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Der Florentiner Hut
Nino Rota
Farsa musicale in vier AktenLibretto von Nino Rota und Ernesta Rota nach dem Vaudeville Un chapeau de paille d’Italie von Eugène Labiche und Marc Antoine Amédée Michel
Nino Rotas Melodien verzaubern auf der Opernbühne genauso wie auf der Kinoleinwand.
„Ein köstlicher Opernspaß“ titelte der Kurier nach der umjubelten Premiere der Inszenierung von Bernd Mottl im Mai 2023 an der Oper Graz. Die Figuren bewegen sich dabei durch eine Landschaft von überdimensionalen Hutschachteln. „Wir haben uns bewusst für eine nostalgische Schwarz-Weiß-Optik entschieden“, erzählt Bernd Mottl, „weil man durch die Konzentration auf Muster und Silhouetten die Unterschiedlichkeit der Charaktere noch besser herausarbeiten kann.“ Alles in allem ein humoristischer Hochgenuss!
Musikalische Leitung: Daniele Squeo
Inszenierung: Bernd Mottl
Bühne & Licht: Friedrich Eggert
Kostüme: Alfred Mayerhofer
Choreinstudierung: Jonathan Becker
Dramaturgie: Marlene Hahn, Dorothee Harpain
Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Sächsische Staatskapelle Dresden
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
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Carmen
Georges Bizet
Oper in drei AktenLibretto von Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée
Der Mythos Carmen und ihr beispielloser Kampf für Freiheit und Selbstbestimmung.
Kann man Carmens Blick nur mit dem eines wilden Tieres vergleichen? Der französische Schriftsteller Prosper Merimée untersucht diese Frage in seiner Novelle Carmen, der Vorlage von Georges Bizets (1838–1875) gleichnamiger und letzter Oper, die am 3. März 1875 an der Opéra- Comique in Paris uraufgeführt wurde. Carmens verführerisches Auftreten ist ihre Waffe und ihr Schicksal zugleich, denn am Ende stirbt sie durch die Hand ihres eifersüchtigen Liebhabers: Don José.
Carmen will nicht fremdbestimmt und schon gar nicht im aufwirbelnden Sand vor der Stierarena von Don José gerettet werden, selbst der Tod ist ihr da lieber: Sie will über ihr Leben selbst entscheiden. In der äußerst populär gewordenen Habanera, Carmens leidenschaftlicher Auftrittsarie, zeichnet sie ein Bild von sich: „Die Liebe ist ein widerspenstiger Vogel, den keiner zähmen kann.“ Ihr unbeugsamer Freiheitsdrang ist ihre DNA.
Georges Bizets Partitur, gespickt mit eingängigen Melodien, mit charakteristischen Instrumenten wie Kastagnetten und Tamburin und mitreißenden Rhythmen und einer Anreihung von spanischen Tänzen, strotzt vor Schmiss, Wucht und Leidenschaft. Lebensfreude und Tanz, aber auch Schmerz und schließlich der Tod liegen da nahe beieinander. Das janusköpfige Thema von Angst und Faszination bestimmt die Temperatur in dieser Oper und wirkt übrigens in einer Vielzahl an Verwandten Carmens in späteren Opernfiguren weiter.
Musikalische Leitung: Lorenzo Passerini
Inszenierung: Nadja Loschky
Bühnenbild: Etienne Pluss
Kostüme: Irina Spreckelmeyer
Licht: Fabio Antoci
Choreografie: Thomas Wilhelm
Chor: Jonathan Becker
Kinderchor: Claudia Sebastian-Bertsch
Dramaturgie: Yvonne Gebauer, Benedikt Stampfli
Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Kinderchor der Semperoper Dresden
Sächsische Staatskapelle Dresden
In französischer Sprache mit deutschen Texten von Nadja Loschky nach der Novelle und dem Libretto mit deutschen und englischen Übertiteln
Dauer: 19 – 22.10 Uhr, eine Pause nach 100 Minuten
Werkeinführung (kostenlos)
45 Minuten vor Beginn der Vorstellung im Opernkeller
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Trouble in Tahiti
Leonard Bernstein
Einaktige Oper in sieben SzenenLibretto vom Komponisten mit einem Epilog The Unanswered Question von Charles Ives (1906/1935)
Reduzierte Fassung von Garth Edwin Sunderland
Abtauchen in die Südsee, dem Alltag entfliehen … ach, das war ja nur eine Oper!
In ihrem schönen weißen Häuschen führen Sam und Dinah das Leben einer Vorzeigefamilie der 1950er Jahre: der Vater ein erfolgreicher Geschäftsmann, die Mutter eine umsichtige Hausfrau, der Sohn musisch begabt – ein Bild wie aus der Fernsehwerbung, untermalt von den swingenden Rhythmen eines Jazz-Trios, das das Leben und Lieben in der Vorstadt preist.
Doch hinter der perfekten Fassade haben sich Sam und Dinah eigentlich nichts mehr zu sagen. Er flüchtet vor ihr in den Job und zu seinem Handballverein, sie liegt beim Psychologen auf der Couch und sieht sich die Südseeschnulze Trouble in Tahiti an – allein. Manfred Weiss’ Inszenierung von Leonard Bernsteins 1952 uraufgeführtem Einakter wirft einen so satirischen wie sezierenden Blick auf den Alltag einer amerikanischen Durchschnittsfamilie, die auch im 21. Jahrhundert und jenseits des „Großen Teichs“ ihre Ebenbilder findet.
Musikalische Leitung: Ingunn Korsgård Hagen
Inszenierung: Manfred Weiß
Bühnenbild & Kostüme: Okarina Peter, Timo Dentler
Choreografie: Natalie Holtom
Licht: Marco Dietzel
Dramaturgie: Anne Gerber
In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln
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Die Tempeltänzerin / La Bayadère
Aaron S. Watkin
Ballett in zwei Akten von Aaron S. Watkin nach Marius PetipaMusik von Ludwig Minkus
Der Titel dieses Ballettes wurde im Frankreich des 19. Jahrhunderts geprägt und entsprang dem eurozentristischen Blick auf ›orientalische‹ Tempeltänzerinnen. Der Begriff der ›bayadère‹ unterschied jedoch nicht zwischen Tänzerinnen, die im Sinne der Unterhaltungskunst auftraten, und Devadasis (Gottesdienerinnen). Aufgrund der Ansiedlung der Handlung im ›exotischen‹ Sujet, seines dramaturgischen Aufbaus sowie des opulent konzipierten und technisch vielseitigen Bühnenzaubers, gilt das von Marius Petipa und Ludwig Minkus kreierte Handlungsballett »Die Tempeltänzerin/La Bayadère« (1877), als ein ›grand spectacle‹: Dem Geiste der Romantik verpflichtet, erzählt es die märchenhaft-tragische Liebesgeschichte zwischen der Tempeltänzerin Nikjia, die – entgegen ihren religiösen Verpflichtungen – ihr Herz dem Krieger Solor geschenkt hat, der jedoch einer anderen Frau versprochen ist, so dass das Paar nur in einer parallelen Traumwelt zueinander finden kann.
Handlung & Choreografie: nach Marius Petipa Aaron S. Watkin
Mise en scène und Handlung: Francine Watson Coleman
Musik: Ludwig Minkus
Musikalisches Arrangement: David Coleman
Bühnenbild: Arne Walther
Kostüme: Erik Västhed
Licht: Bert Dalhuysen
Dramaturgie: Katharina Riedeberger
Musikalische Leitung: Tom Seligman
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Entweder hat sich der tausende Jahre alte Hinduismus geändert oder die seit wenigen Jahren ständig ansteigenden Befindlichkeiten. Zur Premiere von Die Tempeltänzerin ( La Bayadère) 2008 in der Semperoper war jedenfalls kein einziger Hindu in seiner religiösen Befindlichkeit gekränkt. Es ist vielmehr eine andere Religion, die sich der religiösen Empörung mit Inbrunst bemächtigt. Die Woken sind ausnahmslos über alles und jeden empört, so scheint es. Es ist folgerichtig auch kein indischer Hindu, der die „kulturelle Aneignung“ lauthals beklagt. Mal wieder sind die USA das Epizentrum der seismischen Empörungswelle. Und mal wieder wird im Namen der vorgeblichen kulturellen Sensibilität ein Keil in die Gesellschaft getrieben, die ein Miteinander erschwert und mittels kultureller Hexenjagd Hysterie verbreitet. Das über 150 Jahre alte Stück wurde dereinst in St. Petersburg uraufgeführt und hat nie auch nur den Hauch einer Behauptung aufgestellt, eine nüchtern-wissenschaftliche Abhandlung des Hinduismus im Allgemeinen und der soziologischen Situation in Indien im Speziellen zu sein. Es ist was es ist: eine bezaubernde Choreographie mit herausragenden Tänzern zu einer traumhaften Musik als das Produkt der Phantasie von Künstlern, die uns etwas zu sagen habe, dass weit über das Erzählte hinaus geht.
Der Rosenkavalier
Komödie für Musik in drei Aufzügen von Hugo von Hofmannsthal
Musik von Richard StraussIn der Liebe zu dem jüngeren Octavian findet die verheiratete Feldmarschallin ihre Jugend wieder. Doch schmerzlich erkennt sie, dass der Lauf der Zeit nicht aufzuhalten ist. Als Octavian als Brautwerber für den Mitgiftjäger Ochs auf Lerchenau die Silberne Rose überbringen soll, geschieht das Unaufhaltsame: Brautwerber und Braut verlieben sich. Mit einer komödiantischen Maskerade schaltet Octavian seinen Auftraggeber aus. Die Feldmarschallin erscheint, um den entstandenen Trubel aufzulösen – und sie gibt Octavian frei: »Hab mir’s gelobt, ihn lieb zu haben in der richtigen Weis’.«
Inszenierung: Uwe Eric Laufenberg
Bühnenbild: Christoph Schubiger
Kostüme: Jessica Karge
Chor: Omer Meir Wellber
Dramaturgie: Hans-Georg Wegner
Gesamtdauer 4 Stunden 35 Minuten
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Wohnzimmerkonzerte bewerten:
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Neben dem musikalischen Beitrag auch ein interessanter Blick ins Private, verschiedenst umgesetzt. Hautnah und garantiert ohne Sichteinschränkung!
Entdecken, Staunen, Erleben! – Tag der offenen Semperoper
Zum Start der neuen Saison lädt die Semperoper zu einem besonderen Rundgang ein: Wer schon immer wissen wollte, wo geprobt, gebaut, gemalt, genäht und archiviert wird, kann am 13. September 2026 selbst die sonst verborgenen Bereiche entdecken.Eintritt frei
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Auftakt! Musikalischer Spaziergang durch die Saison 2026/27
Starten Sie die Spielzeit mit einem besonderen musikalischen Streifzug: Intendantin Nora Schmid führt zusammen mit Sänger*innen des Ensembles durch die Höhepunkte der Saison. Das Semperoper Ballett sorgt für tänzerische Highlights, während der Sächsischer Staatsopernchor Dresden und die Sächsische Staatskapelle Dresden unter Johannes Wulff-Woesten die Semperoper in klingendes Leben taucht. Ein Abend voller Lieblingsmomente aus dem Repertoire und ein Vorgeschmack auf die Premieren erwartet Sie.Musikalische Leitung: Johannes Wulff-Woesten
Moderation: Nora Schmid
Sächsische Staatskapelle Dresden
Semperoper Ballett
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Un ballo in maschera
Giuseppe Verdi
Premiere: 4.10.2026Melodramma in drei Akten
Libretto von Antonio Somma
Wenn eine Freundschaft Loyalität und Liebe auf die Probe stellt
Worauf gründet Eifersucht? Auf Liebe? Auf Angst? Riccardo, Gouverneur von Boston, hat so viele vermeintliche Freunde wie im Verborgenen wirkende Feinde. Als Renato, sein Berater und bester Freund, realisiert, dass dieser seine Frau Amelia liebt, vollzieht sich ein folgenschwerer Riss: Er schließt sich den Verschwörern an, deren Ziel es ist, Riccardo auf einem Maskenball zu eliminieren. Riccardo selbst, dem sein Tod von der Wahrsagerin Ulrica prophezeit wurde, wirft sich mit schon fast schmerztrunkener Lust in die Chronik seines angekündigten Todes.
Mit Un ballo in maschera ist Giuseppe Verdi (1813–1901) ein ganz besonderes Werk gelungen: Vom ersten Takt an entfaltet sich ein musikalischer Fluss, bei dem das Heitere und Burleske vom Tragischen und Düsteren nicht zu trennen sind.
Nach Falstaff steht erneut Chefdirigent Daniele Gatti in der ersten Aufführungsserie am Pult der Sächsischen Staatskapelle, um die farben- und kontrastreiche Partitur zum Blühen zu bringen. Angela Denoke, als Sängerin international gefeiert und seit einiger Zeit auch als Regisseurin aktiv, gibt mit diesem Tanz zwischen Liebe und Loyalität ihr Regiedebüt an der Semperoper Dresden.
Musikalische Leitung: Daniele Gatti
Inszenierung: Angela Denoke
Mitarbeit Regie: Fabio Toraldo
Bühne & Kostüme: Timo Dentler, Okarina Peter
Chor: Jan Hoffmann
Dramaturgie: Jörg Rieker
Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Sächsische Staatskapelle Dresden
In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
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Die wunderbaren Jahre
Torsten Rasch
Premiere: 16.10.2026Musiktheater von Torsten Rasch nach Die wunderbaren Jahre von Reiner Kunze
Kann eine genormte Freiheit restlos wunderbar sein?
Musikalische Leitung: Christian Blex
Inszenierung: Nora Bussenius
Ausstattung: Christin Vahl
Licht: Marco Dietzel
Video: Gary Hurst
Sounddesign: Daniel Dorsch
Dramaturgie: Martin Lühr
Projektorchester
In deutscher Sprache
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Different Grounds
Stephanie Lake · Shahar Binyamini · Julian Nicosia
Dieser Ballettabend bringt in drei Uraufführungen innovative Tanzstile aus drei Kontinenten auf die Bühne der Semperoper.Welche Sprache verbindet alle Länder der Erde? Tanz gibt es auf der ganzen Welt, doch wird auch diese Sprache nicht überall mit dem gleichen Akzent „gesprochen“. Der Ballettabend Different Grounds bringt in drei Uraufführungen innovative Tanzstile aus drei Kontinenten auf die Bühne der Semperoper. Stephanie Lake, die seit der Spielzeit 2025/26 Artist in Residence des Semperoper Ballett ist und deren Erfolgsstück Colossus im November 2025 erstmals in Dresden aufgeführt wurde, kreiert ihr erstes Werk eigens für das Ensemble. Lake, eine der bekanntesten zeitgenössischen Choreografinnen in Australien, kommt aus der freien australischen Tanzszene, leitet ihre eigene Company, und ist gleichzeitig Resident Choreographer des größten Tanzensembles ihres Landes, des Australian Ballet. In ihrer Arbeit mit Tänzer*innen verschiedenster Hintergründe hat Lake eine Vielzahl dynamischer und oft humorvoller Werke geschaffen, in denen die Impulse und Eigenheiten der Tänzer*innen stets besonders gewürdigt werden.
Shahar Binyamini begann seine Karriere als Tänzer bei der Batsheva Dance Company in Tel Aviv, wo er unter anderem Werke der beiden berühmten israelischen Choreograf*innen Ohad Naharin und Sharon Eyal interpretierte. Heute, als international anerkannter Choreograf mit eigenem Ensemble in Israel, entwickelte er ausgehend von der Ästhetik der von Naharin ins Leben gerufenen Gaga-Bewegung einen eigenen choreografischen Stil, in dem er mit organischen, intuitiven Bewegungen arbeitet und die Tänzer*innen dazu ermutigt, das Fließen der Energie zu erspüren, sich des eigenen Körpers bewusst zu werden und innere Impulse zu erkunden.
Julian Nicosia schließlich kommt aus Frankreich, der Wiege des klassischen Balletts, und ist geprägt durch seine Zeit bei der Dresden Frankfurt Dance Company und das Erbe von William Forsythes „Zuspitzung“ und Dekonstruktion des klassischen Tanzes. Nicosias Werke, die jeweils stark von der Identität der Kompanie geprägt sind, mit der er arbeitet, bewegen sich auf einem breiten stilistischen Spektrum zwischen neoklassischer und zeitgenössischer Ästhetik. So verspricht der Abend durch die spannende Begegnung verschiedener Perspektiven den Mitwirkenden und dem Publikum neue Horizonte zu eröffnen.
Choreografie: Shahar Binyamini, Stephanie Lake, Julian Nicosia
Musik: Johann Sebastian Bach, Robin Fox, Michael Anklin
Licht: Fabio Antoci, Shahar Binyamini, Stephanie Lake
Semperoper Ballett
Live-Cello und Musik vom Tonträger
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Tosca
Giacomo Puccini
Melodramma in drei AktenLibretto von Giuseppe Giacosa und Luigi Illica nach dem gleichnamigen Drama von Victorien Sardou
Drama pur: Ein Leben für die Kunst wird durch Willkür und Gier zerstört.
Nur für die Kunst lebt die gefeierte Sängerin Tosca, bis politische Intrigen schlagartig in das Leben der Künstlerin und ihres Geliebten, des Malers Cavaradossi, einbrechen: Als dieser den politischen Flüchtling Angelotti versteckt, gerät er ins Visier des skrupellosen Polizeichefs Scarpia, der längst ein Auge auf Tosca geworfen hat. Um Cavaradossi zu retten, muss Tosca nicht nur Angelotti verraten, sondern soll sich auch Scarpia hingeben. Kaum eine Oper verwebt derart eng politische Willkür und persönliche Leidenschaften wie Puccinis »Tosca« von 1900. Und bereits 1902 erlebte das Drama um Liebe, Eifersucht, Verrat und Willkür in Dresden seine Deutsche Erstaufführung. Regisseur Johannes Schaaf hat hierfür eine zeitlose Erzählweise gefunden.
Musikalische Leitung: John Fiore
Inszenierung: Johannes Schaaf
Bühnenbild: Christof Cremer
Kostüme: Petra Reinhardt
Licht: Guido Petzold
Kinderchor: Claudia Sebastian-Bertsch
Dramaturgie: Ilsedore Reinsberg
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Der Wildschütz
Albert Lortzing
Komische Oper in drei AktenLibretto vom Komponisten nach »Der Rehbock oder Die schuldlos Schuldbewussten« von August Friedrich Ferdinand von Kotzebue
Wenn ein geschossener Esel einem beinahe Hörner aufsetzt
Ein Rehbraten soll die Verlobung des ältlichen Dorfschullehrers Baculus und seines jungen, bauern-schlauen Mündels Gretchen krönen. Doch der dafür notwendige Wilderei-Ausflug in den Park des Grafen kostet Baculus um ein Haar Stellung und Braut. Gretchens Angebot, höchstselbst beim Grafen vorzusprechen, scheint angesichts seiner notorischen sexuellen Gier nicht opportun. Rettung verspricht ein Student, der bereit ist, als angebliche Braut zum Grafen zu gehen. Hinter diesem verbirgt sich niemand anderes als die verwitwete Schwester des Grafen – was erst den Beginn heillos-komischer Verwirrung bedeutet. Unter dem Mantel der Verkleidungskomödie hat Albert Lortzing im »Wildschütz« von 1842 eine bissige wie pointenreiche Gesellschafts-Satire verfasst, deren Höhepunkt erreicht ist, als sich Baculus bereit erklärt, sein Gretchen für 5.000 Taler an den Baron zu verkaufen: »Und nun auf einmal – Kapitalist!« Jens-Daniel Herzogs umjubelte Inszenierung lebt von schier überquellender Spielfreude und dem notwendigen Ernst, um den Unsinn zum Blühen zu bringen.
Musikalische Leitung: Christoph Gedschold
Inszenierung: Jens-Daniel Herzog
Bühnenbild: Mathis Neidhardt
Kostümbild: Sibylle Gädeke
Licht: Stefan Bolliger
Choreografie: Michael Schmieder
Chor: André Kellinghaus
Kinderchor: Claudia Sebastian-Bertsch
Dramaturgie: Anna Melcher
Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Kinderchor der Semperoper Dresden
Sächsische Staatskapelle Dresden
In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
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Semperoper Dresden
Die Dresdner Semperoper ist nicht nur ein Architekturdenkmal, sie ist vor allem Spielstätte und bietet den festlichen Rahmen für die Aufführungen der Sparten Oper, Staatskapelle Ballett und Junge Szene. Zugleich ist sie zu einem Symbol dieser Stadt geworden und weltweit Inbegriff für bedeutende Opernkunst.
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