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© Matthias Creutziger
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Staatskapelle Dresden

Durch Kurfürst Moritz von Sachsen 1548 gegründet, ist die Sächsische Staatskapelle Dresden eines der ältesten und traditionsreichsten Orchester der Welt. Seit ihrem Bestehen haben bedeutende Kapellmeister und international geschätzte Instrumentalisten die Geschichte der einstigen Hofkapelle geprägt. Zu ihren Leitern gehörten u. a. Heinrich Schütz, Johann Adolf Hasse, Carl Maria von Weber und Richard Wagner, der das Orchester als seine »Wunderharfe« bezeichnete. Bedeutende Chefdirigenten der letzten 100 Jahre waren Ernst von Schuch, Fritz Reiner, Fritz Busch, Karl Böhm, Joseph Keilberth, Rudolf Kempe, Otmar Suitner, Kurt Sanderling, Herbert Blomstedt und Giuseppe Sinopoli. Ab 2002 standen Bernard Haitink (bis 2004) und Fabio Luisi (2007-2010) an der Spitze des Orchesters. Seit der Saison 2012/2013 ist Christian Thielemann Chefdirigent der Staatskapelle. Im Mai 2016 wurde der ehemalige Chefdirigent Herbert Blomstedt zum Ehrendirigenten ernannt. Diesen Titel hatte bislang einzig Sir Colin Davis von 1990 bis zu seinem Tod 2013 inne. Myung-Whun Chung trägt seit 2012 den Titel des Ersten Gastdirigenten.

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Staatskapelle Dresden
Sächsische Staatsoper Dresden
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D-01067 Dresden

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Bewertungen & Berichte Staatskapelle Dresden

20.05.21, 00:48, Kulturnator Bis 2024 bleibt Thieleman noch

Der Vertrag mit dem Ausnahmedirigenten Christian Thielemann soll nicht verlängert werden. Über die Hintergründe wird nichts verraten. Allerdings wäre Christian Thielemann dann auch knapp am Rentenalter. Und da er bereits mit 19 Jahren an der Deutschen Oper Berlin seine Laufbahn und damit auch sein Arbeitsleben begonnen hatte, käme sogar die Rente mit 63 in Frage. Es steht aber außer Frage, dass Rente nicht in Frage kommt. Der grüne Hügel in Bayreuth ist von den Wagner-Spezialisten so etwas wie eine zweite Heimat. Der Patriarch in Bayreuth, Wolfgang Wagner, war so etwas wie eine Vaterfigur Thielemann. Aber auch dort gibt es für den bisherigen Musikdirektor der Wagner-Festspiele nur einen mageren Vertrag für das Dirigat nur einer Oper in diesem Jahr. Wie dem auch sei. Dabei setzt sich der Dirigent wie kaum jemand für seine Musiker und vor allem für sein Musik ein. Das kommt nicht überalle gut an. Es gibt Gerüchte, dass seine Forderungen nach einem wie auch immer gearteten Spielbetrieb auch in Corona-Zeiten Anlaß für Reibereien mit dem Intendanten der Semperoper Peter Theiler gegeben hat. Dessen Vertrag wird nun auch nicht über das 2024 hinaus verlängert. Aber Sachsen Kulturministerin Barbara Klepsch (CDU) will auf jeden Fall die künstlerische Expertise eine Christian Thielemann erhalten: "Unabhängig davon würde ich mich freuen, wenn Christian Thielemann mit seinem weltweit geachteten Profil auch weiterhin der Semperoper künstlerisch verbunden bleibt"
Eine international gefragte Größe wie Christian Thielemann wird sich wohl noch manch spannender Herausforderung stellen. Schließlich ist er einer der begnadetsten Wagner-Interpreten weltweit.

Konzert

7. Symphoniekonzert: Jakub Hrůša

Staatskapelle Dresden
Jakub Hrůša, Dirigent
Augustin Hadelich, Violine


Béla Bartók: Violinkonzert Nr. 2 Sz 112
Antonín Dvořák: Nocturne für Streichorchester H-Dur op. 40
Arthur Honegger: Symphonie Nr. 3 »Symphonie liturgique«

Zwischen Romantik und Moderne

Ungewöhnlich lange, fast zwei Jahre, schrieb Béla Bartók an seinem Zweiten Violinkonzert. Der Grund dafür lag im Auftrag: Als Zoltán Székely im Sommer 1936 das Werk erbat, wollte Bartók eine einsätzige Variationenfolge schreiben, während sich der Geiger ein eher konventionelles dreisätziges Stück wünschte. Der Kompromiss zwischen beiden Ideen ist die Basis für eines der größten Solokonzerte des 20. Jahrhunderts: In seiner melodischen Sattheit und Virtuosität in der romantischen Tradition stehend, findet es zugleich in einer eigenen, durchaus gegensätzlichen Sprache neue Wege.

Konzerteinführung jeweils 45 Minuten vor Beginn im Opernkeller der Semperoper.

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Konzert

8. Symphoniekonzert: Herbert Blomstedt

Staatskapelle Dresden
Herbert Blomstedt, Dirigent
Christina Landshamer, Sopran
Simona Šaturová, Sopran
Tilman Lichdi, Tenor
Sächsischer Staatsopernchor Dresden


Die Nacht ist vergangen!

Franz Schubert: Symphonie Nr. 2 B-Dur D 125
Felix Mendelssohn Bartholdy: »Lobgesang« Symphonie-Kantate für Soli, Chor, Orchester und Orgel op. 52

Mit großem Aufwand beging Sachsen im Jahr 1840 den 400. Jahrestag der Erfindung des Buchdrucks. Den Abschluss der Feiern bildete die Aufführung von Mendelssohns »Lobgesang« in der Leipziger Thomaskirche. Bei der Drucklegung widmete der Komponist die Symphonie-Kantate dem sächsischen König Friedrich August II. Der Monarch bedankte sich im Gegenzug mit der Verleihung des Ehrentitels »Königlich Sächsischer Kapellmeister«. Der Plan, den berühmten Dirigenten auch offiziell an die Residenz zu binden, zerschlug sich zwar, dennoch war Mendelssohn nun häufig in Dresden zu erleben. Auch am Palmsonntag 1843 leitete er die Königliche musikalische Kapelle, auf dem Programm stand damals sein Oratorium »Paulus«.

Konzerteinführung jeweils 45 Minuten vor Beginn im Opernkeller der Semperoper.

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Bewertungen & Berichte 8. Symphoniekonzert: Herbert Blomstedt

Konzert

5. Kammerabend

Katerina von Bennigsen, Sopran
Norbert Anger, Violoncello
Robert Oberaigner, Klarinette
Zoltán Mácsai, Horn
Michael Schöch, Klavier
Fritz Busch Quartett:
Federico Kasik, Violine
Tibor Gyenge, Violine
Michael Horwath, Bratsche
Titus Maack, Violoncello


Richard Strauss: Violoncellosonate F-Dur op. 6
»Alphorn« op. 15 Nr. 3 für Sopran, Horn und Klavier
Max Reger: Klarinettenquintett A-Dur op. 146

Ein Jahr vor seinem frühen Tod schrieb Max Reger 1915 das Klarinettenquintett. Die posthume Uraufführung war darum vom Nimbus des »Schwanengesangs«, der letzten vollendeten Komposition, umgeben. Und wirklich fällt auf, dass das gleichsam introvertierte Quintett den pathetischen Ton früherer Reger-Werke meidet. Nicht nur die Tonart verbindet das Werk mit Mozarts berühmten »Stadler-Quintett«. Gleich im schwingenden Dreiertakt des Beginns finden sich Querverweise, die im Variationsfinale dann überdeutlich werden. Auch einen anderen Vorläufer der Gattung, Johannes Brahms, zitiert Reger so unverhohlen, dass sein Werk insgesamt wie eine Verbeugung vor den beiden großen Vorbildern der Gattung wirkt.

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Bewertungen & Berichte 5. Kammerabend

Konzert

Sonderkonzert im Rahmen der Richard Strauss-Tage

Staatskapelle Dresden
Antonio Pappano, Dirigent
Norbert Anger, Violoncello
Sebastian Herberg, Bratsche


Max Reger: Variationen und Fuge über ein Thema von Mozart op. 132
Richard Strauss: »Don Quixote« Fantastische Variationen über ein Thema ritterlichen Charakters op. 35

Held und Welt

»Sinfonische Dichtung Held und Welt beginnt, Gestalt zu bekommen; dazu als Satyrspiel Don Quixote«, schrieb Strauss am 15. April 1897. Die Notiz belegt, dass »Ein Heldenleben« (wie »Held und Welt« später genannt wurde) und »Don Quixote« zwei Seiten einer Medaille sind: ironische Brechungen des Begriffs »Held«. Erstmalig zu hören war »Don Quixote« 1898 in Köln. Mit ihrer virtuosen Cellopartie ist die symphonische Dichtung eine Herausforderung für jedes Orchester. Um dieser Aufgabe zur Uraufführung gerecht zu werden, wurde Friedrich Grützmacher aus Dresden geholt. Der einstige Solocellist der Königlichen musikalischen Kapelle zählt bis heute zu den großen Interpreten des »Don Quixote«.

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Konzert

9. Symphoniekonzert: Susanna Mälkki

Staatskapelle Dresden
Susanna Mälkki, Dirigentin


Georg Friedrich Haas: Neues Werk für Bassklarinette, Violoncello und Schlagzeug (Uraufführung)
Franz Schubert: Symphonie C-Dur D 944 »Große«

Bedeutung überall

Kaum ein Komponist steht dem Capell-Compositeur Georg Friedrich Haas näher als Franz Schubert, dessen Musik sich immer wieder in neue Ausdrucksbereiche vorantastete. Nur folgerichtig ist es also, wenn Susanna Mälkki in ihrem Debüt bei der Staatskapelle der Uraufführung von Haas’ neuem Orchesterwerk, das eigens zum Kapelljubiläum entsteht, Schuberts längste und ambitionierteste Symphonie gegenüberstellt. »Leben in allen Fasern, Colorit bis in die feinste Abstufung, Bedeutung überall«, urteilte ein begeisterter Robert Schumann, als sie – elf Jahre nach Schuberts Tod – in Leipzig erstmalig im Konzert erklang.

Konzerteinführung jeweils 45 Minuten vor Beginn im Opernkeller der Semperoper.

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Kammerkonzert

6. Kammerabend

Jörg Faßmann, Violine
Annika Thiel, Violine
Friedwart Christian Dittmann, Violoncello
Christoph Bechstein, Kontrabass
Bernhard Kury, Flöte
Volker Hanemann, Oboe
Jan Seifert, Klarinette
Andreas Börtitz, Fagott
Julius Rönnebeck, Horn
Keiko Tamura, Klavier


Leoš Janáček: »Mládi« Suite für Flöte, Oboe, Klarinette, Bassklarinette, Horn und Fagott
Sergej Prokofjew: Quintett g-Moll
Camille Saint-Saëns: »La muse et le poète« op. 132
Johannes Brahms: Klaviertrio Nr. 2 C-Dur op. 87

Sergej Prokofjews Quintett für Oboe, Klarinette, Violine, Viola und Kontrabass kann eine äußerst schillernde Geschichte vorweisen. Ursprünglich entstand das Werk 1924 in Paris, dem Mekka der Moderne und des Tanzes, für die Balletts russes: Es illustrierte unter dem Titel »Trapez« eine auch in Deutschland und Italien präsentierte erfolgreiche Produktion des Choreografen Boris Romanow, die Episoden aus dem Zirkusleben vorführte. Drei Jahre später wurde in Moskau aus dem Zirkusquintett Konzertsaalmusik – auch diese Version stieß beim Publikum auf Begeisterung. 1972 griff das Bolschoi-Theater die ursprüngliche Fassung in einer Neuproduktion des Romanow-Balletts auf, die nun sogar verfilmt wurde.

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Konzert

3. Aufführungsabend - Christoph Koncz

Christoph Koncz, Dirigent
Constantin Hartwig, Tuba


Ludwig van Beethoven: »Leonore«-Ouvertüre Nr. 3 op. 72b
Arild Plau: Konzert für Tuba und Streichorchester
Robert Schumann: Symphonie Nr. 2 C-Dur op. 61

»In mir paukt und trompetet es seit einigen Tagen sehr, ich weiß nicht, was daraus werden wird«, schrieb Schumann im Dezember 1845 aus Dresden an seinen Freund Mendelssohn. Für den Komponisten hatte die Niederschrift der C-Dur-Symphonie in nur 16 Tagen therapeutische Wirkung. »Die Symphonie schrieb ich noch halb krank; mir ist’s, als müsste man ihr dies anhören. Erst im letzten Satz fing ich an, mich wieder zu fühlen.« Uraufgeführt wurde das Werk im November 1846 in Leipzig. In seiner Wahlheimat dauerte es länger, bis Schumann sich auch als Symphoniker durchsetzte: Die Dresdner Erstaufführung der Zweiten am 23. Dezember 1859 unter Carl August Krebs löste dann aber eine Aufführungsserie aus.

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Familienkonzert

Kapelle für Kids: »Der Musik auf der Spur …«

Sebastian Bauer, Regie

In dieser Spielzeit wollen wir uns auf die Spur der Musik begeben. Oder, genauer gesagt, auf die Spur der Musikerinnen und Musiker der Staatskapelle. Wir wollen wissen, welchen Weg sie gehen müssen bis sie auf einer Bühne ein Konzert geben. Angefangen vom ersten Ton, den sie als Kind auf ihrem Instrument gespielt haben, über das tägliche Üben an dem/ihrem Instrument bis hin zu dem Moment, in dem sie ein bestimmtes Musikstück aussuchen und es zu lernen beginnen, um es dann immer besser zu verstehen und zu spielen. Im Laufe der Spielzeit wollen wir mit vielen Musikerinnen und Musikern der Kapelle sprechen und herausfinden, welche Wege sie ganz persönlich mit der Musik (und die Musik mit ihnen) bisher gegangen sind, welche Pfade sie immer wieder von Neuem begehen, und auf was sie noch so neugierig sind. Wir sind sehr gespannt, was wir dabei erfahren. Das Ergebnis werden wir Euch in diesem Programm präsentieren – ihr werdet mit Sicherheit mindestens ein Konzert erleben. Bestimmt aber nicht nur das…

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Konzert

10. Symphoniekonzert: Christian Thielemann / Lang Lang

Staatskapelle Dresden
Christian Thielemann, Dirigent
Lang Lang, Klavier


Maurice Ravel: »Ma mère l'Oye«, Klavierkonzert G-Dur
Claude Debussy: »Ibéria« aus den »Images« für Orchester
Maurice Ravel: »La Valse«

Französische Tradition

Auch die Nähe zur französischen Musik gehört zur Tradition der Staatskapelle. Schon drei Jahre nach der Uraufführung der Orchesterversion von Maurice Ravels »Ma mère l’Oye« dirigierte Ernst von Schuch die Suite im Januar 1914 in Dresden. »La Valse«, die 1920 in Paris entstandene Hommage an Johann Strauß als »Apotheose des Wiener Walzers« und Abgesang einer Epoche, führte Fritz Busch 1926 auf. Claude Debussys farbenreiches Tongemälde »Ibéria« wiederum war an der Elbe unter Leitung von Hermann Kutzschbach im Jahr 1912 und damit nur zwei Jahre nach der Pariser Premiere zu hören.

Konzerteinführung jeweils 45 Minuten vor Beginn im Opernkeller der Semperoper.

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Kammerkonzert

7. Kammmerabend

Sebastian Breuninger, Violine
Julius Bekesch, Violine
Chaim Steller, Viola
Christian Giger, Violoncello


Robert Schumann: Streichquartett A-Dur op. 41 Nr. 3
Hans Krása: Thema mit Variationen für Streichquartett
Franz Schubert: Streichquartett a-Moll op. 29 D 804 »Rosamunde«

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Konzert

11. Symphoniekonzert: Whun Chung / Pierre-Laurent Aimard

Staatskapelle Dresden
Whun Chung, Dirigent
Pierre-Laurent Aimard, Klavier
Cynthia Millar, Ondes Martenot


Olivier Messiaen: »Turangalîla-Symphonie« für Klavier, Ondes Martenot und großes Orchester

»Maßlose Freude«

Vogelgezwitscher und indische Rhythmen, Hollywood-Gesten und indonesische Gamelan- Klänge: Kaum ein zweites Werk verkörpert stilistischen Pluralismus so umfassend wie die 1949 entstandene »Turangalîla-Symphonie« von Olivier Messiaen – eines Hymnus auf die »übermenschliche, überschäumende, blendende und maßlose Freude«, wie der Komponist selbst schrieb. Musikalische Protagonisten des tristanartigen Liebesgesangs sind neben den mannigfachen Farben eines Riesenorchesters ein halsbrecherisch virtuoser Klavierpart und der Einsatz der in den 1920ern entwickelten Ondes Martenot, eines elektroakustischen Tasteninstruments, dessen Klang irgendwo zwischen singender Säge und menschlichen Stimme liegt.

Konzerteinführung jeweils 45 Minuten vor Beginn im Opernkeller der Semperoper.

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Konzert

4. Aufführungsabend - Elim Chan

Staatskapelle Dresden
Elim Chan, Dirigentin
Friedrich Thiele, Violoncello


Frédéric Chopin: Nocturne As-Dur op. 32 Nr. 2, bearbeitet für Orchester von Igor Strawinsky; Grande valse brillante op. 18, bearbeitet für Orchester von Igor Strawinsky
Pjotr I. Tschaikowsky: Variationen über ein Rokoko-Thema A-Dur op. 33 für Violoncello und Orchester
Claude Debussy: Sarabande und Tanz, bearbeitet für Orchester von Maurice Ravel
Igor Strawinsky: »Pulcinella« Suite für Orchester

Der 1854 von Kapellmitgliedern gegründete Tonkünstlerverein hat selbst Historie geschrieben. Im Zentrum des Jubiläumskonzertes steht Igor Strawinsky – als Bearbeiter und Komponist. Stilistisch erfand sich der Russe immer wieder neu. Nach dem Schock des »Sacre« vollzog Strawinsky mit dem Rückgriff auf »Alte Musik« eine radikale Wende. »Pulcinella« rekonstruierte die süditalienische Commedia dell’arte. Strawinskys Vorlage hielt man lange für eine Komposition des jung verstorbenen Giovanni Battista Pergolesi. Die spätere Entdeckung, dass das Original nicht komplett von Pergolesi, sondern eher von seinen weniger bekannten Zeitgenossen stammt, hat dem »neoklassischen« Erfolg keinen Abbruch getan.

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Kammerkonzert

8. Kammermatinée

Lukas Stepp, Violine
Yuna Toki, Violine
Florian Richter, Bratsche
Sebastian Fritsch, Violoncello
Julius Asal, Klavier
Kammerformation der Dresdner Kapellsolisten:
Susanne Branny, Violine
Mechthild von Ryssel, Violine
Stephan Pätzold, Bratsche
Tom Höhnerbach, Violoncello
Jobst Schneiderat, Cembalo
Kapellquintett:
Bernhard Kury, Flöte
Julius Rönnebeck, Horn
Christian Dollfuß, Klarinette
Andreas Börtitz, Fagott
Volker Hanemann, Oboe


Johann Georg, Pisendel: Violinkonzert B-Dur
Paul Hindemith: Kleine Kammermusik op. 24 Nr. 2 für fünf Bläser
Robert Schumann: Klavierquintett Es-Dur op. 44

Der Tonkünstlerverein gratuliert sich selbst mit einem Gipfelwerk. Robert Schumanns innerhalb von nur fünf Tagen komponiertes Klavierquintett – bei der Uraufführung spielte Roberts Ehefrau Clara den Klavierpart – wurde nicht nur zum Muster einer Gattung. Es ist für eine ganze Generation von Komponisten zudem das romantische Kammermusikwerk schlechthin: der Höhepunkt des Kammermusikjahres 1842, das in Schumanns Biografie dem Liederjahr und dem symphonischen Jahr folgte. Der erste Satz mit seinem ständigen Wechsel zwischen triumphalen Aufschwüngen und zurückgenommenen Passagen wirkt ebenso unmittelbar romantisch wie der zweite, in dem sich laut Piotr Tschaikowsky »eine ganze Tragödie« abspielt.

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Konzert

Sonderkonzert am Vorabend der Internationalen Schostakowitsch Tage Gohrisch

Staatskapelle Dresden
Tugan Sokhiev, Dirigent


Dmitri Schostakowitsch: Symphonie Nr. 7 C-Dur op. 60 »Leningrader«

Musikalisches Zeugnis

Kaum ein symphonisches Werk des 20. Jahrhunderts trägt größere Symbolkraft in sich als Dmitri Schostakowitschs »Leningrader«. Während der deutschen Belagerung der sowjetischen Stadt im Zweiten Weltkrieg entstanden, offiziell vom Komponisten »dem Kampf gegen den Faschismus« gewidmet und am 9. August 1942 inmitten der besetzten Stadt aufgeführt, verbreitete sich das Werk innerhalb kürzester Zeit auf Seiten der Verbündeten: Für die Londoner Premiere zeichnete Sir Henry Wood verantwortlich, in den USA dirigierte erstmals Arturo Toscanini die Siebte. Als Requiem für die Opfer des Krieges rief die »Leningrader« eine Welle der Anteilnahme hervor – ihr Ruf nach Frieden hat bis heute nichts an Eindringlichkeit verloren.

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Konzert

12. Symphoniekonzert: Christian Thielemann

Staatskapelle Dresden
Christian Thielemann, Dirigent
Camilla Nylund, Sopran I (Magna Peccatrix)
Ricarda Merbeth, Sopran II (Una poenitentium)
Regula Mühlemann, Soprann III (Mater gloriosa)
Štěpánka Pučálková, Alt I (Mulier Samaritana)
Christa Mayer, Alt II (Maria Aegyptiaca)
David Butt Philip, Tenor (Doctor Marianus)
Michael Volle, Bariton (Pater ecstaticus)
Georg Zeppenfeld, Bass (Pater profundus)
Chor des Bayerischen Rundfunks
Sächsischer Staatsopernchor Dresden
Kinderchor der Semperoper Dresden
Gustav Mahler Jugendorchester


Gustav Mahler: Symphonie Nr. 8

»Hier wird’s Ereignis«

Als Mahlers Achte erstmals auf dem Programm der Staatskapelle stand, umwehte dieses Konzert eine besondere Aura: Am 30. Juni 1932, neun Monate vor seiner Vertreibung, dirigierte Fritz Busch das Opus Ultimum des Spätromantikers. Die Kombination des Pfingsthymnus »Veni, creator spiritus« mit dem »Faust II«-Finale beschrieb Mahler euphorisch: »Es ist das Größte, was ich gemacht habe. Denken Sie sich, dass das Universum zu tönen beginnt.« Besucher der Uraufführung vom 12. September 1910 in München mit 1030 Mitwirkenden berichteten von der überwältigenden Wirkung der »Symphonie der Tausend« (wie der Verlag das Werk bald nannte). Daran hat sich bis heute nichts geändert.

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Online

Videos in der Mediathek

In der Mediathek der Staatskapelle finden Sie Videos von Konzertmitschnitten der vergangenen Jahre, darunter auch das Sonderkonzert mit Ehrendirigent Herbert Blomstedt aus dem Jahre 2021.

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CDs der Staatskapelle

Aktuelle Aufnahmen mit der Staatskapelle

Im Onlineshop finden Sie die neuesten CD-Produktionen der Staatskapelle Dresden. Diese sind alle im Handel erhältlich, einige können Sie direkt im iTunes Music Store herunterladen.

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Durch Kurfürst Moritz von Sachsen 1548 gegründet, ist die Sächsische Staatskapelle Dresden eines der ältesten und traditionsreichsten Orchester der Welt. Seit ihrem Bestehen haben bedeutende Kapellmeister und international geschätzte Instrumentalisten die Geschichte der einstigen Hofkapelle geprägt. Zu ihren Leitern gehörten u. a. Heinrich Schütz, Johann Adolf Hasse, Carl Maria von Weber und Richard Wagner, der das Orchester als seine »Wunderharfe« bezeichnete. Bedeutende Chefdirigenten der letzten 100 Jahre waren Ernst von Schuch, Fritz Reiner, Fritz Busch, Karl Böhm, Joseph Keilberth, Rudolf Kempe, Otmar Suitner, Kurt Sanderling, Herbert Blomstedt und Giuseppe Sinopoli. Ab 2002 standen Bernard Haitink (bis 2004) und Fabio Luisi (2007-2010) an der Spitze des Orchesters. Seit der Saison 2012/2013 ist Christian Thielemann Chefdirigent der Staatskapelle. Im Mai 2016 wurde der ehemalige Chefdirigent Herbert Blomstedt zum Ehrendirigenten ernannt. Diesen Titel hatte bislang einzig Sir Colin Davis von 1990 bis zu seinem Tod 2013 inne. Myung-Whun Chung trägt seit 2012 den Titel des Ersten Gastdirigenten. Kartenverkauf:
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Konzerte / Konzert Staatskapelle Dresden Dresden, Theaterplatz 2
Konzerte / Konzert Dresdner Philharmonie Dresden, Schloßstr. 2
Konzerte / Konzert Sächsisches Vocalensemble Dresden, Pillnitzer Landstraße 59
Konzerte / Kirchenmusik Frauenkirche Dresden Dresden, Neumarkt
Aufführungen / Oper Semperoper Dresden Dresden, Theaterplatz 2
Familie+Kinder / Kulturveranstaltung Festung Königstein Königstein, Festung 1
Aufführungen / Aufführung HELLERAU - Europäisches Zentrum der Künste Dresden, Karl-Liebknecht-Str. 56
Ereignisse / Festival MDR Musiksommer 2. bis 31.8.2024
Konzerte / Kirchenmusik Kreuzkirche Dresden Dresden, An der Kreuzkirche 6
Konzerte / Konzert Elbland Philharmonie Sachsen Riesa, Kirchstraße 3
Konzerte / Konzert Dreikönigskirche Dresden Dresden, Hauptstraße 23
Konzerte / Konzert Dresdner Bläserphilharmonie Dresden, Kipsdorfer Weg 8
Konzerte / Konzert Dresdner Sinfoniker Dresden, Glacisstraße 30/32
Konzerte / Konzert Feiermanufaktur
So, 3.3.2024, 12:00 Uhr
Konzerte / Kirchenmusik Martin-Luther-Kirche e.V. Dresden, Martin Luther Platz 5
Konzerte / Jazz Jazzclub Tonne Dresden, Königstr. 15
Konzerte / Konzert Singakademie Dresden e.V. Dresden, Loschwitzer Str. 32
Konzerte / Party Koralle Dresden, Rothenburger Str.
Konzerte / Konzert Studentenclub Bärenzwinger Dresden Dresden, Brühlscher Garten 1

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