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Aufführungen | Film

Hommage à Legrand

Staatsoper Hannover

Der Filmmusik-Komponist und Jazzmusiker Michel Legrand (1932–2019), mehrfach Oscar- und Grammy-prämiert, schrieb unter anderem die Soundtracks zu den gefeierten Musicalfilmen Die Regenschirme von Cherbourg (1964) und Die Mädchen von Rochefort (1967) von Jacques Demy sowie die Musik zu den Film-Meisterwerken Thomas Crown ist nicht zu fassen (1968) oder Yentl (1983), in denen Stars wie Catherine Deneuve, Michel Piccoli, Gene Kelly, Nino Castelnuovo, Steve McQueen und Barbra Streisand die Hauptrollen spielten. Die Songs aus den Filmen, darunter „I will wait for you“, „The windmills of your mind“ oder „I was born in love with you“, machten Michel Legrand selbst zur Legende, seine Musik wurde von so unterschiedlichen Sängerinnen und Sängern wie Sting, Kiri Te Kanawa, Neil Diamond, Patricia Kaas, Jessye Norman, Vicky Leandros und Udo Lindenberg interpretiert. Im Konzert Hommage à Legrand lassen Ensemblemitglieder der Staatsoper Hannover die stilistisch zwischen Jazz, Chanson und Pop angesiedelten Hits von Michel Legrand erneut strahlen. Musikalische Leitung und Klavier: Achim Schneider Dramaturgie: Daniel Menne Mit: Max Dollinger / Cassandra Doyle / Carmen Fuggiss / Valda Wilson Schlagzeug: Kevin Naßhan Kontrabass: Jörg Jenner
Aufführungen | Ballett

Schwanensee. Rotbarts Geschichte

Staatsoper Hannover

Uraufführung: 27.1.2026 „Mich fasziniert die Vorgeschichte zu Schwanensee. Sie ist das Herzstück meines neuen Balletts.“ Goyo Montero Er hat "Cinderella" und "Der Nussknacker" choreografiert, sich mit Weltliteratur wie "Faust", "Don Juan", "Romeo und Julia" oder "Der Steppenwolf" auseinandergesetzt - Goyo Montero zählt zu jenen Choreografen unserer Zeit, denen es gelingt, große Geschichten durch den Tanz neu zu erzählen. Dafür wurde er bereits mit zahlreichen renommierten Preisen ausgezeichnet. Mit dem Staatsballett Hannover widmet er sich nun der ersten bedeutenden Ballettpartitur Piotr Iljitsch Tschaikowskis und damit einem Klassiker, der seit Marius Petipas und Lew Iwanows St. Petersburger Inszenierung von 1895 als das „Ballett der Ballette“ gilt: "Schwanensee". Das Märchen von der Schwanenkönigin Odette, die nur durch ewige Liebe vom Zauber Rotbarts erlöst werden kann, reizt bis heute mit seinen magischen Bildwelten und seelischen Untiefen zu immer neuen Auseinandersetzungen. So auch Goyo Montero, der in seiner ersten Uraufführung für das Staatsballett Hannover seine Bewunderung des klassischen Balletts mit seiner eigenen Entwicklung als zeitgenössischer Choreograf verbindet und uns die bekannte Geschichte aus einer anderen Perspektive zeigt. "Schwanensee. Rotbarts Geschichte" lenkt den Blick auf eine Figur, die das gesamte Geschehen im Griff hat, die wir aber kaum kennen. Atemberaubende Tanzbilder erzählen von einem vom Weg abgekommenen Königssohn, von schmerzenden Traumata, geheimen Sehnsüchten und dem Wissen, dass Menschen immer wieder die gleichen Fehler begehen. Goyo Monteros "Schwanensee" ist die faszinierend abgründige Geschichte eines gefährlichen Außenseiters: die Geschichte Rotbarts. Musikalische Leitung: Piotr Jaworski Choreografie: Goyo Montero Bühne: Leticia Gañán Calvo / Curt Allen Wilmer Kostüme: Salvador Mateu Andujar Licht: Andreas Schmidt Video: Alvaro Luna Dramaturgie: Anne do Paço Xchange: Bettina Stieler Einführung: 45 Minuten vor Beginn ca. 1 Stunde 55 Minuten, eine Pause
Aufführungen | Oper

Penthesilea

Staatsoper Hannover

Premiere: 14.3.2026 Libretto vom Komponisten und Beate Haeckl nach Heinrich von Kleist Deutsche Erstaufführung „Kein schöner Anblick. Die Moderne beginnt.“ Christa Wolf über Kleists Penthesilea Eine Frau und ein Mann, verbunden durch einen politisch sinnlosen Krieg, wie besessen davon, den anderen zu besiegen: Die Amazone Penthesilea und der Grieche Achilles. Als Heinrich von Kleist 1808 diesen antiken Mythos in ein Theaterstück verwandelte, kehrte er das grausame Ende der Geschichte um: Nicht Achilles erschlägt Penthesilea und verliebt sich anschließend in den Körper der Toten, sondern Penthesilea verliebt sich in Achilles, tötet ihn und zerfleischt seine Leiche. Kleists Trauerspiel irritierte seine Zeitgenossen: Erotik und Aggression erscheinen austauschbar, Frauen kämpfen wie Männer, Jäger werden zur Beute und Penthesilea zum Tier. So stellten sich Kleists Zeitgenossen weder die Antike noch das Theater vor. Da half es auch nicht, dass die grausamsten Szenen nicht auf der Bühne gezeigt, sondern nur berichtet werden: Penthesilea wurde zu Lebzeiten des Autors nie aufgeführt. Erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts fand das eigenwillige Werk Interesse und Verständnis. Der französische Komponist Pascal Dusapin machte 2015 aus Kleists Trauerspiel eine Oper über Gewalt und Krieg, Trauma und Besessenheit — und die utopische Möglichkeit, all das in liebevoller Begegnung zu überwinden. In eindringlichen, aufs Wesentliche konzentrierten Szenen folgt die Musik den tiefsten Ängsten, Sehnsüchten und Aggressionen der beiden Hauptfiguren, dringt ins Innere der Körper vor und lässt uns gleichzeitig den äußeren Kampf verfolgen. In dieser Spielzeit beginnt die Staatsoper Hannover eine dreijährige intensive Auseinandersetzung mit dem Werk von Pascal Dusapin. Musikalische Leitung: Stephan Zilias Inszenierung: Lorenzo Fioroni Bühne: Paul Zoller Kostüme: Sabine Blickenstorfer Videodesign: Isabel Robson Chor: Lorenzo Da Rio Dramaturgie: Daniel Menne Xchange: Matthias Brandt Einführung: 45 Minuten vor Beginn Deutsch mit deutschen und englischen Übertiteln
Aufführungen | Oper

Die Hochzeit des Figaro

Staatsoper Hannover

Libretto von Lorenzo Da Ponte nach Pierre Augustin Caron de Beaumarchais „Die Sache ist heikel, wie wird sie enden?“ Gräfin, Susanna und Figaro Graf Almaviva will sich anlässlich der Hochzeit von Figaro und Susanna noch einmal das längst abgeschaffte „Recht der ersten Nacht“ gönnen und setzt damit eine Maschinerie aus Verwirrungen, Intrigen und Zweifeln in Gang, die schließlich zur Entlarvung des gräflichen Machtmissbrauchs, aber auch der Möglichkeit des Verzeihens führen. Nur ein Komponist wie Wolfgang Amadeus Mozart konnte auf die geradezu aberwitzige Idee kommen, 1786 mit Beaumarchais’ La folle journée ou Le mariage de Figaro die politisch brisanteste Komödie jener Jahre zu vertonen — das Charakterbild einer Gesellschaft im Umbruch und eines noch einmal seine Privilegien auslebenden Adels, der blindlings in den eigenen Ruin rennt. Schon die ersten Takte der Ouvertüre machen auf unwiderstehliche Weise deutlich: In diesem Spiel trägt jeder Takt, jede Silbe, jedes Flüstern den Beiklang einer nervösen Erregung. Stillstand gibt es nur an den Wendepunkten, jenen kostbaren Augenblicken, in denen Mozart das Seelenleben seiner Helden nach außen kehrt. Aber schon wird das Abenteuer weitergetrieben und erst die einbrechende Nacht kann diesem „tollen Tag“ ein Ende bereiten. In der Inszenierung von Lydia Steier kommt Die Hochzeit des Figaro als ebenso tiefgründiges wie unterhaltsames Spiel auf die Bühne. Auf bitterböse Weise entlarvt die Regisseurin das ursprünglich Revolutionäre als leere Behauptung einer frustrierten Gesellschaft, die sich im System eingerichtet hat. Musikalische Leitung: Mario Hartmuth / Masaru Kumakura Inszenierung: Lydia Steier Bühne, Video: Momme Hinrichs Kostüme: Alfred Mayerhofer Licht: Elana Siberski Szenische Einstudierung: Valérie Junker Chor: Lorenzo Da Rio Dramaturgie: Martin Mutschler Dramaturgische Betreuung: Anne do Paço Italienisch mit deutschen und englischen Übertiteln ca. 3 Stunden 15 Minuten, eine Pause Einführung: 45 Minuten vor Beginn
Aufführungen | Oper

Turandot

Staatsoper Hannover

Premiere: 7.2.2026 Libretto von Giuseppe Adami und Renato Simoni nach Carlo Gozzi Mit dem Finale von Luciano Berio Übernahme vom Saarländischen Staatstheater Saarbrücken „Es gibt unumstößliche Gesetze am Theater: Interesse wecken, überraschen und zu Tränen rühren oder richtig zum Lachen bringen.“ Giacomo Puccini Peking, in märchenhafter Zeit: Am Kaiserhof hat Prinzessin Turandot ihre eigene Heirat zum Gesetz gemacht: Wer sie heiraten möchte, muss drei Rätsel richtig beantworten, wer scheitert wird hingerichtet. Als ein Unbekannter erscheint, entschließt sich dieser, sich der Aufgabe zu stellen. Als einziger schafft er es, die Rätsel zu lösen und gibt seinerseits der Prinzessin eine Aufgabe: Wenn Turandot bis zum Morgengrauen seinen Namen nennen kann, ist er bereit auf ihre Hand zu verzichten und zu sterben. Hinter der mörderischen Brutalität von Turandots Gesetz und ihrer eiskalten Ablehnung aller Anwärter versteckt sich ein tiefes transgenerationales Trauma. Die unlösbaren Aufgaben dienen alleine dem Selbstschutz: Eine Vorfahrin wurde von ihrem Gatten brutal misshandelt und ermordet. Die Inszenierung von Jakob Peters-Messer untersucht Puccinis Märchenoper auf diese tiefenpsychologische Ursache und macht gleichzeitig die eingeschriebene Ambivalenz aus Tragödie und grotesker Komik sichtbar. Puccinis letzte Oper blieb Fragment. Sein Tod ließ ihn den 3. Akt nicht mehr vollenden. Und doch scheint dieses Werk durchdrungen von Puccinis Perfektionismus und seiner ganz eigenen Suche nach einer modernen Tonsprache. Luciano Berios Ergänzung des letzten Aktes aus dem Jahr 2001 setzt diese Suche unter Einbezug von Puccinis hinterlassenen Skizzen fort und stellt eine nachdenkliche Schlussfassung dar. Neben ungemein verführerischen Arien und großen, subtil gezeichneten Chorszenen, ist es das Ringen um ein Musiktheater, „das die Welt weinen machen soll“, welches Turandot einzigartig macht. Musikalische Leitung: Masaru Kumakura / Mario Hartmuth Inszenierung: Jakob Peters-Messer Szenische Einstudierung: Ruben Michael Bühne: Sebastian Hannak Kostüme: Tanja Liebermann Licht: Andreas Schmidt Chor: Lorenzo Da Rio Kinderchor: Tatiana Bergh Dramaturgie: Christian Förnzler / Anna Maria Jurisch Xchange: Matthias Brandt Italienisch mit deutschen und englischen Übertiteln Einführung: 45 Minuten vor Beginn
Aufführungen | Gala

Opernball 2026: PADAM!

Staatsoper Hannover

Niedersächsisches Staatsorchester Hannover Musikalische Leitung Stephan Zilias Künstlerische Programmgestaltung, Regie Felix Schrödinger Choreografie Ballett Goyo Montero Thilo Wolf Big Band DJ Jueri Max & Friends „Padam … padam …“ – ein Herzschlag. Schritte auf dem Pflaster. Eine Melodie, die man nicht mehr vergisst. „Je t’aime“ flüstert jemand von der Seite … Unter dem Motto PADAM! – inspiriert von Édith Piafs legendärem Chanson – feiert der Opernball 2026 die Stadt der Liebe: zwischen französischer Eleganz und Bohème, barocker Pracht, Belle Époque und dem Pariser Lebensgefühl der 1950er. In mehreren Shows trifft Stargast Katharine Mehrling auf das Staatsopern-Ensemble. Die glanzvolle Eröffnung gestalten traditionell die Debütant:innen der Tanzschule Bothe. Um Mitternacht zeigen die Tänzer:innen des Staatsballetts Hannover eine Choreografie von Ballettdirektor Goyo Montero. Chansons und heutige Hits, Musette und vielfältige Tanzmusik verbinden sich in Auftritten der Thilo Wolf Big Band, des Niedersächsischen Staatsorchesters, von DJ Jueri oder Dragqueen Gisela Kloppke in fantasievoll gestalteten Räumen mit französischer Kulinarik vom Opernhaus-Catering vom feinsten zu einem unvergesslichen Höhepunkt im Kulturkalender 2026.
Aufführungen | Oper

Carmen

Oper Leipzig

Opéra comique in vier Akten | Text von Henri Meilhac und Ludovic Halévy nach der gleichnamigen Novelle von Prosper Mérimée Für Carmen ist das höchste Gut ihre Freiheit. ­Niemals will sie sich den Zwängen der Gesellschaft unter­werfen. Der angepasste Sergeant Don José ist fasziniert von dieser Frau, die sich einfach nimmt, was sie will. Er gibt alles für sie auf, seine Jugendliebe Micaëla, seine Stellung beim Militär und schließt sich sogar einer Schmugglerbande an. Er ist besessen von Carmen, die schon bald das Interesse an ihm verliert und dem ­todesmutigen Stierkämpfer Escamillo verfällt. José ist verzweifelt und will Carmen zurück, um jeden Preis. Mit seiner »Carmen« gelang Georges Bizet 1875 ein wahrer Coup. Das Stück ist bis heute eine der meist­gespielten Opern aller Zeiten. Betörende Melodien und mitreißende Rhythmen treffen auf eine starke Titel­heldin. Diese stellt das Gegenbild zu den passiven, sich aufopfernden Frauenfiguren dar, die die Opernwelt im 19. Jahrhundert kannte. Musikalische Leitung: Matthias Foremny Inszenierung: Lindy Hume Bühne, Kostüme: Dan Potra Kampf-Choreografie: Jochen Schmidtke Licht: Matthew Marshall Choreinstudierung: Thomas Eitler-de Lint Einstudierung Kinderchor: Sophie Bauer Dramaturgie: Nele Winter Chor der Oper Leipzig Kinderchor der Oper Leipzig Komparserie der Oper Leipzig Gewandhausorchester In französischer Sprache mit deutschen Übertiteln Dauer: ca. 3 Stunden | Eine Pause ab 15 Jahren
Aufführungen | Oper

Undine

Oper Leipzig

Romantische Zauberoper in vier Aufzügen | Libretto vom Komponisten, nach der Erzählung »Undine« von Friedrich de la Motte Fouqué Undinen, weibliche Wasserwesen, können nur durch die Vermählung mit einem irdischen Mann eine unsterbliche Seele erlangen. Doch welcher Preis ist dafür zu zahlen? Was macht eine Seele aus? Die Geschichte einer Liebe auf Leben und Tod beginnt in einer abgeschiedenen Fischerhütte eines alten Ehepaares und deren Ziehtochter Undine. Als Ritter Hugo Zuflucht vor einem Unwetter in dieser Hütte findet, verlieben er und Undine sich ineinander und heiraten. Noch bevor es gemeinsam zurück in die Stadt gehen soll, flüstert Undine ihrem frisch Angetrauten warnend zu: »O halte fest an deinem Glauben und bleibe deinem Schwure treu, dass ich dein Glück, dein alles sei!«, denn wenn Undines Liebe verraten wird, so heißt es in den alten Märchen, muss sie den treulosen Mann töten und ins Wasser zurückkehren, aus dem sie einst gekommen ist. Vor fast 180 Jahren musste Albert Lortzing das Stadttheater Leipzig aus tragischen Gründen verlassen, doch seine Musik ist untrennbar mit Leipzig verbunden und kehrt stets voller Poesie und Kraft zurück! Albert Lortzing selbst gibt dazu an: »Diese Oper muss gefallen. Ich versichere dir, dass Musikstücke vorkommen, deren Effekte ich nicht geahnt hätte.« Musikalische Leitung: Yura Yang Inszenierung: Tilman Köhler Bühne: Karoly Risz Kostüme: Susanne Uhl Dramaturgie: Marlene Hahn Choreinstudierung: Thomas Eitler-de Lint Chor der Oper Leipzig Gewandhausorchester In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln Dauer: ca. 3 1/4 Stunden | Eine Pause ab 14 Jahren Alle Vorstellungen mit Einführung 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn
Aufführungen | Oper

Regina

Oper Leipzig

Premiere: 25.4.2026 Oper in drei Akten | Libretto vom Komponisten Hoch lebe die Freiheit! 1848, als der Freimaurer Albert Lortzing seine beeindruckende letzte Oper »Regina« schreibt, ist Revolution. Und genau die und ihre sozialen Unruhen sind der Inhalt und das Besondere dieses Werkes, das Lortzing nach seiner Frau benannte: Zwei politisch aktive Fabrikarbeiter lieben Regina, die Tochter des Fabrikbesitzers Simon. Doch sie gehören unterschiedlichen Lagern an. Der eine, Stephan, besetzt als radikaler Aufrührer die Fabrik und hält Regina in seiner Gewalt. Sie ist jedoch mit dem friedliebenderen Richard verlobt. Dieser politische Konflikt führt soweit, dass Stephan bereit ist, alle und alles in die Luft zu sprengen. Wie weit wird Regina gehen, um den Frieden wiederherzustellen? Lortzings Revolutionsoper wurde aufgrund ihrer Brisanz lange unter Verschluss gehalten und selbst bei ihrer Uraufführung 1899 weit nach Lortzings Tod nur zensiert aufgeführt. Lortzing wusste, wie es ist, hart zu arbeiten und trotzdem nicht genug zu haben. Doch hielt die bürgerliche Künstlerfamilie um Ehefrau und Kollegin Regina und ihre vielen Kinder stets zusammen. Dieser Opern-Rarität haftet etwas Einzigartiges an, und der Wunsch nach Frieden und Freiheit könnte heute aktueller nicht sein. Die Zeitschrift »Signale« schrieb 1849 über den Träumer Lortzing und seine Oper: »›Regina‹ wird er vorläufig aufbewahren bis auf bessere Zeiten.« Musikalische Leitung: Constantin Trinks Inszenierung: Bernd Mottl Bühne: Friedrich Eggert Kostüme: Alfred Mayerhofer Licht: Thomas Hupe Dramaturgie: Inken Meents In deutscher Sprache mit deutschen Übertiteln ab 15 Jahren
Aufführungen | Ballett

Romeo und Julia

Oper Leipzig

Ballett von Lauren Lovette | Sergej Prokofjew: Romeo und Julia, op. 64 (1935/36, revidiert 1940) Ballett in 3 Akten von Sergej Prokofjew, Adrian Pietrowski, Leonid Lawrowski und Sergej Radlow Mitreißende Musik und die wohl größte Liebesgeschichte des literarischen Kanons – »Romeo und Julia« ist eines der beliebtesten Ballette überhaupt. Die Erzählung von junger, ungestümer Liebe und tiefsitzendem altem Hass ist unzählige Male für die Bühne, für Film und Fernsehen adaptiert worden. Die amerikanische Choreographin Lauren Lovette legt in ihrer ersten Arbeit für das Leipziger Ballett den Fokus auf den Kern der Tragödie: die Beziehungen und Gefühle zwischen den Figuren, die wir alle kennen und deren bekannter Geschichte wir folgen dürfen. In Shakespeares einnehmendem Drama findet sich die Liebe in all ihren Formen – sei sie romantisch, platonisch oder familiär – und wird der Katalysator für größtes Glück und tiefsten Schmerz. Das Bühnen- und Kostümbild von Thomas Mika ermöglicht eine zeitlose Perspektive auf Liebe, Tragödie, Freundschaft und Verlust und verwebt den Zauber der Erzählung mit dem des Theaters selbst. Musikalische Leitung: Yura Yang / Olivia Lee-Gundermann Choreographie: Lauren Lovette Bühne, Kostüm: Thomas Mika Licht: Michael Röger Dramaturgie: Anna Diepold Fotographische Umsetzung Bühnenbild: Ida Zenna Leipziger Ballett Gewandhausorchester Dauer: 2 1/4 Stunden ab 13 Jahren
Aufführungen | Oper

Tristan und Isolde

Oper Leipzig

Handlung in drei Aufzügen | Text vom Komponisten In seinem späten Musikdrama erzählt Richard Wagner die tragische Geschichte zweier Liebender, denen ein Zusammensein einzig im Tod vergönnt ist. Der Komponist schrieb seine Oper unter dem Einfluss seiner glühenden, doch unerfüllten Liebe zu Mathilde Wesendonck – so kommt es nicht von ungefähr, dass Wagner mit »Tristan und Isolde« eines seiner anrührendsten und sinnlichsten Werke schuf. Musikalische Leitung: Ivan Repušić Inszenierung: Enrico Lübbe Co-Regie: Torsten Buß Bühne: Étienne Pluss Kostüme: Linda Redlin Video: fettfilm Licht: Olaf Freese Dramaturgie: Nele Winter Choreinstudierung: Thomas Eitler-de Lint Einstudierung Kinderchor: Sophie Bauer Leitung Komparserie: Esther Maria Rose Herren des Opernchores Kinderchor der Oper Leipzig Gewandhausorchester In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Spieldauer: ca. 4 3/4 Stunden | Zwei Pausen ab 17 Jahren Einführung in deutscher und englischer Sprache
Aufführungen | Oper

Madama Butterfly

Oper Leipzig

Japanische Tragödie in drei Akten Libretto von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa Nach dem Schauspiel von David Belasco und John Luther Long Diese Oper, die Puccini selbst als sein liebstes und bestes Werk ansah, lässt keinen kalt. Im Sommer 1900 erlebte der Komponist in einem Londoner Theater das Schauspiel »Madame Butterfly« von David Belasco, das ihn nachhaltig beeindruckte. Es verband eine menschliche Tragödie von nahezu antikem Ausmaß mit den Reizen einer fernen Kultur. Wie Belascos Stück spielt auch Puccinis 1904 uraufgeführte Oper in der Gegenwart: In Gestalt des amerikanischen Marineleutnants Pinkerton bricht die westliche Welt in die festgefügte, durch strenge Bräuche geprägte japanische Gesellschaft ein. Die Scheinehe, die Pinkerton mit der jungen Geisha Cio-Cio-San, genannt »Butterfly«, eingeht, ist für ihn ein exotisches Liebesabenteuer. Für Cio-Cio-San bedeutet sie die Hoffnung ihres Lebens. Fasziniert vom Hauch einer anderen, freieren Welt, der ihren Geliebten umgibt, ist sie bereit, mit allen bisherigen Bindungen zu brechen. Unbeirrt glaubt sie an Pinkertons Rückkehr, als dieser Japan längst verlassen hat. Sein Besuch des Inselreichs nach drei Jahren führt zur Katastrophe. Mit »Madama Butterfly« gelang Puccini eines der größten Meisterwerke seiner Zeit, in dem lyrischer Schmelz, emotionale Verdichtung und exotisches Kolorit auf bestrickende Weise zusammenfließen, ohne die Darstellung der Wahrheit zu verschleiern. Regie führt Aron Stiehl, der im Sommer 2013 in Bayreuth für seine Inszenierung von Wagners »Liebesverbot« und ebenso bei der anschließenden Leipziger Premiere dieser Produktion gefeiert wurde. Musikalische Leitung: Christoph Gedschold Inszenierung: Aron Stiehl Bühne: Frank-Philipp Schlößmann Kostüme: Sven Bindseil Einstudierung Chor: Alessandro Zuppardo Dramaturgie: Marita Müller Chor: Chor der Oper Leipzig Orchester: Gewandhausorchester In Originalsprache. Mit deutschen Übertiteln Dauer: ca.2 3/4 Stunden | Eine Pause ab 15 Jahren
Aufführungen | Oper

La Traviata

Oper Leipzig

Melodramma in drei Akten | Text von Francesco Maria Piave nach dem Roman »Die Kameliendame« von Alexandre Dumas Liebe, Eifersucht und Tod. Was braucht es mehr zu einem gelungenen Opernabend? Nicht viel, sagen Andreas Homoki und sein Bühnenbildner Frank Philipp Schlößmann. Ihre Inszenierung von Giuseppe Verdis Kultoper ist auf das Wesentliche reduziert, sodass in den Vordergrund tritt, was wirklich zählt: große Gefühle und große Musik. Musikalische Leitung: Christoph Gedschold / Yura Yang Inszenierung: Andreas Homoki Bühne: Frank Philipp Schlößmann Kostüme: Gabriele Jaenecke Licht: Michael Röger Chor der Oper Leipzig Gewandhausorchester Empfohlen für Kinder und Jugendliche ab 15 Jahren In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln Spieldauer: ca. 2 1/4 Stunden | Eine Pause
Aufführungen | Oper

Coming Up for Air

Oper Leipzig

Uraufführung: 14.3.2026 Oper in drei Akten | Libretto von Jessica Walker nach dem Roman von Sarah Leipciger | In englischer Sprache mit deutschen Übertiteln Drei Welten, drei Gewässer, drei Leben verschmelzen zu einem Atem: Anouk, eine junge Schriftstellerin, ringt um jeden Atemzug, denn sie ist an Mukoviszidose erkrankt. Der Kampf um Atem, führt sie auf einen Weg in die Vergangenheit, in ein anderes Land, zu einer anderen Frau. Gebannt rekonstruiert sie die mysteriöse Geschichte der »Inconnue de la Seine«, der geheimnisumwobenen unbekannten Toten aus der Seine. Als Anouk in diese französische Tragödie eintaucht, erkennt sie die Verbindungen zwischen ihrem Leben, dem der Unbekannten und dem eines norwegischen Puppenmachers. Dieser, vom Verlust seines ertrunkenen Sohnes gezeichnet, entwickelt eine Puppe, mit der die Mund-zu-Mund-Beatmung erlernt werden kann. Für das Gesicht der Puppe wählt er die Totenmaske der »Inconnue de la Seine« – ihr Lächeln soll fortan Leben retten. Diese Oper verbindet drei Leben über den Fluss der Zeit hinweg. Der in Leipzig lebende Komponist Bernd Franke, der musikalische sowie gesellschaftliche und topographische Grenzen auslotet, erschuf eine lebensbejahende Oper, die von Hoffnung getragen ist und zwischen Zeiten und Ländern wandelt. Am Ende ist alles eins und wir sind ein Teil davon. Musikalische Leitung: Matthias Foremny Inszenierung: Florentine Klepper Bühne: Dirk Becker Kostüme: Anna Sofie Tuma Video: Philipp Ludwig Stangl Dramaturgie: Marlene Hahn Kompositionsauftrag von der Oper Leipzig, gefördert durch die Ernst von Siemens Musikstiftung
Aufführungen | Ballett

Mozart / Rachmaninow

Oper Leipzig

Premiere: 22.2.2026 Mit »Mozart / Rachmaninow« ehrt das Leipziger Ballett Uwe Scholz, dessen choreographisches Werk die Stadt wie ein stiller Widerhall prägt. Seine Kunst ist geformte Musik, eine Sprache aus Licht, Raum und Bewegung, die das Vergängliche festhält und zugleich dem Ewigen nachspürt. In »Jeunehomme« findet Mozarts Klavierkonzert in der Bewegung eine Gegenspielerin für die in den Werken des großen Komponisten typischen Nuancen von Freude und Melancholie. Jede Bewegung wird zum Nachklang einer inneren Welt. Mit Rachmaninows 3. Klavierkonzert entfaltet sich ein choreographisches Meisterwerk, das Klang in Raum gießt und in seiner emotionalen Wucht tief berührt. Nach den »Scholz-Symphonien«, die in der Spielzeit 2024 / 25 an das Schaffen des Choreographen erinnerten, ist dieser Abend eine weitere Hommage. Die Kunst von Uwe Scholz lebt weiter – von Körper zu Körper, von Tänzerin zu Tänzer, in einem ständigen Wechselspiel von Erinnerung und Gegenwart. Dieser Abend ist kein Rückblick, sondern eine Feier des Lebendigen, das mit all seiner Schönheit und Klarheit durch die Zeiten klingt. Musikalische Leitung: Yura Yang Choreographie, Bühne, Kostüme: Uwe Scholz Pianist: Paulo Almeida, Sebastian Fuß ab 14 Jahren
Aufführungen | Oper

Der fliegende Holländer

Oper Leipzig

Romantische Oper in drei Aufzügen | Text vom Komponisten Bis in alle Ewigkeit ist der fliegende Holländer dazu verdammt, auf seinem Geisterschiff die Weltmeere zu durchsegeln, ohne Rast, ohne Ziel. Nur einmal alle sieben Jahre darf er an Land, um dort Erlösung zu ­suchen: in einem »Weib, das bis in den Tod getreu ihm auf Erden«. Die Kapitänstochter Senta, die an den ­gesellschaftlichen Konventionen und der Enge der dörflichen Gemeinschaft zu ersticken droht, glaubt sich auserkoren, diesen Fluch zu brechen. Als ihr ­Vater ­Daland mit einem geheimnisvollen Fremden an ­seiner Seite von See zurückkehrt, erkennt sie sofort den Verdammten aus jener düsteren Seemanns­ballade, die ihr schon die Amme vorsang, und bricht auch die letzten Brücken zum vorgezeichneten Leben mit ihrem Verehrer Erik ab. Nach seinen drei Frühwerken betrachtete Richard Wagner den 1843 uraufgeführten »Fliegenden ­Holländer« als sein erstes gültiges Werk überhaupt. Mit dem Einbruch des Übersinnlichen und der ­dämonischen Naturgewalten in die Realität knüpfte er an die Tradition der schauerromantischen Oper an und beschritt mit dem Erlösungsmotiv einen Weg, der für seine folgenden Musikdramen bestimmend werden sollte. Das stürmische Wogen des Meeres, wilde Seemannschöre und die zentrale Ballade Sentas ­ver­dichtet Wagner zu einem atmosphärischen ­Thriller, der vom ersten Ton an in Bann zieht. Michiel Dijkema, der in ­Leipzig zuletzt mit seiner bewegenden Interpre­ta­tion von »­Rusalka« begeisterte, erzählt in seiner Inszenierung von der Suche nach Heimat, aber auch von der Sehnsucht nach dem Anderen. Musikalische Leitung: Ivan Repušić / Yura Yang Inszenierung, Bühne: Michiel Dijkema Kostüme: Jula Reindell Licht: Michael Fischer Dramaturgie: Elisabeth Kühne In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Dauer: 2 3/4 Stunden | 1 Pause | ab 13 Jahren
Aufführungen | Oper

Götterdämmerung

Oper Leipzig

Dritter Tag des Bühnenfestspiels »Der Ring des Nibelungen« | Text vom Komponisten »Ihrem Ende eilen sie zu, die so stark im Bestehen sich wähnen«, so die schicksalhafte Prophezeiung Loges am Ende des »Rheingold«. Dass sich Wotan mit dem Bau von Walhall auf fatale Art und Weise verschuldet hat, wird ihm bereits in der »Walküre« klar, wo er sich vor seiner Tochter Brünnhilde das Scheitern seines Planes selbst eingesteht und nur noch das »Ende« herbeisehnt. Immer wieder schlägt der Fluch des Nibelungen Alberich zu und fordert seine Opfer. Man muss sich entscheiden: Macht oder Liebe. Eine letzte Hoffnung bleibt: Siegfried, der neue Held. Doch der naive Naturbursche wird Opfer der eiskalten Intrigen einer durch und durch degenerierten Gesellschaft, in der Werte wie Liebe und Freundschaft, Wahrheit und Treue mit Füßen getreten werden. So bleibt zum Schluss nur noch der totale Zusammenbruch des Systems als Ausweg für einen Neuanfang. Wagners »Götterdämmerung« beschreibt den Übergang von der Natur zur Kultur, von der Götterwelt zur Menschenwelt, vom Mythos zur Zivilisation, bis sich nach dem großen Weltenbrand schließlich die Natur wieder ihr Recht verschafft. Immer stärker verdichten sich im letzten Teil der Tetralogie die musikalischen Motive, bis in Brünnhildes großem Abgesang Wagner noch einmal die ganze Welt des »Rings« vor uns Revue passieren lässt. Die »Götterdämmerung« ist ein packender Psychothriller über Liebe, Macht und Verrat und ein Kraftakt für Sänger, Chor und Orchester. Am Pult des Gewandhausorchesters steht Intendant und Gmd Ulf Schirmer. Musikalische Leitung: Ulf Schirmer Inszenierung: Rosamund Gilmore Bühne: Carl Friedrich Oberle Kostüme: Nicola Reichert Licht: Michael Röger Choreinstudierung: Thomas Eitler de Lint Dramaturgie: Christian Geltinger In deutscher Sprache mit deutschen und englischen Übertiteln Dauer: 5 3/4 Stunden | 2 Pausen | ab 17 Jahren
Aufführungen | Oper

Strauss: Elektra / Alan Gilbert

Elbphilharmonie

NDR Elbphilharmonie Orchester NDR Vokalensemble Karita Mattila, Klytämnestra Ingela Brimberg, Elektra Christina Nilsson, Chrysothemis Benjamin Bruns, Aegisth Andreas Bauer Kanabas, Orest Layla Claire, Die Aufseherin Marie Henriette Reinhold, Erste Magd Ida Aldrian, Zweite Magd Marie-Luise Dreßen, Dritte Magd Olivia Boen, Vierte Magd Chelsea Zurflüh, Fünfte Magd Fabian Kuhnen, Pfleger des Orest Alexandra Hebart, Die Vertraute Chloe Lankshear, Die Schleppträgerin Liam Bonthrone, Ein junger Diener Andreas Heinemeyer, Ein alter Diener Dirigent: Alan Gilbert Richard Strauss: Elektra / Tragödie in einem Aufzug op. 58 Halbszenische Aufführung mit Übertiteln Extreme in der Elbphilharmonie »Edle Einfalt und stille Größe«? Von wegen! Mit ihrem atemberaubenden Opern-Schocker »Elektra« stellten Richard Strauss und sein Librettist Hugo von Hofmannsthal im Jahr 1909 das verklärte Antike-Bild des 18. Jahrhunderts völlig auf den Kopf. Horror statt Humanistik, Rache statt Ruhmestat, Blutbad statt Bildungsblüte: Dieser Einakter lässt bis heute niemanden kalt. Und auch in der Klangsprache ging Strauss mit seinem Mammut-Orchester in jeder Hinsicht in die Extreme. Was besonders eindrücklich zu erleben ist, wenn Alan Gilbert das Werk erstmals im Großen Saal der Elbphilharmonie realisiert. Nach Ligetis »Le Grand Macabre«, Dvořáks »Rusalka«, Gershwins »Porgy and Bess« und Bergs »Wozzeck« setzt der Chef des NDR Elbphilharmonie Orchesters und der Königlichen Oper Stockholm damit zugleich seine Reihe enthusiastisch gefeierter Aufführungen konzertanter Opern an der Elbe fort. Die Handlung des Stücks ist schnell erzählt: Elektra, die Tochter des trojanischen Helden Agamemnon, sinnt seit dem Mord an ihrem Vater auf Rache an ihrer eigenen Mutter Klytämnestra. Sie wartet auf die Rückkehr ihres Bruders Orest, der die Bluttat schließlich vollzieht. Das Stück endet in einem Gemetzel und im triumphierenden Wahnsinn der Titelfigur. Wichtiger als dieser äußere Plot sind aber die psychologischen Dimensionen: Klytemnästra steht seit dem blutigen Ehebruch am Rande des Wahnsinns und wird von Albträumen geplagt. Sie bittet ausgerechnet ihre verstoßene Tochter Elektra um Hilfe, die für ihren Rachegedanken »alles, was ich war, hingeben« musste und ein Leben als Außenseiterin am Hof von Mykene führt. Demgegenüber sehnt sich ihre Schwester Chrysothemis nach behaglichem Familienglück… Mit einem gut 100-köpfigen Orchester ließ Strauss diese Ängste, Träume und Abgründe seiner Figuren so greifbar wie noch nie werden. Die gewaltige Musik ging für damalige Verhältnisse »an die äußersten Grenzen der Harmonik, psychischer Polyphonie und Aufnahmefähigkeit der Ohren«, so der Komponist. Heute gilt das Stück als unübertroffener Gipfel der expressionistischen Kunst des Fin de Siècle. In Hamburg entfesseln namhafte Sänger:innen wie Karita Mattila als Klytemnästra, Ingela Brimberg als Elektra oder Andreas Bauer Kanabas als Orest den Seelenkrimi aus Neue. Einführung mit Julius Heile: 17:00 Uhr / Elbphilharmonie, Großer Saal
Aufführungen | Comedy

KdK Stand Up

Elbphilharmonie

Stand Up Comedy boomt und wir feiern das. Eine furchtlose Bande junger Comedians erobert Livebühnen und Internet – Kampf der Künste holt die Brisantesten auf die Bühne der Elbphilharmonie. Virtuose Humorkünstler:innen geben bizarre Blickwinkel auf die ganz normale, völlig irre Welt. Bitterschöne Pointen über das kleine Glück, das große Elend und die unendliche Unzulänglichkeit. Oder einfach nur herrlich ehrliche Stimmen, die man gehört haben sollte. KDK Stand Up liefert einen auf den Punkt kuratierten Abend, den man sich wirklich gerne gefallen lässt. Oder anders gesagt: Endlich eine Abendveranstaltung, bei der man auch mit seinen unlustigsten Freund:innen richtig was zu lachen hat. Die Stand Up Szene ist so frisch und lebendig wie lange nicht mehr. Ein High-Intensity-Workout für’s Zwerchfell – geistreich und wahnwitzig, lakonisch und ausufernd.
Aufführungen | Oper

Scylla et Glaucus

Opernhaus Zürich

Premiere: 27.3.2026 Tragédie en musique in einem Prolog und fünf Akten Libretto von d’Albaret nach Ovids «Metamorphosen» Scylla lebt zurückgezogen in sich selbst – wie in einem Winterschlaf der Gefühle. In ihrem Kosmos herrschen Vernunft, Ruhe und Harmonie. Als Glaucus in ihr Leben tritt, ändert sich alles: Sie erfährt die Liebe, in all ihren Farben und Facetten – und erkennt sich selbst nicht wieder. Die Oper beschreibt alle Lust, Wildheit, Panik und Verzweiflung, die die junge Frau durchlebt, als sie die Welt neu für sich entdeckt. Am Schluss wird sie eine andere sein. Jean-Marie Leclairs selten aufgeführte einzige Oper ist eine musikalische Entdeckung. Regisseur Claus Guth kehrt mit dieser Neuinszenierung zurück ans Opernhaus Zürich. Emmanuelle Haïm leitet ihr Ensemble Le Concert d’Astrée, das zu den profiliertesten Spezialensembles für Alte Musik zählt. Musikalische Leitung: Emmanuelle Haïm Inszenierung: Claus Guth Bühnenbild: Etienne Pluss Kostüme: Ursula Kudrna Choreografie und Regiemitarbeit: Sommer Ulrickson Lichtgestaltung: Martin Gebhardt Choreinstudierung: Florian Helgath, Alice Lapasin Zorzit Dramaturgie: Roman Reeger, Yvonne Gebauer Zürcher Sing-Akademie Le Concert d'Astrée Statistenverein am Opernhaus Zürich In französischer Sprache mit deutscher und englischer Übertitelung. Werkeinführung jeweils 45 Min. vor Vorstellungsbeginn. (Bild: © Plakatmotiv (Ausschnitt) von Huang Ko Wei (Scatter))

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