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Aufführungen | Ballett

Different Grounds

Semperoper Dresden

Premiere: 31.10.2026 Dieser Ballettabend bringt in drei Uraufführungen innovative Tanzstile aus drei Kontinenten auf die Bühne der Semperoper. Welche Sprache verbindet alle Länder der Erde? Tanz gibt es auf der ganzen Welt, doch wird auch diese Sprache nicht überall mit dem gleichen Akzent „gesprochen“. Der Ballettabend Different Grounds bringt in drei Uraufführungen innovative Tanzstile aus drei Kontinenten auf die Bühne der Semperoper. Stephanie Lake, die seit der Spielzeit 2025/26 Artist in Residence des Semperoper Ballett ist und deren Erfolgsstück Colossus im November 2025 erstmals in Dresden aufgeführt wurde, kreiert ihr erstes Werk eigens für das Ensemble. Lake, eine der bekanntesten zeitgenössischen Choreografinnen in Australien, kommt aus der freien australischen Tanzszene, leitet ihre eigene Company, und ist gleichzeitig Resident Choreographer des größten Tanzensembles ihres Landes, des Australian Ballet. In ihrer Arbeit mit Tänzer*innen verschiedenster Hintergründe hat Lake eine Vielzahl dynamischer und oft humorvoller Werke geschaffen, in denen die Impulse und Eigenheiten der Tänzer*innen stets besonders gewürdigt werden. Shahar Binyamini begann seine Karriere als Tänzer bei der Batsheva Dance Company in Tel Aviv, wo er unter anderem Werke der beiden berühmten israelischen Choreograf*innen Ohad Naharin und Sharon Eyal interpretierte. Heute, als international anerkannter Choreograf mit eigenem Ensemble in Israel, entwickelte er ausgehend von der Ästhetik der von Naharin ins Leben gerufenen Gaga-Bewegung einen eigenen choreografischen Stil, in dem er mit organischen, intuitiven Bewegungen arbeitet und die Tänzer*innen dazu ermutigt, das Fließen der Energie zu erspüren, sich des eigenen Körpers bewusst zu werden und innere Impulse zu erkunden. Julian Nicosia schließlich kommt aus Frankreich, der Wiege des klassischen Balletts, und ist geprägt durch seine Zeit bei der Dresden Frankfurt Dance Company und das Erbe von William Forsythes „Zuspitzung“ und Dekonstruktion des klassischen Tanzes. Nicosias Werke, die jeweils stark von der Identität der Kompanie geprägt sind, mit der er arbeitet, bewegen sich auf einem breiten stilistischen Spektrum zwischen neoklassischer und zeitgenössischer Ästhetik. So verspricht der Abend durch die spannende Begegnung verschiedener Perspektiven den Mitwirkenden und dem Publikum neue Horizonte zu eröffnen. Choreografie: Shahar Binyamini, Stephanie Lake, Julian Nicosia Musik: Johann Sebastian Bach, Robin Fox, Michael Anklin Licht: Fabio Antoci, Shahar Binyamini, Stephanie Lake Semperoper Ballett Live-Cello und Musik vom Tonträger
Aufführungen | Oper

Un ballo in maschera

Semperoper Dresden

Melodramma in drei Akten Libretto von Antonio Somma Wenn eine Freundschaft Loyalität und Liebe auf die Probe stellt Worauf gründet Eifersucht? Auf Liebe? Auf Angst? Riccardo, Gouverneur von Boston, hat so viele vermeintliche Freunde wie im Verborgenen wirkende Feinde. Als Renato, sein Berater und bester Freund, realisiert, dass dieser seine Frau Amelia liebt, vollzieht sich ein folgenschwerer Riss: Er schließt sich den Verschwörern an, deren Ziel es ist, Riccardo auf einem Maskenball zu eliminieren. Riccardo selbst, dem sein Tod von der Wahrsagerin Ulrica prophezeit wurde, wirft sich mit schon fast schmerztrunkener Lust in die Chronik seines angekündigten Todes. Mit Un ballo in maschera ist Giuseppe Verdi (1813–1901) ein ganz besonderes Werk gelungen: Vom ersten Takt an entfaltet sich ein musikalischer Fluss, bei dem das Heitere und Burleske vom Tragischen und Düsteren nicht zu trennen sind. Nach Falstaff steht erneut Chefdirigent Daniele Gatti in der ersten Aufführungsserie am Pult der Sächsischen Staatskapelle, um die farben- und kontrastreiche Partitur zum Blühen zu bringen. Angela Denoke, als Sängerin international gefeiert und seit einiger Zeit auch als Regisseurin aktiv, gibt mit diesem Tanz zwischen Liebe und Loyalität ihr Regiedebüt an der Semperoper Dresden. Musikalische Leitung: Daniele Gatti Inszenierung: Angela Denoke Mitarbeit Regie: Fabio Toraldo Bühne & Kostüme: Timo Dentler, Okarina Peter Chor: Jan Hoffmann Dramaturgie: Jörg Rieker Sächsischer Staatsopernchor Dresden Sächsische Staatskapelle Dresden In italienischer Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln
Aufführungen | Ballett

Grand Classic Ballet

Wir laden Sie ein, in die zauberhafte Welt des Classic Ballet. Schwanensee und Nussknacker zählen zu unseren Publikumslieblinge seit dem Jahr 1877. Sie erwartet ein atemberaubender Abend, der garantiert noch lange in Erinnerung bleibt.
Aufführungen | Ballett

Schwanensee

Grand Classic Ballet

Mit Schwanensee – Jenseits der Bühne präsentiert das Grand Classic Ballet eine außergewöhnliche Interpretation des berühmten Klassikers. Die Inszenierung verbindet ausgewählte Szenen aus Tschaikowskys Schwanensee mit neuen choreografischen Blickwinkeln und ermöglicht dem Publikum einen intensiven Einblick in die emotionale Welt hinter der Bühne. Begleitet von einem live gespielten Streichquartett entsteht eine intime Atmosphäre, die klassische Balletttradition mit moderner Erzählweise vereint. Tänzerische Präzision, Ausdruckskraft und musikalische Nähe machen diesen Abend zu einem besonderen Kulturerlebnis – sowohl für Ballettliebhaber als auch für ein neues Publikum. Tickets ab 57,45 Euro über Eventim und Reservix
Aufführungen | Ballett

Grand Classic Ballet - Schwanensee

Schwanensee – Jenseits der Bühne: Das Grand Classic Ballet gastiert im Alten Schlachthof Dresden mit einer eindrucksvollen Neuinterpretation des Ballettklassikers, begleitet von einem Live-Streichquartett.
Aufführungen | Theater

The Legend of the Piper - Eleanore Everest Freer

Hochschule für Bildende Künste Dresden

„The Legend of the Piper“ ist ein fächerübergreifendes Kooperationsprojekt der Hochschule für Musik Carl Maria von Weber Dresden (Fachrichtung Lehramt Musik), der Hochschule für Bildende Künste Dresden (HfBK Dresden) und des Sächsischen Landesgymnasiums für Musik. Nach einem Jahr Pause wird 2026 das Musiktheater-Projekt, das sonst jährlich zusammen mit der HfM Dresden stattfindet, wieder aufgenommen. In diesem Jahr, zusätzlich mit dem Sächsischen Landesgymnasium für Musik in Dresden, wird die bekannte Sage des Rattenfängers von Hameln von Studierenden inszeniert. Mit der Vertonung der amerikanischen Komponistin Eleanore Everest Freer begeben wir uns auf die Spuren des magischen Flötenspielers. In dieser leicht düster anmutenden Oper wird jedoch nicht nur die bekannte Sage erzählt, sondern ein Blick hinter die Fassaden geworfen. Welcher Mensch beschließt, die Kinder einer Stadt zu entführen? Und wer sind die Stadtbewohner, die ihm seinen Lohn verweigern und somit das Schicksal ihrer Kinder herausfordern? Welche Bedeutung haben gesellschaftliche Erwartungen und die Rollenbilder, denen ihre Mitglieder entsprechen sollen, für eine solche Eskalation? Mitwirkende: Singende: Studierende des Lehramts der Hochschule für Musik und Kinder der 6.und 7. Klasse des Sächsischen Landesgymnasiums für Musik Orchester: Studierende des Lehramts der Hochschule für Musik Musikalische Leitung: Hanjo Laabs, Justin Rogge Regie: Emma Friedrich, Rosa Üregi Regieassistenz: Jonathan Breidel Bühne: Merle Sims, Vendela Thönebe Kostüm/Maske: Noemi Bernstein, Franziska Körner, Emma Groß, Hanna Rößler
Aufführungen | Theater

Gemeinsamer Körper

Hochschule für Bildende Künste Dresden

Wie kann der Körper als Ort geteilter Erfahrung zu einem Vehikel für Zusammenhalt in gemeinschaftsbezogener Arbeit werden, die künstlerische und wissenschaftliche Praxis miteinander verbindet? Abschlusspräsentation der Künstlerischen Meisterklasse der Palucca Hochschule für Tanz Die Präsentation hat die Form einer Performance Lecture und teilt die Ergebnisse eines zweijährigen Forschungsprojekts mit dem Titel „Gemeinsamer Körper: Wie kann der Körper als Ort geteilter Erfahrung zu einem Vehikel für Zusammenhalt in gemeinschaftsbezogener Arbeit werden, die künstlerische und wissenschaftliche Praxis miteinander verbindet?“. Noé Valdés Vega (Veracruz, Mexiko) ist Tanz- und Theaterkünstler mit Schwerpunkt Körperliche Dramaturgie (Corporeal Dramaturgy). Er hat einen Master in Choreografie von der Palucca Hochschule für Tanz Dresden (2024) sowie einen Bachelor in zeitgenössischem Tanz vom INBAL, Mexiko. Er ist Preisträger des DAAD-Preises 2024 und 2026 Fellow des Internationalen Forums der Berliner Festspiele/Theatertreffen. Mehr unter: noevaldesvega.com Einlass 19:15 Uhr Hauptsprache: Englisch Eintritt: 10€ regulär / 6€ ermäßigt / 3€ für Studierende der HfBK & Palucca
Aufführungen | Schauspiel

Hamlet

Staatsschauspiel Dresden

In Dänemark ist nichts, wie es war. Dem krisengebeutelten Königreich droht der Untergang; etwas ist faul im Staate. Mittendrin der Königssohn: Hamlet. Gerade eben hat er noch seinen Vater zu Grabe getragen, da muss er seinen Onkel als neuen Mann der Mutter akzeptieren. Und Ophelia, die er liebt, spioniert ihm vermeintlich im Dienst seiner Gegner nach. Eine Welt aus Lug und Trug, so scheint es Hamlet. Woher sollte da noch Vertrauen kommen? Hamlet strauchelt. Er schwankt. Innerlich zerrissen, will er den Tod seines Vaters rächen. Und damit setzt er ein mörderisches Spiel in Gang. Regisseur Roger Vontobel stellt in seiner Inszenierung die Frage, wie richtiges Handeln möglich ist, wenn man den Spagat zwischen privater Not und politischer Realität machen muss. Wer ist hier im Recht? Wer lügt? Wer sieht noch klar? Wer ist wahnsinnig und wer vernünftig in dieser Welt, die aus den Fugen geraten ist? Shakespeares HAMLET feierte im November 2012 Premiere am Staatsschauspiel Dresden – mit Christian Friedel in der Titelrolle. Besonders macht diese HAMLET-Inszenierung die eigene musikalische Erzählebene, für die Christian Friedel mit seiner Band Woods of Birnam die Songs geschrieben hat und die diesen Theaterabend auch zu einem furiosen Shakespeare-Konzert werden lässt. Nach mehr als sieben Jahren am Düsseldorfer Schauspielhaus, kehrt Roger Vontobels Inszenierung nun ab November 2026 zurück auf die Bühne des Dresdner Schauspielhauses. Regie: Roger Vontobel Bühne: Claudia Rohner Kostüm: Ellen Hofmann Musik: Woods Of Birnam Dramaturgie: Robert Koall Licht: Michael Gööck Dauer der Aufführung: ca. 3 Stunden und 30 Minuten. Eine Pause.
Aufführungen | Schauspiel

Meister und Margarita

Staatsschauspiel Dresden

Premiere: 14.11.2026 Deutsch von Alexander Nitzberg Bühnenfassung von Lilja Rupprecht und Jörg Bochow In Bulgakows Moskau der 1930er Jahre ist buchstäblich der Teufel los. Einem Literaturkritiker wird durch eine Straßenbahn der Kopf vom Rumpf getrennt, im Varieté fällt ein Geldregen, der sich später in Nichts auflöst, auf das Publikum. Menschen verschwinden und tauchen in Sekundenschnelle in weit entlegenen Städten auf. In Bulgakows Roman, der jahrzehntelang nicht gedruckt werden durfte, werden die Geschichten des Wirkens des teuflischen Woland und seiner Begleiter eingebettet in die Erzählung der großen Liebe zwischen Margarita und dem verfemten Schriftsteller, der einen Roman über Pontius Pilatus und Jesus geschrieben hatte. Diese Fiktion über das historische Geschehen in Jerusalem bildet die dritte Ebene in MEISTER UND MARGARITA, sie wird beglaubigt durch Woland, denn er war dabei, als Jesus verurteilt wurde! Angesichts der existentiellen Not Margaritas und ihres geliebten Schriftstellers, dessen Roman in einer Medienkampagne gebrandmarkt wird, kann nur noch der Teufel zu Hilfe kommen. Lilja Rupprecht greift in ihrer vierten Inszenierung am Staatsschauspiel Dresden die drei Erzählebenen des Romans auf und zeigt die frappierende Modernität von Bulgakows Meisterwerk. Regie: Lilja Rupprecht Bühne: Paula Wellmann Kostüme: Christina Schmitt Musik: Philipp Rohmer Video: Moritz Grewenig Lichtdesign: Konrad Dietze Dramaturgie: Jörg Bochow
Aufführungen | Schauspiel

Nora

Staatsschauspiel Dresden

„Aber es hatte doch auch seinen Reiz, so hinter verschlossener Tür zu sitzen, zu arbeiten und Geld zu verdienen. Ich kam mir fast wie ein Mann vor.“ Nora Was ist eine Ehe wert, und was kostet sie? Nora lebt in einer gesellschaftlich anerkannten, finanziell jedoch fragilen bürgerlichen Existenz. Für den Erhalt ihrer Familie war sie bereit, jeden Preis zu zahlen. Heimlich nimmt sie einen Kredit auf, um das Leben ihres erkrankten Mannes Torvald zu retten – und schreckt dabei auch nicht davor zurück, die notwendige Bürgschaft durch eine gefälschte Unterschrift zu sichern. Eine Tat, die juristisch fragwürdig, gesellschaftlich skandalös und zunächst verborgen bleibt. Gerade als sie glaubt, dass ihre finanziellen Sorgen bald vorbei sind, bleibt ihr Geheimnis nicht folgenlos: Krogstad, der ihr das Geld borgte, droht mit Enthüllung, um seinen eigenen Ruf und Arbeitsplatz zu retten. Auch andere geraten in dieses Geflecht aus Abhängigkeiten: Christine Linde, Noras Freundin, benötigt eine Anstellung bei Torvald, um wirtschaftlich zu überleben; Dr. Rank, ein Vertrauter der Familie, verspricht Nora zwar Hilfe, doch nur zum Preis neuer Abhängigkeiten. Für Torvald ist die Ordnung der Dinge dennoch eindeutig: Er sorgt für Einkommen und Regeln, sie für Leichtigkeit und Anpassung. Als alles auffliegt, muss Nora entscheiden, ob sie weiterhin als Schuldnerin dieser Familie oder als Gestalterin ihres eigenen Lebens weiterleben will. Regie: Tom Kühnel Bühne: Jo Schramm Kostüme: Ulrike Gutbrod Musik: Matthias Trippner Lichtdesign: Peter Lorenz Dramaturgie: Kerstin Behrens Dauer der Aufführung: 2 Stunden. Keine Pause.
Aufführungen | Schauspiel

Ein Sommer­nachtstraum

Staatsschauspiel Dresden

Deutsch von Angela Schanelec in Zusammenarbeit mit Jürgen Gosch und Wolfgang Wiens In einem alten Londoner Palast fand anlässlich einer Vermählung Ende des 16. Jahrhunderts die erste Aufführung des SOMMERNACHTSTRAUMS statt. Und mit den Vorbereitungen für ein Hochzeitsfest beginnt auch Shakespeares beliebtestes Stück: Mit Feuereifer und fest überzeugt von ihrem schauspielerischen Talent, planen Handwerker die Aufführung einer „tieftragischen Komödie“, mit der sie bei den Feierlichkeiten der Eheschließung ihres Herzogs Theseus mit der Amazonenkönigin Hippolyta punkten wollen. Die Vorfreude Theseus’ wird allerdings von der Beschwerde eines Mannes über seine Tochter Hermia getrübt, die gegen den väterlichen Willen ihren Freund Lysander heiraten will und nicht den ihr zugedachten und sich nach ihr verzehrenden Demetrius. Das Liebespaar flieht nachts vor der angekündigten Strafe in Wald und Wildnis, verfolgt von Demetrius, der Hermias Freundin Helena nicht loswird, die ihn leidenschaftlich begehrt. Sie ahnen nicht, dass sie ins Reich des Elfenkönigs Oberon und seiner Frau Titania geraten sind, zwischen denen ein wilder Streit tobt. Liebe macht blind, und so hat Elf Puck aus Oberons Gefolge leichtes Spiel, unter all den Nachtschwärmern heillose Verwirrung anzurichten. Wenige Tropfen eines besonderen Blütensafts reichen ihm, um in seinen Opfern glühendes Verlangen nach dem erstbesten Geschöpf zu entfachen. Glück schlägt in Verzweiflung um, Abscheu in Leidenschaft und selbst ein Esel wird begehrenswert. Bleibt nur zu hoffen, dass Puck in den Liebeswirren nicht den Überblick verliert. Oder ist das alles nur Rausch und Traum? mit freundlicher Unterstützung unseres Projektpartners Ostsächsische Sparkasse Dresden in Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden Dauer der Aufführung: 2 Stunden und 35 Minuten. Eine Pause.
Aufführungen | Schauspiel

Amadeus

Staatsschauspiel Dresden

Premiere: 17.10.2026 Schauplatz (und Tatort) der Geschichte ist die höfische Gesellschaft im Wien des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Der kaiserliche Hofkompositeur Antonio Salieri gilt als unangefochtene Autorität musikalischer Vollendung. In diese feste Ordnung schlägt wie ein Komet das Wunderkind Wolfgang Amadeus Mozart ein und sprengt nicht nur die Grenzen musikalischer Maßstäbe, sondern auch soziale Normen. Was Salieri in Mozarts Musik erkennt, erschüttert ihn zutiefst. Zwischen den beiden Komponisten entsteht ein Verhältnis voller Bewunderung, Nähe und Rivalität. Je deutlicher Salieri die Größe des anderen wahrnimmt, desto schmerzhafter wird die Erkenntnis der eigenen Begrenztheit. Sein Glaube an eine gerechte göttliche Ordnung gerät ins Wanken. Denn die Begegnung mit dem Genie löst nicht nur Bewunderung aus, sondern legt auch die eigenen Sehnsüchte, Kränkungen und Grenzen schonungslos offen. Salieris Blick auf Mozart schwankt zwischen innigster Bewunderung und tiefstem Ressentiment – ein innerer Kampf, in dem allerlei als Todsünden verdichtete Gefühle Gestalt annehmen. Die Legende um Mozarts Tod bildet dabei weniger den Kern als den Ausgangspunkt einer existenziellen Auseinandersetzung mit Kunst, Anerkennung und der Frage, warum die Begegnung mit außergewöhnlicher Begabung so oft Bewunderung, Kränkung und Selbstzweifel hervorruft. Diese komplexe Dynamik zwischen Erschaffen und Zerstören beschrieb der britische Autor Peter Shaffer mit großem psychologischem Gespür und ahistorischer Kühnheit in seinem Theaterklassiker AMADEUS. Angelegt als existenzielles Künstlerporträt und opulentes Kriminalstück lotet Shaffers Schauspiel nicht nur die Beziehung zwischen dem musikalischen Ausnahmetalent Wolfgang Amadeus Mozart und dem Kapellmeister Antonio Salieri aus, sondern richtet den Blick zugleich auf das Wien seiner Zeit: auf eine Gesellschaft zwischen Bewunderung und Konvention, die sich von Mozarts Kunst begeistern, provozieren und herausfordern lässt. Regie: Daniela Löffner Bühne / Kostüme: Claudia Kalinski Kostüme: Daniela Selig Musik: Matthias Erhard Lichtdesign: Peter Lorenz Dramaturgie: Kerstin Behrens
Aufführungen | Schauspiel

Träume in Europa

Staatsschauspiel Dresden

Träume sind radikal subjektiv, und sie entwickeln eine eigene, unvorhersehbare Dynamik. Im Traum ist alles möglich, die Grenzen von Raum und Zeit werden fließend und neue, ungeahnte Perspektiven und Zusammenhänge erscheinen, um gleich darauf wieder zu verschwinden. Träume haben aber auch eine soziale Dimension: Von der Antike bis zur Frühmoderne wurden Träume gedeutet, in der Hoffnung, die Zukunft vorhersehen zu können oder die Wunden der Vergangenheit zu verstehen. Heute haben Träume ihren wahrsagenden Charakter für die Gesellschaft weitgehend verloren und werden individuell gedeutet. Der Autor Wolfram Lotz hat in europäischen Internetforen einzelne Traumbeschreibungen gesammelt, sie bearbeitet und zu einem Gesamttext verdichtet. Damit entstand nicht nur eine besondere Form der Literatur, sondern auch ein Abbild des Weltempfindens in Europa. Regisseur Sebastian Hartmann erschafft aus diesen Traumlandschaften ein neues Theaterstück. Regie und Bühne: Sebastian Hartmann Kostüme: Adriana Braga Peretzki Musik: Friederike Bernhardt Choreografie: Rônni Maciel Lichtdesign: Lothar Baumgarte Dramaturgie: Jörg Bochow Dauer der Aufführung: ca. 3 Stunden und 20 Minuten. Eine Pause.
Aufführungen | Schauspiel

Love, Death & Shadows

Staatsschauspiel Dresden

Es waren die Romantiker, die Shakespeares Sonette aus ihrem Schattendasein herausholten und als literarische Meisterwerke feierten. Seitdem sind sie immer wieder neu befragt und interpretiert worden: An wen sind sie adressiert, wer war der junge Geliebte, wer die Dark Lady? Unabhängig davon fasziniert diese Dichtung durch ihre sinnliche Kraft. Die Fragen nach Begehren und Vergänglichkeit werden immer wieder variiert. Die Erfahrungen von Machtkämpfen, Epidemien und dem aufkommenden Kapitalismus gehen in die Sonette ein und markieren den gesellschaftlichen Hintergrund. 40 Jahre nach Wolfgang Engels legendärer Inszenierung am Staatsschauspiel Dresden widmet sich Regisseur Christian Friedel erstmals wieder mit LOVE, DEATH & SHADOWS den Sonetten Shakespeares und interpretiert sie in einer genreübergreifenden Inszenierung. Gemeinsam mit dem Spielensemble des Staatsschauspiels Dresden und den Musikern von Woods of Birnam agieren Tänzer*innen des Semperoper Balletts. Regie: Christian Friedel Bühne: Fabian Wendling Kostüme: Ellen Hofmann Musik: Woods of Birnam Musikalische Einstudierung: Thomas Mahn Choreografie: Valentí Rocamora i Torà, Kinsun Chan Video: Clemens Walter, Jonas Dahl Lichtdesign: Johannes Zink Dramaturgie: Jörg Bochow, Uta Girod Dauer der Aufführung: 2 Stunden und 35 Minuten. Eine Pause.
Aufführungen | Schauspiel

Endstation Sehnsucht

Staatsschauspiel Dresden

Blanche DuBois stammt aus einer reichen Familie. Machtlos musste sie zusehen, wie nach dem Tod der Eltern der Familienbesitz verfiel und zwangsversteigert wurde. Als sie dann auch noch ihre Stellung als Lehrerin verliert, sucht sie mit dem wenigen, das ihr außer ihrer guten Erziehung geblieben ist, Zuflucht bei ihrer schwangeren Schwester Stella. Diese lebt inzwischen mit Stanley zusammen, einem polnischen Arbeiter, der in ärmlichen Verhältnissen lebt. Doch anders als Stella, die über ihre Liebe zu Stanley die einfachen und beengten Bedingungen übersieht, in denen sie lebt, findet sich Blanche in diesen Verhältnissen nicht zurecht. Für Stanley, dessen Leben nur aus Poker und Bowling zu bestehen scheint, hat sie nur Verachtung übrig. Stanley wiederum bringen der Dünkel und die Affektiertheit seiner Schwägerin auf die Palme. Schnell findet er heraus, dass sich hinter ihren schillernden Erzählungen Lebenslügen verbergen. Während Stella zur Entbindung ins Krankenhaus muss, eskaliert die Situation. Tennessee Williams’ 1948 mit dem Pulitzer-Preis geehrtes Meisterwerk erzählt psychologisch genau von sozialem Abstieg, Sehnsüchten und Selbstbetrug. Regie: Laura Linnenbaum Bühne: Bettina Meyer Kostüme: Philipp Basener Musik: Lothar Müller Lichtdesign: Andreas Barkleit Dramaturgie: Kerstin Behrens Dauer der Aufführung: 2 Stunden und 40 Minuten. Eine Pause.
Aufführungen | Schauspiel

Der Besuch der alten Dame

Staatsschauspiel Dresden

Hilflos sieht die Gemeinde Güllen dem Niedergang ihres Städtchens entgegen, das kurz vor dem finanziellen Zusammenbruch steht. Letzte Hoffnung ist die als Wohltäterin bekannte Claire Zachanassian, die nach Güllen, an den Ort ihrer ersten Liebe, zurückkehrt. Sie ist in einem alle Erwartungen übersteigenden Maße bereit, dem heruntergekommenen Städtchen auf die Beine zu helfen: Ich gebe euch fünfhundert Millionen für die Stadt und fünfhundert Millionen verteilt auf jede Familie. Die Bedingung dafür ist jedoch so absurd und anachronistisch, dass sie niemand so ernst nimmt, wie sie gemeint ist: Die alte Dame wird dann Güllen eine Milliarde zahlen, wenn jemand ihren ehemaligen Geliebten Alfred Ill tötet. Vor 45 Jahren war die junge Klara Wäscher (wie sie damals hieß) von ihm schwanger, woraufhin Alfred Ill ihre Liebe verriet und Klara verließ und verleumdete. Sie wurde ausgegrenzt und stigmatisiert und musste, von Hohn und Spott begleitet, die Stadt verlassen. Auf ihre moralische Integrität verweisend, lehnt die Güllener Bevölkerung das Angebot der zurückgekehrten alten Dame empört ab – und beginnt gleichzeitig, über ihre Verhältnisse zu leben. Täglich fällt es schwerer, der Versuchung zu widerstehen, aus dem Vollen zu schöpfen ... „Die Welt ist ein Pulverfass, in der das Rauchen nicht verboten ist.“ Neben seinen Theaterstücken machten Sätze wie dieser den Autor, Denker und Maler Friedrich Dürrenmatt weltberühmt. Sein bekanntestes Stück DER BESUCH DER ALTEN DAME wurde 1956 in der Schweiz uraufgeführt und anschließend auf allen Kontinenten gespielt. Zeit seines Lebens schrieb Dürrenmatt aus der Überzeugung heraus, dass „einer heillosen Welt wie der unseren nur mit der Komödie beizukommen ist“. Als er 1991 starb, hatte sein „böses Stück“ über die Allmacht des Geldes in der Wohlstandsgesellschaft bedrückend an Aktualität gewonnen. Doch der Dramatiker blieb bei seiner Auffassung, dass „dieser Komödie, die tragisch endet, nichts mehr schadet als tierischer Ernst: Es gibt keine Humanität ohne Humor“. Dauer der Aufführung: ca. 2 Stunden und 10 Minuten. Eine Pause. Regie: Nicolai Sykosch Bühne: Hansjörg Hartung Kostüme: Britta Leonhardt Lichtdesign: Peter Lorenz, Andreas Barkleit Dramaturgie: Uta Girod Musikalische Mitarbeit: David Kosel Dauer der Aufführung: ca. 2 Stunden und 10 Minuten. Eine Pause. In der Inszenierung kommt nach 120 Minuten für 60 Sekunden ein Stroboskopeffekt zum Einsatz. Für nähere Informationen wenden Sie sich bitte an unser Abendpersonal!
Aufführungen | Schauspiel

Piaf

Staatsschauspiel Dresden

Am Ende ihres kurzen Lebens bereut Édith Piaf nichts und hat doch alle Höhen und Tiefen mitgenommen: Nachdem sie als Kleinkind im großmütterlichen Bordell beinah verhungert, holt ihr Vater sie zum Zirkus. Im Alter von 15 Jahren beginnt sie, auf den Straßen von Paris zu singen, wird entdeckt und berühmt und lebt den Traum vom Aufstieg aus dem Nichts. Als ihre große Liebe, der Boxweltmeister Marcel Cerdan, bei einem Flugzeugabsturz stirbt, beginnt sie selbst zu straucheln. Doch trotz Alkohol- und Drogensucht, mehrerer schwerer Autounfälle und unheilbarer Krankheiten rappelt sich „la môme piaf“ (der kleine Spatz) immer wieder auf, kämpft sich zurück auf die Bühnen der Welt und verarbeitet ihren Schmerz in unsterblichen Chansons wie LA VIE EN ROSE, MILORD und NON, JE NE REGRETTE RIEN. Der Abend entstand unter Verwendung von Textsegmenten aus der Biografie ÉDITH PIAF – HYMNE AN DAS LEBEN von Jens Rosteck und aus dem Monolog DER SCHÖNE GLEICHGÜLTIGE von Jean Cocteau. Regie: Laura Linnenbaum Bühne: Bettina Meyer Kostüme: David Gonter Musik: David Rimsky-Korsakow Musikalische Leitung: Christoph Iacono Sprachcoaching: Rachel Raoul Lichtdesign: Konrad Dietze Tondesign: Torsten Staub Dramaturgie: Sophie Scherer Dauer der Aufführung: 2 Stunden und 40 Minuten. Eine Pause.
Aufführungen | Schauspiel

Bandscheibenvorfall

Staatsschauspiel Dresden

Spätestens seit der Serie STROMBERG ist allgemein bekannt, wie absurd komisch alltäglicher Bürowahnsinn sein kann – insbesondere in sogenannten „Bullshit Jobs“, die so sinnlos oder gar schädlich sind, dass selbst die sie Ausführenden ihre Existenz nicht rechtfertigen können. Ingrid Lausund, deren Sinn für Situationskomik nicht nur im TATORTREINIGER bisweilen makabre Blüten treibt, stellt dies in ihrer Farce erneut unter Beweis: Zwischen exzessiv genutzter Kaffeemaschine und Raucherkabuff, in das sich auch mal für diskrete Gefühlsausbrüche zurückgezogen werden kann, steigen hier fünf Angestellte in den Ring, um die bestmögliche Performance beim Vorgesetzten zu liefern. In Erwartung des geradezu metaphysisch abwesenden Chefs lavieren sie mit ausgefahrenen Ellenbogen in dessen Vorzimmer umeinander herum, wobei von subtilen Demütigungen bis hin zum in den Rücken gerammten Messer jedes Mittel recht ist, um in der Nahrungskette aufzusteigen. Bei wem schlägt sich der Duft des Erfolgs bereits im Aftershave nieder? Wer hat die meisten Coachings absolviert, um die Schafsmentalität abzulegen und zum Wolf zu werden? Und wer geht die Akten am souveränsten durch, ohne dass beim aggressiven Umblättern peinlicherweise eine Seite reißt? Während immer wieder Angestellte mit Papphütchen und anderen grotesken Verunstaltungen von der Audienz im Chefzimmer zurückkehren, steigt der Druck. Unter neurotischen Verhaltensmustern begrabene Empfindungen brechen sich unvermittelt Bahn: Da finden verdrängte Kindheitserinnerungen ihren Weg an die Oberfläche, und beim gemeinsamen Essen in der Kantine schimmert schon mal der ein oder andere Urlaubstraum auf. Doch wächst sich der Sturm im Wasserglas gar zur echten Meuterei aus? Oder lässt sich stattdessen etwas menschliche Wärme erzeugen, indem einfach mal zusammen ein Lied gesungen wird? Regie: Philipp Lux Bühne: Sabrina Rox Kostüme: Katja Strohschneider Musik: Vredeber Albrecht Lichtdesign: Konrad Dietze Dramaturgie: Lea Aupperle Dauer der Aufführung: ca. 1 Stunde und 55 Minuten. Keine Pause.
Aufführungen | Aufführung

HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste

HELLERAU – Europäisches Zentrum der Künste zählt zu den wichtigsten internationalen Zentren der zeitgenössischen Künste in Deutschland und Europa. Seit Juli 2018 ist Carena Schlewitt Intendantin. Mit jährlich rund 350 Veranstaltungen agiert HELLERAU als interdisziplinäres Koproduktions- und Gastspielhaus und bietet den zeitgenössischen Künsten Tanz, Theater, Performance, Neue Musik, Medienkunst und Bildende Kunst Räume für Produktion und Präsentation. Fester Bestandteil ist das biennal stattfindende Festival Dresdner Tage der zeitgenössischen Musik. HELLERAU. Die Dresden Frankfurt Dance Company ist Company in Residence. Zur Geschichte: HELLERAU wurde 1911 als Festspielhaus und Bildungsanstalt für Rhythmik nach den Visionen des Wegbereiters der modernen Architektur Heinrich Tessenow und des Musikpädagogen Émile Jaques Dalcroze erbaut. Als kulturelles Zentrum der ersten deutschen Gartenstadt zog der legendäre Bau bis 1914 Künstler aus ganz Europa nach Hellerau, unter ihnen Rilke, Kafka, Diaghilew, Van de Velde, Kokoschka, Gropius, Van der Rohe, Werfel, Busoni, Milhaud, Le Corbusier, Nolde und Stefan Zweig.
Aufführungen | Schauspiel

Mephisto

Staatsschauspiel Dresden

Der Pakt mit dem Teufel und die verkaufte Seele: Diese Metapher verknüpft in Klaus Manns Roman MEPHISTO die Machtergreifung der Nationalsozialisten mit dem Auftrieb künstlerischer Karrieren am Theater. Umstrittener Held der fragwürdigen Erfolgsgeschichte ist der Schauspieler Hendrik Höfgen, der sowohl seine Gesinnung als auch seine Geliebte dem beruflichen Aufstieg opfert. Und obwohl nach Veröffentlichung des Romans schnell klar wurde, dass es sich bei dieser Romanfigur um den literarischen Wiedergänger des Schauspielers Gustaf Gründgens handelt, betonte Mann stets das Exemplarische solch opportunistischer Lebensläufe. Was im Roman dramaturgisch zugespitzt ist, blieb im Leben jedoch oft uneindeutiger: Wo wich die politische Verantwortung Einzelner dem Selbsterhaltungstrieb? Wo machten Stars wie Gründgens fatale Zugeständnisse an ein System, das auch für sie nicht ungefährlich war? MEPHISTO stellt uns nicht nur die Frage nach moralischer Urteilskraft, sondern verbunden mit unserer Gegenwart auch jene nach der Kühnheit, mit der wir Urteile fällen über Menschen in gesellschaftlichen Zusammenhängen, die wir längst überwunden glaubten. Regie: Nicolai Sykosch Bühne: Stephan Prattes Kostüme: Britta Leonhardt Musik: David Kosel Musikalische Einstudierung: Thomas Mahn Choreografie: Björn Helget Lichtdesign: Andreas Barkleit Dramaturgie: Sophie Scherer Dauer der Aufführung: ca. 3 Stunden. Eine Pause.

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