Dr. Wolfgang Mende Regie-/Produktionsassistenz: Karol Kosmonaut Inspizienz: Tobias Mäthger Übertitelung: Saskia Zimmermann Bühne und Kostüme: Pauline Malack Assistenz Bühne und Kostüme: Noemi Bernstein, Marie Brennecke, Carlotta Kämmer, Helene Ponick, Inima Luzie Prause, Sarah-Sophie Seifert, Nina Strecha, Lena Tausche, Hanna Ziegler Theatermalerei: Maxi Schröder, Valerie Frenzel (Mentorat: Prof. Maren Greinke, Romy Krüger) Leitung Opernchor:Pauline Beaucamp (Mentorat: Olaf Katzer) Studienleitung: Annika Größlein Musikalische Assistenz: Elisabeth Roiter, Seulhwa Jang, Jinkyeong Kim, Yiting Shi, Yutong Chen, Katrin Thea Hermann, Seunghwan Ji Don Giovanni: Gerrit Illenberger Il Commendatore: Gwanggeun Noh Donna Anna: Hanna Park Don Ottavio: Kota Katsuyama Donna Elvira: Lisa Trentmann Leporello: Alexander Rampp Masetto: Joschua Vlasanek Zerlina: Clara-Marie Schade das Hochschulorchester der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden Opernchor - Studierende des 1. Studienjahres Gesang
Aufführungen
| Oper
Parsifal
Semperoper Dresden
Bühnenweihfestspiel in drei Aufzügen Libretto vom Komponisten Nur ein „reiner Tor“ soll laut einer Prophezeiung in der Lage sein, die Gralsgemeinschaft zu erneuern. Sollte dieser Retter Parsifal sein …? Ob Richard Wagner, als er sich beim Fliegenden Holländer erstmals der Erlösung zuwandte, schon wusste, dass er damit sein künstlerisches Lebensthema finden würde? In seinem letzten Werk Parsifal, uraufgeführt 1882 in Bayreuth, wartet nicht nur ein einzelner Mensch, sondern die gesamte Gesellschaft auf einen Erlöser – getragen von der Hoffnung, eines Tages auf den Einen zu treffen, dem diese Aufgabe zufällt. Parsifal vermag dies erst dann, wenn er „durch Mitleid wissend“ geworden ist. Ein Prozess, der viele Jahre, vielleicht ein ganzes Leben andauert. Doch es gibt Kräfte, die ihn auf seinem Weg zu hindern versuchen. Wird Parsifal bereit sein, sich in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen? Das Bühnenweihfestspiel Parsifal überwältigt bis heute. Ob auch die Kunst zu Erlösung beitragen kann? Floris Visser, der u.a. in Amsterdam und Zürich inszeniert hat, führt erstmals Regie an der Semperoper. Für den Chefdirigenten der Sächsischen Staatskapelle Dresden, Daniele Gatti, der Wagners Weltabschiedswerk u.a. an der Metropolitan Opera in New York und bei den Bayreuther Festspielen dirigiert hat, ist es der erste Parsifal an der einstigen Wirkungsstätte Richard Wagners. Musikalische Leitung: Daniele Gatti Inszenierung: Floris Visser Bühnenbild: Frank Philipp Schlößmann Kostüme: Jon Morell Licht: Fabio Antoci Video: Will Duke Choreografie: Demi Wals Choreinstudierung: Jan Hoffmann Kinderchoreinstudierung: Claudia Sebastian-Bertsch Dramaturgie: Jörg Rieker, Martin Lühr Kinderchor der Semperoper Dresden Sächsischer Staatsopernchor Dresden Sächsische Staatskapelle Dresden In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Werkeinführung (kostenlos) 45 Minuten vor Beginn der Vorstellung im Opernkeller
Aufführungen
| Kabarett
Reiner Kröhnert
Mit Zahnrad & Zylinder e.V.
Er ist der ungekrönte Meister der politischen Satire: Reiner Kröhnert, ein deutscher Kabarettist und Parodist, rechnet geschickt mit Größen aus Politik, Show und Wirtschaft ab und schreckt dabei vor nichts zurück. Allein mithilfe seiner Mimik und Gestik sowie seiner Stimme gelingt es ihm, unsere „Angie“ perfekt und urkomisch zu imitieren. Doch nicht nur Frau Merkel bekommt ihr Fett weg, denn Reiner Kröhnert rechnet ungeniert mit sämtlichen öffentlichen Persönlichkeiten ab, in denen er komödiantisches Potential entdeckt. So sind beispielsweise auch schon Schröder, Schäuble oder Friedmann bei ihm unter die Räder gekommen, was beim Publikum jedes Mal für schallendes Gelächter sorgt. Zahlreiche Preise wie der Gaul von Niedersachsen, der Saarländische Kulturpreis sowie der Leipziger Löwenzahn verdeutlichen die hohe Qualität seines Soloprogramms. Egal als welcher Charakter Reiner Kröhnert die Bühne betritt – die Zuschauer dürfen sich auf eine spaßige und unterhaltsame Satire-Show der Spitzenklasse freuen.
Aufführungen
| Oper
Der Florentiner Hut
Semperoper Dresden
Premiere: 31.5.2026 Farsa musicale in vier Akten Libretto von Nino Rota und Ernesta Rota nach dem Vaudeville Un chapeau de paille d’Italie von Eugène Labiche und Marc Antoine Amédée Michel Nino Rotas Melodien verzaubern auf der Opernbühne genauso wie auf der Kinoleinwand. „Ein köstlicher Opernspaß“ titelte der Kurier nach der umjubelten Premiere der Inszenierung von Bernd Mottl im Mai 2023 an der Oper Graz. Die Figuren bewegen sich dabei durch eine Landschaft von überdimensionalen Hutschachteln. „Wir haben uns bewusst für eine nostalgische Schwarz-Weiß-Optik entschieden“, erzählt Bernd Mottl, „weil man durch die Konzentration auf Muster und Silhouetten die Unterschiedlichkeit der Charaktere noch besser herausarbeiten kann.“ Alles in allem ein humoristischer Hochgenuss! Musikalische Leitung: Daniele Squeo Inszenierung: Bernd Mottl Bühne & Licht: Friedrich Eggert Kostüme: Alfred Mayerhofer Choreinstudierung: Jonathan Becker Dramaturgie: Marlene Hahn, Dorothee Harpain Sächsischer Staatsopernchor Dresden Sächsische Staatskapelle Dresden In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Aufführungen
| Ballett
Parts and Pieces
Semperoper Dresden
Premiere: 8.5.2026 Kinsun Chans Ballett ist von dem Gedanken inspiriert, dass Schönheit nicht in Perfektion zu suchen sei, sondern im Unvollkommenen und Vergänglichen. Übersetzt heißt sie „Goldverbindung“ oder „Narben aus Gold“ – die jahrhundertealte japanische Reparaturmethode genannt Kintsugi. Anhand dieser werden Scherben von zerbrochenen Keramikoder Porzellangefäßen mit Urushi-Lack geklebt und Risse mit Goldstaub kenntlich gemacht. Entstandene Schäden gilt es nicht zu kaschieren, sondern die verborgene Geschichte eines wertvollen Objekts zu zelebrieren. Hinter diesem seit dem 16. Jahrhundert verbreiteten Handwerk steckt der eng mit dem Zen-Buddhismus in Verbindung stehende Gedanke, dass Schönheit nicht in Perfektion zu suchen sei, sondern im Unvollkommenen und Vergänglichen. Diese Komponenten symbolisieren den Fluss des Lebens, des Werdens und Vergehens allen Seins. Die auch Wabi-Sabi genannte Ästhetik inspiriert Kinsun Chan zu eigener Lesart, die er nicht nur auf die Choreografie, sondern auch auf die Ausstattung des Tanzabends überträgt. So wird er bereits vorhandenen Kulissen und Kostümen neues Leben einhauchen wie auch den „alten“ Objekten im Sinne der Kintsugi-Idee der Verwandlung einen neuen Wert verleihen. Die Würdigung der Imperfektion stellt gerade auf dem Gebiet Tanz einen spannenden Aspekt dar, da diese Kunstform Mängel traditionell auszuklammern scheint. Chan folgt in seiner Choreografie im Gegensatz dazu dem Gedanken, eigene Schwächen zu akzeptieren und in der Unvollkommenheit des Individuums dessen Einzigartigkeit zu begreifen. Choreografie & Konzept: Kinsun Chan Bühne & Kostüme: Anja Jungheinrich, Kinsun Chan Licht: Christian Kass Musik: Johann Sebastian Bach, Philip Glass, Johannes Goldbach, Malakoff Kowalski, György Ligeti, Robert Schumann, Sergei Rachmaninow, Claude Debussy, Frédéric Chopin Solo-Pianist: Gianmarco Rughetti Semperoper Ballett Elektronische Musik und Live-Klavier Das Semperoper Ballett im Staatsschauspiel, Kleines Haus
Aufführungen
| Show